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Gerhard Zwerenz
Die Verteidigung Sachsens und warum Karl May die Indianer liebte

Sächsische Autobiographie in Fortsetzung | 98. Nachwort

Dies ist eine sächsische Autobiographie als Fragment in 99 Fragmenten. Schon 1813 wollten die Sachsen mit Napoleon Europa schaffen. Heute blicken wir staunend nach China. Die Philosophen nennen das coinci­dentia opposi­torum, d.h. Einheit der Widersprüche. So läßt sich's fast heldenhaft in Fragmenten leben.

  98. Nachwort

Die Blochianer kommen in Tanzschritten




Foto: Ursula Hunter
 

Kriegstanz oder Friedenstanz – welcher soll's denn sein?






Seit wir der illustren FAZ, diesem mainischen Zentral­organ ange­stammter Na­tional­konserven, die im Blatt herr­schende Vorliebe für den Dreier­pakt Martin Heidegger, Carl Schmitt, Ernst Jünger – 2 x NSDAP, 1 x Stahl­helm – immer mal wieder ein wenig vor­hielten, lässt nicht nur die eins­tige Helden­propa­ganda nach, man beginn dort sogar Ernst Bloch zu lesen. Am 7. November 2012 ent­deckt ihn ein wohl­infor­mierter Franz Siepe schwung­voll als Tanz-Inter­preten: »Der Philosoph und die Frau­en-Bewe­gung kein neuer Tanz ohne Ver­ände­rung der Gesell­schaft: Ernst Bloch wollte den Frauen von Lohe­land Revo­lution und Meta­physik nahe­brin­gen « Das ist klug und für bürger­stramme Verhält­nisse gar avant­gardis­tisch präsen­tiert. Salut den FAZ-Geistes­wissen­schaften. Nur enthält die Ent­deckung einen nicht uner­heb­lichen Fehler. Siepe schreibt, Blochs Haupt­werk Das Prinzip Hoffnung sei »zwischen 1938 und 1947 in den Ver­einigten Staaten ver­fasst worden.« Was nur mit Aus­nahmen stimmt. Eine, die grund­sätz­liche und folgen­reichste, nein die folgen­schwerste betrifft das 19. Kapitel: Welt­verän­derung oder die Elf Thesen von Marx über Feuer­bach, das erst in der DDR, d.h. in Leipzig zu Papier gebracht wurde und zum stil­vollen Tanz der Frauen den hef­tigen Papier­schwerter­tanz der Philo­sophen eröffnete.
  Der dramaturgische Schwerpunkt des 9. Kapitels im Prinzip Hoffnung wird in unserem Buch Sklaven­sprache und Revolte auf den Seiten 517 ff behandelt.
  Wir reden von Ernst Bloch, nicht vom Historiker Marc Bloch, den die Gestapo ermordete und nicht vom fiktiven Maxi­milian Bloch, recte Dieter Pfaff, dem elefan­tischen tv-Seelen­doktor. Wir kehren zur FAZ zurück, von wo ein frech­dachsiger Dietmar Dath auf- oder ausbricht, dem gern stahl­behelmten Organ im Feuilleton fixe Sprit­zen setzend, und wenn's gar zu heftig links sein sollte, geht der Compa­nero als erklärter Leninist vom stark­hessi­schen Haupt­blatt zu den spree­linken junge Welt-Genossen. So zweiseitig am 7. und 8.11.2012 mit einem wohl­fundier­ten Hoch auf die Russische Okto­ber­revo­lution von vor 95 Jahren. Das liest sich gut informiert als popkulturelle Spitze. Was tun? fragte Lenin. Dath alias Spex antwortet adäquat: Nieder mit dem Kapitalismus.

 

Dietmar Dath schrieb Stalin um



Wie aber soll das gehen? Was die einen von ihrem Gott erhoffen, erwarten die anderen von ihrem Marx. Dath ist firm in Lenins Schriften und agiert weltklug mit dem ange­häuften Stoff auf oft (aber-)wit­zige Weise, danach bleibt er lesen­wert, doch tak­tisch lücken­haft verbogen. Mit deut­lichen Worten zu Stalin und den Fol­gen würde er bei den frag­mentarisch linken Jung­weltlern schnell mit dem klugen Kopf gegen antike Pro­paganda­wände laufen. Die jW schleppt schwer an ihrer beton­linken Tradi­tion wie Daths bourgeoiser Arbeitgeber FAZ an seiner beton­rech­ten Basis. Immer­hin lacht Dietmar D. sich als Wan­derer zwischen zwei Presse-Regionen ins geballte Fäustchen. Seine wunder­same Neu­fassung der Geschichte der KPdSU könnte selbst ihrem Vor-Ver­fasser Stalin impo­nieren, hielte der sich nicht noch im Orkus als globaler Weiser für unüber­trefflich.
  Als DD-Resümee bleibt: Endlich zieht mal einer den selbst­herrlichen FAZ-Komman­deuren rechter Hand wie den marxoiden Schlaf­mützen am lin­ken Rand eins über. Nieder mit dem Kapita­lismus? Und was soll hoch? Wenn der Leninist Dath erst im FAZ-Feuil­leton die Ant­wort geben darf, steht die liebe junge Welt noch budget­ärmlicher da. Trotz aller spitzen Federn oder wegen ihnen fehlt es nach der Partei an Kapital. Die Leser sterben aus. Die Ideen sind schon ausgestorben. Analyse und Kritik allein rei­chen nicht. Marx ist mehr als musealer Mar­xis­mus und andererseits das schwarz­braune Hasel­nuss-Imperium der Geld- und Gold-Götzen.

 

Mesa Semilovic
Der Derwisch und der Tod
Aus dem Buch stammt der Titel des GZ-Romans Die Erde ist unbewohnbar wie der Mond




Die FAZ-Eloge vom 7.11. auf Bloch als Tanz-Philo­sophen wird thematisch am 10.11. als »zeitlose Utopie« fort­gesetzt. Über­schrift einer Film-Rezension: Die tanzenden Scherben der Zeit, was ich etwas zerstreut las als Die tanzenden Derwische der Zeit. Den Titel meines Romans Die Erde ist unbewohnbar wie der Mond ent­nahmen Ingrid und ich 1973 dem Roman Der Derwisch und der Tod des Bestseller­autors Mesa Selimovic, der damit auf den Balkan zielte, wie aber, wenn das deutsche Euro-Europa zur euro­päischen Bal­kani­sierung führt? Zuzu­trauen ist es unsern regie­renden Über­menschen. Selbst der am Main gestran­dete Adorno zog als belei­digter Derwisch ins posta­lische Feld und schrieb 1958 über Blochs Prinzip Hoff­nung an Peter Suhr­kamp: »Anstelle der wirk­lichen An­stren­gung und Arbeit des Be­griffs, die ein alter Hege­lianer wie Bloch doch weiß Gott schwer zu nehmen hätte, ist das Buch wie ein rei­ßendes Gewäs­ser, in dem alles mög­liche Zeug, vor allem Konser­ven­büchsen, herum­schwimmt, über­reich an einem teil­weise übrigens etwas apo­kryphen Stoff, aber arm einfach an geistigem Gehalt.«
  Nun ja, die links­intellektuellen Meister­denker konnten sich auf Marx berufen, ging's per Galle im Aber­witz gegen­ein­ander. Auch hatte das Paar Adorno-Bloch eine deli­ziöse Vor­geschichte. Dass der am Main zu Stuhle gekommene Professor dem von der Pleiße an den Neckar geflüch­teten Kollegen gern ein paar Tröp­fchen Gift inji­zierte zeigt, auch Geistes­riesen domi­zilieren von Zeit zu Zeit gern unter der Gürtel­linie.

 

Wer wird wie entschädigt?




Weiter im Bloch-Tanzschritt. Vom auf­rechten akade­mischen Linkskund­schafter Richard Al­brecht ist im www.poetenladen.de Die Ent­schädi­gungs­akte Bloch – Kurz­memorial zum 25. Todes­tag am 4. August 2012 zu lesen. Der Fund birgt reiche Ernte. Der vielfach ver­folgte und immer wieder exilierte Ernst Bloch mit Ehe­frau Karola erhielt 1967 vom Stutt­garter Landesamt für Wieder­gut­machung im Vergleich 10.700 DM aus­gezahlt. Hannah Arendt wurde jedoch, Albrecht merkt dazu »soweit ich weiß« an, eine »Höchst­ent­schä­digungs­summe von gut einer halben Million DM« zug­ewiesen. Mein Pseu­donym, der Satiriker Gert Gablenz in mir rekur­riert, Bloch hätte eben mal mit dem hitler­affinen Heidegger wie Hannah A. ins Bett steigen und ihn lebens­lang intern roman­tisch hochhalten sollen, das hätte ihm in Deutsch­südwest reichen finan­ziellen Segen beschert. Ingrid über­legt, ob die als Stu­dentin liebes­blinde Hannah ihrem ange­beteten Martin H. später etwa einen Anteil von den 500.000 DM hat zukommen lassen. Vor­stell­bar wäre das. Ich weise sowohl den vor­lauten Gert Gablenz wie auch Ingrid zurecht und argum­entiere mit den um­werfend frei­heit­lichen Resul­taten der fried­lichen Revolution in Sachsen. Denn Dres­dens schwarze Regie­rung und ihr staats­rat­gebendes Hannah-Arendt-Institut nutzen Arendts Schriften dankbar zur totalen Tota­­litaris­mus-Doktrin mit Stoß-Rich­tung contra DDR, was von der Philo­sophin so gar nicht formu­liert worden ist. Was soll's, ab in die Klap­pe, roter Sachse, husch-husch-husch und halt die Gusch.
  Erfreut lesen wir zum Ausgleich eine mail aus dem thüringisch-sächsischen Pleißenland zum 94. Nachwort : »Mein Blochbild ergänzt sich: Vom Philo­sophen zum umgäng­lichen Men­schen. Interes­sant auch sein Ver­hältnis zu Marcuse und seine 4. Satz­ergän­zung, die ihr euch wohl auf die Fahne ge­schrieben habt.« Ab­sen­derin ist die Ger­manistin Dr. Waltraud Seidel, früher Karl-Marx-­Universität. Sie zählt zu den ins Umland ver­streuten Ost­akademi­kern, die von der Be­satzungs­macht-West wegen zu hohen Wis­sens­stands nicht be­schäftigt werden können. Auch Slawisten und Sino­logen wurden durch­weg ausge­bootet. Heute werden sie gesucht.
  Sachsen scheint der exem­plarische Fall einer Rückwende von Rot nach Schwarz direkt ins vergangene Jahr­hundert zu sein. In Dresden erlauben sich Polizei und Justiz jahre­lange Verfol­gung linker Proteste gegen nazis­tische Umtriebe. In Chemnitz bagatel­lisiert der Re­gierungs­ratgeber Prof. Eckhard Jesse so nach­haltig den gra­ssierenden Neo­faschis­mus, dass die NSU-Mörder­bande über ein Jahrzehnt hin Chem­nitz wie Zwickau in aller Ruhe als Rückzugs­gebiet nutzen kann. Als an der Tech­nischen Uni­versität Chemnitz eine öffent­liche Dis­kussion mit E. Jesse stattfinden soll, erkrankt der Pro­fessor super­pünklich. Doch wie die Freie Presse meldete, ist ausge­rechnet dieser selt­same Extremismus­for­scher als Zeuge und Sach­ver­ständiger im Sächsi­schen NSU-Unter­suchungs­ausschuss vor­gesehen.
  Ernst Blochs Tanzschritten der Moderne stehen alte Affen­tanz­schulen gegen­über. Ein unüber­treff­liches Exempel bieten fol­gende www.-Mel­dungen. Zwar heißt der genannte Über­geber Werner Schulz und nicht Schulze, macht nichts – Haupt­sache Hetze gegen Karl Marx, da kommts auf ein e mehr oder weniger nicht an:

gedanken des monats – Wurzener Geschichts- und Altstadtverein e.V.

www.geschichtsverein-wurzen.de

Werner Schulze zur Bild­übergabe von Erich Loest an die Medienstiftung der Leipziger Sparkasse am 22. September 2010 ...

Der Kommunismus als Welt­anschauung war zweifellos ein großer Irrtum. Als Praxis des kol­lektiven Lebens wurde er zum großen Ver­brechen. Oder wie es Hans Mayer im „Turm von Babel“ seinen Erin­nerungen an die DDR beschreibt: „Sie wollten Gemeinschaft stiften, Brüder­lichkeit, ein transzen­dentes oder inner­weltliches Kollektiv. Alles sollte erzwungen werden und wurde gewaltsam durch­gesetzt: bis es gewaltig geschei­tert ist.“ Aber genau das hat mit Marx zu tun. Er hat die Vorlage ge­schrieben und die Vor­gaben dik­tiert. Der recht­haberische Philosoph, der keinen Philo­sophen neben sich gelten ließ. Allen­falls seinen ihn finan­zierenden und geistig applau­dierenden Freund Engels. Für ihr Experiment sind Mil­lionen Menschen drauf gegangen und unzählige Ideale verbraten worden  Deswegen darf man ihn von der Verant­wortung für das was in seinem Namen geschehen ist, nicht frei sprechen.


Wurzen, ach Wurzen, kurz nach der Wende von Links-Kaputt zu Rechts-Kapital, als in Wurzen die Neo-Nazis ganze Straßenzüge be­herr­schten, lasen Erich Loest, von der Buch­messe kommend – da gab er sich noch so, wie er mir von früher vertraut war – und ich einen Abend lang trost­spendend in der kleinen sächsi­schen Stadt. Inzwi­schen geben dort die Marx-Töter im Geschichts­verein den Ton an. Zu ihrem geprie­senen Herrn Schulz(e) erzähle ich liebend gern die kleine Geschichte aus meinem Bonner Aben­teuer­leben, Buchtitel: Krieg im Glas­haus oder Der Bundes­tag als Wind­mühle.

21   Die feinen Herren Kollegen

Der Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen, Werner Schulz, ist ein guter Redner, dem ich baff zuhöre, denn er schöpft seinen Zorn direkt aus Gottes Hirnschale, im Angriff gnadenlos, ein Jäger der Sünde, und ziel­sicher beim Abschuss des Wildes. Ich vermute, der stirn­zerfurchte Mann mit dem aschgrauen Gesicht derer, die den Feinden auf­lauern, weil sie sich selbst nicht vergeben können, ich ver­mute also, da trägt einer sich selbst als Last durchs Leben. Wenn Schulz die PDS vornimmt, bin ich an meine frühen Attacken auf die SED erinnert, jetzt suchen die Spätlinge nachzuholen, was sie zu der Zeit ver­säumten, als es noch gefahrvoll war, den Diktatoren entgegen­zutreten. Auf einem Flug von Bonn / Wahn nach Leipzig zur Wahlkampfzeit Spät­sommer 1998, Gen­schers gelber Pullover leuch­tete, ganz das Marken­zeichen der Hoffnung, manche nennen es Neid, der Exminister wollte vom Flughafen Leipzig in seine Heimatstadt Halle / Saale, wo er seine Frei­heitlichen aufzumöbeln hoffte, was misslang, Genschers gelber Pull­over also wies mir die Rich­tung zu den Plätzen, wo Gregor Gysi und Werner Schulz von den Lufthansa-Geistern neben­einander plaziert saßen und sich angeregt, freund­schaftlich unter­hielten, Feinde außer Dienst, Kollegen im Fluge zum Kampf um Stimmen. Ich las SZ, Woche und Freie Presse, am Abend des Buch­messen­sonn­abend diskutierten Hermann Kant, mein lieber früherer Erz­feind und ich, einer seiner früheren Erz­feinde, in der großen neuen Glitzer­buch­handlung auf dem Haupt­bahn­hof, der eben zum moderns­ten und größten Luxus­waren­haus Europas aus­gebaut worden war. Nach der Lan­dung, beim Durch­queren des Flughafen­gebäudes der Eindruck völliger Fremdheit. Anschlie­ßend notiert: „Leipzig, die frühere Heimat ist mir jetzt zum frem­desten Ort von ganz Deutsch­land geworden.“ Als ich kurz darauf vom Tode Hans Pfeiffers hörte, war mir unser Leipzig ganz verloren: Deckel auf den Sarg. Schulz und ich wohn­ten in Bonn im selben Abge­ordneten­silo Heuss­allee 7. An einem arglos reinen Freitag­morgen, die Sonne schien wie bestellt, die Luft roch nur nach sich selbst und der Himmel über uns log sich die blaueste Bläue auf die Jacke, stieg ich die Stufen vom Ein­gang zur Straße hinab, ver­senkte haus­väter­lich ordent­lich einen Beutel Abfall in den linker­hand auf­gereih­ten Kunst­stoff­tonnen, wandte mich zurück, um auf die Straße zu treten, da verließ der Kollege, das grüne Mit­glied des Bundes­tages, der mürrische Werner Schulz das Haus, er­schien oben auf dem Stein­podest, von wo die Stufen herab­führen und ich wünsch­te einfach aus der Rein­heit des Herzens heraus deutlich und arti­kuliert einen Guten Morgen. Es kam keine Ant­wort. Nach zwei Schrit­ten blieb ich stehen, wandte mich um und erklärte: Sie sind wirklich ein Arsch! Der Herr Kollege glotz­te. Ent­schloss sich zu einem Geräusch, das als ein­samer Lacher gedeutet werden konnte, wäre das Gesicht, dem es entfuhr, nicht so gräm­lich mas­kiert gewesen. Das war's dann auch. In meinen gesamten vier Bonner Jahren wurde zwischen Schulz und mir kein Wort ge­wechselt. Mein Gruß, meine fünf nach­gescho­benen Worte und sein un­arti­kuliertes Lachen blieben die Aus­nahme. Dabei hätte ich mir vom grünen Bürger­rechtler liebend gern von seinen bürger­recht­lichen Leipziger Helden­taten berichten lassen, und sei es nur, um sie zu notieren und in diesem Buche weiter­zugeben, wie es Chronisten­pflicht ist.


 

Beschimpft vom Bayern-CSU-Politiker Franz Xaver Unertl als »unge­waschené, verlauste, verdreckte Kreatur« – Rudi kurz danach nieder­geschossen vom Sachsen Josef Bachmann




Nicht alle Anti-Marxisten aus einem Sachsen, das so viel besser war und sein kann, gefal­len sich in küm­merlichen Ata­vismen wie Schulz, diese Zierde der Grünen aus Zwickau, wo die Mord-AG NSU in Sicherheit überlebte und von wo der Atten­täter Josef Bach­mann auf­brach, der im April 1968 in Westberlin Rudi Dutschke zweimal in den Kopf schoss. So lang­sam wird mir bei der Verteidigung Sachsens etwas unwohl. Höchste Zeit für neue Blochsche Tanz­schritte. Angela Merkel riskierte bei der Dankes­rede nach der Verleihung ihres Ehren­doktor­hutes (h.c.) der ent­marxten Leipziger Univer­sität sogar den Namen Bloch zu nennen. In diesen Wochen jetzt bereist sie Griechen­land und Portu­gal, wo die Poli­tiker werkeln und merkeln, wäh­rend das Volk auf den Straßen die Anti-Merkel-Revolte probt. Eine Atmosphäre aufgeheizt wie im einstigen Bauern­krieg. Das erin­nert an Walter Elliger, Histo­riker und Theologe, SA-Mann mit DDR-Inter­mezzo, dann Ost­flücht­ling voller über­strö­men­der anti­marxis­tischer West-Weis­heiten. Blochs Sicht auf Thomas Müntzer als Theologe der Re­­volution sei nur eine phanta­sie­volle Dar­stellung, denn Müntzer ging es allein um Gott. Dieser Elliger-Aber­witz ist nach­zulesen im Spiegel / 26/1975. Ende der rechten Tanz­paranoia. Wir ziehen statt des Tanzes der Derwische den der Blochianer vor: »Auch was tanzt, will anders werden und abreisen.« (Bloch in Wunsch­bild im Tanz)
Am Anfang war Ernst Blochs revolutionärer Wille zur Macht im Sozialismus. Blochs Werk wird unterschiedlich begriffen als

a) neues Hoffnungsdenken mit Hauptpunkt Utopie/Revolution
b) philosophischer Marxismus und Stalinismus
c) philosophischer und politischer Reformismus bzw. Reform­kommunismus

Alle drei Exegesen haben etwas für sich und gegen sich. Die Partei, die Bloch 1957 als Feind diffamierte und aus der Univer­sität feuerte, kam der Wahrheit am nächsten, wenn auch aus falschen Gründen und Absichten. Richtig ist, Bloch war genauso­wenig Marxist und Kommunist wie Karl Marx sich Marxist nennen lassen wollte. Biographisch und vom Werk her gibt es vier Blochs. Den weithin unbe­kannten Lebens­philo­sophen der Jugend­zeit, der sich von Schopenhauer und Nietzsche her­leitet und politisch-pazi­fis­tisch gegen Krieg und Lenin pole­misiert.
  Dann den Bolschewisten der mitt­leren Periode, der Leninist und Stalinist wird und sich philo­sophisch bis zur Sklaven­sprache maskiert. End­lich den janushaften alten Bloch, der die sozialistische Revolution als unkorrigierbar missglückt bewertet, im Alters­werk jedoch die stringente Selbstkorrektur verweigert.
  Wer, viertens, zum Kern vordringt, muss das Werk wie ein Palimpsest lesen, durch die von Milieu, Not- und Zwangslagen aufge­tragenen Schriftsätze hindurch. Nimmt man neu au­fgetauchte Doku­mente sowie letzte Arbeiten der Bloch-For­schung hinzu, enthüllen sich bisher unbekannte Dimen­sionen. Demnach war Bloch zu seiner Marx-und-Stalin-Zeit mehr Nietzscheaner als Bolschewist. Seine Neigung zur Sowjet­union und sein Stalinis­mus resul­tieren aus der Zwangs­lage der Absage an den früheren Pazi­fismus und der indivi­duellen Unfähig­keit zum philo­sophischen Kom­promiss. Blochs WilIe zur Macht war die Konse­quenz seiner zugleich revo­lutionären und jüdi­schen Existenz im töd­lichen Konflikt zwischen Stalin und Hitler.
  Erst wer Bloch als Nietzscheaner erfasst, erkennt ihn auch im Alters­werk als un­wider­rufe­nen prä- wie post­marxistischen Revo­lutionär, der privat leicht die sozia­listische Revolution als miss­glückt werten konnte, leitete sein Denken doch immer im Kern zur Menschheits­revolution über, die in seiner Jugend­zeit offen, im marx­getönten Werk der mittleren Periode verhüllt gelehrt worden ist. Blochs Interesse an Sklaven­sprache war ein gezielter Verweis auf die Notwendi­gkeit von Ent­hüllung, Entschlüs­selung, modern: von De­kon­struktion seines eigenen Werkes. Diese Dekon­struktion be­ginnt mit Auf­arbeitung bisheriger Unter­.lassungen. Bloch wurde bisher ledig­lich marxistisch bzw. antimarxistisch gelesen und interpretiert. Der existenz­philo­sophische Kern blieb unberück­sichtigt. Dies zu ändern bedarf es einer Drehung der unter­belich­teten Seiten, dieser Ver­legen­heiten des eitlen Zeitgeistes, ins Licht. Das beginnt mit der Frage, weshalb Bloch drei lebens­philo­sophi­sche Sätze dut­zende Male wieder­holend an Text­anfänge stellte, einen be­stimmten Text über Jahrzehnte geheim hielt, manche Ideen systema­tisch ver­rätselte und nur im Gespräch offen­barte. Die genauere Exegese ergibt einen neuen, ganz ande­ren, revo­lutionären Phil­osophen, den Ab­schied vom vertrauten Bloch-Bild und den sich selbst per­petuie­renden Nach­äffereien akade­mischer Tretmühlen­gänger, deren post­moderner, flotter Oppor­tunismus den letzten philo­sophi­schen Revo­lutionär aufs eigene Mittel­maß einzuebnen bemüht ist.
  In Sklavensprache und Revolte heißt es auf Seite 347: »Nach dem Ende des zweiten deut­schen Staates wird der Versuch Blochs, eine freiere Gesell­schaft zu begrün­den, zur Brücke über die schwarzen Ab­gründe des Nihi­lismus.« Der Nihi­lismus der Berliner Re­publik heißt seit längerer Zeit NSU – seit einem Jahr wird das ver­einigte Deutsch­land mit seinem National­so­zialis­tischen Unter­grund nicht fertig. Der ist die Spitze des in den Osten ver­schobenen Eisbergs deut­scher Ver­gan­gen­heit. Dafür gibt es schlech­te Gründe genug. Als 1996 im Bonner Bundesrat endlich die Rehabi­litie­rung von Wehr­machts­deser­teuren an­stand, stimmten die Frei­staaten Sachsen und Bayern dagegen. Wer ist da frei wovon? War Hitlers Ver­nich­tungs­krieg keine Fahnen­flucht wert? Bloch schon 1918: Kampf, nicht Krieg. Da haben Poli­tiker Nachholbedarf. Es fehlen die Tanz­schritte gegen den Krieg. Die Blochianer hatten 1957 in der DDR aus­getanzt und in der BRD wurde nur Gym­nastik daraus.
  Inzwischen tanzen Obamas Generäle aus der Reihe, Schon Adolf H. hatte da Ärger mit seinen Mili­tärs. Herr von Blom­berg hei­ratete eine Nutte, was die Kame­raden fälsc­hlich für un­standes­gemäß hielten, Herr von Fritsch wurde unzu­tref­fend als homo­sexuell ver­dächtigt wie später der Bundes­wehr-Gene­ral Günter Kießling – Generäle haben nicht schwul zu sein, schon der An­schein lässt sie stürzen.
  Obamas Generäle heirateten, zeugten treu und brav ihre Kinder und werden plötzlich mehr­schlä­frig, bis die Geliebte der ver­meint­lichen Rivalin droht: »Lass die Finger von meinem Kerl!« Der Kerl ist der hoch­deko­rierte, hoch­gelobte David Petraeus. Ein zweiter Komman­deur steht im Zwielicht – US-Gene­ral John R. Allen – fürs erste wegen un­ange­messenen E-mail-Verkehrs, wo immer er sonst noch ver­kehrt verkehrt hat, ist ungeklärt.
  Da ist unsere Bundes­kanzlerin von anderem Kali­ber, kein Sex-Ver­dacht nir­gends. Zwar droht im süd­lichen Europa per Gene­ral­streik ein revo­lu­tionärer Auf­stand wie 1848 und global ein Schwarzer Freitag im Quadrat, Angela aber steht fest und kann nicht anders als hieße sie Martina Luther.
Gerhard Zwerenz    19.11.2012    Druckansicht  Zur Druckansicht - Schwarzweiß-Ansicht    Seite empfehlen  Diese Seite weiterempfehlen

 

 
Gerhard Zwerenz
Serie
  1. Wie kommt die Pleiße nach Leipzig?
  2. Wird Sachsen bald chinesisch?
  3. Blick zurück und nach vorn
  4. Die große Sachsen-Koalition
  5. Von Milbradt zu Ernst Jünger
  6. Ein Rat von Wolfgang Neuss und aus Amerika
  7. Reise nach dem verlorenen Ich
  8. Mit Rasputin auf das Fest der Sinne
  9. Van der Lubbe und die Folgen
  10. Unser Schulfreund Karl May
  11. Hannah Arendt und die Obersturmbannführer
  12. Die Westflucht ostwärts
  13. Der Sänger, der nicht mehr singt
  14. Ich kenne nur
    Karl May und Hegel
  15. Mein Leben als Prophet
  16. Frühe Liebe mit Trauerflor
  17. Der Schatten Leo Bauers
  18. Von Unselds Gegner zu Holtzbrincks Bodyguard
  19. Karl May Petrus Enzensberger Walter Janka
  20. Aus dem Notizbuch eines Ungläubigen
  21. Tanz in die zweifache Existenz
  22. General Hammersteins Schweigen
  23. Die Pleiße war mein Mississippi
  24. Im Osten verzwergt und verhunzt?
  25. Uwe Johnson geheimdienstlich
  26. Was fürchtete Uwe Johnson
  27. Frühling Zoo Buchmesse
  28. Die goldenen Leipziger Jahre
  29. Das Poeten-Projekt
  30. Der Sachsenschlag und die Folgen
  31. Blick zurück auf Wohlgesinnte
  32. Sächsische Totenfeier für Fassbinder (I)
  33. Sächsische Totenfeier für Fassbinder (II)
  34. Brief mit Vorspann an Erich Loest
  35. Briefwechsel mit der Welt der Literatur
  36. Die offene Wunde der Welt der Literatur
  37. Leipzig – wir kommen
  38. Terror im Systemvergleich
  39. Rachegesang und Kafkas Prophetismus
  40. Die Nostalgie der 70er Jahre
  41. Pauliner Kirche und letzte Helden
  42. Das Kickers-Abenteuer
  43. Unser Feind, die Druckwelle
  44. Samisdat in postkulturellen Zeiten
  45. So trat ich meinen Liebesdienst an …
  46. Mein Ausstieg in den Himmel
  47. Schraubenzieher im Feuchtgebiet
  48. Der Fall Filip Müller
  49. Contra und pro Genossen
  50. Wie ich dem Politbüro die Todesstrafe verdarb
  51. Frankfurter Polzei-buchmesse 1968
  52. Die Kunst, weder Kain noch Abel zu sein
  53. Als Atheist in Fulda
  54. Parade der Wiedergänger
  55. Poetik – Ästhetik und des Kaisers Nacktarsch
  56. Zwischen Arthur Koestler und den Beatles
  57. Fragen an einen Totalitarismusforscher
  58. Meine fünf Lektionen
  59. Playmobilmachung von Harald Schmidt
  60. Freundliche Auskunft an Hauptpastor Goetze
  61. Denkfabrik am Pleißenstrand
  62. Rendezvous beim Kriegsjuristen
  63. Marx, Murx, Selbstmord (der Identität)
  64. Vom Aufsteiger zum Aussteiger? (I. Teil)
  65. Vom Aufsteiger zum Aussteiger? (II. Teil)
  66. Der Bunker ...
  67. Helmut auf allen Kanälen
  68. Leipzig anno 1956 und Berlin 2008
  69. Mit Konterrevolutionären und Trotzkisten auf dem Dritten Weg
  70. Die Sächsischen Freiheiten
  71. Zwischen Genossen und Werwölfen
  72. Zur Geschichte meiner Gedichte
  73. Poetenladen: 1 Gedicht aus 16 Gedichten
  74. Der Dritte Weg als Ausweg
  75. Unendliche Wende
  76. Drei Liebesgrüße für Marcel
  77. Wir lagen vor Monte Cassino
  78. Die zweifache Lust
  79. Hacks Haffner Ulbricht Tillich
  80. Mein Leben als Doppelagent
  81. Der Stolz, ein Ostdeutscher zu sein
  82. Vom Langen Marsch zum 3. Weg
  83. Die Differenz zwischen links und rechts
  84. Wo liegt Bad Gablenz?
  85. Quartier zwischen Helmut Schmidt und Walter Ulbricht
  86. Der 3. Weg eines Auslandssachsen
  87. Kriegsverrat, Friedensverrat und Friedenslethargie
  88. Am Anfang war das Gedicht
  89. Vom Buch ins Netz und zur Hölle?
  90. Epilog zum Welt-Ende oder DDR plus
  91. Im Hotel Folterhochschule
  92. Brief an Ernst Bloch im Himmel
  93. Kurze Erinnerung ans Bonner Glashaus
  94. Fritz Behrens und die trotzkistische Alternative
  95. 94/95 Doppelserie
  96. FAUST 3 – Franz Kafka vor Auerbachs Keller
  97. Rainer Werner Fassbinder ...
  98. Zähne zusammen­beißen ...
  99. Das Unvergessene im Blick
    1. Nachwort
Nachworte
  1. Nachwort
    siehe Folge 99
  2. Auf den Spuren des
    Günter Wallraff
  3. Online-Abenteuer mit Buch und Netz
  4. Rückschau und Vorschau aufs linke Leipzig
  5. Die Leipziger Denkschule
  6. Idylle mit Wutanfall
  7. Die digitalisierte Freiheit der Elite
  8. Der Krieg als Badekur?
  9. Wolfgang Neuss über Kurt Tucholsky
  10. Alter Sack antwortet jungem Sack
  11. Vor uns diverse Endkämpfe
  12. Verteidigung eines Gedichts gegen die Gladiatoren
  13. Parademarsch der Lemminge und Blochs Abwicklung
  14. Kampf der Deserteure
  15. Fritz Bauers unerwartete Rückkehr
  16. Der Trotz- und Hoffnungs-Pazifismus
  17. Als Fassbinder in die Oper gehen wollte
  18. Was zum Teufel sind Blochianer?
  19. Affentanz um die 11. Feuerbach-These
  20. Geschichten vom Geist als Stimmvieh
  21. Von Frankfurt übern Taunus ins Erzgebirge
  22. Trotz – Trotzalledem – Trotzki
  23. Der 3. Weg ist kein Mittelweg
  24. Matroschka –
    Die Mama in der Mama
  25. Goethe bei Anna Amalia und Herr Matussek im Krieg
  26. Der Aufgang des Abendlandes aus Auerbachs Keller
  27. Jan Robert Bloch –
    der Sohn, der aus der Kälte kam
  28. Das Buch, der Tod und der Widerspruch
  29. Pastor Gauck oder die Revanche für Stalingrad
  30. Bloch und Nietzsche werden gegauckt ...
  31. Hölle angebohrt. Teufel raus?
  32. Zwischen Heym + Gauck
  33. Von Marx über Bloch zu Prof. Dr. Holz
  34. Kafkas Welttheater in Auerbachs Keller
  35. Die Philosophenschlacht von Leipzig
  36. Dekonstruktion oder Das Ende der Ver­spä­tung ist das Ende
  37. Goethes Stuhl – ein Roman aus Saxanien
  38. Meine Weltbühne im poetenladen
  39. Von Blochs Trotz zu Sartres Ekel
  40. Die Internationale der Postmarxisten
  41. Dies hier war Deutschland
  42. Kopfsprünge von Land zu Land und Stadt zu Stadt
  43. Einiges Land oder wem die Rache gehört
  44. Schach statt Mühle oder Ernst Jünger spielen
  45. Macht ist ein Kriegszustand
  46. Dekonstruktion als Kriminalgeschichte I
  47. Damals, als ich als Boccaccio ging …
  48. Ein Traum von Aufklärung und Masturbation
  49. Auf der Suche nach der verschwundenen Republik
  50. Leipzig am Meer 2013
  51. Scheintote, Untote und Überlebende
  52. Die DDR musste nicht untergehen (1)
  53. Die DDR musste nicht untergehen (2)
  54. Ein Orden fürs Morden
  55. Welche Revolution darfs denn sein?
  56. Deutschland zwischen Apartheid und Nostalgie
  57. Nietzsche dekonstruierte Gott, Bloch den Genossen Stalin
  58. Ernst Jünger, der Feind und das Gelächter
  59. Von Renegaten, Trotzkisten und anderen Klassikern
  60. Die heimatlose Linke (I)
    Bloch-Oper für zwei u. mehr Stimmen
  61. Die heimatlose Linke (II)
    Ein Zwischenruf
  62. Die heimatlose Linke (III)
    Wer ist Opfer, wer Täter ...
  63. Die heimatlose Linke (IV)
    In der permanenten Revolte
  64. Wir gründen den Club der
    heimatlosen Linken
  65. Pekings große gegen Berlins kleine Mauer
  66. Links im Land der SS-Ober­sturm­bann­führer
  67. Zweifel an Horns Ende – SOKO Leipzig übernimmt?
  68. Leipzig. Kopfbahnhof
  69. Ordentlicher Dialog im Chaos
  70. Büchner und Nietzsche und wir
  71. Mit Brecht in Karthago ...
  72. Endspiel mit Luther & Biermann & Margot
  73. Die Suche nach dem anderen Marx
  74. Wer ermordete Luxemburg und Liebknecht und wer Trotzki?
  75. Vom Krieg unserer (eurer) Väter
  76. Wohin mit den späten Wellen der Nazi-Wahrheit?
  77. Der Feind ist in den Sachsengau eingedrungen
  78. Die Heldensöhne der Urkatastrophe
  79. Die Autobiographie zwischen
    Schein und Sein
  80. Auf der Suche nach der verlorenen Sprache
  81. Atlantis sendet online
  82. Zur Philosophie des Krieges
  83. Deutsche, wollt ihr ewig sterben?
  84. Der Prominentenstadl in der Krise
  85. Der Blick von unten nach oben
  86. Auf der Suche nach einer moralischen Existenz
  87. Vom Krieg gegen die Pazifisten
  88. Keine Lust aufs Rentnerdasein
  89. Von der Beschneidung bis zur
    begeh­baren Prostata
  90. Friede den Landesverrätern
    Augstein und Harich
  91. Klarstellung 1 – Der Konflikt um
    Marx und Bloch
  92. Bloch & die 56er-Opposition zwischen Philo­sophie und Verbrechen
  93. Der Kampf ums Buch
  94. Und trotzdem: Ex oriente lux
  95. Der Soldat: Held – Mörder – Heiliger – Deserteur?
  96. Der liebe Tod – Was können wir wissen?
  97. Lacht euren Herren ins Gesicht ...
  98. Die Blochianer kommen in Tanzschritten
  99. Von den Geheimlehren der Blochianer
Aufsatz