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| Lyrikpreis München an Sandra Trojan |
News 408 28.11.2011 |
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Sandra Trojan
(Foto: Juliane Henrich)
Der zum zweiten Mal vergebene Lyrikpreis München geht 2011 an Sandra Trojan.
Über den diesjährigen Lyrikpreis München wurde im öffentlichen Wettbewerbslesen der acht Finalistinnen und Finalisten am Samstagabend, 26.11.2011, im Vortragssaal der Münchner Stadtbibliothek entschieden. Den Preis (Dotation 1000 Euro) erhielt die in Leipzig lebende Autorin Sandra Trojan, die 2009 mit ihrem Debüt Um uns arm zu machen (poetenladen) an die Öffentlichkeit getreten war. Eine lobende Erwähnung sprach die Jury dem gleichfalls aus Leipzig stammenden Sascha Kokot aus, der in diesem Jahr auch als Finalist beim Leonce-und-Lena-Wettbewerb gelesen hatte.
Zu den weiteren Finalisten gehörten: Sabina Lorenz, Marie T. Martin, Walter Fabian Schmid, Bastian Schneider, Martina Weber sowie Janin Wölke, die jedoch nicht selbst vor Ort sein konnte.
Die Juroren des Abends waren: Eva-Elisabeth Fischer, Redakteurin SZ; Rolf Grimminger, Professor der Germanistik; Christian Lux, Verleger luxbooks; Antonio Pellegrino, Redakteur Literaturkritik, BR
Insgesamt stufte die Jury das Niveau der vorgetragenen Lyrik – mit kleineren Ausnahmen – als hoch ein.
Der Wettbewerb wird vom Münchner Literaturbüro e.V. veranstaltet. Auf der Webseite des Wettbewerbs finden sich Informationen zu den drei vorausgegangenen Leseabenden, wo jeweils die Finalisten für die Endrunde gekürt wurden.
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| Reihe „Neue Lyrik“ ins Leben gerufen |
News 407 12.09.2011 |
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Anne Dorn
(Foto: Hildegard Weber)
Michael Fiedler
(Foto: poetenladen)
Eine neu begründetete Lyrikreihe der Kulturstiftung Sachsen im Verlag poetenladen wird in diesem Herbst mit ersten Titeln eröffnet.
Die Kulturstiftung beginnt im Herbst 2011 gemeinsam mit den Schriftstellern Jayne-Anne Igel und Jan Kuhlbrodt als Mitherausgeber und dem Leipziger Verleger Andreas Heidtmann eine vorerst auf sechs Bände angelegte Reihe von Gedichten. Pro Jahr sollen zwei Gedichtbände von herausragender Qualität, kommentiert und mit einem Nachwort versehen, im Leipziger poetenladen Verlag erscheinen. Dabei soll jeweils ein bekannter Autor und ein Debütant im Wechsel publiziert werden. Das Projekt ist vorerst auf drei Jahre (sechs Bände) angelegt. Im Herbst 2011 beginnt die Reihe mit einem Gedichtband von Anne Dorn, es folgt im gleichen Jahr das Debüt von Michael Fiedler.
Die Autoren
Anne Dorn, „Wetterleuchten“:
Anne Dorn wurde 1925 in Wachau bei Dresden geboren und lebt heute als Schriftstellerin in Köln. Sie wird der so genannten „Kölner Schule des neuen Realismus“ zugerechnet. Anne Dorn verfasste mehrere Romane, Hörspiele und arbeitet für das Fernsehen. Ihre Gedichte erschienen regelmäßig im „Jahrbuch der Lyrik“. Beim Einsturz des Kölner Stadtarchivs 2009 ging auch ein großer Teil ihrer Originalmanuskripte verloren, die sich dort – neben den Nachlässen von Heinrich Böll und Dieter Wellershoff – als Vorlass befanden. So ist es ein Glück, dass ihr Gedicht-Manuskript erhalten blieb. Es ist das dichterische Debüt der viel beachteten Autorin.
Michael Fiedler, „Geometrie und Fertigteile“:
Michael Fiedler wurde 1981 in Leipzig geboren, wo er auch heute lebt und arbeitet. Neben Cut-ups schreibt er Teaser-Texte für Theaterstücke, Flyer und Webseiten. Er studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und veröffentlichte in Anthologien und Zeitschriften. Im April 2011 erschien eine Auswahl seiner Gedichte in der renommierten Lyrik-Zeitschrift „zwischen den zeilen“ (Heft 31), herausgegeben von Urs Engeler. Der Gedichtband „Geometrie und Fertigteile“ ist Michael Fiedlers Debüt als Autor.
Die Herausgeber
Jayne-Ann Igel, geboren 1954 in Leipzig, lebt in Dresden als Autorin und Herausgeberin.
Jan Kuhlbrodt, geboren 1966 in Chemnitz, lebt in Leipzig als Autor und Herausgeber.
Ralph Lindner ist Direktor der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen.
Adresse: Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, Karl-Liebknecht-Str. 56, 01109 Dresden
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| Bachmannpreis für Maja Haderlap |
News 406 10.07.2011 |
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ORF Bachmannpreis
Nach einer Stichwahl gegen Steffen Popp gewann Maja Haderlap den Hauptpreis (25.000 Euro). Steffen Popp erhielt den Kelag-Preis, der in seiner Dotation (10.000 Euro) an zweiter Stelle steht.
Die diesjährige Ingeborg-Bachmann-Preisträgerin steht fest: Es ist die 1961 in Bad Eisenkappel geborene und in Klagenfurt lebende Autorin Maja Haderlap. Sie las eine Geschichte, die sich mit Kindheitserinnerungen einer Kärntner Slowenin beschäftigt, mit dem Zweiten Weltkrieg und dem Partisanen-Widerstand gegen das Dritte Reich. Die Jurorin Daniela Strigl, auf deren Einladung die Autorin las, sagte in ihrer Laudatio:
„Es gibt Glücksfälle in der Literatur. Wenn jemand etwas zu erzählen hat und lange nicht kann und irgendwann drängt der Stoff, drängt die Geschichte zur Gestaltung und findet eine Autorin, deren sprachliche Mittel ihr auch gewachsen sind. In Im Kessel entdeckt eine Tochter, das ihr Vater ein Verwundeter ist, ein Gezeichneter, einer auf den man sich nicht verlassen kann. Stark sind in diesem Dorf, in diesen Familien, die Frauen.“
Viel Beifall fand Steffen Popp mit dem Text Spur einer Dorfgeschichte, der starke lyrische Züge aufweist. Eingeladen worden war er von Meike Feßmann. In ihrer Laudatio heißt es: „Steffen Popp erzählt von einem Dorf im Thüringer Wald, das es wirklich gibt. ... Steffen Popp ist einer Spur gefolgt und hat eine neue Spur gezogen – eine leuchtende Spur, die wir nun in unseren Köpfen haben.“
Steffen Popp, der in diesem Jahr auch den Leonce-und-Lena-Preis erhielt, war bislang vor allem als Lyriker hervorgetreten ( Kolonie Zur Sonne, Kookbooks 2008), aber auch mit dem Roman Ohrenberg oder der Weg dorthin (Kookbooks 2006).
Weitere Preise gingen an Nina Bußmann (3sat-Preis), Leif Randt (Ernst-Willner-Preis) und Thomas Klupp ( Publikumspreis)
Offizielle Seite zum Ingeborg Bachmannpreis
Autoren und Texte
Steffen Popp in Akrobat II (poetenladen)
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| Büchnerpreis für Friedrich Christian Delius |
News 405 20.05.2011 |
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Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung verleiht den mit 50.000 Euro dotierten Georg-Büchner-Preis 2011 an den Schriftsteller Friedrich Christian Delius.
In der Begründung der Akademie heißt es: “Als kritischer, findiger und erfinderischer Beobachter hat er in seinen Romanen und Erzählungen die Geschichte der deutschen Bewusstseinslagen im 20. Jahrhundert erzählt – von der Vorgeschichte der NS-Zeit über die Zeit der Teilung bis in die unmittelbare Gegenwart.
Seine politisch hellwachen, ideologieresistenten und menschen-freundlichen Texte loten die historischen Tiefendimensionen der Gegenwart aus. Seiner souveränen Erzählkunst gelingt es, eine manchmal satirische Beobachtungsschärfe zu verbinden mit einer humanen Sensibilität, die seine Figuren oft decouvriert, aber nie denunziert.”
Auch als Lyriker ist Delius hervorgetreten. Zu finden auch in der poetenladen-Anthologie: Der gelbe Akrobat von Michael Braun und Michael Buselmeier. Darin findet sich das Gedicht: Abschied von Willy. Kommentiert von Michael Buselmeier.
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| Schubart-Preis für Hans Christoph Buch |
News 404 09.04.2011 |
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Die Stadt Aalen hat am Sonntag, 3. April 2011, an den Autor Hans Christoph Buch den Schubart-Literaturpreis verliehen.
Der 1944 in Wetzlar geborene Schriftsteller weise wie der Namensgeber der Auszeichnung auf Missstände hin. Speziell Buchs Texte über den »permanenten Weltbürgerkrieg« waren nach Ansicht der Jury der Ehrung wert. Bei seinen Reisen zu Konfliktherden, wie aktuell nach Nordafrika, trete der Autor nicht als romantischer Revolutionstourist auf, lobte Laudator Wolf Biermann. Zudem beschrieb Buch das Scheitern Haitis nach dem katastrophalen Erdbeben.
Der alle zwei Jahre vergebene Preis ist mit 12.000 Euro dotiert und erinnert an den in Aalen aufgewachsenen Dichter, Komponisten und Journalisten Christian Friedrich Daniel Schubart (1739-1791).
Neben dem Hauptpreis gehen ein Förderpreis an den Poetry-Slam-Künstler Timo Brunke sowie ein Sonderpreis an Bernd Jürgen Warneken. Der Tübinger Kulturwissenschaftler hat eine Schubart-Biografie geschrieben.
Web-Site der Stadt Aalen
Liste der bisherigen Schubart-Preis-Träger
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| Leonce-und-Lena-Preis 2011 an Steffen Popp |
News 403 26.03.2010 |
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Der Leonce-und-Lena-Preis 2011 geht an Steffen Popp – Wolfgang-Weyrauch-Förderpreise für Jan Volker Röhnert und Andre Rudolph
Beitrag zum Wettbewerb
Die Favoriten haben sich weitestgehend durchgesetzt, etwa Steffen Popp mit dem Hauptpreis, aber auch Röhnert und Rudolph mit den Förderpreisen. Ihnen hatte man im Vorfeld auch den Hauptpreis zugetraut. Die Frauen, darunter die Favoritin Nadja Küchenmeister, gingen leer aus.
Bei Steffen Popp würdigt die Jury, dass er das Landschaftsgedicht auf neue Grundlagen stelle.
Steffen Popp wurde 1978 in Greifswald geboren und lebt in Berlin. Das Studium der Philosophie und Deutschen Literatur schloss er in Berlin ab, derzeit Promotion zum Thema Poesie und Lebensform. Er veröffentlichte die Gedichtbände Wie Alpen und Kolonie Zur Sonne, den Roman Ohrenberg oder der Weg dorthin und Übertragungen der us-amerikanischen Lyriker Christian Hawkey und Ben Lerner.
Jan Volker Röhnert wurde 1976 in Gera geboren; 2003-2008 Assistent an der Jenaer Friedrich-Schiller-Universität; 2008-2010 DAAD-Lektor in Sofia/ Bulgarien; lebt gegenwärtig als freier Autor in Weimar. Erhielt u. a. den Lyrikdebütpreis des Literarischen Colloquiums Berlin (2003) und zuletzt das Harald-Gerlach-Stipendium des Freistaats Thüringen (2010). Gedichtbände u.a.: Burgruinenblues (edition muschelkalk 2003); Die Hingabe, endloser Kokon (edition Azur 2005); Metropolen (Hanser 2007)
Andre Rudolph wurde 1975 in Warschau als Sohn eines deutschen Vaters und einer polnischen Mutter geboren. 1993-1999 Studium der Germanistik, Philosophie und Slawistik in Leipzig und Freiburg. Lebt als Autor und Übersetzer in Leipzig. Gedichte, Essays und Übersetzungen in zahlreichen Zeitschriften und Anthologien. Fluglärm über den Palästen unsrer Restinnerlichkeit. Gedichte. Luxbooks, Wiesbaden 2009.
Das Lyrik Kabinett präsentiert die Preisträger des Literarischen März 2011
Einführungen und Moderation: Christian Döring
Am Montag, dem 28. März 2011 um 20:00 Uhr
Amalienstrasse 83 / Rückgebäude In Zusammenarbeit mit dem Literarischen März Darmstadt | Eintritt: €7,00 / €5,00
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| Servais-Preis an Jean Krier |
News 402 25.03.2011 |
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© Robert Bosch Stiftung / Yves Noir
Der Gedichtband „Herzens Lust Spiele“ von Jean Krier wird mit dem Prix Servais 2011 ausgezeichnet.
Nachdem der 1949 in Luxemburg geborene Lyriker Jean Krier erst in der letzten Woche für seinen im poetenladen erschienenen Gedichtband „Herzens Lust Spiele“ den mit 15.000 Euro dotierten Adelbert-von-Chamisso-Preis verliehen bekommen hat, wurde er gestern mit dem Servais-Preis 2011 ausgezeichnet. Der Servais-Preis, der seit 1992 jedes Jahr für das beste literarische Werk des Vorjahres vergeben wird, gilt als der renommierteste Literaturpreis Luxemburgs und ist mit 4000 Euro dotiert.
In der Begründung der Jury heißt es:
Die Jury ehrt damit den in Zyklen komponierten Band mit deutschsprachigen und überwiegend in Langversen und in fragmentierter Syntax geschriebenen Prosagedichten [...]. Die Freilegung sprachlicher Schichtungen offenbart eine berührende Authentizität sowohl der Reflexionen über als auch der Erfahrungen von Selbsterkundungen, Reisewahrnehmungen, Krankheitsleid und Todesahnung. Die Lakonik des persönlich-existentiellen Angstschreis und die Epiphanie des vermeintlich Rätselhaften, des Ominösen und Unerklärbaren charakterisieren Jean Kriers Gedichte in „Herzens Lust Spiele“.
Ein Termin für die Preisverleihung steht noch nicht fest.
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| Literarischer März 2011 |
News 401 01.03.2010 |
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Bei dem Darmstädter Lyrikwettbewerb um den mit 8000 Euro dotierten Leonce-und-Lena-Preis stellen sich am 25. und 26. März 12 junge Autorinnen und Autoren der Jury.
Der Leonce-und-Lena-Preis gilt als bedeutendster Nachwuchspreis deutschsprachiger Lyrik. Er wurde nach dem Satire-Lustspiel von Georg Büchner benannt und wird bereits seit 1979 alle zwei Jahre vergeben.
Außerdem werden an diesem Wochenende auch die Wolfgang-Weyrauch-Förderpreise verliehen, die insgesamt ebenfalls mit einem Preisgeld in Höhe von 8000 Euro verbunden sind.
Fast alle Nominierten, die von den Lektoren Fritz Deppert, Christian Döring und Hanne F. Juritz aus mehr als 400 Bewerbern ausgewählt wurden, sind auch Autoren im poetenladen:
Ann-Kathrin Ast (geb. 1986 in Speyer)
Tom Bresemann (geb. 1978 Berlin)
Tobias Falberg (geb. 1976 in Wittenberg)
Sascha Kokot (geb. 1982 in Osterburg)
Thilo Krause (geb. 1977 in Dresden)
Nadja Küchenmeister (geb. 1981 in Berlin)
Steffen Popp (geb. 1978 in Greifswald)
Jan Röhnert (geb. 1976 in Gera)
Andre Rudolph (geb. 1975 in Warschau)
Walter Fabian Schmid (geb. 1983 in Regen)
Jan Skudlarek (geb. 1986 in Hamm)
Levin Westermann (geb. 1980 in Meerbusch)
Die Lyriker werden ihre bis zu zwölf eingereichten Gedichte in der Centralstation Darmstadt am Samstag, 26.März, ab 9 Uhr der Jury vorstellen (Jury: Sibylle Cramer, Kurt Drawert, Jan Koneffke, Monika Rinck und Raoul Schrott). Bewerben konnten sich Autoren im Alter bis zu 35 Jahren. Alle Nominierten dieses Jahres seien Lyriker, die sich schon einen Namen gemacht hätten, sagte Lektor Döring. Keiner von ihnen sei ein Debütant. Nach Dörings Auffassung ist die öffentliche Lesung der Autoren ein wichtiger Teil des Wettbewerbs, es solle nicht nur der geschriebene Text bewertet werden.
Der poetenladen wünscht allen Autorinnen und Autoren viel Erfolg.
Weitere Informationen auf der Seite des Literarischen Märzes
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| Adelbert-von-Chamisso-Preis an Jean Krier |
News 400 21.01.2011 |
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© Robert Bosch Stiftung / Yves Noir
Jean Krier erhält den mit 15.000 Euro dotierten Adelbert-von-Chamisso-Preis 2011. Mit dem Chamisso-Preis ehrt die Robert Bosch Stiftung seit 1985 herausragende literarische Leistungen in deutscher Sprache, verfasst von Autoren, deren Muttersprache oder kulturelle Herkunft nicht die deutsche ist. Die Förderpreise in Höhe von jeweils 7.000 Euro gehen an Olga Martynova und Nicol Ljubić. .
Jean Krier wird mit dem Chamisso-Preis 2011 für die freirhythmischen Elegien seines jüngsten Bandes „Herzens Lust Spiele“ (poetenladen 2010) geehrt.
Seine deutschsprachigen Wortteppiche, die er subtil mit französischen Einsprengseln spickt, speisen sich aus Erfahrungsmomenten und Lektüreerlebnissen. Die scheinbar prosanahen Texte nehmen die europäische Tradition der literarischen Moderne des 20. Jahrhunderts auf und erweitern deren thematisches und sprachliches Spektrum. Mit seinem Gesamtwerk bereichere der Luxemburger Dichter die deutschsprachige Lyrik und leiste auf originelle Weise einen wichtigen Beitrag zum besseren Verständnis der ihn prägenden Kulturen, so die Jury des Chamisso-Preises.
Olga Martynova erhält den Chamisso-Förderpreis für ihren Roman „Sogar Papageien überleben uns“ (Literaturverlag Droschl 2010), der deutlich macht, dass die Gegenwart Europas in Wahrheit aus zahlreichen kleinen Vergangenheiten besteht. Den Chamisso-Förderpreis erhält Nicol Ljubić für seinen Roman „Meeresstille“ (Hoffmann und Campe), dessen souveräne Komposition aus Realitätspartikeln und fiktionalen Passagen die Schuldfrage des Balkankrieges der 1990er Jahre explizit offen lässt.
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| Peter-Huchel-Preis an Marion Poschmann |
News 399 17.01.2011 |
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(Foto: Tobias Falberg)

Der Peter-Huchel-Preis für deutschsprachige Lyrik geht in diesem Jahr an die in Berlin lebende Autorin Marion Poschmann. Die Jury würdigte damit vor allem ihren im Suhrkamp Verlag erschienenen Gedichtband Geistersehen als herausragende Neuerscheinung des Jahres 2010.
Mit Verweis auf Poschmanns sprachliche Virtuosität und gedankliche Geschlossenheit begründete die Jury unter anderem ihre Entscheidung. „Streng komponiert und motivisch eng verschränkt nutze ihr dritter Gedichtband Repertoire und Formsprache klassischer Dichtung, vor allem Ode und Sonett, um stilsicher und intellektuell brillant Möglichkeiten und Grenzen der Wahrnehmung auszuloten.“ (Quelle: SWR)
Der Peter-Huchel-Preis wird jährlich am 3. April, dem Geburtstag Huchels, verliehen. Die Auszeichnung ist mit 10.000 € dotiert. Zu den Preiträgern der letzten Jahre zählten u.a. Friederike Mayröcker, Gerhard Falkner, Uljana Wolf und Ulf Stolterfoth.
Peter-Huchel-Preis
Marion Poschmann ist in der Anthologie „Umkreisungen – 25 Auskünfte zum Gedicht“ vertreten, in der Lyrikerinnen und Lyriker mit Gedichten und poetologischen Essays zu Wort kommen. Die Sammlung wurde von Jürgen Brôcan und Jan Kuhlbrodt herausgegeben und erschien 2010 im poetenladen Verlag.
Umkreisungen im poetenladen
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| Stabwechsel im Lyrik Kabinett München |
News 398 07.12.2010 |
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Ursula Haeusgen
(Foto: Cornelia Klöss)
Maria Gazzetti
(Foto: Barbara Klemm)
Die Gründerin des Lyrik Kabinetts München, Ursula Haeusgen, zieht sich nach 20 Jahren als Leiterin zurück und übergibt den Staffelstab am 15. Dezember diesen Jahres an Maria Gazzetti.
Ursula Haeusgen gründete die Lesegesellschaft Lyrik Kabinett im Jahre 1994 und ist dessen Mäzenin. Sie unterstüzte das Kabinett unter anderem mit umfangreichen Bücherschenkungen und einem Bibliotheksneubau im Jahre 2004. Seit 2003 besteht das Kabinett als Stiftung. Es veranstaltet regelmäßig Lesungen und andere Veranstaltungen zur deutschsprachigen und internationalen Lyrik.
Maria Gazzetti war bis zu diesem Jahr langjährige Leiterein des Litraturhauses Frankfurt / Main. Unter ihrer Führung entwicklete sich die Einrichtung zu einer festen Größe des kulturellen Lebens in der Bundesrepublik. Bereits im letzten Jahr hatte Gazzetti überraschend angekündigt ihren Vertrag mit dem Literaturhaus nicht zu verlängern. Diese Entscheidung sorgte nach dem zuvor angekündigten Umzug des Suhrkamp Verlages von Frankfurt nach Berlin zu weiteren Spekulationen über das Sterben der Mainmetropole als Literaturort (u.a. FAZ vom 28. April 2009).
Die offizielle Übergabe der Leitung wird am 15. Dezember »ohne viele Worte geschehen«, wie das Lyrik Kabinett im Vorfeld ankündigte. Wie für die Einrichtung üblich, wird stattdessen auch an diesem Abend das Wort des Dichters im Mittelpunkt stehen. So wird der Lyriker Durs Grünbein mit einer Lesung aus seinem neuen Gedichtband Aroma den personellen Wechsel gestalten. Grünbein war seit 1992 mehrfach sowohl im Literaturhaus Frankfurt, als auch im Lyrik Kabinett München zu Gast. »So zeigt auch diese Lesung, worum es sich bei dem Stabwechsel handelt: Nicht um einen Bruch, nicht um einen Neuanfang - sondern ums Weitermachen mit neuen Energien!«, so die offizielle Ankündigung.
Ursula Haeusgen gebührt Dank für ihr langjähriges intensives Engagement und für ihren verdienstvollen Einsatz für die deutschsprachige und internationale Lyrik. Maria Gazzetti wünschen wir für ihre zukünftige Arbeit im Lyrik Kabinett viel Erfolg und alles Gute.
Stabwechsel zu Maria Gazzetti
Es liest Durs Grünbein aus seinem neuen Gedichtband Aroma
Am 15. Dezember 2010 um 20 Uhr
Stiftung Lyrik Kabinett
Amalienstraße 83a
80799 München
Eintritt: 7 € / 5 €
Lyrik Kabinett
Artikel in der FAZ: Haus ohne Hüterin
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| Kranichsteiner Literaturpreis an Anne Weber, Förderpreis an Andre Rudolph |
News 397 23.11.2010 |
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Anne Weber wird in diesem Jahr mit dem Kranichsteiner Literaturpreis ausgezeichnet. Sie erhält die Auszeichnung als Anerkennung für ihr literarisches Werk, insbesondere aber für ihren jüngsten Roman „Luft und Liebe“ (S. Fischer, 2010). Weber, die seit fast dreißig Jahren in Paris lebt, verfasst ihre Werke parallel auf Deutsch und Französisch.
Der mit 5000 Euro dotierte Förderpreis geht an den Lyriker Andre Rudolph. Sein Debut „Fluglärm über den Palästen unserer Restinnerlichkeit“ erschien 2009 im luxbooks Verlag. Er bekommt ebenfalls den mit 1000 Euro dotierten Preis der Schüler-Jury der Bertolt-Brecht-Schule Darmstadt zugesprochen.
Bruzzone, der neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit auch einen Verlag in Buenos Aires führt, bekommt den Preis für seinen Erzählungsband „76“. Dieser erschien erst im September 2010 auf Deutsch im Berenberg Verlag.
Michael Kleeberg erhielt ein 10-wöchiges Stipendium im Deutschen Haus der New York University und David Wagner ein 10-wöchiges Stipendium an der Queen Mary University of London.
Der Kranichsteiner Literaturpreis wird seit 1983 jährlich vom Deutschen Literaturfond Darmstadt vergeben und ist mit 20.000 € dotiert. Frühere Preisträger waren unter anderem Herta Müller, Gerhard Falker und Ralf Rothmann.
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| Anna-Seghers-Preis 2010 |
News 396 22.11.2010 |
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Mit dem Anna-Seghers-Preis werden in diesem Jahr der argentinische Schriftsteller Félix Bruzzone und der in Berlin lebende Autor Andreas Schäfer ausgezeichnet. Der Preis ist von der Anna-Seghers-Stiftung mit 25.000 € dotiert.
Die Jury würdigte mit ihrer Entscheidung vor allem Schäfers Romane „Auf dem Weg nach Messara“ (2002) und „Wir vier“ (2010). In der Begründung heißt es: „Die Figuren in den Romanen von Andreas Schäfer reden nicht viel, aber sie wollen einander verstehen. Das prägt seinen Stil. Er ist von jener Art souveräner Eleganz, die aus der Verknappung kommt. Seine spannungsgeladene Sprache fu¨hrt auf diskrete Weise ins Innere der Figuren. Der Humanismus Andreas Schäfers ist dezent und doch in jedem Satz spürbar.“
Bruzzone, der neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit auch einen Verlag in Buenos Aires führt, bekommt den Preis für seinen Erzählungsband „76“. Dieser erschien erst im September 2010 auf Deutsch im Berenberg Verlag.
Der Anna-Seghers-Preis ist ein internationaler Literaturpreis und wird jährlich von der Anna-Seghers-Stiftung vergeben. Gemäß der testamentarischen Verfügung der Dichterin werden mit den Einkünften aus ihrem Werk Nachwuchsautoren aus dem deutschsprachigen Raum und Lateinamerika zu gleichen Teilen gefördert.
Editorial Tamarisco (spanisch) | Anna-Seghers-Stiftung
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| Friederike Mayröcker erhält Bremer Literaturpreis |
News 395 16.11.2010 |
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Friederike Mayröcker
ich bin in der Anstalt
Fusznoten zu einem nichtgeschriebenen Werk
Suhrkamp 2010
190 Seiten, 19.80 Euro
Das Buch bei Amazon  
Der mit 20.000 € dotierte Bremer Literaturpreis 2011 geht an die österreichische Schriftstellerin Friederike Mayröcker. Die Jury der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung würdigt damit ihr jüngstes Buch „ich bin in der Anstalt – Fusznoten zu einem nichtgeschriebenen Werk“, das im Mai diesen Jahres im Suhrkamp Verlag erschien.
Auch der mit 6.000 € dotierte Förderpreis zum Bremer Literaturpreis geht an eine Autorin aus Österreich. Andrea Grill bekam die Auszeichnung für ihren Roman „Das Schöne und das Notwendige“ (Otto Müller Verlag, Salzburg).
Der Literaturpreis der Stadt Bremen wird seit 1954 jährlich an einen Autor oder eine Autorin deutscher Sprache verliehen. Zu den Preisträgern der letzten Jahre zählen unter anderem Reinhard Jirgl, Lutz Seiler und Alexander Kluge.
Zum Otto Müller Verlag
Homepage zum Wettbewerb
Beitrag zum Buch ich bin in der Anstalt im poetenladen
Friederike-Mayröcker-Gespräch im poet nr. 7
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| 18. Open Mike: Levin Westermann, Jan Snelna und Janko Marklein |
News 394 16.11.2010 |
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Die Gewinner des diesjährigen Open Mike der Literaturwerkstatt Berlin heißen Levin Westermann (Lyrik), Jan Snelna und Janko Marklein (beide Prosa). Der taz-Publikumspreis geht an Sebastian Polmans für seinen Text „Über Peanuts, mich und andere Sachen“.
Die Genannten setzten sich vor der dreiköpfigen Jury und dem Publikum gegen 16 weitere Autoren durch. (News 390) Eine Auswahl von Gedichten Levin Westermanns sind im Poetenladen zu lesen. Janko Marklein ist mit der Kurzgeschichte „Umbaupausen“ in poet Nr. 9 vertreten.
Der Literaturwettbewerb Open Mike findet seit 1993 jährlich statt und wird von der Literaturwerkstatt Berlin organisiert. Er gilt mittlerweile als wichtigster Wettbewerb für junge Literaturneuentdeckungen deutscher Sprache. Unter den Gewinnern wird ein Preisgeld von 7.500 € vergeben.Bisherige Gewinner waren unter anderem Julia Franck, Nico Bleutge, Tilman Rammstedt und Tina Gintrowski.
Levin Westermann im Poetenladen
Janko Marklein in poet Nr. 9
Homepage zum Wettbewerb
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| Prix Goncourt an Michel Houellebecq |
News 393 10.11.2010 |
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Der als Skandalautor bekannt gewordene Michel Houellebecq wird mit dem Prix Goncourt 2010 ausgezeichnet. Der Preis gilt als bedeutendste Literaturauszeichnung Frankreichs. Seit 1903 ehrt die Académie Goncourt damit das beste französischsprachige Erzählwerk des Jahres
Houellebecq, der lange Zeit als enfant terrible der französischen Literaturszene galt, wurde vor allem durch seinen Roman „Elementarteilchen“ international bekannt. Bereits in den Jahren 1998 und 2005 war er für den Prix Goncourt nominiert, ging jedoch beide Male leer aus. Die Zuerkennung des Preises für seinen Roman „Karte und Gebiet“ (erscheint auf Deutsch im März 2011 bei DuMont) wird von den Feuilletons unterschiedlich gewertet. Einerseits, so ist man sich einig, sei die Auszeichnung Houellebecqs nur eine Frage der Zeit gewesen. Andererseits bemerken Kritiker, dass mit „La carte et le territoire“, so der Originaltitel, ausgerechnet der „bravste“ Roman des Autors geehrt wird.
Der Prix Goncourt ist mit 10€ nur symbolisch dotiert. Zu den Preisträgern gehörten in der Vergangenheit unter anderem Jonathan Littell, Marguerite Duras und Marcel Proust.
Artikel in der FR
Artikel in der NZZ
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| Václav Havel erhält Kafka-Preis |
News 392 02.11.2010 |
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Der frühere tschechische Präsident und Schriftsteller Václav Havel wird mit dem Prager Franz-Kafka-Literaturpreis 2010 ausgezeichnet. Die Jury der Franz-Kafka-Gesellschaft begründete ihre Entscheidung mit dem großen Einfluss den Havels Werk auf die tschechische und internationale Literatur ausgeübt hat.
Der 74jährige Autor bekam nach der Niederschlagung des Prager Frühlings 1968 Publikationsverbot, weil er sich in der Öffentlichkeit mehrfach kritisch über den Führungsstil der kommunistischen Partei äußerte. Als Gegner des Regimes unter Präsident Gustáv Husák wurde er in den 1970er Jahren mehrfach verhaftet. 1989 wurde er zu einem zentralen Wortführer der Samtenen Revolution und wurde infolgedessen zum Präsident der Tschechoslowakei gewählt.
Der mit 10.000 US-Dollar dotierte Kafka-Preis ging in den vergangenen Jahren unter anderem an Philip Roth, Ivan Klíma, Elfriede Jelinek und Peter Handke.
Franz Kafka Gesellschaft Prag
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| Harry Mulisch gestorben |
News 391 01.11.2010 |
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Der niederländische Schriftsteller Harry Mulisch ist im Alter von 83 Jahren gestorben. Einem größeren Publikum wurde Mulisch vor allem durch Romane wie „Die Entdeckung des Himmels“ (1992) und „Das Attentat“ (1982) bekannt. Neben einem umfangreichen erzählerischen Werk verfasste er jedoch auch Lyrik, Essays und Theaterstücke.
Mulischs Biografie ist eng mit dem Zweiten Weltkrieg verbunden, dessen Reflexion in seinen Büchern immer wieder eine Rolle spielt. 1927 wurde er als Sohn eines ehemaligen österreichischen Offiziers und einer Frankfurter Jüdin in Haarlem geboren. Die Anstellung des Vaters bei einer niederländischen Bank, die konfisziertes jüdisches Eigentum verwaltete und verwertete, sicherte Harry Mulisch das Überleben im NS-Regime. Anfang der 1960er Jahre war er Berichterstatter beim Prozess gegen Adolf Eichmann in Israel.
Harry Mulisch wurde mit zahlreichen Literaturpreisen geehrt und war seit 2002 Träger der Bundesverdienstkreuzes erster Klasse. Zudem war er seit Jahren immer wieder als Anwärter auf den Literaturnobelpreis im Gespräch. Mulisch starb am 30. Oktober 2010 in Amsterdam an Krebs.
Nachruf in der FAZ
Nachruf im Spiegel
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| 18. Open Mike: Die Finalisten stehen fest |
News 390 28.10.2010 |
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Die Finalisten des 18. Open Mike der literaturwerkstatt Berlin stehen fest. Auch in diesem Jahr haben es wieder einige Autoren aus dem Poetenladen geschafft unter den Teilnehmern zu sein. Wir freuen uns für: Levin Westermann (Lyrik), Katharina Hartwell (Prosa), Judith Keller (Prosa), Julia Trompeter (Prosa, poet nr. 9), Janko Marklein (Prosa, poet nr. 9) und natürlich ebenso für alle anderen!
Der Endausscheid findet am 13. November (ab 14 Uhr) und 14. November (ab 12 Uhr) in der WABE, Danziger Straße 101, 10405 Berlin statt. Dort werden die Finalisten versuchen, die Jury (in diesem Jahr bestehend aus Hanns-Josef Ortheil, Ilija Trojanov und Anja Utler) und das Publikum von ihren Texten zu überzeugen. Unter den drei besten Autoren wird ein Preisgeld in Höhe von 7.500 € vergeben. Zudem verleiht die taz-Publikumsjury einen Publikumspreis, der einen Abdruck des Gewinnertextes in der Tageszeitung beinhaltet.
Alle Finalisten
Lyrik: Isabella Antweiler (Köln), Philip Maroldt (Berlin), Stephan Reich (Münster), Jan Skudlarek (Münster), Levin Westermann (Biel, CH)
Prosa: Martina Bögl (Unterföhring), Katharina Hartwell (Hanau), Judith Keller (Leipzig), Susan Kreller (Bielefeld), Anne Krüger (Berlin), Andreas Lehmann (Mainz), Janko Marklein (Hannover), Tom Müller (Tübingen), Jennifer de Negri (München), Frauke Pahlke (Berlin), Sebastian Polmans (Niederkrüchten), Christian Schich (München), Jasmin Seimann (Berlin), Jan Snela (Tübingen), Julia Trompeter (Berlin).
Homepage der Literaturwerkstatt
Masterarbeit zum Wettbewerb (PDF)
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| Lessing-Preis für Monika Maron, Förderpreise an R. Deckert und A. Heidtmann |
News 389 20.10.2010 |
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Die Preisträgerin des Lessing-Preises (13.000 Euro) des Freistaates Sachsen 2011 ist die Berliner Schriftstellerin Monika Maron. Preisträger der Förderpreise (je 5.500 Euro) zum Lessing-Preis sind poetenladen-Herausgeber Andreas Heidtmann und der Autor Renatus Deckert.
„Der Lessing-Preis ehrt mit diesen Persönlichkeiten drei Künstler, die das Werk Lessings in unterschiedlicher, aber herausragender Weise fortsetzen“, so die Kunstministerin. Der Preis zeige, dass die Poesie und gesellschaftskritische Reflexion in Lessings Werk auch heute noch lebendig und von Bedeutung seien
In der Begründung des Lessing-Kuratoriums für Monika Maron als Hauptpreisträgerin wird betont, sie stehe mit ihrer Unabhängigkeit und Zivilcourage sowie mit ihrer poetischen Zeitgenossenschaft in der Nachfolge Lessings. Das Auftreten des Intellektuellen, das Sich-Einmischen und das unerschrockene öffentliche Eintreten für eine Angelegenheit, die alle etwas angehen sollte, war die Sache Lessings wie es die Sache der Berliner Autorin sei, so die Kuratoriums-Mitglieder. Ihre Erzählkunst begebe sich mitten hinein in eine sperrige deutsch-deutsche Vergangenheit und Gegenwart. Die Preisträgerin hebe Verborgenes ans Licht und mache individuelle wie gesellschaftliche Prägungen und Verletzungen sichtbar. Dies gelang ihr in Werken wie z.B. Flugasche oder Pawels Briefe.
Weiter heißt es: Der aus Dresden stammende Schriftsteller Renatus Deckert hat über das Thema: „Dresden im Gedicht nach 1945“ promoviert. Er ist ein talentierter Verfasser hervorragender Essays und Gedichte mit Lessing'scher Scharfsinnigkeit.
Andreas Heidtmann wird mit dem Förderpreis zum Lessing-Preis für sein Engagement für die Gestaltung und Bewahrung der literarischen Vielfalt geehrt. Der Leipziger ist Gründer der Internetseite poetenladen sowie des gleichnamigen Verlages und Herausgeber der Zeitschrift poet.
Die zweijährliche Preisverleihung findet anlässlich der Lessingtage am Samstag, 22. Januar 2011, in Kamenz statt. Am 23.01.2011 um 11 Uhr lesen die beiden Förderpreisträger im Lessing-Museum Kamenz.
Renatus Deckert im poetenladen (Kritik)
Andreas Heidtmann
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| Relaunch – poetenladen |
News 388 19.10.2010 |
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Das Literaturportal poetenladen, nun gut fünf Jahre alt, wird in Layout und Funktionalität aktualisiert. Auf Denglisch also ein Relaunch. Der poetische Betrieb geht natürlich weiter – wie gewohnt also fast täglich neue Kritiken, neue Autoren, Serienbeiträge und vieles andere.
Da das Portal inzwischen fast 10.000 Seiten umfasst, wird der Relaunch kontinuierlich durchgeführt, voraussichtlich bis Frühjahr 2011. Es werden zeitweise bereits „erneuerte“ Seiten neben noch nicht erneuerten Seiten stehen. Das lässt sich angesichts der Größe der Website nicht vermeiden. Alle neuen Beiträge werden in neuem Layout gesetzt. Alle Inhalte – etwa der Autorenseiten – bleiben natürlich eins zu eins bestehen. Im Grunde ändert sich „nur“ die Optik. Man darf also den Prozess mitverfolgen.
Hier sei auch ein Dank an alle Autoren und Leser angeschlossen. Der poetenladen wurde nun mehrfach direkt und indirekt ausgezeichnet und wird nach der Relaunch ganz gegenwärtig und neu und schön daherkommen. Viele Grafiken stammen von Postkarten und Plakaten, die die Illustratorin Miriam Zedelius für den poetenladen kreiert hat.
Erste neue Seiten: Info | Kritik | Albertina Soepboer | poeten
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| Aspekte-Literaturpreis für Dorothee Elmiger |
News 387 30.09.2010 |
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Die Schweizerin Dorothee Elmiger erhält für ihr Romandebüt „Einladung an die Waghalsigen“ den Aspekte-Literaturpreis des ZDF. Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung wird am 7. Oktober auf der Frankfurter Buchmesse verliehen.
Für einen Auszug aus dem Roman Einladung an die Waghalsigen erhielt sie bei den diesjährigen Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt bereits den Kelag-Preis.
„In ihrem Debüt erzählt Dorothee Elmiger von zwei rebellischen Schwestern, die sich der fatalen Endzeitstimmung einer untergehenden Welt widersetzen. In einer Trümmerlandschaft rufen sie traumatische Visionen hervor und erfinden eigensinnig die Welt und die Sprache neu. Mit dem Roman Einladung an die Waghalsigen, der im Dumont Verlag erschienen ist, erobert die 25-jährige Autorin aus der Schweiz, die souverän über unterschiedlichste Tonlagen verfügt, neues Terrain." So heißt es in der Pressmitteilung des ZDF.
Dorothee Elmiger wurde 1985 in Wetzikon (Schweiz) geboren und wuchs in Appenzell auf. Sie studierte am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel und verbrachte ein Semester am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Zurzeit studiert sie Politikwissenschaft in Berlin.
Die Autorin ist in poet nr. 9 vertreten mit dem Prosa-Text: Als elf Schneekraniche über die Alpen flogen
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| Ben-Witter-Preis an Michael Buselmeier |
News 386 12.08.2010 |
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2010 erhält der Publizist und Schriftsteller Michael Buselmeier den mit 15.000 Euro dotierten Ben-Witter-Literaturpreis
Der 1938 in Berlin geborene Autor von Lyrik, Romanen und Essays lebt heute in Heidelberg und ist einer der Mitbegründer der alternativen Stadt-Zeitung Communale. Er konnte bereits den Thaddäus-Troll-Preis, den Martha-Saalfeld-Förderpreis wie auch den Pfalzpreis für Literatur entgegennehmen. Gemeinsam mit Michael Braun publizierte er zuletzt die kommentierte Gedichtanthologie Der gelbe Akrobat (poetenladen 2009), die inzwischen in zweiter Auflage erschienen ist (poetenladen 2010).
Seit 1995 wird der vom Schriftsteller Ben Witter gestiftete Literaturpreis vergeben, zuletzt erhielt ihn Ulrich Holbein. Unter anderen gehören auch Wiglaf Droste, Elfriede Gerstl, Gabrielle Goettle, Thomas Kapielski und Fanny Müller zu den Preisträgern der letzten Jahre.
Der Preis wird am 22. September im Hamburger Literaturhaus überreicht.
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| Pünktlich zum Calwer Hermann-Hesse-Preis – neue Website für poet |
News 385 ;22.06.2010 |
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Die Zeitschrift poet, die am 2. Juli 2010 den mit 15.000 Euro dortierten Calwer Hermann-Hesse-Preis entgegennimmt, hat nun eine eigene Website – www.poet-magazin.de
Bisher war sie auf der Verlagsseite untergebracht, wo die bisherigen Inhalte erhalten bleiben. Anschaulich zeigt das Sternenbild die drei Bereiche des poetenladens: Das Online-Portal, den Verlag und das Magazin poet.
Das poet-Redaktions-Team und der Herausgeber freuen sich natürlich auf Calw, wo man am 2. Juli den Preis entgegennimmt. Die Laudatio wird Michael Braun halten.
In der Jurybegründung heißt es:
Mit ihrer Entscheidung würdigt die Jury die „halbjährlich erscheinende Printausgabe des Poetenladens, eines seit 2005 existierenden Internetportals für neue Literatur In den Rubriken „Gedichte" und „Geschichten" sind überwiegend junge, noch unbekannte, aber auch etablierte Autoren vereint, seit neuestem wird auch internationale Lyrik vorgestellt. In Gesprächen werden zudem Aspekte der Textwerkstatt, der schriftstellerischen Biographie wie der Verlagsszene behandelt.
Poet und Poetenladen sind eigenständige Foren, die das jeweilige Medium überzeugend nutzen. Die Zeitschrift ist Text pur, gestaltet wie ein handliches Paperback und seit Heft Nr. 4 zudem mit frischem, unverwechselbarem Umschlagdesign.
Pressemeldung
Neue poet-Seite 
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| NRW-Künstler-Förderpreis an Sandra Trojan und Thomas Pletzinger |
News 384 17.06.2010 |
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Sandra Trojan
 Thomas Pletzinger
Fotos: Juliane Henrich
In der Sparte Literatur werden Sandra Trojan und Thomas Pletzinger mit dem Künstler-Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet.
Im letzten Jahr erschien Sandra Trojans Lyrikdebüt Um uns arm zu machen (poetenladen 2009). Sandra Trojan wurde 1980 in Winterberg (Westfalen) geboren und lebt in Leipzig, Thomas Pletzinger wurde 1975 in Münster geboren. 2008 erschien sein Roman Bestattung eines Hundes (KiWi) und in diesem Jahr übersetzte er Gerald Stern (Matthes & Seitz). Die Preisträger, die beide in Leipzig am Literaturinstitut studierten, können die Auszeichnung am 6. Oktober in Münster in Empfang nehmen.
Weiter heißt es zum Preis: „Viele der in vergangenen Jahren mit dem Förderpreis ausgezeichneten Künstlerinnen und Künstler machten große Karrieren. Unter Ihnen waren Pina Bausch, Günther Uecker, Katharina Sieverding, Frank-Peter Zimmermann und Peter Schamoni.“
In der Sparte Literatur wurden zuletzt unter anderem Silke A. Schuemmer, Tilmann Rammstedt und Marion Poschmann ausgezeichnet.
Die festliche Verleihung der Förderpreise des Landes findet am 6. Oktober in Münster statt. Die Ehrung wird seit 1957 jährlich von der Landesregierung für überdurchschnittliche Begabungen im Bereich der Kunst vergeben. Gewürdigt werden die Leistungen in den Sparten Bildende Kunst, Literatur, Musik, Film, Theater, Architektur und Medienkunst. Die Preisträgerinnen und Preisträger sollten in der Regel nicht älter als 35 Jahre alt sein und müssen durch Geburt, Wohnsitz oder ihr Schaffen mit dem Land Nordrhein-Westfalen verbunden sein.
Pressemeldung 
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| Gerhard Zwerenz zum 85. |
News 383 03.06.2010 |
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Gerhard Zwerenz
Der poetenladen gratuliert dem Erzähler, dem Romancier und Dichter, dem Essayisten und Biographen, dem feinsinnigen Provokateur und provokanten Literaten Gerhard Zwerenz zum 85. Geburtstag am 3. Juni 2010.
Wolfgang Neuss nannte ihn einen Polemiker, der in Wirklichkeit ein vagabundierender Humorist sei.
Ein Literat der Superlative ist er allemal – mehr als 100 Bücher hat er verfasst, erhielt den alternativen Büchnerpreis, spielte bei seinem Freund Fassbinder in Berlin Alexanderplatz mit, schrieb bissig-brillante Skizzen über Walter Ulbricht und Markus Wolf, war ein paar Jahre Bundestagsabgeordneter und absolviert noch heute, mit 85 Jahren, nicht nur sein tägliches Schreibpensum von 20 Seiten, sondern rauscht durchs Internet.
Und eben dort – im poetenladen – publiziert er seine sächsische Autobiographie, ein unentwegt wachsendes opus magnum, das, nach 99 Folgen, sich bereits dem 30. Nachwort nähert – gedruckt wären es weit mehr als 1000 Seiten.
Günter Wallraff empfahl mit Nachdruck, den Zeitzeugen Gerhard Zwerenz zu lesen, der wie kein anderer Ost und West, Vergangenheit und Gegenwart verkörpert.
Interview zun 85.
Sächsische Autobiographie (neuste Folge)
Bilder der Leipzig-Lesung
Beitrag im ND: Der unbeugsame Deserteur 
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| poetenladen – Lesungen auf der Leipziger Buchmesse 2010 |
News 382 23.02.2010 |
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Leipziger Buchmesse 2010 | Fotos | Zum Programm
Der poetenladen präsentiert sich an gewohnter Stelle auf der Leipziger Buchmesse nahe der Leseinsel Junge Verlage in Halle 5, Stand D207. Mehrere unserer Lesungen finden gleich auf der Leseinsel statt. Als Gast und Mitaussteller an unserem Stand begrüßen wir das junge Berliner Literaturhaus Lettrétage!
Alle Literaturenthusiasten sind herzlich eingeladen, unseren Messestand zu besuchen. Am Stand wird unter anderem die neue Ausgabe des preisgekrönten poeten zu finden sein, poet nr. 8. Auch in diesem Jahr wird unser Auftritt dank unserer Illustratorin Miriam Zedelius ein brillanter Hingucker.
Fast 20 Autoren werden im Rahmen von poetenladen-Veranstaltungen lesen. Der Verlag ist auch am Abend der unabhängigen Verlage dabei (19. März von 20.00 bis 24.00 Uhr im Westflügel der Schaubühne Lindenfels).
Wir haben die Initiatoren interviewt. 
poetenladen: Halle 5 Stand D207
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poetenladen
leipziger buchmesse
stand d207 – halle 5
Illustrativ in Szene setzen wird unseren Stand auch in diesem Jahr Miriam Zedelius. |
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| Würth-Preis für Ilija Trojanow |
News 381 24.01.2010 |
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GNU Lizenz
Der deutsch-bulgarische Autor Ilija Trojanow ist mit dem Würth-Preis (Dotation 25.000 Euro) für Europäische Literatur ausgezeichnet worden. Die Verleihung fand in der Letzten Woche statt.
Trojanow wurde als „poetischer Chronist der großen Exil- und Migrationsphänomene der Moderne“ geehrt. Er vermittle seinen Lesern in Dokumentationen, Reiseberichten, Reportagen und Erzählungen „ein neues Gefühl für die Komplexität inter- und transkultureller Wirklichkeitserfahrungen“, so die Begründung der Jury.
Ilija Trojanow, geboren 1965 in Sofia, floh 1971 mit seinen Eltern über Jugoslawien und Italien nach Deutschland. Ein Jahr später zog die Familie nach Kenia, wo Ilija Trojanow, unterbrochen von einem längeren Deutschlandaufenthalt, bis 1984 lebte. Anschließend studierte er in München Rechtswissenschaften und Ethnologie und gründete zwei auf afrikanische Literatur spezialisierte Verlage. Weitere biografische Stationen waren Mumbai (1999) und Kapstadt (2003 bis 2007). 2006 erschien sein Roman »Der Weltensammler«, der den Autor berühmt machte. Ilija Trojanow erhielt bereits den Preis der Leipziger Buchmesse (2006). Er war Stadtschreiber in Mainz und Poetik-Dozent in Tübingen. Derzeit lebt er in Wien.
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poet nr. 8 – erhältlich ab März 2010 – enthält ein umfassendes Interview mit Ilija Trojnaow unter anderem zum Thema des Schreibens in der Fremde.
»Für einen Autor ist Sprache immer Heimat. Die Sprache ist ja die Grundenergie des Textes.«
»Die deutsche Sprache ist ausländerfreundlicher als die Deutschen.«
Interview in poet 8, März 2010 |
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| Ulrich Weinzierl erhält Preis der Frankfurter Anthologie 2009 |
News 380 09.09.2009 |
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Gestern überreichte Marcel Reich-Ranicki Ulrich Weinzierl den mit 10.000 Euro dotierten Preis der Frankfurter Anthologie.
Seit 1974 erscheint in der F.A.Z. wöchentlich ein Gedicht mit Interpretation. Herausgegeben von Marcel Reich-Ranicki schreibt ein Lyrikkenner über ein Gedicht. Seit 1998 wird jedes Jahr der Preis an einen Interpreten verliehen.
35 Jahre kontinuierlichen Veröffentlichens sind für die Nischengattung Lyrik eine erstaunliche Zahl und so erstaunt es kaum, dass Weinzierl, anstatt über Lyrik zu sprechen auf die heikle Lage, in der sich Kulturjournalisten und Verlage befinden, hinwies. Die wirtschaftliche Lage übe einen hohen Kostendruck aus, der sich negativ auf die Qualität der Arbeit im Kulturjournalismus auswirke.
Mit Blick nach Zürich auf den Ammann-Verlag kann man vielleicht sehen, was passiert, wenn jemand keine Qualitätseinbußen in kauf nehmen will. Bleibt die Frage offen, ob eine schwindende Verlagslandschaft die bessere Lösung ist.
Am Schluss des Abends besann man sich dann aber doch noch aufs Wesentliche, und Dirk von Petersdorff trug zwölf seiner Gedichte vor.
Reich-Ranicki über die „Frankfurter Anthologie“
Frankfurter Anthologie
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| Martha-Saalfeld-Förderpreis 2009 |
News 379 03.09.2009 |
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Ruth Johanna Benrath, Daniela Dröscher, Dieter M. Gräf und Wilma JungPrael erhalten Martha-Saalfeld-Förderpreis 2009
Der Martha-Saalfeld-Preis wird zu Ehren der südpfälzische Lyrikerin und Romanschriftstellerin Martha Saalfeld (1898-1976) gestiftet. Der Preis ist mit 3100 Euro dotiert und wird, wie ein Arbeitsstipendium, für Projekte vergeben an Autoren, die in Rheinland-Pfalz geboren sind oder einen sonstigen literarischen Bezug zum Land haben.
2009 erschienen von Ruth Johanna Benrath der Roman Rosa Gott, wir loben dich (Steidl), von Daniela Dröscher der Roman Die Lichter des George Psalmanazar (Berlin Verlag) und von Dieter M. Gräf der Gedichtband Buch Vier (Frankfurter Verlagsanstalt).
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| Modern wie Mallarmé – Basler Lyrikpreis an F.P. Ingold |
News 378 19.08.2009 |
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Felix Philipp Ingold wir in diesem Jahr mit dem Basler Lyrikpreis geehrt.
Ingold gehöre seit langem zu den bedeutendsten Lyrikern der Schweiz, begründete die Jury ihre Entscheidung. Seine Lyrik sei inzwischen als politisches Projekt der heutigen Medien– und Mitteilungs–Welt ebenbürtig und in ihrer Vorzeitigkeit und radikalen Modernität mit der Dichtung Mallarmés zu vergleichen.
Zuletzt erschienen die Gedichtbände „Jüngste und frühere Gedichte“ (2005) sowie die „Gegengabe aus kritischen, poetischen und privaten Feldern“ (2009) bei Urs Engeler Editor. Für seine Arbeit erhielt er 2003 den Ernst–Jandl–Preis und 2005 den Erlanger Literaturpreis für Poesie als Übersetzung.
Der Basler Lyrikpreis wird zum zweiten Mal verliehen und ist mit 3000 Franken dotiert. Im Literaturhaus Basel wird dem Dichter am 6. September um 11 Uhr im Rahmen des Internationalen Lyrikfestivals der Preis verliehen.
Ingold bei Engeler 
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| Thaddäus-Troll-Preis an José F.A. Oliver |
News 377 14.08.2009 |
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Die Jury des Förderkreises deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg ehrt in diesem Jahr den Schriftsteller José F.A. Oliver vor allem für seinen Essay „Mein andalusisches Schwarzwalddorf“ aus dem gleichnamigen Band.
Oliver ist andalusischer Herkunft und wurde 1961 im Schwarzwald in Hausach geboren, wo er lebt und arbeitet. Er schreibt Prosa, Lyrik und Essays, wofür er zahlreiche Preise und Stipendien erhielt. Zuletzt erhielt er 2007 den Kulturpreis des Landes Baden-Württemberg. Seine Gedichte sind in mehrere Sprachen übersetzt.
„Wer im heutigen Gedicht nach Musik, nach Lust am sprachlichen und formalen Experiment, nach Übereinstimmung von Atem und Bild, nach Lautkristallen sucht, wird hier reichlich belohnt.“
Joachim Sartorius, Süddeutsche Zeitung
Oliver bei Suhrkamp 
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| Wieder einer weniger – der Ammann Verlag hört auf |
News 376 11.08.2009 |
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Der 1981 gegründete Zürcher Ammann Verlag gibt auf und schließt zum 30. Juni nächsten Jahres.
Nach 29 Jahren, in denen Marie-Luise Flammersfeld und Egon Ammann mit ihrem Verlag großartige deutschsprachige Autoren entdeckten und internationale Dichter wie Fernando Pessoa oder Osip Mandelstam dem deutschen Lesepublikum zugänglich machten, ist nun Schluss.
„Die Gründe für diesen Entschluss liegen im fortgeschrittenen Alter der Verleger und in einer Marktsituation, die für Literatur zunehmend schwieriger wird.“, heißt es in der Pressemitteilung des Verlags. Das Großprojekt der Dostoevskij-Übersetzung durch Swetlana Geier wurde nicht zuletzt dadurch möglich, dass sie bei zum Teil bei Fischer erschien.
Trotz Ankündigungen bis 2011 wird der Ammann Verlag im nächsten Jahr zwar noch in Frankfurt, nicht mehr aber in Leipzig sein. „Ein Verlag mit dem Profil des Ammann Verlags ist eng an die verantwortlichen Personen gebunden und kann ohne sie nicht fortbestehen.“ Aus diesem Grund wird der Verlag, so Ammann, auch nicht als Imprint woanders weiter bestehen. Immerhin werden einige Übersetzungsprojekte, wie das von Dantes „Commedia“ durch Kurt Flasch weitergeführt.
Bei aller Wehmut um den Ammann Verlag, der nach Urs Engeler von der Bildfläche verschwindet, kann man hoffen, dass sich das Augenmerk der Kulturstiftungen und -behörden verstärkt auf die übrige Anzahl an literarischen Verlagen richtet, die häufig ebenso eng an Personen gebunden sind und auf den gleichen schwierigen Markt um ihren Fortbestand kämpfen.
Pressemitteilung bei Ammann
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| Frankfurter Autorenstipendium an Martina Weber |
News 375 06.08.2009 |
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Martina Weber erhält für ihre Lyrik das erste Frankfurter Autorenstipendium.
In der Begründung der ersten Jury des Stipendiums heißt es: „Ihre Gedichte leben von einer hohen sprachlichen Präzision und Anschaulichkeit. Sie greift die lange Tradition der Naturlyrik auf und führt sie selbstbewusst fort zu sehr eigenständigen und immer zeitgemäßen Ergebnissen. Aus jedem Gedicht spricht ein ausgeprägtes Formbewusstsein und zugleich die Freude an der sinnlichen Begegnung mit Natur.“
Die Stadt Frankfurt am Main hat in diesem Jahr erstmals ein Autorenstipendium ausgelobt, um die Verlagsstadt für Autorinnen und Autoren attraktiver zu machen. Die Stadt fördert Autorinnen und Autoren bei Vorhaben im Bereich Prosa oder Lyrik, ohne damit Auflagen zu verbinden. Die Höhe des Stipendiums beträgt 12.000 Euro.
Das Arbeitsstipendium will die Autorin nutzen, um bis Ende des Jahres ihren ersten Lyrikband fertigzustellen.
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| Jury für den 17. open mike steht fest |
News 374 03.08.2009 |
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 17. open mike
Ursula Krechel, Kathrin Röggla und Jens Sparschuh sind dieses Jahr die Juroren beim open mike.
Es waren 680 Autoren, die sich dieses Jahr darum bewarben, am 14. und 15. November bei der Endausscheidung unter den 22 Lesenden zu sein. 120 bewarben sich mit Lyrik.
Sechs Lektoren wählen unter den Einsendungen die Finalisten aus; diese werden Anfang Oktober bekannt gegeben.
Am Vorabend des Wettbewerbs stellen traditionell die Finalisten und Preisträger der letzten Jahre ihre Debüts vor. Dieses mal lesen: Patrick Findeis, Svealena Kutschke und Thien Tran.
Aktuelles Interview im Poetenladen mit Ursula Krechel
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| Adolf Endler gestorben |
News 373 03.08.2009 |
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Adolf Endler
* 20.09.1930, Düsseldorf
† 02.08.2009, Berlin
Am Sonntag, den 2. August 2009, starb der Lyriker, Essayist und Prosaautor im Alter von 78 Jahren nach langer Krankheit in Berlin.
1955 war der in Düsseldorf geborene Endler nach Ost-Berlin übergesiedelt. Nach dem Studium am Leipziger Literaturinstitut publizierte er Gedichte, Essays und Prosa. Endler war vor allem als „Vater der oppositionellen Literaturszene“ am Prenzlauer Berg bekannt geworden. 1976 gehörte er zu den Unterzeichnern der Protestresolution gegen die Ausbürgerung von Wolf Biermann.
In den 90er Jahren erlangte er mit dem Erinnerungsband „Tarzan am Prenzlauer Berg“ über Berlin und die ehemalige DDR hinaus Bekanntheit. Er erhielt unter anderem den Peter-Huchel-Preis 2000, den Literaturpreis der Stadt Bremen 2000 den Hans-Erich-Nossack-Preis 2003.
Adolf Endler im Poetenladen
Adolf Endler in poet nr. 1
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| Warten auf ein Urteil – der Übersetzerstreit |
News 372 30.07.2009 |
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„Ohne uns würde es keine Weltliteratur geben – jedenfalls nicht auf Deutsch. Aber wenn wir angemessen bezahlt werden wollen, müssen wir bis vor den Bundesgerichtshof ziehen.“
Unter diesem Slogan tritt der Verband deutschsprachiger Übersetzer für eine angemessene Vergütung ein. Und tatsächlich hat der BHG am 18. Juni über fünf Klagen von Übersetzern gegen die Verlagsgruppe Random House verhandelt. Am 7. Oktober soll das Urteil verkündet werden und in den darauf folgenden fünf Monten die Urteilsbegründung stattfinden.
Derweil bemühen sich beide Seiten um Vermittlung. So schrieb Hinrich Schmidt-Henkel, der Vorsitzende des VdÜ kürzlich einen Brief an einige Verlage, in dem er dazu aufrief, gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Auch auf Seiten der Verlage bemüht man sich um Vermittlung: „Jede konstruktive Initiative zu konstruktiven Gesprächen ist positiv“, so Dirk Stempel von Hanser.
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| Kehlmann in Salzburg: Regietheater versus Wahrheit |
News 371 28.07.2009 |
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Daniel Kehlmann provoziert mit seiner Festrede „Die Lichtprobe“ zur Eröffnung der Salzburger Festspiele.
In der F.A.Z. komplett abgedruckt und in der SZ und FR besprochen sorgte Daniel Kehlmanns Eröffnungsrede der Salzburger Festspiele für Furore. In seiner Rede berichtete er über das Verhältnis zu seinem Vater und „kritisierte scharf den Modernisierungszwang des heutigen Theaters“, wie die Süddeutsche schrieb.
Man könnte auch sagen, dass es um das Verhältnis seines Vaters, Michael Kehlmann, zum Regietheater geht, dies stellt er einander gegenüber. Das Regietheater kommt dabei nicht gut weg, denn es sei bereits in der Bürgerlichkeit angekommen und „zur letzten verbliebenen Schrumpfform linker Ideologie degeneriert.“ Die Welt schließt sich Kehlmann an und formuliert es – quasi kompakt – so: „Regietheater ist Unsinn“.
Kehlmann beginnt seine Rede mit Max Reinhardt und einem Zitat, in dem das Theater mit dem Gewerbe der Prostitution verglichen wird. Kein Wunder also, wenn die Kritik in harschem Ton antwortet: „Diese Rede ist ein Musterbild dumpf-reaktionären Denkens, ressentimentgeladen und argumentfrei zugleich.“ (Frankfurter Rundschau). Szenisch wird die Rede mit seiner ersten Begegnung mit dem Theater in seiner Kindheit angereichert, was zum Titel „Die Lichtprobe“ führt. Auch dabei tritt sein Vater auf.
Am Ende erläutert Kehlmann, worum es seiner Ansicht nach in der Kunst gehe: „Die Wahrheit auszusprechen, also über unsere von Konvention und Gewohnheit eingeschnürte Natur, die Wahrheit über das eine kurze Leben, das wir führen.“
Wenn einer über nicht weniger als die Wahrheit spricht, kann er sich sicher sein, dass schnell andere Wahrheiten auf den Plan treten wie beispielsweise diese Einschätzung: „Kehlmann selbst rührt dann eine nun wirklich krude Mischung aus Avantgardismus, Liberalismus, Konservatismus und Kaiser Wilhelm an ...“ (Frankfurter Rundschau).
Bei der Eröffnung hat er seinen Applaus jedenfalls bekommen.
Zur Rede: Die Lichtprobe 
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| übersetzen ist übersetzen ist übersetzen |
News 370 24.07.2009 |
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Die Autoren und Übersetzer Barbara Köhler und Ulf Stolterfoht werden dieses Jahr mit dem „Erlanger Literaturpreis für Poesie als Übersetzung“ geehrt.
Sie erhalten die Auszeichnung, die von der Kulturstiftung Erlangen mit 5000 € dotiert ist, gemeinsam für die Übersetzung von Gertrude Steins „Tender Buttons – Zarte Knöpfe“ (Barbara Köhler, 2004) und „Winning His Way – wie man seine art gewinnt“ (Ulf Stolterfoht 2005). Den beiden Autoren wird die Auszeichnung am Donnerstag, den 27. August, im Rahmen des 29. Erlanger Poetenfestes persönlich verliehen.
Der „Erlanger Literaturpreis für Poesie als Übersetzung“ wird seit 2005 alle zwei Jahre vergeben. Felix Philipp Ingold erhielt den Preis 2005 zum ersten mal. 2007 wurde Georges-Arthur Goldschmidt ausgezeichnet.
Erlanger Poetenfest 
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| Paul-Celan-Preis 2009 für Esther Kinsky |
News 369 23.07.2009 |
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Der Paul-Celan-Preis wird seit 1988 vom Deutschen Literaturfonds für herausragende Übersetzerleistungen aus dem Französischen gestiftet. Seit 1995 können auch Übersetzer aus anderen Sprachen ausgezeichnet werden.
Die Übersetzerin Esther Kinsky wurde mit dem Paul-Celan-Preis 2009 ausgezeichnet. Der Deutsche Literaturfonds ehrt sie insbesondere für die Übersetzung von Olga Tokarczuks Roman „Unrast“ aus dem Polnischen ins Deutsche. Ihre Übersetzung besteche durch hohe Sensibilität und Facettenreichtum . Esther Kinsky – geboren 1956 – übersetzt aus dem Polnischen, Russischen und Englischen.
Den Paul-Celan-Preis erhielt unter anderem Gabriele Leupold, zuletzt Ragni Maria Gschwend. Der Preis ist mit 15.000 € dotiert und wird Esther Kinsky am 15. Oktober auf der Frankfurter Buchmesse überreicht.
Deutscher Literaturfonds 
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| Independent-Verlage im LCB |
News 368 22.07.2009 |
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Independent-Verlage im LCB
Am Wochenende fanden sich samstags zum vierten Mal 21 Verlage im Literarischen Colloquium Berlin ein.
Unter dem Motto kleine Verlage am großen Wannsee stellten Verlage aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ihre Programme und ihre Autoren vor. In leicht regnerischer aber entspannter Atmosphäre bot sich die Möglichkeit Bücher direkt beim Verlag zu begutachten und zu kaufen. Unter anderem lasen für ihre Verlage: Nora Gomringer, Hendrik Jackson, Monika Rinck, Andre Rudolph, Andreas Stichmann.
Nichts von Katastrophenstimmung zu spüren am Wochenende am Berliner Wannsee, heißt es in „der Freitag“ zur Veranstaltung. Aber es bleibt auch nicht der Verweis auf Urs Engeler aus, der Ende des Jahres seine Produktion herunterfährt oder einstellt.Und auch andere Independent-Verlage kämpfen um Leser oder genauer: um Buchkäufer. Alles in allem eine wichtige Veranstaltung, wie man sie sich in allen größeren Städten wünschen darf.
Literarisches Colloquium Berlin im Internet
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| Moral und Komik – Der neue Robert-Gernhardt-Förderpreis |
News 367 20.07.2009 |
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Gleich an drei Autoren geht der neue mit 24.000 € dotierte Robert-Gernhardt-Förderpreis, und zwar an Elsemarie Maletzke, Christian Golusda und Andreas Maier.
Andreas Maier erhält den Robert-Gernhardt-Förderpreis für sein groß angelegtes Romanprojekt „Ortsumgehung“. Er überzeugte die Jury durch „seine sprachliche Präzision, seine persönliche Intensität und Integrität, nicht zuletzt durch seinen genauen Blick auf die rabiaten Veränderungen der Landschaft der Wetterau, in denen sich die rasanten gesellschaftlichen Umbrüche der letzten Jahrzehnte widerspiegeln“.
Andreas Maier wurde 1967 in Bad Nauheim geboren. Er studierte in Frankfurt am Main und lebte wechselweise in der Wetterau und in Südtirol. Für seinen ersten Roman, Wäldchestag erhielt er den Literaturförderpreis 2000 der Jürgen Ponto-Stiftung. 2006 hielt er die Frankfurter Poetikvorlesung. Zuletzt erschien der Roman Sanssouci.
Andreas Maier bei Suhrkamp.
Elsemarie Maltezke und Christian Golusda erhielten den Preis für ihr gemeinsames Reise-Reim-Projekt Frau M. grüßt Dr. Krittel. In ihrem Reise-Reim-Projekt bewegen sich die Autoren „mit Witz, Ideenreichtum und Sprachvirtuosität auf Robert Gernhardts Spuren, ohne dabei epigonal zu sein“ so die Jury.
Elsemarie Maletzke wurde 1947 in Oberhessen geboren und wuchs in Bad Kreuznach auf. Anfang der 80er Jahre erschien der erste Irland-Reiseführer und später ihre großen Biographien (unter anderem über Jane Austen). Elsemarie Maletzke lebt und arbeitet als Reisejournalistin und Autorin in Frankfurt am Main.
Elsemarie Maletzke im Schöffing Verlag.
Christian Golusda wurde 1948 geboren und lebt in Frankfurt am Main. Nach einem Pharmazie und Medizinstudium wechselte er Ende der 70er Jahre als Tänzer und Akteur in die freie Kulturszene. Neben Darstellung, Konzeption und Regie für Tanz und Theater erscheinen Gedichte, Zeichnungen und Übersetzungen, zuletzt Bildergedichte, die Elsemarie Maletzke herausgibt.
Christian Gousdas Seite im Internet.
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| Autoren-Lese-Videos – Lust oder Langweile? |
News 366 05.07.2009 |
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 Zehn Seiten von Autoren gelesen
Die Website zehnSeiten bietet per Video jeweils die Lesung von zehn Selten aus einem aktuellen Buch (Belletristik), der Autor selbst liest. Jüngstes Beispiel: Ursula Krechel.
zehnSeiten.de möchte Literatur im Internet „angemessen präsentieren“. Auf der Website heißt es: Der Autor liest zehn von ihm selbst ausgewählte Seiten aus seinem Buch, der Leser [Anm. Welcher Leser? Hier ist wohl der Zuschauer bzw. Zuhörer gemeint] bekommt dadurch unmittelbare Information über Text und Verfasser.
Schön anzusehen und gewiss eine Empfehlung. Was etwas bedauerlich ist: Der „Leser“ erfährt, so ästhetisch-spartanisch sich die Internetseite momentan darstellt, wenig über dieses Projekt, weiß nicht, wer mit welcher Motivation dahinter steht, wer es finanziert, wie die Auswahl zustande kommt. Wenn es heißt, man möchte Literatur im Internet angemessen präsentieren, darf man fragen, wer ist „man“, was ist „angemessen“ und was ist mit „Literatur“ gemeint. Die Zeit ist jedenfalls aufgesprungen und bietet die Videos auch auf ihrer Internetseite an. Und auch für den Grimme Online Award war die Seite nominiert.
Kunst bleibt Kunst und gute Literatur, gute Literatur. Es lohnt sich, die AutorInnen lesen zu hören. Obwohl man sich fragen darf, ob es zukunftsträchtig ist, Autorenvideos ins Internet zu stellen. Man klickt sich durch, aber wahre Begeisterung mag nicht aufkommen. Und zur reinen Information ist es zu umständlich, sich diese zehn Seiten von einem nicht immer guten Leser (=Autor) vortragen zu lassen. Hilfreich wäre es, den Text noch einmal parallel auf der Seite wiederzugeben. Schön sind die kleinen Infos zum Autor (Biographie), auch wenn sich diese auch an anderen Stellen im Netz (Wikipedia) finden.
Mit dabei unter anderem: Sabine Gruber, Thomas Meinecke, Hanno Milesi, Andrea Maria Schenkel, Julia Zange und Ursula Krechel. Übrigens: Im poet nr. 7, Erscheinungstermin Anfang September, wird ein ausführliches Interview mit Ursula Krechel zu lesen sein mit Fragen zu ihrem Roman und zum Lyrik- und Prosaschreiben.
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| Bachmannpreis und Wieland-Übersetzerpreis |
News 365 03.07.2009 |
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 Jens Petersen
ORF Bachmannpreis
Tage der deutschssprachigen Literatur
Verschiedener könnten die Preise nicht sein: Der viel beachtete Ingeborg-Bachmannpreis ging an Jens Petersen und der Wieland-Übersetzerpreis – in der Gattung Lyrik – an Gisela Kraft.
Die Weimarer Schriftstellerin Gisela Kraft erhielt den mit 12 000 Euro dotierten Christoph-Martin-Wieland-Übersetzerpreis.
Gisela Kraft wurde 1936 in Berlin geboren und studierte Islamwissenschaft. 1984 siedelte sie nach Ostberlin über und 1997 zog sie nach Weimar. Aus dem Türkischen übersetzte sie unter anderem Aras Ören, Bekir Yildiz, Nazim Hikmet und Fazil Hüsnü. Wulf Kirsten hat einen schönen „Nachsatz“ zu ihr verfasst.
Gisela Kraft | Website
Jens Petersen also ist der neue Bachmann-Preis-Star. „Der berührendste Text“, so die Litanei der Pressemeldungen zum Bachmannpreis, „erhielt am Ende den Preis.“ Jens Petersen, aus Deutschland stammender und in Zürich lebender Arzt und Schriftsteller, hatte am Sonntag in Klagenfurt den 33. Ingeborg Bachmann-Preis gewonnen. Sein Beitrag war vom Vorsitzenden der Jury, Burkhard Spinnen, für den Wettbewerb vorgeschlagen worden.
Jens Petersen wurde 1976 in Pinneberg geboren und lebt in Zürich. Er studierte Medizin und veröffentlichte 2005 den Roman Die Haushälterin in der DVA.
Hier alle Infos mit Videos, Texten, Fotos und Autorenporträts (warum noch Bücher kaufen?) zum Bachmannpreis.
Jens Petersen | Website
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| Berliner Preis für Literaturkritik an Stefan Zweifel |
News 364 06.05.2009 |
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 Stefan Zweifel (GNU)
Der „Berliner Preis für Literaturkritik“ wird 2009 zum vierten Mal verliehen. Der diesjährige Preisträger ist der in Zürich lebende Literaturkritiker Stefan Zweifel.
Stefan Zweifel, 1967 in Zürich geboren, schreibt unter anderem für die Neue Zürcher Zeitung, die Weltwoche und die Zeitschriften Du sowie Literaturen. Außerdem ist er Mitglied im Kritikerteam der Sendung Literaturclub im Schweizer Fernsehen ( 3sat). Er editierte und übersetzte Marquis de Sade und Boris Vian.
Die Jury begründet ihre Entscheidung wie folgt:
„Stefan Zweifel verkörpert einen rar gewordenen Typus des eigensinnig leidenschaftlichen Kritikers: Im Ausgang vom Interesse an den künstlerisch-politisch revoltierenden Avantgarden des 20. Jahrhunderts hält Stefan Zweifel – auch als Übersetzer aus dem Französischen, als Publizist und Ausstellungsmacher – an einem Erkenntniswillen literarischer Kritik fest, die als phantasievoller Denkakt sich dem medientauglichen Konsumismus verweigert. In den kritischen Beiträgen von Stefan Zweifel kleidet sich die präzise intellektuelle Erregung eines Zeitgenossen und Ästheten in elegante Sprachkunst, deren analytisch weitschweifendes Differenzierungsvermögen uns Lesern die Literatur und verschüttete Traditionen wie neu erschließt.“
Der Jury gehörten an Sibylle Cramer, Christian Döring, Frank Hörnigk, Ulrich Janetzki, Robert Menasse. Der „Berliner Preis für Literaturkritik“ wird alle zwei Jahre verliehen. Die Preisträger der Vorjahre waren Andrea Köhler (2003), Ursula März (2005) und Ijoma Mangold (2007).
Die Preisverleihung findet am Freitag, den 2. Oktober 2009 im Literarischen Colloquium Berlin statt.
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| MDR-Literaturpreis für Katharina Hartwell |
News 363 05.05.2009 |
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 Katharina Hartwell
Katharina Hartwell, einzige Frau und mit 25 Jahren zugleich Jüngste unter den Finalisten, siegte gestern in der Endrunde im Leipziger Haus des Buches und erhielt den mit 5000 Euro dotierten ersten Preis für ihre Kurzgeschichte: „Aber man hat ja noch den Sicherheitsgurt“.
Platz zwei (3000 Euro) ging an Andreas Stichmann, Jahrgang 1983, für Warum schon wieder Watan und Platz drei (2000 Euro) erreichte Stefan Petermann, Jahrgang 1978, mit seiner grotesken Kurzgeschichte Hager. Petermann erhielt zugleich den mit 1000 Euro dotierten Publikumspreis.
Katharina Hartwell aus Köln, Jahrgang 1984, studiert in Frankfurt/Main Anglistik, Amerikanistik und Gender Studies. Sie ist in Zeitschriften und Anthologien vertreten unter andere in der Großstadtgeschichten-Sammlung Quietschblanke Tage, spiegelglatte Nächte (poetenladen 2008). 2006 war sie Preisträgerin des Wettbewerbes Junges Literaturforum Hessen-Thüringen des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst.
 Andreas Stichmann
Der Wettbewerb überzeugte nicht zuletzt durch eine hochkarätiger Final-Jury nach den eher regionalbetonten Zusammenstellungen der letzten Jahre. Mitglieder der Abendjury waren beim 15. MDR-Wettbewerb: Clemens Meyer (Jury-Sprecher), Maike Albath, Kathrin Schmidt, Heike Geißler, Thorsten Ahrend und Michael Faber.
In ihrer Siegergeschichte erzählt Katharina Hartwell von einem Geschwisterpaar auf der Heimfahrt zum Geburtstag der Mutter. Der Bruder versucht der Schwester unterwegs mitzuteilen, dass er HIV-positiv ist, der Versuch misslingt. Einfühlsam erzählt die Autorin im Wechsel der Perspektiven von Schwester und Bruder über die Sprachlosigkeit zwei sich eigentlich nahe stehenden Menschen im Angesicht einer todbringenden Krankheit.
Zur MDR-Wettbewerbsseite
Zu den Geschichten 
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| Frankfurter Verlage im Schauspiel |
News 362 10.04.2009 |
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Vorbildlich ist, was die Frankfurter Literaturszene sich leistet: Eine jährliche Präsentation ihrer Publikumsverlage im Schauspielhaus. Ein Beispiel, das Schule machen sollte!
Zum 6. Mal fand am ersten Sonntag im April der Lange Tag der Bücher im Schauspielhaus Frankfurt statt. Das heißt, zwölf Lesungen von 11 Uhr morgens bis 23 Uhr in der Nacht.
Veranstalter Frank Koch wurde nach dem Besonderen dieses Ereignisses gefragt: „ Der Lange Tag der Bücher ist eine einmalige Institution in Deutschland, die so in keiner anderen Stadt realisiert wird. Zwölf Frankfurter Verlage ziehen an einem Strang, aber auch alle Literaturveranstalter der Stadt sind als Moderatoren und Multiplikatoren mit im Boot: Literaturhaus und Romanfabrik, Hessisches Literaturforum und Holzhausenschlösschen, Hessischer Rundfunk und freie Moderatoren ...“
Während andernorts – wie in Leipzig, der ehemaligen Buchstadt – die Literaturverlage, insbesondere die jungen Verlage, kaum eine Würdigung von institutioneller Seite erfahren, zeigt man in Frankfurt, wie man Literatur unters Volk bringen kann und dabei auch noch die Verlagslandschaft pflegt. So hat jede Stadt die literarischen Verlage, die sie verdient, d.h. die sie wahrnimmt und unterstützt. Anspruchsvolle Literaturverlage sind heute so wenig Wirtschaftsunternehmen wie Schauspiel- oder Opernhäuser.
Und was geschieht an so einem „Langen Tag“? Neben Lesungen und Diskussionen bietet der „Lange Tag“ in Frankfurt ein Lesecafé mit sämtlichen Neuerscheinungen der Verlage sowie einen Büchertisch mit Informationen zu den Autoren und zur Programmarbeit. Außerdem wird vor dem Schauspielhaus am Willy-Brandt-Platz erstmals in diesem Rahmen ein „Frankfurter Bücherflohmarkt“ abgehalten.
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| Leonce-und-Lena-Preis für Ulrike Almut Sandig |
News 361 21.03.2009 |
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Der mit 8000 Euro dotierte Leonce-und-Lena-Preis geht 2009 an Ulrike Almut Sandig, Förderpreise zu je 4000 Euro erhalten Juliane Liebert und Judith Zander. Die Preisträgerinnen wurden heute Abend nach Abschluss des Wettbewerbs in Darmstadt bekanntgegeben.
Zum 16. Mal wurde in Darmstadt um den renommiertesten Lyriknachwuchspreis für Autoren bis 35 Jahre gelesen. Vielen galt Ulrike Almut Sandig, die 2006 den Lyrikpreis Meran erhalten hatte, als Favoritin. 2007 erschien ihr zweiter Gedichtband mit dem Titel Streumen. (Gespräch im Poetenladen)
Judith Zander, geboren 1980 in Anklam, war bereits 2007 beim Open Mike erfolgreich und erhielt in Berlin den Lyrikpreis. Relativ neu auf der Lyrikbühne ist Juliane Liebert, die 1987 in Halle geboren wurde.
Hier der ausführlicher Bericht zum Wettbewerb im poetenladen 
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| plumbum Frühjahr 2009 |
News 360 20.03.2009 |
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plumbum nr. 10
text und grafik
Team:
C.-Ch. Elze, Ch. Kreis, Th. Siemon, M. Siemon
carpe plumbum 
plumbum Nummer 10 — text und grafik
Wie die vorausgegangenen Ausgaben so überzeugt auch die neue plumbum durch grafische Qualität sowie eine sorgfältige inhaltliche Auswahl. Schon die Titelseite samt Schrift besticht durch künstlerische Hochwertigkeit und eine wunderbare handwerkliche Arbeit. Eine Bemerkung am Rande: Der Untertitel der plumbum wurde ursprünglich in goldener Schrift gesetzt, oxidierte nach wenigen Tagen und schimmert nun grün.
Doch zum Wesentlichen: Das Team der Textredaktion, bestehend aus Carl-Christian Elze und Christian Kreis, hat eine feine und beispielhafte Auswahl der Autoren getroffen. Neben Prosa-Beiträgen von Thomas Pletzinger und Simon Urban gibt es in der aktuellen Ausgabe ein kleines, aber sehr gelungenes Arrangement anspruchsvoller Lyrik. Von der erst 22-jährigen Juliane Liebert über den umtriebigen Ron Winkler bis hin zu Dieter M. Gräf werden hier hervorragende Beispiele geboten.
Rundum anregend, grafisch grandios und textlich spannend, wobei angemerkt sei, dass, trotz des überschaubaren Umfangs, ein kleines Inhaltsverzeichnis für die erste Orientierung hilfreich wäre. Zukünftig wird die Zeitschrift, anstatt halbjährlich, einmal im Jahr erscheinen. Man darf sich schon jetzt auf die nächste Ausgabe freuen.
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| MESSETIPP EDIT-LESUNG | Verlangen nach neuen Autoren |
News 359 11.03.2009 |
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Verlangen nach Drachen | Verlangen nach neuen Autoren
Lesung am 11. März 09
19:00 Uhr bis 20:30 Uhr
Café Telegraph (Dittrichring 18)
Verena Rossbacher (kiwi) – Sandra Trojan (poetenladen)
Martin Beyer (Klett-Cotta) – Ulrike Almut Sandig (Moderation)
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(Fotos: Sarah Schlatter, Juliane Henrich, Steffi Herrmann)
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Literarische Wochenschau 15
„Als würde man im Sekundentakt auf Alufolie beißen“
Kritischer Wochenrückblick mit Klicktipps
Die Nominierten für den Preis der Leipziger Buchmesse stehen seit dem 6. Februar fest. Daniel Kehlmanns Ruhm ist dabei, ebenso wie Wilhelm Genazinos Das Glück in glücksfernen Zeiten.
Ein wenig bedauerlich scheint es, dass offenbar nur Suhrkamp, Hanser, Rowohlt, Fischer oder Piper Romane und Erzählungen veröffentlichen, die es zu Nominierungen bringen. Gibt es keine kleinen oder mittleren Verlage, die nennenswerte Erzähler vorweisen können?
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| Finalisten für Leonce-und Lena-Wettbewerb stehen fest |
News 357 10.02.2009 |
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Am 20.03.2009 und 21.03.2009 lesen 10 Lyrikerinnen und Lyriker um den Leonce-und-Lena-Preis – es ist der 16. Wettbewerb. Zu den Teilnehmern gehören:
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Falberg, Tobias
Gumz, Alexander
Liebert, Juliane
Martin, Marie T.
Preiwuß, Kerstin
Sandig, Ulrike Almut
Wenzel, Christoph
Wiebusch, Ruth
Wünsche, Nadja
Zander, Judith
Der Jury gehören an: Sibylle Cramer, Kurt Drawert, Jan Koneffke und Raoul Schrott.
Die Preisverleihung findet am Samstagabend, den 21.03.2009, statt. Der Poetenladen wird von der Lesung berichten.
Website: Lenonce-und-Lena-Preis
Programm: Zum Programm
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Literarische Wochenschau 14
Trubel um Ruhm
Wochenrückblick mit literarischen Klicktipps
Rowohlt macht seine Warnung wahr und verklagt den Spiegel, weil der sich nicht an die Sperrfrist hielt und eine Rezension zu Kehlmanns Ruhm zwei Wochen vor Erscheinungsdatum veröffentlichte. Um diesen Ruhm gibts doch schon genug Tamtam. Jetzt macht man also auch noch ums Tamtam Tamtam herum.
Was schwatzt da der Rowohlt Marketing- und Vertriebschef Lutz Kettmann? »Für uns stand fest: Wir tun das, was wir auch angekündigt haben. Es geht letztlich auch darum, ein Zeichen zu setzen.« ...
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Poetische News
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