| poetenladen – Lesungen auf der Leipziger Buchmesse 2010 |
News 382 23.02.2010 |
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Leipziger Buchmesse 2010 | Zum Programm
Der poetenladen präsentiert sich an gewohnter Stelle auf der Leipziger Buchmesse nahe der Leseinsel Junge Verlage in Halle 5, Stand D207. Mehrere unserer Lesungen finden gleich auf der Leseinsel statt. Als Gast und Mitaussteller an unserem Stand begrüßen wir das junge Berliner Literaturhaus Lettrétage!
Alle Literaturenthusiasten sind herzlich eingeladen, unseren Messestand zu besuchen.
Am Stand wird unter anderem die neue Ausgabe des preisgekrönten poeten zu finden sein, poet nr. 8. Auch in diesem Jahr wird unser Auftritt dank unserer Illustratorin Miriam Zedelius ein brillanter Hingucker.
Fast 20 Autoren werden im Rahmen von poetenladen-Veranstaltungen lesen. Der Verlag ist auch am Abend der unabhängigen Verlage dabei (19. März von 20.00 bis 24.00 Uhr im Westflügel der Schaubühne Lindenfels).
Wir haben die Initiatoren interviewt.

poetenladen: Halle 5 Stand D207 |
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poetenladen
leipziger buchmesse
stand d207 – halle 5
Illustrativ in Szene setzen wird unseren Stand auch in diesem Jahr Miriam Zedelius. |
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| Würth-Preis für Ilja Trojanow |
News 381 24.01.2010 |
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GNU Lizenz
Der deutsch-bulgarische Autor Ilija Trojanow ist mit dem Würth-Preis (Dotation 25.000 Euro) für Europäische Literatur ausgezeichnet worden. Die Verleihung fand in der Letzten Woche statt.
Trojanow wurde als „poetischer Chronist der großen Exil- und Migrationsphänomene der Moderne“ geehrt. Er vermittle seinen Lesern in Dokumentationen, Reiseberichten, Reportagen und Erzählungen „ein neues Gefühl für die Komplexität inter- und transkultureller Wirklichkeitserfahrungen“, so die Begründung der Jury.
Ilija Trojanow, geboren 1965 in Sofia, floh 1971 mit seinen Eltern über Jugoslawien und Italien nach Deutschland. Ein Jahr später zog die Familie nach Kenia, wo Ilija Trojanow, unterbrochen von einem längeren Deutschlandaufenthalt, bis 1984 lebte. Anschließend studierte er in München Rechtswissenschaften und Ethnologie und gründete zwei auf afrikanische Literatur spezialisierte Verlage. Weitere biografische Stationen waren Mumbai (1999) und Kapstadt (2003 bis 2007). 2006 erschien sein Roman »Der Weltensammler«, der den Autor berühmt machte. Ilija Trojanow erhielt bereits den Preis der Leipziger Buchmesse (2006). Er war Stadtschreiber in Mainz und Poetik-Dozent in Tübingen. Derzeit lebt er in Wien.
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poet nr. 8 – erhältlich ab März 2010 – enthält ein umfassendes Interview mit Ilija Trojnaow unter anderem zum Thema des Schreibens in der Fremde.
»Für einen Autor ist Sprache immer Heimat. Die Sprache ist ja die Grundenergie des Textes.«
»Die deutsche Sprache ist ausländerfreundlicher als die Deutschen.«
Interview in poet 8, März 2010 |
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| Ulrich Weinzierl erhält Preis der Frankfurter Anthologie 2009 |
News 380 09.09.2009 |
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Gestern überreichte Marcel Reich-Ranicki Ulrich Weinzierl den mit 10.000 Euro dotierten Preis der Frankfurter Anthologie.
Seit 1974 erscheint in der F.A.Z. wöchentlich ein Gedicht mit Interpretation. Herausgegeben von Marcel Reich-Ranicki schreibt ein Lyrikkenner über ein Gedicht. Seit 1998 wird jedes Jahr der Preis an einen Interpreten verliehen.
35 Jahre kontinuierlichen Veröffentlichens sind für die Nischengattung Lyrik eine erstaunliche Zahl und so erstaunt es kaum, dass Weinzierl, anstatt über Lyrik zu sprechen auf die heikle Lage, in der sich Kulturjournalisten und Verlage befinden, hinwies. Die wirtschaftliche Lage übe einen hohen Kostendruck aus, der sich negativ auf die Qualität der Arbeit im Kulturjournalismus auswirke.
Mit Blick nach Zürich auf den Ammann-Verlag kann man vielleicht sehen, was passiert, wenn jemand keine Qualitätseinbußen in kauf nehmen will. Bleibt die Frage offen, ob eine schwindende Verlagslandschaft die bessere Lösung ist.
Am Schluss des Abends besann man sich dann aber doch noch aufs Wesentliche, und Dirk von Petersdorff trug zwölf seiner Gedichte vor.
Reich-Ranicki über die „Frankfurter Anthologie“
Frankfurter Anthologie
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| Martha-Saalfeld-Förderpreis 2009 |
News 379 03.09.2009 |
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Ruth Johanna Benrath, Daniela Dröscher, Dieter M. Gräf und Wilma JungPrael erhalten Martha-Saalfeld-Förderpreis 2009
Der Martha-Saalfeld-Preis wird zu Ehren der südpfälzische Lyrikerin und Romanschriftstellerin Martha Saalfeld (1898-1976) gestiftet. Der Preis ist mit 3100 Euro dotiert und wird, wie ein Arbeitsstipendium, für Projekte vergeben an Autoren, die in Rheinland-Pfalz geboren sind oder einen sonstigen literarischen Bezug zum Land haben.
2009 erschienen von Ruth Johanna Benrath der Roman Rosa Gott, wir loben dich (Steidl), von Daniela Dröscher der Roman Die Lichter des George Psalmanazar (Berlin Verlag) und von Dieter M. Gräf der Gedichtband Buch Vier (Frankfurter Verlagsanstalt).
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| Modern wie Mallarmé – Basler Lyrikpreis an F.P. Ingold |
News 378 19.08.2009 |
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Felix Philipp Ingold wir in diesem Jahr mit dem Basler Lyrikpreis geehrt.
Ingold gehöre seit langem zu den bedeutendsten Lyrikern der Schweiz, begründete die Jury ihre Entscheidung. Seine Lyrik sei inzwischen als politisches Projekt der heutigen Medien– und Mitteilungs–Welt ebenbürtig und in ihrer Vorzeitigkeit und radikalen Modernität mit der Dichtung Mallarmés zu vergleichen.
Zuletzt erschienen die Gedichtbände „Jüngste und frühere Gedichte“ (2005) sowie die „Gegengabe aus kritischen, poetischen und privaten Feldern“ (2009) bei Urs Engeler Editor. Für seine Arbeit erhielt er 2003 den Ernst–Jandl–Preis und 2005 den Erlanger Literaturpreis für Poesie als Übersetzung.
Der Basler Lyrikpreis wird zum zweiten Mal verliehen und ist mit 3000 Franken dotiert. Im Literaturhaus Basel wird dem Dichter am 6. September um 11 Uhr im Rahmen des Internationalen Lyrikfestivals der Preis verliehen.
Ingold bei Engeler 
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| Thaddäus-Troll-Preis an José F.A. Oliver |
News 377 14.08.2009 |
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Die Jury des Förderkreises deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg ehrt in diesem Jahr den Schriftsteller José F.A. Oliver vor allem für seinen Essay „Mein andalusisches Schwarzwalddorf“ aus dem gleichnamigen Band.
Oliver ist andalusischer Herkunft und wurde 1961 im Schwarzwald in Hausach geboren, wo er lebt und arbeitet. Er schreibt Prosa, Lyrik und Essays, wofür er zahlreiche Preise und Stipendien erhielt. Zuletzt erhielt er 2007 den Kulturpreis des Landes Baden-Württemberg. Seine Gedichte sind in mehrere Sprachen übersetzt.
„Wer im heutigen Gedicht nach Musik, nach Lust am sprachlichen und formalen Experiment, nach Übereinstimmung von Atem und Bild, nach Lautkristallen sucht, wird hier reichlich belohnt.“
Joachim Sartorius, Süddeutsche Zeitung
Oliver bei Suhrkamp 
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| Wieder einer weniger – der Ammann Verlag hört auf |
News 376 11.08.2009 |
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Der 1981 gegründete Zürcher Ammann Verlag gibt auf und schließt zum 30. Juni nächsten Jahres.
Nach 29 Jahren, in denen Marie-Luise Flammersfeld und Egon Ammann mit ihrem Verlag großartige deutschsprachige Autoren entdeckten und internationale Dichter wie Fernando Pessoa oder Osip Mandelstam dem deutschen Lesepublikum zugänglich machten, ist nun Schluss.
„Die Gründe für diesen Entschluss liegen im fortgeschrittenen Alter der Verleger und in einer Marktsituation, die für Literatur zunehmend schwieriger wird.“, heißt es in der Pressemitteilung des Verlags. Das Großprojekt der Dostoevskij-Übersetzung durch Swetlana Geier wurde nicht zuletzt dadurch möglich, dass sie bei zum Teil bei Fischer erschien.
Trotz Ankündigungen bis 2011 wird der Ammann Verlag im nächsten Jahr zwar noch in Frankfurt, nicht mehr aber in Leipzig sein. „Ein Verlag mit dem Profil des Ammann Verlags ist eng an die verantwortlichen Personen gebunden und kann ohne sie nicht fortbestehen.“ Aus diesem Grund wird der Verlag, so Ammann, auch nicht als Imprint woanders weiter bestehen. Immerhin werden einige Übersetzungsprojekte, wie das von Dantes „Commedia“ durch Kurt Flasch weitergeführt.
Bei aller Wehmut um den Ammann Verlag, der nach Urs Engeler von der Bildfläche verschwindet, kann man hoffen, dass sich das Augenmerk der Kulturstiftungen und -behörden verstärkt auf die übrige Anzahl an literarischen Verlagen richtet, die häufig ebenso eng an Personen gebunden sind und auf den gleichen schwierigen Markt um ihren Fortbestand kämpfen.
Pressemitteilung bei Ammann
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| Frankfurter Autorenstipendium an Martina Weber |
News 375 06.08.2009 |
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Martina Weber erhält für ihre Lyrik das erste Frankfurter Autorenstipendium.
In der Begründung der ersten Jury des Stipendiums heißt es: „Ihre Gedichte leben von einer hohen sprachlichen Präzision und Anschaulichkeit. Sie greift die lange Tradition der Naturlyrik auf und führt sie selbstbewusst fort zu sehr eigenständigen und immer zeitgemäßen Ergebnissen. Aus jedem Gedicht spricht ein ausgeprägtes Formbewusstsein und zugleich die Freude an der sinnlichen Begegnung mit Natur.“
Die Stadt Frankfurt am Main hat in diesem Jahr erstmals ein Autorenstipendium ausgelobt, um die Verlagsstadt für Autorinnen und Autoren attraktiver zu machen. Die Stadt fördert Autorinnen und Autoren bei Vorhaben im Bereich Prosa oder Lyrik, ohne damit Auflagen zu verbinden. Die Höhe des Stipendiums beträgt 12.000 Euro.
Das Arbeitsstipendium will die Autorin nutzen, um bis Ende des Jahres ihren ersten Lyrikband fertigzustellen.
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| Jury für den 17. open mike steht fest |
News 374 03.08.2009 |
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 17. open mike
Ursula Krechel, Kathrin Röggla und Jens Sparschuh sind dieses Jahr die Juroren beim open mike.
Es waren 680 Autoren, die sich dieses Jahr darum bewarben, am 14. und 15. November bei der Endausscheidung unter den 22 Lesenden zu sein. 120 bewarben sich mit Lyrik.
Sechs Lektoren wählen unter den Einsendungen die Finalisten aus; diese werden Anfang Oktober bekannt gegeben.
Am Vorabend des Wettbewerbs stellen traditionell die Finalisten und Preisträger der letzten Jahre ihre Debüts vor. Dieses mal lesen: Patrick Findeis, Svealena Kutschke und Thien Tran.
Aktuelles Interview im Poetenladen mit Ursula Krechel
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| Adolf Endler gestorben |
News 373 03.08.2009 |
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Adolf Endler
* 20.09.1930, Düsseldorf
† 02.08.2009, Berlin
Am Sonntag, den 2. August 2009, starb der Lyriker, Essayist und Prosaautor im Alter von 78 Jahren nach langer Krankheit in Berlin.
1955 war der in Düsseldorf geborene Endler nach Ost-Berlin übergesiedelt. Nach dem Studium am Leipziger Literaturinstitut publizierte er Gedichte, Essays und Prosa. Endler war vor allem als „Vater der oppositionellen Literaturszene“ am Prenzlauer Berg bekannt geworden. 1976 gehörte er zu den Unterzeichnern der Protestresolution gegen die Ausbürgerung von Wolf Biermann.
In den 90er Jahren erlangte er mit dem Erinnerungsband „Tarzan am Prenzlauer Berg“ über Berlin und die ehemalige DDR hinaus Bekanntheit. Er erhielt unter anderem den Peter-Huchel-Preis 2000, den Literaturpreis der Stadt Bremen 2000 den Hans-Erich-Nossack-Preis 2003.
Adolf Endler im Poetenladen
Adolf Endler in poet nr. 1
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| Warten auf ein Urteil – der Übersetzerstreit |
News 372 30.07.2009 |
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„Ohne uns würde es keine Weltliteratur geben – jedenfalls nicht auf Deutsch. Aber wenn wir angemessen bezahlt werden wollen, müssen wir bis vor den Bundesgerichtshof ziehen.“
Unter diesem Slogan tritt der Verband deutschsprachiger Übersetzer für eine angemessene Vergütung ein. Und tatsächlich hat der BHG am 18. Juni über fünf Klagen von Übersetzern gegen die Verlagsgruppe Random House verhandelt. Am 7. Oktober soll das Urteil verkündet werden und in den darauf folgenden fünf Monten die Urteilsbegründung stattfinden.
Derweil bemühen sich beide Seiten um Vermittlung. So schrieb Hinrich Schmidt-Henkel, der Vorsitzende des VdÜ kürzlich einen Brief an einige Verlage, in dem er dazu aufrief, gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Auch auf Seiten der Verlage bemüht man sich um Vermittlung: „Jede konstruktive Initiative zu konstruktiven Gesprächen ist positiv“, so Dirk Stempel von Hanser.
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| Kehlmann in Salzburg: Regietheater versus Wahrheit |
News 371 28.07.2009 |
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Daniel Kehlmann provoziert mit seiner Festrede „Die Lichtprobe“ zur Eröffnung der Salzburger Festspiele.
In der F.A.Z. komplett abgedruckt und in der SZ und FR besprochen sorgte Daniel Kehlmanns Eröffnungsrede der Salzburger Festspiele für Furore. In seiner Rede berichtete er über das Verhältnis zu seinem Vater und „kritisierte scharf den Modernisierungszwang des heutigen Theaters“, wie die Süddeutsche schrieb.
Man könnte auch sagen, dass es um das Verhältnis seines Vaters, Michael Kehlmann, zum Regietheater geht, dies stellt er einander gegenüber. Das Regietheater kommt dabei nicht gut weg, denn es sei bereits in der Bürgerlichkeit angekommen und „zur letzten verbliebenen Schrumpfform linker Ideologie degeneriert.“ Die Welt schließt sich Kehlmann an und formuliert es – quasi kompakt – so: „Regietheater ist Unsinn“.
Kehlmann beginnt seine Rede mit Max Reinhardt und einem Zitat, in dem das Theater mit dem Gewerbe der Prostitution verglichen wird. Kein Wunder also, wenn die Kritik in harschem Ton antwortet: „Diese Rede ist ein Musterbild dumpf-reaktionären Denkens, ressentimentgeladen und argumentfrei zugleich.“ (Frankfurter Rundschau). Szenisch wird die Rede mit seiner ersten Begegnung mit dem Theater in seiner Kindheit angereichert, was zum Titel „Die Lichtprobe“ führt. Auch dabei tritt sein Vater auf.
Am Ende erläutert Kehlmann, worum es seiner Ansicht nach in der Kunst gehe: „Die Wahrheit auszusprechen, also über unsere von Konvention und Gewohnheit eingeschnürte Natur, die Wahrheit über das eine kurze Leben, das wir führen.“
Wenn einer über nicht weniger als die Wahrheit spricht, kann er sich sicher sein, dass schnell andere Wahrheiten auf den Plan treten wie beispielsweise diese Einschätzung: „Kehlmann selbst rührt dann eine nun wirklich krude Mischung aus Avantgardismus, Liberalismus, Konservatismus und Kaiser Wilhelm an ...“ (Frankfurter Rundschau).
Bei der Eröffnung hat er seinen Applaus jedenfalls bekommen.
Zur Rede: Die Lichtprobe 
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| übersetzen ist übersetzen ist übersetzen |
News 370 24.07.2009 |
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Die Autoren und Übersetzer Barbara Köhler und Ulf Stolterfoht werden dieses Jahr mit dem „Erlanger Literaturpreis für Poesie als Übersetzung“ geehrt.
Sie erhalten die Auszeichnung, die von der Kulturstiftung Erlangen mit 5000 € dotiert ist, gemeinsam für die Übersetzung von Gertrude Steins „Tender Buttons – Zarte Knöpfe“ (Barbara Köhler, 2004) und „Winning His Way – wie man seine art gewinnt“ (Ulf Stolterfoht 2005). Den beiden Autoren wird die Auszeichnung am Donnerstag, den 27. August, im Rahmen des 29. Erlanger Poetenfestes persönlich verliehen.
Der „Erlanger Literaturpreis für Poesie als Übersetzung“ wird seit 2005 alle zwei Jahre vergeben. Felix Philipp Ingold erhielt den Preis 2005 zum ersten mal. 2007 wurde Georges-Arthur Goldschmidt ausgezeichnet.
Erlanger Poetenfest 
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| Paul-Celan-Preis 2009 für Esther Kinsky |
News 369 23.07.2009 |
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Der Paul-Celan-Preis wird seit 1988 vom Deutschen Literaturfonds für herausragende Übersetzerleistungen aus dem Französischen gestiftet. Seit 1995 können auch Übersetzer aus anderen Sprachen ausgezeichnet werden.
Die Übersetzerin Esther Kinsky wurde mit dem Paul-Celan-Preis 2009 ausgezeichnet. Der Deutsche Literaturfonds ehrt sie insbesondere für die Übersetzung von Olga Tokarczuks Roman „Unrast“ aus dem Polnischen ins Deutsche. Ihre Übersetzung besteche durch hohe Sensibilität und Facettenreichtum . Esther Kinsky – geboren 1956 – übersetzt aus dem Polnischen, Russischen und Englischen.
Den Paul-Celan-Preis erhielt unter anderem Gabriele Leupold, zuletzt Ragni Maria Gschwend. Der Preis ist mit 15.000 € dotiert und wird Esther Kinsky am 15. Oktober auf der Frankfurter Buchmesse überreicht.
Deutscher Literaturfonds 
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| Independent-Verlage im LCB |
News 368 22.07.2009 |
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Independent-Verlage im LCB
Am Wochenende fanden sich samstags zum vierten Mal 21 Verlage im Literarischen Colloquium Berlin ein.
Unter dem Motto kleine Verlage am großen Wannsee stellten Verlage aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ihre Programme und ihre Autoren vor. In leicht regnerischer aber entspannter Atmosphäre bot sich die Möglichkeit Bücher direkt beim Verlag zu begutachten und zu kaufen. Unter anderem lasen für ihre Verlage: Nora Gomringer, Hendrik Jackson, Monika Rinck, Andre Rudolph, Andreas Stichmann.
Nichts von Katastrophenstimmung zu spüren am Wochenende am Berliner Wannsee, heißt es in „der Freitag“ zur Veranstaltung. Aber es bleibt auch nicht der Verweis auf Urs Engeler aus, der Ende des Jahres seine Produktion herunterfährt oder einstellt.Und auch andere Independent-Verlage kämpfen um Leser oder genauer: um Buchkäufer. Alles in allem eine wichtige Veranstaltung, wie man sie sich in allen größeren Städten wünschen darf.
Literarisches Colloquium Berlin im Internet
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| Moral und Komik – Der neue Robert-Gernhardt-Förderpreis |
News 367 20.07.2009 |
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Gleich an drei Autoren geht der neue mit 24.000 € dotierte Robert-Gernhardt-Förderpreis, und zwar an Elsemarie Maletzke, Christian Golusda und Andreas Maier.
Andreas Maier erhält den Robert-Gernhardt-Förderpreis für sein groß angelegtes Romanprojekt „Ortsumgehung“. Er überzeugte die Jury durch „seine sprachliche Präzision, seine persönliche Intensität und Integrität, nicht zuletzt durch seinen genauen Blick auf die rabiaten Veränderungen der Landschaft der Wetterau, in denen sich die rasanten gesellschaftlichen Umbrüche der letzten Jahrzehnte widerspiegeln“.
Andreas Maier wurde 1967 in Bad Nauheim geboren. Er studierte in Frankfurt am Main und lebte wechselweise in der Wetterau und in Südtirol. Für seinen ersten Roman, Wäldchestag erhielt er den Literaturförderpreis 2000 der Jürgen Ponto-Stiftung. 2006 hielt er die Frankfurter Poetikvorlesung. Zuletzt erschien der Roman Sanssouci.
Andreas Maier bei Suhrkamp.
Elsemarie Maltezke und Christian Golusda erhielten den Preis für ihr gemeinsames Reise-Reim-Projekt Frau M. grüßt Dr. Krittel. In ihrem Reise-Reim-Projekt bewegen sich die Autoren „mit Witz, Ideenreichtum und Sprachvirtuosität auf Robert Gernhardts Spuren, ohne dabei epigonal zu sein“ so die Jury.
Elsemarie Maletzke wurde 1947 in Oberhessen geboren und wuchs in Bad Kreuznach auf. Anfang der 80er Jahre erschien der erste Irland-Reiseführer und später ihre großen Biographien (unter anderem über Jane Austen). Elsemarie Maletzke lebt und arbeitet als Reisejournalistin und Autorin in Frankfurt am Main.
Elsemarie Maletzke im Schöffing Verlag.
Christian Golusda wurde 1948 geboren und lebt in Frankfurt am Main. Nach einem Pharmazie und Medizinstudium wechselte er Ende der 70er Jahre als Tänzer und Akteur in die freie Kulturszene. Neben Darstellung, Konzeption und Regie für Tanz und Theater erscheinen Gedichte, Zeichnungen und Übersetzungen, zuletzt Bildergedichte, die Elsemarie Maletzke herausgibt.
Christian Gousdas Seite im Internet.
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| Autoren-Lese-Videos – Lust oder Langweile? |
News 366 05.07.2009 |
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 Zehn Seiten von Autoren gelesen
Die Website zehnSeiten bietet per Video jeweils die Lesung von zehn Selten aus einem aktuellen Buch (Belletristik), der Autor selbst liest. Jüngstes Beispiel: Ursula Krechel.
zehnSeiten.de möchte Literatur im Internet „angemessen präsentieren“. Auf der Website heißt es: Der Autor liest zehn von ihm selbst ausgewählte Seiten aus seinem Buch, der Leser [Anm. Welcher Leser? Hier ist wohl der Zuschauer bzw. Zuhörer gemeint] bekommt dadurch unmittelbare Information über Text und Verfasser.
Schön anzusehen und gewiss eine Empfehlung. Was etwas bedauerlich ist: Der „Leser“ erfährt, so ästhetisch-spartanisch sich die Internetseite momentan darstellt, wenig über dieses Projekt, weiß nicht, wer mit welcher Motivation dahinter steht, wer es finanziert, wie die Auswahl zustande kommt. Wenn es heißt, man möchte Literatur im Internet angemessen präsentieren, darf man fragen, wer ist „man“, was ist „angemessen“ und was ist mit „Literatur“ gemeint. Die Zeit ist jedenfalls aufgesprungen und bietet die Videos auch auf ihrer Internetseite an. Und auch für den Grimme Online Award war die Seite nominiert.
Kunst bleibt Kunst und gute Literatur, gute Literatur. Es lohnt sich, die AutorInnen lesen zu hören. Obwohl man sich fragen darf, ob es zukunftsträchtig ist, Autorenvideos ins Internet zu stellen. Man klickt sich durch, aber wahre Begeisterung mag nicht aufkommen. Und zur reinen Information ist es zu umständlich, sich diese zehn Seiten von einem nicht immer guten Leser (=Autor) vortragen zu lassen. Hilfreich wäre es, den Text noch einmal parallel auf der Seite wiederzugeben. Schön sind die kleinen Infos zum Autor (Biographie), auch wenn sich diese auch an anderen Stellen im Netz (Wikipedia) finden.
Mit dabei unter anderem: Sabine Gruber, Thomas Meinecke, Hanno Milesi, Andrea Maria Schenkel, Julia Zange und Ursula Krechel. Übrigens: Im poet nr. 7, Erscheinungstermin Anfang September, wird ein ausführliches Interview mit Ursula Krechel zu lesen sein mit Fragen zu ihrem Roman und zum Lyrik- und Prosaschreiben.
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| Bachmannpreis und Wieland-Übersetzerpreis |
News 365 03.07.2009 |
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 Jens Petersen
ORF Bachmannpreis
Tage der deutschssprachigen Literatur
Verschiedener könnten die Preise nicht sein: Der viel beachtete Ingeborg-Bachmannpreis ging an Jens Petersen und der Wieland-Übersetzerpreis – in der Gattung Lyrik – an Gisela Kraft.
Die Weimarer Schriftstellerin Gisela Kraft erhielt den mit 12 000 Euro dotierten Christoph-Martin-Wieland-Übersetzerpreis.
Gisela Kraft wurde 1936 in Berlin geboren und studierte Islamwissenschaft. 1984 siedelte sie nach Ostberlin über und 1997 zog sie nach Weimar. Aus dem Türkischen übersetzte sie unter anderem Aras Ören, Bekir Yildiz, Nazim Hikmet und Fazil Hüsnü. Wulf Kirsten hat einen schönen „Nachsatz“ zu ihr verfasst.
Gisela Kraft | Website
Jens Petersen also ist der neue Bachmann-Preis-Star. „Der berührendste Text“, so die Litanei der Pressemeldungen zum Bachmannpreis, „erhielt am Ende den Preis.“ Jens Petersen, aus Deutschland stammender und in Zürich lebender Arzt und Schriftsteller, hatte am Sonntag in Klagenfurt den 33. Ingeborg Bachmann-Preis gewonnen. Sein Beitrag war vom Vorsitzenden der Jury, Burkhard Spinnen, für den Wettbewerb vorgeschlagen worden.
Jens Petersen wurde 1976 in Pinneberg geboren und lebt in Zürich. Er studierte Medizin und veröffentlichte 2005 den Roman Die Haushälterin in der DVA.
Hier alle Infos mit Videos, Texten, Fotos und Autorenporträts (warum noch Bücher kaufen?) zum Bachmannpreis.
Jens Petersen | Website
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| Berliner Preis für Literaturkritik an Stefan Zweifel |
News 364 06.05.2009 |
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 Stefan Zweifel (GNU)
Der „Berliner Preis für Literaturkritik“ wird 2009 zum vierten Mal verliehen. Der diesjährige Preisträger ist der in Zürich lebende Literaturkritiker Stefan Zweifel.
Stefan Zweifel, 1967 in Zürich geboren, schreibt unter anderem für die Neue Zürcher Zeitung, die Weltwoche und die Zeitschriften Du sowie Literaturen. Außerdem ist er Mitglied im Kritikerteam der Sendung Literaturclub im Schweizer Fernsehen ( 3sat). Er editierte und übersetzte Marquis de Sade und Boris Vian.
Die Jury begründet ihre Entscheidung wie folgt:
„Stefan Zweifel verkörpert einen rar gewordenen Typus des eigensinnig leidenschaftlichen Kritikers: Im Ausgang vom Interesse an den künstlerisch-politisch revoltierenden Avantgarden des 20. Jahrhunderts hält Stefan Zweifel – auch als Übersetzer aus dem Französischen, als Publizist und Ausstellungsmacher – an einem Erkenntniswillen literarischer Kritik fest, die als phantasievoller Denkakt sich dem medientauglichen Konsumismus verweigert. In den kritischen Beiträgen von Stefan Zweifel kleidet sich die präzise intellektuelle Erregung eines Zeitgenossen und Ästheten in elegante Sprachkunst, deren analytisch weitschweifendes Differenzierungsvermögen uns Lesern die Literatur und verschüttete Traditionen wie neu erschließt.“
Der Jury gehörten an Sibylle Cramer, Christian Döring, Frank Hörnigk, Ulrich Janetzki, Robert Menasse. Der „Berliner Preis für Literaturkritik“ wird alle zwei Jahre verliehen. Die Preisträger der Vorjahre waren Andrea Köhler (2003), Ursula März (2005) und Ijoma Mangold (2007).
Die Preisverleihung findet am Freitag, den 2. Oktober 2009 im Literarischen Colloquium Berlin statt.
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| MDR-Literaturpreis für Katharina Hartwell |
News 363 05.05.2009 |
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 Katharina Hartwell
Katharina Hartwell, einzige Frau und mit 25 Jahren zugleich Jüngste unter den Finalisten, siegte gestern in der Endrunde im Leipziger Haus des Buches und erhielt den mit 5000 Euro dotierten ersten Preis für ihre Kurzgeschichte: „Aber man hat ja noch den Sicherheitsgurt“.
Platz zwei (3000 Euro) ging an Andreas Stichmann, Jahrgang 1983, für Warum schon wieder Watan und Platz drei (2000 Euro) erreichte Stefan Petermann, Jahrgang 1978, mit seiner grotesken Kurzgeschichte Hager. Petermann erhielt zugleich den mit 1000 Euro dotierten Publikumspreis.
Katharina Hartwell aus Köln, Jahrgang 1984, studiert in Frankfurt/Main Anglistik, Amerikanistik und Gender Studies. Sie ist in Zeitschriften und Anthologien vertreten unter andere in der Großstadtgeschichten-Sammlung Quietschblanke Tage, spiegelglatte Nächte (poetenladen 2008). 2006 war sie Preisträgerin des Wettbewerbes Junges Literaturforum Hessen-Thüringen des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst.
 Andreas Stichmann
Der Wettbewerb überzeugte nicht zuletzt durch eine hochkarätiger Final-Jury nach den eher regionalbetonten Zusammenstellungen der letzten Jahre. Mitglieder der Abendjury waren beim 15. MDR-Wettbewerb: Clemens Meyer (Jury-Sprecher), Maike Albath, Kathrin Schmidt, Heike Geißler, Thorsten Ahrend und Michael Faber.
In ihrer Siegergeschichte erzählt Katharina Hartwell von einem Geschwisterpaar auf der Heimfahrt zum Geburtstag der Mutter. Der Bruder versucht der Schwester unterwegs mitzuteilen, dass er HIV-positiv ist, der Versuch misslingt. Einfühlsam erzählt die Autorin im Wechsel der Perspektiven von Schwester und Bruder über die Sprachlosigkeit zwei sich eigentlich nahe stehenden Menschen im Angesicht einer todbringenden Krankheit.
Zur MDR-Wettbewerbsseite
Zu den Geschichten 
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| Frankfurter Verlage im Schauspiel |
News 362 10.04.2009 |
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Vorbildlich ist, was die Frankfurter Literaturszene sich leistet: Eine jährliche Präsentation ihrer Publikumsverlage im Schauspielhaus. Ein Beispiel, das Schule machen sollte!
Zum 6. Mal fand am ersten Sonntag im April der Lange Tag der Bücher im Schauspielhaus Frankfurt statt. Das heißt, zwölf Lesungen von 11 Uhr morgens bis 23 Uhr in der Nacht.
Veranstalter Frank Koch wurde nach dem Besonderen dieses Ereignisses gefragt: „ Der Lange Tag der Bücher ist eine einmalige Institution in Deutschland, die so in keiner anderen Stadt realisiert wird. Zwölf Frankfurter Verlage ziehen an einem Strang, aber auch alle Literaturveranstalter der Stadt sind als Moderatoren und Multiplikatoren mit im Boot: Literaturhaus und Romanfabrik, Hessisches Literaturforum und Holzhausenschlösschen, Hessischer Rundfunk und freie Moderatoren ...“
Während andernorts – wie in Leipzig, der ehemaligen Buchstadt – die Literaturverlage, insbesondere die jungen Verlage, kaum eine Würdigung von institutioneller Seite erfahren, zeigt man in Frankfurt, wie man Literatur unters Volk bringen kann und dabei auch noch die Verlagslandschaft pflegt. So hat jede Stadt die literarischen Verlage, die sie verdient, d.h. die sie wahrnimmt und unterstützt. Anspruchsvolle Literaturverlage sind heute so wenig Wirtschaftsunternehmen wie Schauspiel- oder Opernhäuser.
Und was geschieht an so einem „Langen Tag“? Neben Lesungen und Diskussionen bietet der „Lange Tag“ in Frankfurt ein Lesecafé mit sämtlichen Neuerscheinungen der Verlage sowie einen Büchertisch mit Informationen zu den Autoren und zur Programmarbeit. Außerdem wird vor dem Schauspielhaus am Willy-Brandt-Platz erstmals in diesem Rahmen ein „Frankfurter Bücherflohmarkt“ abgehalten.
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| Leonce-und-Lena-Preis für Ulrike Almut Sandig |
News 361 21.03.2009 |
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Der mit 8000 Euro dotierte Leonce-und-Lena-Preis geht 2009 an Ulrike Almut Sandig, Förderpreise zu je 4000 Euro erhalten Juliane Liebert und Judith Zander. Die Preisträgerinnen wurden heute Abend nach Abschluss des Wettbewerbs in Darmstadt bekanntgegeben.
Zum 16. Mal wurde in Darmstadt um den renommiertesten Lyriknachwuchspreis für Autoren bis 35 Jahre gelesen. Vielen galt Ulrike Almut Sandig, die 2006 den Lyrikpreis Meran erhalten hatte, als Favoritin. 2007 erschien ihr zweiter Gedichtband mit dem Titel Streumen. (Gespräch im Poetenladen)
Judith Zander, geboren 1980 in Anklam, war bereits 2007 beim Open Mike erfolgreich und erhielt in Berlin den Lyrikpreis. Relativ neu auf der Lyrikbühne ist Juliane Liebert, die 1987 in Halle geboren wurde.
Hier der ausführlicher Bericht zum Wettbewerb im poetenladen 
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| plumbum Frühjahr 2009 |
News 360 20.03.2009 |
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plumbum nr. 10
text und grafik
Team:
C.-Ch. Elze, Ch. Kreis, Th. Siemon, M. Siemon
carpe plumbum 
plumbum Nummer 10 — text und grafik
Wie die vorausgegangenen Ausgaben so überzeugt auch die neue plumbum durch grafische Qualität sowie eine sorgfältige inhaltliche Auswahl. Schon die Titelseite samt Schrift besticht durch künstlerische Hochwertigkeit und eine wunderbare handwerkliche Arbeit. Eine Bemerkung am Rande: Der Untertitel der plumbum wurde ursprünglich in goldener Schrift gesetzt, oxidierte nach wenigen Tagen und schimmert nun grün.
Doch zum Wesentlichen: Das Team der Textredaktion, bestehend aus Carl-Christian Elze und Christian Kreis, hat eine feine und beispielhafte Auswahl der Autoren getroffen. Neben Prosa-Beiträgen von Thomas Pletzinger und Simon Urban gibt es in der aktuellen Ausgabe ein kleines, aber sehr gelungenes Arrangement anspruchsvoller Lyrik. Von der erst 22-jährigen Juliane Liebert über den umtriebigen Ron Winkler bis hin zu Dieter M. Gräf werden hier hervorragende Beispiele geboten.
Rundum anregend, grafisch grandios und textlich spannend, wobei angemerkt sei, dass, trotz des überschaubaren Umfangs, ein kleines Inhaltsverzeichnis für die erste Orientierung hilfreich wäre. Zukünftig wird die Zeitschrift, anstatt halbjährlich, einmal im Jahr erscheinen. Man darf sich schon jetzt auf die nächste Ausgabe freuen.
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| MESSETIPP EDIT-LESUNG | Verlangen nach neuen Autoren |
News 359 11.03.2009 |
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Verlangen nach Drachen | Verlangen nach neuen Autoren
Lesung am 11. März 09
19:00 Uhr bis 20:30 Uhr
Café Telegraph (Dittrichring 18)
Verena Rossbacher (kiwi) – Sandra Trojan (poetenladen)
Martin Beyer (Klett-Cotta) – Ulrike Almut Sandig (Moderation)
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(Fotos: Sarah Schlatter, Juliane Henrich, Steffi Herrmann)
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Literarische Wochenschau 15
„Als würde man im Sekundentakt auf Alufolie beißen“
Kritischer Wochenrückblick mit Klicktipps
Die Nominierten für den Preis der Leipziger Buchmesse stehen seit dem 6. Februar fest. Daniel Kehlmanns Ruhm ist dabei, ebenso wie Wilhelm Genazinos Das Glück in glücksfernen Zeiten.
Ein wenig bedauerlich scheint es, dass offenbar nur Suhrkamp, Hanser, Rowohlt, Fischer oder Piper Romane und Erzählungen veröffentlichen, die es zu Nominierungen bringen. Gibt es keine kleinen oder mittleren Verlage, die nennenswerte Erzähler vorweisen können?
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| Finalisten für Leonce-und Lena-Wettbewerb stehen fest |
News 357 10.02.2009 |
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Am 20.03.2009 und 21.03.2009 lesen 10 Lyrikerinnen und Lyriker um den Leonce-und-Lena-Preis – es ist der 16. Wettbewerb. Zu den Teilnehmern gehören:
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Falberg, Tobias
Gumz, Alexander
Liebert, Juliane
Martin, Marie T.
Preiwuß, Kerstin
Sandig, Ulrike Almut
Wenzel, Christoph
Wiebusch, Ruth
Wünsche, Nadja
Zander, Judith
Der Jury gehören an: Sibylle Cramer, Kurt Drawert, Jan Koneffke und Raoul Schrott.
Die Preisverleihung findet am Samstagabend, den 21.03.2009, statt. Der Poetenladen wird von der Lesung berichten.
Website: Lenonce-und-Lena-Preis
Programm: Zum Programm
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Literarische Wochenschau 14
Trubel um Ruhm
Wochenrückblick mit literarischen Klicktipps
Rowohlt macht seine Warnung wahr und verklagt den Spiegel, weil der sich nicht an die Sperrfrist hielt und eine Rezension zu Kehlmanns Ruhm zwei Wochen vor Erscheinungsdatum veröffentlichte. Um diesen Ruhm gibts doch schon genug Tamtam. Jetzt macht man also auch noch ums Tamtam Tamtam herum.
Was schwatzt da der Rowohlt Marketing- und Vertriebschef Lutz Kettmann? »Für uns stand fest: Wir tun das, was wir auch angekündigt haben. Es geht letztlich auch darum, ein Zeichen zu setzen.« ...
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| Poetenladen-Lesungen auf der Leipziger Buchmesse 2009 |
News 355 03.02.2009 |
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 Der Poetenladen präsentiert sich auf der Leipziger Buchmesse als Messepoet mit Blick auf Himmel und Meer. Bücher mit Ausblick! Zu finden sind wir in Halle 5,Stand D207, unmittelbar an der Leseinsel Junge Verlage. Mehrere unserer Lesungen finden gleich auf der Leseinsel statt.
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Alle Literaturenthusiasten sind herzlich eingeladen, unseren Messepoetenstand zu besuchen. Auch die parasitenpresse logiert wieder bei uns. Samstagabend um 19 Uhr stellt sich der Poetenladen noch einmal als Verlag in der Marktgalerie (Markt 11, Leipzig Zentrum) vor.
Am Stand wird die neue Ausgabe des poeten zu finden sein, poet nr. 6. Auch in diesem Jahr wird unser Auftritt dank unserer Illustratorin Miriam Zedelius ein exotischer Hingucker.
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Mittwoch (Messevortag)
| Datum |
11.03.2008
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| Uhrzeit |
19:00 Uhr bis 20:30 Uhr |
| Veranstaltungsart |
Lesung |
| Mitwirkende |
Verena Rossbacher (kiwi), Sandra Trojan (poetenladen), Martin Beyer (Klett-Cotta) |
| Titel |
Verlangen nach Drachen |
| Beschreibung |
Verlangen nach neuen Autoren |
| Moderation |
Ulrike Almut Sandig |
| Ort |
Café Telegraph (Dittrichring 18) |
| Veranstalter |
EDIT - Papier für neue Texte Ausführliche Info (PDF) |
Donnerstag
| Datum |
12.03.2008
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| Uhrzeit |
20:30 - 21:30 |
| Veranstaltungsart |
Lesung |
| Mitwirkende |
Katharina Bendixen (Autorin), Carola Gruber (Autorin) |
| Titel |
Lange Leipziger Lesenacht |
| Beschreibung |
Junge Prosa |
| Moderation |
Tobias Amslinger |
| Ort |
Moritzbastei |
| Veranstalter |
ClaraPark, Moritzbastei, Poetenladen |
Freitag
| Datum |
13.03.2008
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| Uhrzeit |
17:00 - 17:30 |
| Veranstaltungsart |
Lesung |
| Mitwirkende |
Carola Gruber (Autorin) |
| Titel |
Alles an seinem Platz |
| Beschreibung |
66 mögliche Geschichten |
| Moderation |
Walter Fabian Schmid, Andreas Heidtmann |
| Ort |
Leseinsel Junge Verlage, Halle 5, Stand E200 |
| Veranstalter |
Poetenladen |
Freitag
| Datum |
13.03.2008
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| Uhrzeit |
20:00 |
| Veranstaltungsart |
Lesung |
| Mitwirkende |
Ron Winkler |
| Titel |
krautgarden: leipzig.liest.amerika |
| Beschreibung |
Ron Winkler liest David Lerner (1951-1997): Die anmutige Kurve eines Marschflugkörpers |
| Ort |
Baumwollspinnerei, Textmanufaktur, Haus 21, Spinnereistraße 7, 04109 Leipzig |
| Veranstalter |
krautgarden, Amerikanisches Generalkonsulat Leipzig, BMW Werk |
Samstag
| Datum |
14.03.2008
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| Uhrzeit |
16:30 - 17:00 |
| Veranstaltungsart |
Lesung |
| Mitwirkende |
Katharina Bendixen (Autorin) |
| Titel |
Der Whiskyflaschenbaum |
| Beschreibung |
Erzählungen |
| Moderation |
Andreas Heidtmann |
| Ort |
Leseinsel Junge Verlage, Halle 5, Stand E200 |
| Veranstalter |
Poetenladen |
Samstag
| Datum |
14.03.2008
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| Uhrzeit |
19:00 - 19:30 |
| Veranstaltungsart |
Gespräch und Lesung |
| Mitwirkende |
Verleger Andreas Heidtmann, Autorinnen Katharina Bendixen und Sandra Trojan |
| Titel |
Der Verlag »poetenladen« stellt sich vor |
| Beschreibung |
Gespräch und Lesung |
| Moderation |
Henner Kotte u.a. |
| Ort |
Marktgalerie (Markt 11, Zentrum) |
| Veranstalter |
Leipziger Buchmesse |
Sonntag
| Datum |
15.03.2008
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| Uhrzeit |
13:30 - 14:00 |
| Veranstaltungsart |
Lesung |
| Mitwirkende |
Sandra Trojan (Autorin) |
| Titel |
Um uns arm zu machen |
| Beschreibung |
Lyrik |
| Moderation |
Andreas Heidtmann |
| Ort |
Leseinsel Junge Verlage, Halle 5, Stand E200 |
| Veranstalter |
Poetenladen |
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Literarische Wochenschau 13
Der Deutsche Meister in Amerika
Wochenrückblick mit literarischen Klicktipps
An wem vorbeigegangen ist, dass John Updike gestorben ist, für den sollte auch noch ein Preis geschaffen werden. Bei den großen Blättern wurde nicht gerade geknausert mit Zeilen. Nein, sie fabulierten sich förmlich in einen überdrehten Nachrufwahn. ...
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Literarische Wochenschau 12
Der liebe Wolff
Wochenrückblick mit literarischen Klicktipps
Warum wird in Österreich eigentlich mutigere Literatur verlegt als in Deutschland? Tja, während in Österreich und der Schweiz eine gezielte Verlagsförderung stattfindet, schaut es in Deutschland eher mau aus. Zwar ist die Schriftstellerförderung in Deutschland gut ausgebaut; die Verlage, die das finanzielle Risiko tragen, bleiben aber auf der Strecke. ...
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Gert Jonke (GNU)
Literarische Wochenschau 11
Der Deutsche Meister 2009
Wochenrückblick mit literarischen Klicktipps
In Krisenzeiten ist es gut, in den Tod zu investieren. Gestorben wird immer. Nehmen Sie sich ein Beispiel an Gott. Der zieht zurzeit mit der Fliegenklatsche durch die Literaturlandschaft. Vergangene Woche traf Gert Jonke der Schlag. Oder war es doch Krebs? Ach Gott. Gert Jonke ist tot. ...
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Literarische Wochenschau 10
Bestseller-Autoren – solche und solche
Erster Wochenrückblick im neuen Jahr
Was lasen wir Trauriges im Spiegel:
Bestseller-Autor JOHANNES MARIO SIMMEL gestorben
Da ist nicht ein Autor gestorben, sondern ein Bestseller-Autor. Fragt sich, ob das eine Steigerung von Autor ist oder eine Degradierungsform. Also: Er war nicht wirklich ein Schriftsteller, sondern nur ein Bestseller-Autor, der Triviales für die Massen schrieb. Oder umgekehrt: Nicht bloß ein namenloser Skribent ist gestorben, sondern ein weltbekannter Bestseller-Autor mit Millionenauflagen. ...
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Literarische Wochenschau 9
Preis findet Träger
(Weihnachtlicher) Wochenrückblick mit literarischen Klicktipps
Heine Preis? Ach nö, lass mal. „Ich schreibe Ihnen heute [...], um Ihnen (und der Welt) die Sitzung des Düsseldorfer Stadtrats [...] zu ersparen, womit der Preis an mich für nichtig erklärt werden soll [...] Ich bitte Sie – so das in Ihrer Macht steht –, die Sitzung oder Veranstaltung auf den Nimmerleinstag zu verschieben und stattdessen die Stadträte an die frische Luft zu entlassen, z.B. zu einem Picknick an den Rhein.“
Jawohl Herr Handke, so lehnt man Preise ab. Dieses Jahr wird der
Heine Preis aber wohl nicht in ein Picknick umfunktioniert.
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Literarische Wochenschau 8
Atmosphäre des Bettelmonats
Wochenrückblick mit ausgewählten literarischen Klicktipps
Geschiebe und Gedränge in der Vorweihnachtszeit. Da lernt man allerhand nette Menschen kennen, an denen man ansonsten blindlings vorbeiläuft. Diesmal im Angebot: George Konell. Mit dem ist Silke Scheuermann zusammengestoßen, und bekommt dafür 5.000 Euro. Entschdädigung?
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Demnächst im Grundgesetz: »Wir sprechen Deutsch.«
Literarische Wochenschau 7
Wer ist Mara Cassens?
Egal. Der Mara-Cassens-Preis geht jedenfalls in diesem Jahr an Lukas Bärfuss. Für seinen Debütroman Hundert Tage (Wallstein Verlag) erhält der Schweizer Schriftsteller den mit 10.000 Euro dotierten „Mara-Cassens-Preis für den ersten Roman“ des Literaturhauses Hamburg. ...
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Literarische Wochenschau 6
Weiße Rosen aus München
Eine volle Woche und ein Ausblick mit Hörspieltipps
Bevor ich großartig aushole über die literarische Preis- und Preisungskultur, sei diesbezüglich an dieser Stelle auf die obligatorische Sendung des Deutschlandradio hingewiesen. Hier setzt man sich vertieft mit Ingo Schulzes These der »Refeudalisierung des Kulturbetriebs« und der Instrumentalisierung durch die Kulturpolitik auseinander. So jetzt aber. Die Preise dieser Woche:
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| Leipziger Buchmesse vergrätzt Jungverlage mit Gebühr für Lesungen |
News 346 24.11.2008 |
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Leipzig liest – Gebührenkult statt Lesekultur
Die Jungen Verleger erfuhren im Schreiben der Leipziger Buchmesse, dass neben den üblichen Kosten im Jahr 2009 zusätzlich eine Eintragungsgebühr von 25 Euro für die Anmeldung einer jeden Lesung erhoben wird. Die Begründung: „Die Gebühr soll uns helfen, auch weiterhin allen Ausstellern den Zugang zu ‚Leipzig liest‘ zu erhalten.“
Bisher rühmte sich die Messe samt der Reihe Leipzig liest damit, eine Lesemesse zu sein und den jungen und kleinen innovativen Verlegern notwendigen Spielraum zu bieten. Aber gerade die nun angekündigte Gebühr bedeutet für kleine Verlage eine Erhöhung der Kosten um bis zu 10 Prozent. Für vier Debüts, in je einer halbstündigen Veranstaltung vorgestellt, kassiert Leipzig liest nun 100 Euro. Mit den Kosten für einen Kleinstand und den Nebenkosten von Strom bis zum Ausstellereintrag sind so 1000 Euro schnell erreicht.
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Literarische Wochenschau 5
Preis in Bremen
Keine Woche ohne Preissegen, Preisregen, Blitzlicht, Donner, Tralala
Wir starten mit der bedeutendsten deutschen Auszeichnung gleich nach dem Büchner-Preis, dem Bremer Literaturpreis. Kurz und schmerzlos: Martin Kluger kriegt ihn. Förderpreis, gibt’s auch, geht an Mathias Gatza. Kluger freut sich über 20.000 Euro, Gatza über 6.000.
Martin Kluger, geboren 1948 in Berlin, wird ausgezeichnet für seinen Roman Der Vogel, der spazierenging. Als Romanautor fand Kluger bereits mit seinen vorherigen Büchern Abwesende Tiere (DuMont 2002) und dem historischen Roman Die Gehilfin Anerkennung. ...
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| Open-Mike-Preise an Sonia Petner (Prosa) und Thien Tran (Lyrik) |
News 344 17.11.2008 |
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16. Open Mike
Die Jury des 16. open mike hat sich entschieden. Der erste Preis ging an Sonia Petner für den Text „Zitronen“, der zweite Preis ging an Svealena Kutschke für den Text „Rückspiegel“. Der in diesem Jahr zum zweiten Mal vergebene Lyrikpreis ging an Thien Tran.
Der Preis der taz-Publikumsjury ging an Johanna Wack für den Text „Punkte“.
Aus den über 650 Bewerbungen wählten sechs Lektoren aus renommierten Verlagen die 22 Autoren und Autorinnen aus, die am 15. und 16. November 2008 beim Wettbewerb in der Wabe in Berlin ihre Texte vortrugen. Die Juroren Thomas Glavinic, Monika Rinck und Feridun Zaimoglu ermittelten die Gewinner.
Die Preisträger:
Sonia Petner, geboren 1979 in Waldenburg (Polen), arbeitet als Übersetzerin und Journalistin in Berlin. Organisiert Lesungen und Diskussionen. Sie veröffentlichte in Zeitschriften und Anthologien.
Svealena Kutschke, geboren 1977 in Lübeck, studierte Kulturwissenschaften und Ästhetische Praxis in Hildesheim. Sie las beim 14. Open Mike und nahm 2006/07 an der Schreibwerkstatt der Jürgen Ponto Stiftung teil. Svealena Kutschke lebt in Berlin.
Thien Tran, geboren 1979 in Ho Chi Minh-Stadt (Südvietnam), lebt seit 1982 in Deutschland. Studium der Germanistik, Philosophie und klassischen Literaturwissenschaft an der Universität zu Köln. 2003 Praktikant im Tropen Verlag. Veröffentlichungen von Gedichten in Zeitschriften und Anthologien. Neben Lyrik auch Buchrezensionen. Lebt und arbeitet in Köln.
Johanna Wack, geboren 1979 in Hamburg. Studiert in Hamburg Ökotrophologie. Ist Mutter von Marlene (geb. im Mai 2007). Schreibt seit einigen Jahren Kurzgeschichten, die sie u. a. auf Poetry Slams vorträgt. Auftritte in Funk und Fernsehen.
Die Preisträger gehen direkt im Anschluss auf Lesereise, Termine:
Di, 18.11.08, 20 Uhr Literaturhaus Zürich
Mi, 19.11.08, 20 Uhr Literaturhaus Frankfurt
Do, 20.11.08, 20 Uhr Schauspielhaus Wien
Bericht im Poetenladen über den 16. Open Mike
Frühere Berichte (Open Mike 13, 14, 15): Open Mike
Open Mike | Website
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Wirtschaftskrise: Schenken Sie Ihrer Frau drei Bücher statt einen Zweitwagen.
Literarische Wochenschau 4
Großer Preis, kleines Geld (und umgekehrt)
Der wichtigste französische Literaturpreis, der Prix Goncourt, geht an den afghanische Exil-Schriftsteller Atiq Rahimi. Er wurde dem 46- Jährigen für seinen Roman „Syngué sabour“ verliehen. Auch der Spiegel weiß zu berichten. Die Dotation des berühmtesten franzöischen Literaturpreises betägt übrigens 10 Euro.
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Ursula Rucker (GNU)
Literarische Wochenschau 3
black voices
Amerika hat gewählt. Das dürfte wohl an niemandem vorbeigegangen sein. Auch Lyrikline.org zeigt Regungen und lässt poetische Stimmen afro-amerikanischer Dichter sprechen.
Ausgesucht wurden vor allem Künstler, die ihre sprachlichen Wurzeln in der frühen schwarzen Bürgerrechtsbewegung und in der Ghetto-Kultur haben. Darunter sind der in New York lebende Literaturnobelpreisträger Derek Walcott, die politisch engagierte Autorin und Performance-Künstlerin Sapphire, die Rapper Umar bin Hassan und Sharrif Simmons, und die Spoken-Word-Künstlerin Ursula Rucker.
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Literarische Wochenschau 2
Preis I
Schon wieder ein neuer Preis. Die Stadt Bayreuth vergibt seit diesem Jahr den mit 10.000 Euro dotierten Markgräfin-Wilhelmine-Preis. Der Preis wird »an Persönlichkeiten oder Gruppen verliehen, die sich im internationalen Bereich auf kulturellem, sozialem, politischem oder wissenschaftlichem Gebiet um die kritische Reflexion europäischer Wertvorstellungen und die interkulturelle Verständigung verdient gemacht haben«.
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| Prix de l'Académie de Berlin für Tomi Ungerer |
News 340 28.10.2008 |
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Der Prix de l'Académie de Berlin wird 2008 zum ersten Mal vergeben. Mit dem Preis sollen einmal im Jahr Personen oder Projekte gewürdigt werden, die auf besondere Weise zur Belebung und Vertiefung der kulturellen Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich beitragen.
Tomi Ungerer wird für seinen kulturellen Beitrag zur deutsch-französischen Verständigung mit dem Prix de l'Académie de Berlin 2008 geehrt. Der Grafiker und Illustrator Ungerer wurde 1931 in Straßburg geboren, wo sich seit 2001 auch das Musée Tomi Ungerer - centre international de l'illustration befindet. Neben den Illustrationen sowohl von Kinderbüchern als auch von Büchern für Erwachsenen, trat Ungerer bisher auch als Schriftsteller und Konzeptionist für Architektur hervor. Zuletzt erschien von ihm als selbständiges Werk Vögel.
Ungerer ist bereits Träger zahlreicher Auszeichnungen. Unter anderem erhielt er 1983 den Jacob-Burckhardt-Preis der Johann-Wolfgang-Goethe-Stiftung in Basel, 1993 das deutsche Bundesverdienstkreuz, 1998 den internationalen Hans-Christian-Andersen-Preis und 2004 die Ehrendoktorwürde der Universität Karlsruhe.
Die Académie de Berlin wurde 2006 von der Französischen Botschaft gegründet. Ihr Ziel ist es, den geistigen Austausch und Dialog zwischen Deutschen und Franzosen auf den Gebieten Sprache und Kultur zu fördern. Ehrenpräsident der Académie ist der frühere Bundespräsident Richard von Weizsäcker, Schirmherr der französische Botschafter Bernard de Montferrand.
Der mit 20.000 Euro dotierte Preis wird von der Robert Bosch Stiftung gefördert. Die Preisverleihung findet am 28. November in Berlin statt.
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Literarische Wochenschau 1
Man Booker preist Adiga
Zeitgleich mit dem Deutschen Buchpreis wurde auch dessen Vorbild der Man Booker Prize vergeben. Selbiges Prozedere [Longlist, Shortlist, Sieger], aber ein bisschen mehr Geld: 60.000 Pfund. Auch ein bisschen mehr Bedeutung. Über diese darf sich Aravind Adiga freuen, der für seinen Roman The White Tiger (Atlantic) ausgezeichnet wurde.
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| Mörike-Preis für Ernst Augustin |
News 338 23.10.2008 |
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Die Stadt Fellbach verleiht die mit 12.000 Euro dotierte Auszeichnung seit 1991 alle drei Jahre.
Der Münchner Schriftsteller und Arzt Ernst Augustin erhält den Mörike-Preis 2009. Der 1927 in Hirschberg im Riesengebirge geborene Augustin ist ein Vertreter der phantastischen Literatur. Vorherrschendes Thema seiner Romane ist die Persönlichkeitsspaltung. Augustin wurde bereits ausgezeichnet mit dem Hermann-Hesse- Preis (1962), dem Kleist-Preis (1989) und dem Tukan-Preis (1996). Er ist Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste und der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Zuletzt erschien von ihm Badehaus Zwei (C.H. Beck 2006).
Ebenso wird ein mit 3.000 Euro dotierter Förderpreises vergeben, über den der Hauptpreisträger entscheidet. Augustin bestimmte die 1967 in Laupheim/Oberschwaben geborene Sandra Hoffmann als Preisträgerin. Hoffmann nahm 2004 am Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt teil, erhielt ein Stipendium des Künstlerdorfes Schöppingen (2002) und den Georg-K.-Glaser-Preis (2005). Zuletzt erschien Liebesgut (C.H. Beck 2008).
Bisherige Preisträger des Mörike-Preises sind Wolf Biermann, Sigried Damm, W.G. Sebald, Robert Schindel, Brigitte Kronauer und Michael Krüger. Der Preis wird dem 80-jährigen Augustin am 18. März 2009 verliehen.
Mörike-Preis 
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| Paul-Celan-Preis 2008 für Ragni Maria Gschwend |
News 337 20.10.2008 |
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Der Paul-Celan-Preis wird seit 1988 vom Deutschen Literaturfonds für herausragende Übersetzerleistungen aus dem Französischen gestiftet. Seit 1995 können auch Übersetzer aus anderen Sprachen ausgezeichnet werden.
Die Übersetzerin Ragni Maria Gschwend wurde auf der Buchmesse für ihre Übertragungen aus dem Italienischen mit dem Paul-Celan-Preis 2008 ausgezeichnet. Gschwend trat bisher als Übersetzerin italienischer Belletristik, Essayistik und Oper hervor.
Die 1935 in Immenstadt geborene Gschwend wurde 2006 für die Übersetzung von Antonio Morescus Aufbrüche (Ammann-Verlag) mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet. Des Weiteren erhielt sie das Calwer Hermann-Hesse-Stipendium (1995) und die Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg (2006).
Der Paul-Celan-Preis ist mit einer Preissumme in Höhe von 15.000 Euro verbunden.
Deutscher Literaturfonds 
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| Deutscher Buchpreis 2008 an Uwe Tellkamp |
News 336 14.10.2008 |
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»Die Jury sollte den besten Roman des Jahres küren, und sie ist diese fast unlösbare Aufgabe mit Ernst und Leidenschaft angegangen. Am Ende, nach intensiven Diskussionen, fiel die Entscheidung mit großer Einmütigkeit – ein Ergebnis, das man in Juryzusammenkünften nicht alle Tage findet«, sagte Jurysprecher Rainer Moritz bei der Bekanntgabe.
Uwe Tellkamp erhält für seinen Roman Der Turm den Deutschen Buchpreis 2008 und somit ein Preisgeld von 25.000 Euro. Der 1968 in Dresden geborene Tellkamp konnte sich somit gegen die anderen fünf Finalisten ( News 332), die jeweils mit 2.500 Euro bedacht werden, durchsetzen. Der Turm wurde dieses Jahr bereits mit dem Uwe-Johnson-Preis ausgezeichnet ( News 321).
»Uwe Tellkamps großer Vorwenderoman Der Turm entwirft in einer Fülle von Szenen, Bildern und Sprachformen das Panorama einer Gesellschaft, die ihrem Ende entgegentaumelt. Am Beispiel einer bürgerlichen Dresdner Familie erzählt er von Anpassung und Widerstand in einem ausgelaugten System. Der Roman spielt in den verschiedensten Milieus, unter Schülern, Ärzten, Literaten und Politkadern. Uwe Tellkamp schickt seinen rebellischen Helden Christian Hoffmann auf eine Höllenfahrt, aus seiner Enklave in den Militärdienst bis zum Strafvollzug der NVA. Den Lesern erschließen sich wie nie zuvor Aromen, Redeweisen und Mentalitäten der späten DDR. Unaufhaltsam treibt das Geschehen auf den 9. November zu«, so die Begründung der sieben Jury-Mitglieder.
Zu seinem 976-Seiten »Schinken« äußerte Tellkamp bei der Bekanntgabe: »Ich habe beim Verfassen des Buchs nie gedacht, dass es so dick werden würde. Auch vorher habe ich sicherlich nie gedacht, dass ich einen dicken Roman schreiben möchte.«
Über den zuletzt in die Kritik geratenen Deutschen Buchpreis äußerte der Vorsteher des Börsenvereins Gottfried Honnefelder: »Wir sollten froh sein, dass der Deutsche Buchpreis innerhalb so kurzer Zeit ein großes Echo erlangt hat. Niemand sollte sich mehr freuen als die deutschen Autoren«.
Also frohlocket, dass mit dem Preis ein Roman ausgezeichnet wird, der ohnehin schon einen hochdotierten Preis bekommen hat. Natürlich freuen sich da die anderen Autoren.
Deutscher Buchpreis 
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| Literaturnobelpreis für Jean-Marie Gustave Le Clézio |
News 335 12.10.2008 |
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Der Nobelpreis für Literatur ist einer der fünf von Alfred Nobel gestifteten Nobelpreise. Im Auftrag der 1900 gegründeten Nobel-Stiftung wird er alljährlich von der Schwedischen Akademie vergeben und ist mit derzeit 10 Millionen Schwedischen Kronen (knapp 1,1 Millionen Euro) dotiert.
Nach 8 Jahren wird der Nobelpreis für Literatur wieder einem Franzosen verliehen. Jean-Marie Gustave Le Clézio ist somit der 14. französische Autor, der seit 1901 den bedeutendsten Literaturpreis der Welt bekommt.
Le Clézio, geboren 1940 in Nizza, studierte am am dortigen Collège littéraire universitaire und promovierte in Literaturwissenschaften. Bekannt wurde Le Clézio mit seinem hochgelobten Erstling Das Protokoll, für den er im Jahr 1963 als 23-Jähriger den Prix Renaudot bekam. Seitdem sind über dreißig Werke von Le Clézio erschienen, darunter Erzählungen, Romane, Essays und Novellen. 1980 erhielt er für Wüste als Erster den von der Académie Française ausgeschriebenen Prix Paul-Morand. Dieses Jahr durfte er bereits den Stig-Dagerman-Preis entgegennehmen. In Übersetzung erschien von Le Clézio zuletzt Der Afrikaner.
Das Nobelkomitee erklärte, dass mit Le Clézio der Nobelpreis »dem Verfasser des Aufbruchs, des poetischen Abenteuers und der sinnlichen Ekstase, dem Erforscher einer Menschlichkeit außerhalb und unterhalb der herrschenden Zivilisation« zukäme.
Nach Nobels Testament, das den Statuten der Nobel-Stiftung zugrundeliegt, soll mit dem Preis ausgezeichnet werden, wer »das Vorzüglichste in idealistischer Richtung geschaffen hat.« Für die Zuteilung des Preises für Literatur ist die Schwedische Akademie zuständig. Den Auswahlprozess delegiert diese an ein Nobelkomitee, dessen Mitglieder für drei Jahre aus den Reihen der Akademie gewählt werden. Derzeit besteht das Nobelkomitee aus Per Wästberg (Vorsitz), Horace Engdahl (Sekretär), Kjell Espmark, Katarina Frostenson und Kristina Lugn. Der Literaturnobelpreis wird alljährlich am 10. Dezember, dem Todestag des Preisstifters, in Stockholm überreicht.
The Nobel Prize in Literature (official website) 
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| Finalisten beim 16. open mike |
News 334 09.10.2008 |
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 Die Finalisten des diesjährigen open mike (Nummer 16) der literaturwerkstatt Berlin stehen fest. Unter anderem aus dem Poetenladen dabei: Thien Tran und Lino Wirag.
650 Autoren sandten ihre Texte zum 16. open mike ein, mehr als 100 von ihnen bewarben sich mit Lyrik. Sechs Lektoren aus renommierten deutschsprachigen Verlagen wählen aus den anonymisierten Einsendungen bis zu 22 Nachwuchsautoren aus, die beim öffentlichen Endausscheid in Berlin ihre Texte dem Publikum und der Jury präsentieren.
Die Finalisten lesen am 15. November ab 14 Uhr und am 16. November 2008 ab 12 Uhr in der WABE, Danziger Str. 101, 10405 Berlin.
Alle Finalisten
Lyrik
Philip Maroldt (Berlin) Milo Pablo Momm (Berlin) Franziska Oehme (Berlin) Johann Reißer (Berlin) Matthias Senkel (Leipzig) Thien Tran (Köln) Lino Wirag (Pforzheim)
Prosa
Kristine Bilkau (Hamburg) Nina Bussmann (Berlin) Martin Fritz (Innsbruck, Österreich) Stephanie Gleißner (Tübingen) Jeannette Hunziker (Bern, Schweiz) Oliver Kluck (Leipzig) Anne Köhler (Berlin) Svealena Kutschke (Berlin) Alexander Langer (Argenbühl) Sonia Petner (Berlin) Julia Powalla (Berlin) Sabine Raml (Berlin) Johanna Wack (Hamburg) Kai Wiegandt (Berlin) Florian Wiesner (Leipzig)
Website | 16. open mike
Bericht vom 15. open mike 2007
Bericht vom 14. open mike 2006
Bericht vom 13. open mike 2005 
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| Christine Lavant Lyrik-Preises für Barbara Maria Kloos |
News 333 29.09.2008 |
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Die aus Köln stammende Autorin Barbara Maria Kloos erhielt den mit 10.000 Euro doriteren Christine Lavant Lyrik-Preises 2008.
In der Begründung der Jury heißt es: „Wir haben uns für Barbara Kloos als Christine Lavant Preisträgerin 2008 entschieden – für eine Gedichtauswahl aus dem demnächst erscheinenden Lyrikband Fossile Infanten, in der sich Körperlichkeit in all ihren Ausdrucksformen nahezu direkt in eine außerordentlich expressive Wortkunst umsetzt. Eine Lyrik, die einem poetischen Genuss und existenzielles Schaudern gleichermaßen bietet. Getreu dem Kloos'schen Motto: Literatur muss weh tun.“
Der Förderpreis in Höhe von 3500 Euro ging an Ulrike Draesner aus Berlin. Hierzu die Jury: „Frau Draesners Zyklus Damaskus. Manöver besticht durch die ungeheure Sogkraft der sprachlichen Bilder sowie durch sprachliche Verdichtung, die das kreative Potenzial des Arabischen subtil ins Deutsche hereinzuführen weiß. Nicht zuletzt überzeugt die Präzision, mit der hier – durch die historischen Schichtungen hindurch – gerade jene perfide versteckte Gewalt an die Oberfläche geholt wird, die aus unserer europäischen Wahrnehmung gezielt abgedrängt wird.“
Insgesamt hatten sich 144 AutorInnen aus vier Nationen für diesen Preis beworben, der nach 1995, 1997, 1999, 2001 und 2003 nun bereits zum sechsten Mal ausgetragen wurde. Zu den Preisträgern gehören u.a. Barbara Hundegger, Ulf Stolterfoht und Andreas Altmann.
Christine Lavant Lyrik-Preis 
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| Shortlist Deutscher Buchpreis 2008 |
News 332 17.09.2008 |
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Deutscher Buchpreis 2008: Jury nominiert sechs Romane für die Shortlist
„Die Jury hat mit Engagement und großer Leidenschaft um die Shortlist gerungen. Es wurde diskutiert, geworben, verworfen und verteidigt – in einer höchst anregenden, konstruktiven Art und Weise, ganz wie es sich für eine offene literaturkritische Auseinandersetzung gehört“, sagt Jury-Sprecher Rainer Moritz. „Das Ergebnis, die Shortlist, vertritt keine einheitliche thematische oder stilistische Linie; sie zeigt, wie die Jury hofft, vielmehr die reichhaltige Bandbreite dessen, was deutschsprachige Autorinnen und Autoren 2008 an sehr lesenswerten Romanen vorgelegt haben.“
Die Jurymitglieder sind Christoph Bartmann (Leiter der Abteilung Kultur und Information des Goethe- Instituts), Martin Ebel (Kulturredakteur des Tages-Anzeigers, Zürich), Meike Feßmann (freie Kritikerin), Jens Jessen (Feuilletonchef der ZEIT), Manfred Keiper (Geschäftsführer „andere Buchhandlung“, Rostock), Rainer Moritz (Leiter des Literaturhauses Hamburg) und Michael Schmitt (Redakteur „Kulturzeit“, 3sat)
Kritisches hört man unter anderem von Michael Lentz: „Der Buchpreis gehört abgeschafft. Jedes Jahr stürzt er Autoren in Depressionen: man kommt erst gar nicht auf die Longlist (fast alle), man schafft den Sprung auf die Shortlist nicht (weitere 14), man bleibt im Römer sitzen (noch mal 5).“
Lieber Bachmannpreisträger des Jahres 2001, möchte man da erwidern, wie ist es in Klagenfurt, wo Sie die Trophäe davontrugen? Etwa so: Der Bachmannpreis gehört abgeschafft Jedes Jahr stürzt er Autoren in Depressionen: man kommt erst gar nicht unter die Finalisten (fast alle), man schafft den Sprung auf die „Shortlist“ nicht (weitere 9), man bleibt auf einem Förderpreis sitzen (noch mal 4).“
Der Deutsche Buchpreis ist übrigens mit insgesamt 37.500 Euro dotiert: Der Preisträger erhält 25.000 Euro, die übrigen fünf Autoren der Shortlist erhalten jeweils 2.500 Euro. Vergeben wird er zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse im Kaisersaal des Frankfurter Römers, also in diesem Jahr am 15. Oktober.
Deutscher Buchpreis 
FAZ-Lesesaal zum Buchpreis
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| FAZ-Lesesaal – Deutscher Buchpreis 2008 |
News 331 16.09.2008 |
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Anlässlich der Shortlist zum diesjährigen Deutschen Buchpreis, eröffnet das FAZ-Feuilleton einen neuen Lesesaal, der sich mit Gegenwart und Zukunft des Romans auseinandersetzen wird.
Das Diskusssionsforum wird am Mittwoch, dem 17. September, gleich nach der Bekanntgabe der Shortlist eröffnet. Das Online-Forum soll ausgewählten Schriftstellern, Lektoren, Kritikern, Germanisten und Lesern die Gelegenheit bieten, miteinander ins Gespräch zu kommen. Die zentralen Fragen dabei lauten: Welche Rolle spielt der Roman heute und wie könnte der Roman der Zukunft aussehen? Alle Titel aus der Shortlist werden durch Leseproben, Autorenporträts und Rezensionen aus der FAZ begleitet.
Der Lesesaal  startet am Mittwoch um 12:00 Uhr, und endet am Tag nach der Verleihung des Deutschen Buchpreises am 13. Oktober. Unter anderen werden sich die Schriftsteller Julia Franck, Bodo Kirchhoff und Michael Lentz, die Lektoren Oliver Vogel (S. Fischer), Wolfgang Matz (Hanser) und Olaf Petersenn (Kiepenheuer & Witsch) sowie die Kritiker Ina Hartwig, Julia Schröder, Martin Lüdke, Denis Scheck und Hubert Spiegel beteiligen.
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| Katharina Born erhält Georg-K.-Glaser Preis |
News 330 13.09.2008 |
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Die Schriftstellerin Katharina Born erhielt für ihre Erzählung „Melsbacher Hohl“ den diesjährigen Georg-K.-Glaser-Preis, der mit 10 000 Euro dotiert ist.
Den Förderpreis (3000 Euro) erhielt Martina Weber für ihren Lyrikzyklus „erinnerungen an einen rohstoff“. Weitere Kandidatinnen für den Förderpreis waren Daniela Dröscher und Myriam Keil.
Katharina Born, 1973 in Berlin geboren, ist die Tochter von Nicolas Born und lebt heute als Kulturjournalistin und Übersetzerin in Paris. In Melsbacher Hohl erzählt sie nach dem Urteil der Jury mit großem Talent aus dem Leben einer jugendlichen Dorfschönheit im 19. Jahrhundert. Katharina Born hatte bereits für ihre Herausgabe der Werke von Nicolas Born den Literaturpreis Ruhr 2007 bekommen.
Früherer Preisträger waren u.a. Hans-Josef Ortheil (2004), Sandra Hoffmann (2005) und Dagmar Leupold (2007).
Infos beim Literaturbüro Mainz 
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| Wilhelm-Raabe-Literaturpreis für Katja Lange-Müller |
News 329 11.09.2008 |
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Der Wilhelm-Raabe-Literaturpreis wurde im Jahr 2000 von der Stadt Braunschweig und Deutschlandradio gestiftet. Der Literaturpreis zeichnet ein deutschsprachiges Erzählwerk aus, das »einen besonderen Stellenwert in der Entwicklung des Autors markiert«. Er wird alle zwei Jahre verliehen.
Der mit 25.000 Euro dotierte Wilhelm-Raabe-Literaturpreis geht an die Berliner Autorin Katja Lange-Müller für ihren Roman Böse Schafe. Der Roman handelt von einer Ost-Berlinerin, die Mitte der Achtziger Jahre in den Westteil der Stadt flieht und sich dort verliebt. In der Begründung der Jury heißt es: »Mit ihrem jüngsten Roman "Böse Schafe" ist Katja Lange-Müller einer der schönsten deutschen Romane der letzten Jahre gelungen. Er erzählt von einer aufopferungsvollen Liebe einer Frau zu einem an den Rausch, die Sucht, ja an den Tod verlorenen Jungen. Diese Geschichte, die in den historisch so bedeutenden Umbruchsjahren 1987 bis 1990 spielt, spiegelt dabei die Verwerfungen im innerdeutschen Verhältnis indirekt, doch atmosphärisch äußerst dicht. Zugleich bekommt die menschliche Liebe zwischen Erotik und Caritas einen zarten Zug ins Überirdische.«
Von der 1951 Berlin-Lichtenberg geborenen Katja Lange-Müller erschienen zuletzt Die Enten, die Frauen und die Wahrheit und (KiWi 2003), Der nicaraguanische Hund, (Berliner Handpresse 2003). Die Autorin erhielt u. a. den Ingeborg-Bachmann-Preis (1986), den Alfred-Döblin-Preis (1995), den Berliner Literaturpreis (1996) und den Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor (2005).
Vor Katja Lange-Müller wurden Wolf Haas für Das Wetter vor 15 Jahren (2006), Ralf Rothmann für Junges Licht (2004), Jochen Missfeldt für Gespiegelter Himmel (2002) und Rainald Goetz für Abfall für alle (2000) mit dem Wilhelm-Raabe-Literaturpreis ausgezeichnet.
Der Oberbürgermeister Braunschweigs Dr. Gert Hoffmann und der Intendant von Deutschlandradio Kultur, Prof. Ernst Elitz, überreichen Katja Lange-Müller den Preis am 15. November im Braunschweiger Staatstheater.
Wilhelm-Raabe-Literaturpreis 
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| Heimito von Doderer Literaturpreis für Jenny Erpenbeck |
News 328 04.09.2008 |
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Der Heimito von Doderer-Literaturpreis wurde 1996 anlässlich des 100. Geburtstags Heimito von Doderers gestiftet. Mit ihm soll zum einen die Erinnerung an »einen der bedeutendsten Schriftsteller« des 20. Jahrhunderts wachgehalten werden, zum anderen sollen Einzel- oder Gesamtwerke zeitgenössischer Schriftsteller gewürdigt werden, die »sich durch hohe Sprachsensibilität und -originalität in der Tradition« Doderers auszeichnen.
Die Berliner Autorin Jenny Erpenbeck erhält den mit 20.000 Euro dotierten Heimito von Doderer Literaturpreis. Die 1967 in Berlin geborene Regisseurin und Schriftstellerin veröffentlicht seit den Neunziger Jahren ihre schriftstellerische Arbeit. Ihr Debüt Geschichte vom alten Kind erschien 1999. Zuletzt veröffentlichte sie den Roman Heimsuchung (Eichborn 2008) ( Rezension im poetenladen). Erpenbeck erhielt dieses Jahr bereits den Solothurner Literaturpreis.
Der mit 5.000 Euro dotierte Förderpreis für »erzählerisch starke Erstlingswerke« geht an den 1978 in Višegrad geborenen Saša Stanišic, der vor allem durch seinen Roman Wie der Soldat das Grammofon repariert (Luchterhand 2006) bekannt wurde.
Zusätzlich wird Reiner Stach mit dem ebenfalls mit 5.000 Euro dotierten Sonderpreis für Biografie ausgezeichnet. Stach trat nicht nur durch Monographien über Kafka, sondern auch durch die Ausstellung Kafkas Braut hervor. Der Sonderpreis wird dieses Jahr zum ersten Mal seit 2001 wieder vergeben.
Unter den bisherigen Preisträgern des Hauptpreises finden sich u.a. Daniel Kehlmann (2006), Felicitas Hoppe und Anne Weber (2004), Gerhard Polt (2002), Urs Widmer (1998) oder Peter Waterhouse (1997). Die Preisverleihung findet am 6. September, dem 112. Geburtstag Heimito von Doderers, im Kölner Wallraf-Richartz-Museum statt.
Heimito von Doderer Literaturpreis
Jenny Erpenbeck bei Eichborn
Saša Stanišic Homepage
Reiner Stach bei S. Fischer 
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| 28. Erlanger Poetenfest – 28. bis 31. August 2008 |
News 327 27.08.2008 |
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Tradititionell leitet das Erlanger Poetenfest nun schon in seiner 28. Auflage den literarischen Herbst ein. Rund 80 Schriftsteller, Literaturkritiker und Publizisten sind zu Lesungen und Gesprächen geladen.
Offiziell eröffnet wird das 28. Erlanger Poetenfest am Donnerstag, 28. August, im Erlanger Markgrafentheater mit einem Autorenporträt der österreichischen Autorin Marlene Streeruwitz  . Für die weitern Autorenporträts an den folgenden Abenden wurde eingeladen der Georg-Büchner-Preisträger 2008 Josef Winkler und der Oscar-Preisträger Volker Schlöndorff.
Markenzeichen des Erlanger Poetenfests sind die langen Lesenachmittage. Am Samstag, 30. und Sonntag, 31. August werden unter dem Motto Literatur aktuell zahlreiche Neuerscheinungen im Erlanger Schlossgarten vorgestellt. Samstag lesen u.a. Uwe Kolbe, Kurt Drawert, Marcel Beyer, Ulrike Draesner, Feridun Zaimoglu und Ingo Schulze. Für Sonntag stehen u.a. Markus Orths, Jan Koneffke, Sabine Scho, Ursula Krechel, Raphael Urweider, Marion Poschmann, Klaus Modick und Tilman Rammstedt auf dem Programm.
Bereits zum fünften Mal ist das Poetenfest Rahmen für die Erlanger Übersetzerwerkstatt, einem offenen Arbeitstreffen, das für jeden zugänglich ist. In diesem Jahr nehmen u.a. Jan Koneffke, Susanne Lange, Mirjam Pressler, Ilma Rakusa, Zsuzsanna Gahse und Anne Weber daran teil. Der Bayerische Rundfunk (Bayern 2) überträgt zum zweiten Mal sein Büchermagazin Diwan live vom Erlanger Poetenfest. Neben einigen Teilnehmern des Poetenfests wird hierzu auch Uwe Timm in der Orangerie zu Gast sein.
Von Samstag, 30. auf Sonntag, 31. August findet die lange Nacht statt. Dabei gibt es eine multimediale Lesung mit Thomas von Steinaecker aus seinem neuen Roman Geister und musikalischer Begleitung durch Simon Stockhausen, eine Leseperformance mit dem Lyriker Christian Schloyer und der Gruppe falschtechst-schlachtfest und die Blumenbar Clubnacht. Mit letzterem startet das Erlanger Poetenfest eine neue Reihe, in der sich jedes Jahr ein anderer junger Verlag im Rahmen der langen Nacht präsentieren soll.
Weitere Programmschwerpunkte sind die Gespräche und Diskussionen – in diesem Jahr geht es um das Jahr 1968, um die Zukunft des Wissens, um Buchkunst, Sachbücher, die Frauenbewegung, um den Irak und – im Gespräch mit dem Historiker Karl Schlögel – um das Erbe des Stalinismus. Auch zum Sachbuch und zu Kinder- und Jugenbüchern werden Veranstaltungen stattfinden.
Das ganze Wochenende über ist im Erlanger Markgrafentheater die Ausstellung Franz Mon – Sichtbare Sprache zu sehen, in deren Rahmen der 82-Jährige am Freitag auch selber lesen und zur Diskussion stehen wird. Erstmals veranstaltet der Verein Druck & Buch e. V. aus Nürnberg parallel zum Erlanger Poetenfest eine Buchkunstausstellung mit Kleinverlagen, Editionen und Handpressen aus dem deutschsprachigen Raum im Foyer des Erlanger Schlosses.
Bis auf die Abendveranstaltungen ist der Eintritt zu den Veranstaltungen frei.
Poetenfest Erlangen
Zeitplan (pdf) 
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| Ernst-Meister-Preis für Lyrik an Monika Rinck |
News 326 23.08.2008 |
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Der Ernst-Meister-Preis für Lyrik wurde 1981 von der Stadt Hagen als Literaturpreis gestiftet und wird alle zwei bis drei Jahre verliehen. Ausgezeichnet wird das Werk eines Autors, das »die Verantwortung für Sprache und Poesie auf besondere Weise zum Ausdruck bringt.« Mitgetragen wird der Preis von der Kulturstiftung der »Westfälischen Provinzial.«
Die Berliner Autorin Monika Rinck erhält den mit 13.000 Euro dotierten Ernst-Meister-Lyrikpreis der Stadt Hagen. Die Dichterin wird für ihren Lyrikband zum fernbleiben der umarmung ( Rezension im poetenladen) gewürdigt. Die Autorin beherrsche »den unprätentiösen, leichtfüßigen, schwerelosen und lakonisch-ironischen Ton« und mit ihrem dezidiert zeitgenössischen, urbanen Gestus sei sie eine typische Vertreterin der Postmoderne, so die Begründung der Jury.
Neben dem Hauptpreis werden auch zwei mit je 2.250 Euro dotierte Förderpreise vergeben. Sie sind Nachwuchsautoren gedacht, die sich durch Experimentierfreude und besondere Aufmerksamkeit im Umgang mit Sprache auszeichnen. Den allgemeinen Förderpreis 2008 erhält Ulrike Almut Sandig. Von ihr erschien zuletzt der Lyrikband Streumen ( Rezension im poetenladen)
Der Westfälische Förderpreis wird erst in der kommenden Woche vergeben.
Die letzten Preisträger des Hauptreises waren Jan Wagner (2005), Lutz Seiler (2003) und Brigitte Oleschinski (2001). Übergeben werden die Preise am 14. November im Museum Hohenhof in Hagen. Im Anschluss lesen die Autoren beim Poesiefest der Stadt.
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| Neue Buchreihe vergessener Werke |
News 325 21.08.2008 |
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Die Wüstenrot Stiftung und die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung gründen 2008 eine neue Editionsreihe mit literarischen Werken, die aus dem kulturellen Gedächtnis zu fallen drohen. Die Reihe wird im Wallstein Verlag erscheinen.
Mit der Reihe soll verhindert werden, dass kulturelles Gedächtnis verloren geht. In der Pressemitteilung der Akademie für Sprache und Dichtung wird moniert, dass »die Veränderungen des Buchmarktes – die Konzentrationsprozesse im Verlagswesen, der enorme Rentabilitätsdruck bei der Programmplanung, die Kommerzialisierung der buchhändlerischen Vermarktungsformen und ihrer Vertriebswege – zur Folge haben, dass immer mehr herausragende Werke aus dem verfügbaren Sortiment verschwinden.« Diesem Prozess soll mit den Editionen entgegengewirkt werden.
Dabei sollen bedeutende Werke des 18. bis 20. Jahrhunderts, die aus dem Blickfeld verschwunden sind, neu herausgeben werden. Jeweils ein Schriftsteller oder eine Schriftstellerin wird die »Patenschaft« für ein Werk der Reihe übernehmen. Sie erläutern in einem einführenden Essay die Bedeutung der Werke und stellen diese auch im Rahmen einer Lesereise der Öffentlichkeit vor.
Die Wüstenrot Stiftung stellt für zunächst fünf Jahre die finanziellen Mittel bereit. Ein Gremium der Akademie hat bereits die ersten Werke, die in der neuen Reihe herausgegeben werden sollen, gewählt:
1. Peter Altenberg (1859-1919): Das Buch der Bücher. Zusammengestellt von Karl Kraus. Erstveröffentlichung. Die Patenschaft übernimmt Wilhelm Genazino. Geplante Erscheinung: März 2009.
2. Adolph v. Knigge (1752-1796): Ausgewählte Werke in drei Bänden (kritische kommentierte Studienausgabe). Die Patenschaft übernimmt Sibylle Lewitscharoff.
3. Oskar Loerke (1884-1941): Gedichte. Die Patenschaft übernimmt Lutz Seiler.
Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung
Wüstenrot Stiftung
Wallstein Verlag 
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| Caroline-Schlegel-Preis für Thomas Hürlimann |
News 324 15.08.2008 |
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Thomas Hürlimann
Der Sprung in den Papierkorb
Geschichten, Gedanken und Notizen am Rand
Ammann 2008
Das Buch bei Amazon  
Bereits zum vierten Mal wurde der Caroline-Schlegel-Preis der Stadt Jena vergeben. Gewürdigt werden sollen in Anlehnung an das Wirken der Namenspatronin des Preises herausragende Leistungen in den Genres Feuilleton und Essay, die sich durch ein hohes sprachliches und stilistisches Niveau und eine solide Recherche auszeichnen.
Der Schweizer Autor Thomas Hürlimann wird mit dem Caroline-Schlegel-Preis der Stadt Jena ausgezeichnet. Hürlimann wurde 1950 in Zug geboren und trat ab 1980 als Erzähler und vor allem als Dramenautor hervor. Hürlimann wurde bereits mit Preisen wie dem Rauriser-Literaturpreis (1982), dem Joseph-Breitbach-Literaturpreis (2001), dem Jean-Paul Preis (2003) und 2007 mit dem Schweizerischen Schillerpreis ( News) bedacht. Zuletzt erschien von ihm Der Sprung in den Papierkorb ( Rezension im poetenladen).
Zusammen mit dem 5.000 Euro dotierten Hauptpreis wird auch ein mit 2.500 Euro dotierter Förderpreis vergeben, der an den Jenaer Dietmar Ebert geht. Ebert ist als freier Autor, Publizist und Lektor tätig.
Der Preis wird wird am 30. August 2008 übberreicht. Die bisherigen Gewinner des Caroline-Schlegel-Preises waren Julie Zeh (2000), Burkard Spinnen (2002) und Sonja Hilzinger (2005).
Thomas Hürlimann Homepage
Dietmar Ebert Homepage
Caroline-Schlegel-Preis 
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| Rheingau Literatur Preis für Ursula Krechel |
News 323 12.08.2008 |
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Die Schriftstellerin Ursula Krechel erhält den Rheingau Literatur Preis 2008. Die durch das Rheingau Literatur Festival initiierte Ehrung wird in diesem Jahr zum fünfzehnten Mal vergeben. Das Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro wird vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung und dem Rheingau Musik Festival e.V. bereitgestellt. Der VDP Rheingau spendet zudem 111 Flaschen Rheingauer Riesling.
Ursula Krechel wurde 1947 in Trier geboren. Sie studierte Germanistik, Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte und lehrte an verschiedenen Universitäten. 1974 debütierte sie mit dem Theaterstück Erika, das in sechs Sprachen übersetzt wurde. Erste Lyrikveröffentlichungen folgten 1977. Ihre Arbeitsgebiete seither sind Lyrik, Prosa, Hörspiele und Essayistik. Ihr aktueller Roman Shanghai fern von wo, für den sie auch den Rheingau Literatur Preis bekommt, erscheint diesen Monat bei Jung und Jung.
In der Begründung der Jury heißt es: »Den Rheingau Literatur Preis 2008 erhält die Schriftstellerin Ursula Krechel für ihren Roman Shanghai fern von wo. In ihrem weit gespannten Panorama verknüpft sie einige Lebensläufe jüdischer Emigranten zu einem Großbild der Notlagen und Daseinssiege, der Befremdungen und des Fernenzaubers im Exil der südchinesischen Hafenstadt. Die faktentreue Verfügung über das dokumentarische Material sichert dem Buch seine Aussagekraft über die historischen Verhältnisse der Flüchtlinge, eine hochbewusste Erzählerin sondiert die Empfindungswelt der Gestrandeten dort, wo die Quellen der Historiker nicht hinreichen. Ausgezeichnet wird dieses Buch für seine souveräne Verbindung von Dokument und Fiktion und für seine sprachliche Eleganz.«
Bisherige Preisträger waren unter anderen Ulla Berkéwicz, Peter Stamm, Bodo Kirchhoff, Robert Gernhardt, Reinhard Jirgl, Ralf Rothmann, Clemens Meyer und Antje Rávic Strubel. Die Preisverleihung mit Lesung des Preisträgers findet am 28. September um 11.00 Uhr im Rahmen des Rheingau Literatur Festivals auf Schloss Vollrads in Oestrich-Winkel statt.
Rheingau Literatur Preis
Ursula Krechel bei Jung und Jung 
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| Niederrheinischer Literaturpreis für Martin Heckmanns |
News 322 07.08.2008 |
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Der 1971 geborene Dramatiker Martin Heckmanns wird in diesem Jahr mit dem Niederrheinischen Literaturpreis (5000 Euro) der Stadt Krefeld ausgezeichnet.
Heckmanns stammt aus Mönchengladbach und gehört zu den viel versprechendsten Nachwuchautoren des Theaters. 2002 wurde er in der Kritikerumfrage der Zeitschrift theater heute zum Nachwuchsdramatiker des Jahres gewählt.
Die Stadt Krefeld verleiht den Literaturpreis für die bisher gespielten und veröffentlichten Werke Heckmanns, insbesondere für das 2007 in Düsseldorf uraufgeführte Stück „Kommt ein Mann zur Welt“. Damit wird zum ersten Mal ein Dramatiker mit dem Niederrheinischen Literaturpreis ausgezeichnet.
Zur Begründung heißt es weiter: Heckmanns Monologe und Dialoge sind von höchster sprachlicher Brillanz. Aus weiter entwickelten Redensarten schlägt er Funken, aus Alltagssituationen macht er hintergründige Sprachspiele, einzelne Sätze werden zu sprachlichen Kunststücken. So entstehen Texte, die schon als Hörspiele überzeugen könnten, die zur vollen Wirkung aber erst auf der Bühne gelangen. Seit je stellt das Theater Personen auf die Bühne, die etwas über sich, die Welt und die Mitmenschen erfahren wollen. Im weitesten Sinne geht es auch in Heckmanns Stücken um Lebensgeschichten, um Beziehungsgeschichten, um Familiengeschichten. In „Das wundervolle Zwischending“ fragt ein Paar nach sieben Jahren Gemeinsamkeit nach den Möglichkeiten und Schwierigkeiten des Beisammenseins und möchte – zur eigenen Vergewisserung – einen Film über sich selbst drehen.
Martin Heckmanns | Suhrkamp 
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| Uwe-Johnson-Preis für Uwe Tellkamp |
News 321 28.07.2008 |
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Der Uwe-Johnson-Preis wird gemeinsam vom Nordkurier und von der Mecklenburgischen Literaturgesellschaft verliehen. Mit dem Preis sollen »deutschsprachige Autorinnen und Autoren gefördert werden, in deren Schaffen sich Bezugspunkte zu Uwe Johnsons Poetik finden« und die mit ihren Texten »deutsche Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft« reflektieren.
Uwe Tellkamp wird für seinen im Herbst bei Suhrkamp erscheinenden Roman Der Turm mit dem Uwe-Johnson-Preis ausgezeichnet, der in diesem Jahr zum achten Mal vergeben wird. Sein Roman entfalte ein »facettenreiches, in den Lebensläufen zahlreicher Figuren gebrochenes Panorama der letzten sieben Jahre der DDR«, heißt es in der Begründung der Jury. Den Fokus auf Dresden richtend, erzähle Uwe Tellkamp erfindend-dokumentierend die sieben Jahre zwischen der Beerdigung Leonid Breshnews und dem Ende der DDR als Zeitgeschichte, die die Gegenwart bestimmt und bedrängt. In der Tradition von Uwe Johnsons Hauptwerk Jahrestage präsentiere Der Turm ein virtuos geknüpftes Netz von Beziehungen zwischen Personen, verknüpfe raffiniert die Motive und lasse konträre Erzählstimmen laut werden.
Die mit 12.500 Euro dotierte Auszeichnung wird alle zwei Jahre im Wechsel mit dem Uwe-Johnson-Förderpreis, der mit 2.500 Euro dotiert ist, vergeben. Bisherige Preisträger sind Kurt Drawert, Walter Kempowski, Marcel Beyer, Gert Neumann, Jürgen Becker, Norbert Gstrein und Joochen Laabs.
Der 40-Jährige Uwe Tellkamp wird die Auszeichnung am 13. September zum Auftakt der Uwe-Johnson-Tage in Neubrandenburg entgegennehmen.
Mecklenburgische Literaturgesellschaft e.V.
Nordkurier 
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| Literaturförderpreis der Jürgen-Ponto-Stiftung für Christopher Kloeble |
News 320 21.07.2008 |
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Der Literaturförderpreis der Jürgen-Ponto-Stiftung, benannt nach dem von Terroristen der Rote Armee Fraktion ermordeten Bankier Jürgen Ponto, wird Anfang des Jahres an junge Autoren verliehen, die an ihrem ersten, deutschsprachigen Buchmanuskript arbeiten. Eine Bewerbung ist nur über den Verlag möglich, der das Manuskript im selben Jahr veröffentlichen wird.
Der Berliner Schriftsteller Christopher Kloeble erhält für sein Debüt Unter Einzelgängern den mit 15.000 Euro dotierten Literaturpreis der Jürgen-Ponto-Stiftung. Der Roman des 1982 in München geborenen Autors wird im Oktober 2008 bei dtv erscheinen und erzählt von einer bröckelnden Familie nach dem Tod der Mutter, wobei der Sohn Simon als Protagonist beginnt zu schreiben und sich so seine eigene Familiengeschichte erfindet.
Das Buch verschränke „auf artistische, originelle Weise Elemente der Familiengeschichte, das Romans im Roman, der Kriminalstory und der künstlerischen Selbstmaskerade“, heißt es in der Begründung der Jury
Der letzte Preisträger des Literaturförderpreis der Jürgen-Ponto-Stiftung war Reinhard Kaiser-Mühlecker. U.a. wurden bisher Ulla Lenze, Kurt Drawert oder auch Barbara Köhler mit diesem Preis ausgezeichnet.
Christopher Kloeble bei dtv
Heinrich Maria Ledig-Rowohlt-Stiftung 
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| Lessing-Preis des Freistaates Sachsen für Kito Lorenc |
News 319 17.07.2008 |
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Ulrike A. Sandig
Streumen
Gedichte
CVB 2007
Streumen
Der Lessing-Preis des Freistaates Sachsen wird alle zwei Jahre verliehen. Er besteht aus einem Hauptpreis, der „herausragende Leistungen im Geiste Lessings, vornehmlich auf dem Gebiet der Literatur, der Literaturkritik und des Theaters“ würdigen soll und zwei Förderpreisen, die „vielversprechende Anfänge“ auf diesen Gebieten öffentlich anerkennen und fördern wollen.
Der neunte Lessing-Preis des Freistaates Sachsen wird dem sorbischen Schriftsteller Kito Lorenc verliehen. Die Kuratoriumsvorsitzende, Kunstministerin Eva-Maria Stange, nannte Lorenc einen der „bedeutendsten sorbischen Dichter der Gegenwart“. Die Auszeichnung würdige „das Lebenswerk eines Mannes, dessen Arbeiten Eintragungen in das kulturelle Gedächtnis nicht nur der Sorben, sondern auch der Deutschen sind.“
Kito Lorenc wurde 1938 in Schleife bei Weißwasser geboren. Er studierte in Leipzig Slawistik und debütierte 1961 mit dem Gedichtband Neue Zeiten, neue Hochzeiten. Lorenc arbeitete am Institut für sorbische Volksforschung in Bautzen. Zwischen 1972 und 1979 war er als Dramaturg am Staatlichen Ensemble für sorbische Volkskultur tätig. Seit 1979 ist er freier Schriftsteller. Zuletzt erschien Die wendische Schiffahrt (2004). Der Lessing-Preis ist mit 13.000 Euro dotiert.
Mit den beiden zu jeweils 5.500 Euro dotierten Förderpreisen werden die Leipziger Lyrikerin Ulrike Almut Sandig und der in Berlin lebenden Dramatiker und Theaterautor Dirk Laucke ausgezeichnet.
Zu den bisherigen Preisträgern gehören u.a. Wolfgang Hilbig (1997), Hans Joachim Schädlich (2003) oder Ruth Klüger (2007). Die letzten Förderpreise erhielten Volker Sielaff (2007) und Martina Hefter (2005). Die Preisverleihung findet am 17.01.2009 anlässlich der Eröffnung der 47. Kamenzer Lessingtage in Kamenz statt.
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| Übersetzerpreis der Heinrich Maria Ledig-Rowohlt-Stiftung |
News 318 15.07.2008 |
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Die nach dem Verleger Heinrich Maria Ledig-Rowohlt benannte Stiftung wurde 1992 gegründet. Ausschließlicher und unmittelbarer Zweck der Stiftung ist die Förderung deutschsprachiger Literaturübersetzer, insbesondere die Ausschreibung eines jährlich zu vergebenden Heinrich Maria Ledig-Rowohlt-Übersetzer-Preises.
Die Heinrich Maria Ledig-Rowohlt-Stiftung verleiht während der Frankfurter Buchmesse zum 17. Mal drei Übersetzerpreise, mit denen herausragende Leistungen deutscher Übersetzer ausgezeichnet werden.
Der Heinrich Maria Ledig-Rowohlt-Preis (15.000 Euro) geht an Dieter E. Zimmer für seine Übersetzungen angelsächsischer Literatur, vor allema die von Edward Gorey, James Joyce und Nathanael West. Zimmer war von 1959 bis 1999 Redakteur der ZEIT und übersetzte desweiteren Gabriel García Márquez und Jorge Luis Borges. Seit 1989 ist Zimmer Herausgeber der deutschen Gesamtausgabe von Vladimir Nabokov.
Den mit 10.000 Euro dotierten Jane Scatcherd-Preis erhält Mirjam Pressler, die bereits mit dem Friedrich-Bödecker-Preis (1998) und dem Deutscher Bücherpreis für das literarische Lebenswerk (2004) ausgezeichnet wurde. Die Kinder- und Jugendbuchautorin Pressler wird vor allem für ihre Übersetzungen aus dem Hebräischen, darunter Zeruya Shalev und Shulamit Lapid, ausgezeichnet.
Der Paul Scheerbart-Preis geht an Gunhild Kübler, Redakteurin der Schweizer Wochenzeitung Die Weltwoche, für ihre Übertragung der Gedichte Emily Dickinsons. Dieser Preis ist mit 5.000 Euro ausgestattet.
Dieter E. Zimmer Homepage
Mirjam Pressler Homepage
Heinrich Maria Ledig-Rowohlt-Stiftung 
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| Thomas Mann-Literaturpreis an Peter Handke |
News 317 08.07.2008 |
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Der Große Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste wurde in diesem Jahr umbenannt in Thomas Mann-Literaturpreis. Die Akademie will mit diesem alljährlich verliehenen Literaturpreis an den großen Schriftsteller, der vier Jahrzehnte in München gelebt hat, erinnern. Der erste Träger des Preises wird Peter Handke sein.
Peter Handke, der 1942 in Griffen/Kärnten geboren wurde, erhält den Thomas-Mann-Preis, der zuvor seit 1986 als Großer Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste für Verdienste um kulturelle Vermittlung verliehen wurde. Den Träger des Großen Literaturpreises wählt eine unabhängige Jury aus. Eigenbewerbung ist nicht möglich.
Handke, der zum ersten Mal 1966 durch eine Schimpftirade bei der Gruppe ´47 in Erscheinung getreten ist, ist vor allem bekannt durch seine Kritik an konventionalisierten Wahrnehmungs- und Erfahrungsweisen durch die Sprache. Auch das Thema des individuellen Selbstfindungsprozesses zieht sich durch sein Werk.
Vor allem bekannt wurde Handke durch seine Theaterstücke, die vor allem als Sprechstücke realisiert sind, wie z.B. Publikumsbeschimpfung (1966) und seine dadurch entstandene Zusammenarbeit mit Claus Peymann. Etliche Werke Handkes wie Wunschloses Unglück , Falsche Bewegung, Die linkshändige Frau oder Die Abwesenheit wurden u.a. von Wim Wenders verfilmt. Zuletzt erschien die Erzählung Die morawische Nacht.
Handke ist bereits Preisträger u.a. des Gerhart-Hauptmann-Preises (1967), des Schillerpreis der Stadt Mannheim (1973) und des Georg-Büchner-Preises (1973), aber auch des Bambi für Regie (1978). Auf die Preissumme von 15 000 Euro verzichtet er wie auch schon beim Büchner-Preis.
Unter den bisherigen Preisträgern finden sich u.a. Friederike Mayröcker, Ilse Aichinger, Martin Walser, Urs Widmer, Botho Strauß und zuletzt Hans Joachim Schädlich. Die Verleihung findet am 8. Oktober 2008 in den Räumen der Bayerischen Akademie der Schönen Künste in Münchner Residenz statt. Hubert Burda, Ehrenmitglied der Akademie, wird die Laudatio halten.
Peter Handke Homepage
Peter Handke bei Suhrkamp
Bayerische Akademie der Schönen Künste 
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| 9. Poesiefestival Berlin |
News 316 04.07.2008 |
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Vom 5. bis 13. Juli präsentiert die Literaturwerkstatt Berlin zum 9. Mal internationale Poesie in Verbindung mit Performance, Musik und Kunst. Der diesjährige Schwerpunkt des Festivals ist „Die Welt auf Portugiesisch“. Die Veranstaltung findet statt in Kooperation mit der Akademie der Künste und wird gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds.
Das Poesiefestival Berlin wird am Samstag, den 05. 07. eröffnet. Los geht es mit Poets' Corner. Die Dichter Berlins lesen dabei auf öffentlichen Plätzen in ihren Bezirken. Dementsprechend verstreut sind die Veranstaltungsorte an denen am Samstag Lyriker wie Monika Rinck, Hans-Ulrich Treichel, Brigitte Oleschinski, Nadja Küchenmeister, Ann Cotten, Ulrike Draesner, Marius Hulpe, Hendrik Jackson, Johannes Jansen, Norbert Lange, Steffen Popp u.v.m. zu sehen sein werden.
Einen ersten Höhepunkt setzt bereits der Abend des ersten Veranstaltungstages mit Weltklang – Nacht der Poesie. Mitwirkende sind hier Manuel Alegre (Portugal), Arnaldo Antunes (Brasilien) Inger Christensen (Dänemark), Lavinia Greenlaw (Großbritannien), Hiromi Ito (Japan) Bar Kohav mit dem Oud-Spieler Yair Dalal aus Israel, Ursula Rucker (USA), Tomaž Šalamun (Slowenien) Serhiy Zhadan (Ukraine) und Ulf Stolterfoht.
Am Sonntag, den 06.07., liegt mit Colloquium: Ein Haus für die Dichtung! der Schwerpunkt bei Lyrikverlegern. u.a. werden sich Daniela Seel, Ursula Haeusgen und Jörg Drews zu Wort melden. Während der gesamten Woche finden täglich Poesiegespräche beispielsweise mit Inger Christensen, Hiromi Ito, Ana Luisa Amaral oder Paulo Teixeira statt. Interessant ist v.a. auch der zweite Sonntag, 13.07., an dem es zwei Veranstaltungen zu T.S. Eliot anlässlich Norbert Hummelts Neuübersetzung geben wird.
Die Veranstaltungsorte erstrecken sich über mehrere Bezirke innerhalb Berlins. Außer den Abendveranstaltungen ist der Eintritt jeweils gratis.
Poesiefestival Berlin 
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| Tilman Rammstedt erhält Bachmannpreis 2008 |
News 315 28.06.2008 |
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© ORF
Tilman Rammstedt
Tilman Rammstedt
Der Kaiser von China
Roman
DuMont, August 2008
Das Buch bei Amazon
Jury und Publikum votierten für Tilman Rammstedt, der von Ursula März vorgeschlagen worden war und den Text „Der Kaiser von China“ las. Der Preis ist mit 25.000 Euro dotiert.
Während der Diskussion über den Text hatte Ursula März den Vorsitzenden Burckhard Spinnen kritisiert: „Immer wenn hier ein Text mit enormer Leichtigkeit und einer schönen Sprache daherkommt, bei dem viel gelacht wird, wird der Moment kommen, wo er verdächtig gemacht wird. Außerhalb dieses Raumes versteht das niemand.“
Fast durchweg wurde der Text als virtuos, als hochkomisch und brillant gehandelt.
Der Telekom-Austria-Preis ging nach einer Stichwahl zwischen Markus Orths und Patrick Findeis an „Das Zimmermädchen“ von Markus Orths. Die Jurorin Daniela Strigl sprach von einer „aufregenden Geschichte“, dessen Autor „furios“ aus der Perspektive in Wadenhöhe erzähle und doch „den ganzen Menschen ins Auge fasse.“
Patrick Findeis erhielt für seinen Text „Kein schöner Land“ den mit 7.500 Euro dotierten 3sat Preis.
Der Ernst Willner-Preis ging an den in Graz geborenen Clemens J. Setz und seinen Text „Die Waage“.
Bachmannpreis | Website 
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| Bachmann kompakt – das Wettlesen beginnt |
News 314 27.06.2008 |
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Heute beginnt das Wettlesen in Klagenfurt . Bereits gestern konnte man die Eröffnung erleben. Diesmal werden die Lesungen auf nur zwei Tage statt bisher drei Tage verteilt. Vor allem der Samstag wird dichter als bisher, zumal auch die Preisvergabe am Samstag stattfindet und zwar um 20.15 Uhr.
Alle Lesungen und Diskussionen, die Eröffnung und die Preisverleihung werden auch in diesem Jahr wieder live und on demand über das Internet übertragen. Und natürlich direkt über 3sat.
Video- und Livestreamseite zum Bachmannwettbewerb
Hier die Reihenfolge der Lesenden:
Freitag, 27. Juni
1 Thorsten Palzhoff (9.00 bis 10.00 Uhr)
2 Alina Bronsky (10.00 bis 11.00 Uhr)
3 Clemens J. Setz (11.00 bis 12.00 Uhr)
4 Angelika Reitzer (12.00 bis 13.00 Uhr)
5 Markus Orths (15.00 bis 16.00 Uhr)
6 Patrick Findeis (16.00 bis 17.00 Uhr)
7 Markus Orths (17.00 bis 18.00 Uhr)
Samstag, 28. Juni
8 Heike Geißler (9.00 bis 10.00 Uhr)
9 Sudabeh Mohafez (10.00 bis 11.00 Uhr)
10 Dagrun Hintze (11.00 bis 12.00 Uhr)
11 Pedro Lenz (12.00 bis 13.00 Uhr)
12 Ulf Erdmann Ziegler (15.00 bis 16.00 Uhr)
13 Tilmann Rammstedt (16.00 bis 17.00 Uhr)
14 Anette Selg (17.00 bis 18.00 Uhr)
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| Koeppen-Literaturpreis für Sybille Berg |
News 313 22.06.2008 |
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Der Wolfgang-Koeppen-Literaturpreis geht in diesem Jahr an die in Zürich lebende Schriftstellerin und Dramatikerin Sybille Berg. Der Preis wird von der Stadt Greifswald gestiftet und ist mit 5000 Euro dotiert.
Sybille Berg wird der Wolfgang-Koeppen-Literaturpreis 2008 zuerkannt. Vorgeschlegan wurde sie vom letzten Preisträger Bartholomäus Grill mit der Begründung: „Meine Wahl ist auf Sibylle Berg gefallen, weil sie wie keine andere deutschsprachige Schriftstellerin die Seelenverwüstungen im veloziferischen Zeitalter der Globalisierung mit scharfer und zugleich selbstironischer Feder seziert. Wolfgang Koeppen würde sie gerne lesen.“
Die 1962 in Weimar geborene Sybille Berg wurde durch ihren Debüt-Roman „Ein paar Leute suchen das Glück und lachen sich tot“ (1997) bekannt. Seitdem veröffentlichte sie mehrere Romane, etwa „Amerika“ (1999) und „Die Fahrt“ (2007). Darüber hinaus schrieb Berg Theaterstücke, Essays und Kolumnen. Ihre Werke wurden in 14 Sprachen übersetzt.
Die Stadt Greifswald verleiht seit 1998 alle zwei Jahre den Koeppen-Preis. Bisherige Preisträger waren Richard Anders (1998), Thomas Lehr (2000), Susanne Riedel (2002), Ludwig Fels (2004) und Bartholomäus Grill (2006).
Sybille Berg Homepage
Rezension: Die Fahrt 
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| Rainer-Malkowski-Preis für Adolf Endler und Kurt Drawert |
News 312 20.06.2008 |
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Adolf Endler

Kurt Drawert
Der Rainer-Malkowski-Preis wird seit 2006 im Auftrag der Rainer-Malkowski-Stiftung von der Bayerischen Akademie der Schönen Künste verliehen. Mit diesem Literaturpreis soll allgemein deutschsprachige Literatur gefördert werden.
Die beiden Lyriker Adolf Endler und Kurt Drawert werden mit dem Rainer-Malkowski-Preis ausgezeichnet. Die Auszeichnung ist mit 30.000 Euro dotiert und gehört damit zu den höchstdotierten deutschen Literaturpreisen.
In der Pressemitteilung der Rainer-Malkowski-Stiftung heißt es, dass zwischen Adolf Endler (geb. 1930) und Kurt Drawert (geb. 1956) eine große Affinität besteht. Es verbindet sie beide ihre ähnliche Biographie vor dem Hintergrund der DDR. Aus Drawerts Werk werden vor allem seine Themen Heimatlosigkeit oder auch Privateigentum gelobt, während Adolf Endler sich auszeichne durch seine Volte zur Ironie und seine ungewöhnlichen poetischen Einfälle.
Die Auszeichnung soll am 24. November in München verliehen werden. Einziger bisheriger Preisträger ist Manfred Peter Hein (2006).
Rainer-Malkowski-Stiftung
Bayerische Akademie der Schönen Künste
Rezension Krähenüberkrächzte Rolltreppe im poetenladen 
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| Georg-Büchner-Preis 2008 für Josef Winkler |
News 311 17.06.2008 |
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Der von der Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung vergebene Preis gilt als die wichtigste deutsche Literaturauszeichnung und ist mit 40.000 Euro dotiert. Der Preis wird auf der Herbsttagung der Deutschen Akademie am 1. November in Darmstadt verliehen.
Der Kärntner Autor Josef Winkler (55) erhält den Georg-Büchner-Preis 2008. „Josef Winkler hat auf die Katastrophen seiner katholischen Dorfkindheit mit Büchern reagiert, deren obsessive Dringlichkeit einzigartig ist“, heißt es in der Jury-Begründung und „was Winkler seit seinem ersten Roman Menschenkind (1979) in einer barock-expressiven Sprache immer neu anklagt, bildet zugleich das produktive Element einer Hassliebe, in der Blasphemie und Frömmigkeit, Todessehnsucht und Todesangst sich zu einem bewegenden Abgesang auf eine untergehende Welt vereinen.“
Josef Winkler wurde am 3. März 1953 als Bauernsohn in Kamering (Kärnten) geboren. Nach verschiedenen Tätigkeiten arbeitet er seit 1982 als freier Schriftsteller. Er lebt heute in Klagenfurt und hielt sich längere Zeit in Rom und Indien (Benares) auf. Zur Verleihung des Preises können Schriftsteller und Dichter vorgeschlagen werden, die in deutscher Sprache schreiben, durch ihre Arbeiten und Werke in besonderen Maße hervortreten und die an der Gestaltung des gegenwärtigen deutschen Kulturlebens wesentlichen Anteil haben
Josef Winkler hatte sein Debüt mit dem Roman Menschenkind (1979), dem Beginn einer Romantrilogie Das wilde Kärnten, die mit Der Ackermann aus Kärnten und Muttersprache fortgesetzt wurde. Zu seinen weiteren Werken zählen unter anderem der Roman Friedhof der bitteren Orangen (1990), die Erzählung Wenn es soweit ist (1998), die römische Novelle Natura morta (2001) sowie die Prosa-Bände Leichnam, seine Familie belauernd und Roppongi. Requiem für einen Vater (2007). Für diesen September ist bei Suhrkamp die poetologische Reportage Ich reiß mir eine Wimper aus und stech dich damit tot angekündigt.
Zu Winklers bisherigen Auszeichnungen zählen unter anderem der Kranichsteiner Literaturpreis (1990), der Bettina-von-Arnim-Preis (1995) und der Alfred-Döblin-Preis (2001).
Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung
Josef Winkler bei Suhrkamp 
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| Peter Kurzeck erhält Goethe-Plakette |
News 310 12.06.2008 |
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Die Goethe-Plakette ist die höchste Auszeichnung des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst. Sie wird seit 1949 in unregelmäßigen Abständen verliehen.
Die Stadt Frankfurt am Main hat „im Bewusstsein Ihrer besonderen kulturellen und schriftstellerischen Leistungen beschlossen, Ihr überragendes Werk mit der Goethe-Plakette zu ehren“, so die Oberbürgermeisterin Petra Roth an Peter Kurzeck, der 1943 in Tachau / Böhmen geboren wurde.
Die Goethe-Plakette wird Personen zugesprochen, die durch ihr Lebenswerk in besonderer Weise zur kulturellen Entwicklung des Landes Hessen beigetragen haben und die über die Erfordernisse ihres Berufes hinaus die Kunst und Kultur gefördert und geprägt haben.
Peter Kurzeck, der bekannt ist für seine eigenwillige Sprache, hat bereits den Joseph-Breitbach-Preis (1994) und den Hans-Erich- Nossack-Preis (2000) gewonnen. Kurzeck hat letztes Jahr durch sein Hörbuch Ein Sommer, der bleibt für größeres Aufsehen gesorgt. Der Roman entstand ohne jegliche Manuskript und wurde in freiem, mündlichem Erzählen des Autors eingelesen.
Die Goethe-Plakette wird Peter Kurzeck im Herbst im Limpurgsaal des Römers übergeben. Unter den bisher Geehrten finden sich unter anderen Franz Mon, Theodor W. Adorno oder Max Horkheimer.
Peter Kurzeck im poetenladen 
Peter Kurzeck bei Stroemfeld / Roter Stern 
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| Peter Rühmkorf im Alter von 78 Jahren gestorben |
News 309 09.06.2008 |
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Der Schriftsteller Peter Rühmkorf starb am 08.06.2008 im Lauenburgischen in Schleswig-Holstein im Alter von 78 Jahren an Krebs.
Rühmkorf gehörte zu den bedeutendsten deutschen Lyrikern nach dem Zweiten Weltkrieg. Als Mitglied der Gruppe 47 publizierte er zahlreiche Texte und gab im Eigenverlag Literaturzeitschriften heraus. Der Dichter, Essayist und Dramatiker wurde vor allem wegen seiner Poesie und seiner spitzen Feder als scharfsinniger politischer Kopf gewürdigt.
Rühmkorf wurde am 25.10.1929 in Dortmund geboren und studierte von 1951-58 Pädagogik, Germanistik und Psychologie in Hamburg. Bereits zu Schulzeiten gab Rühmkorf die Schülerzeitung Die Pestbeule heraus und ab 1951 dann gemeinsam mit dem Lyriker Werner Riegel die Literaturzeitschrift Zwischen den Kriegen. Als Redakteur des Studentenkurier, der später in konkret umbenannt und von Klaus Rainer Röhl herausgegeben wurde, zog er bereits in den 50er Jahren gegen die Adenauer-Ära zu Felde und engagierte sich Ende der 60er Jahre in der Studentenbewegung. In den Jahren 1958 bis 1964 und 1966/67 war er als Lektor beim Rowohlt Verlag tätig.
In seiner Lyrik experimentierte Rühmkorf mit der Sprache und bezog sich – oft parodierend – auf Vorbilder aus der Literaturgeschichte wie Eichendorff, Heine, Tucholsky oder Brecht. Im April ist sein letzter Gedichtband Paradiesvogelschiß erschienen. Mit Trauer und tiefer Betroffenheit reagierten Schriftstellerkollegen und Politiker auf Rühmkorfs Tod. Bundespräsident Horst Köhler (CDU) erklärte in einem Kondolenzschreiben an die Witwe: „Mit Peter Rühmkorf verliert die deutsche Literatur der Gegenwart einen ganz Großen. Seine Lyrik ist unverwechselbar.“
Peter Rühmkorf hat für sein Werk die bedeutendsten Literaturpreise Deutschlands erhalten. Er wurde sowohl mit dem Georg-Büchner-Preis (1993) als auch mit dem Bremer-Literaturpreis (1980) ausgezeichnet. Dies haben als Lyriker zuvor nur Ingeborg Bachmann und Paul Celan geschafft.
Erst am Vormittag des 08.06.2008 hatte die Stadt Kassel Rühmkorf den mit 10.000 Euro dotierten Literaturpreis für grotesken Humor zuerkannt. Damit werde der „rote Romantiker“ für „seine wegweisende Gestaltungskraft auf dem Feld des Komischen“ geehrt, hatte Kassels Oberbürgermeister Bertram Hilgen zur Begründung mitgeteilt. Rühmkorf habe „mit seinem unübertroffen vielstimmigen Werk auch dem literarisch Komischen neue Wege bereitet“, heißt es in der Begründung der Jury. Die Preisverleihung wäre als Eröffnung des Festivals Kasseler Komik-Kolloquium im Februar 2009 vorgesehen gewesen. Friedrich Block von der Stiftung Brückner-Kühner, die den Preis zusammen mit der Stadt Kassel vergibt, äußerte: „Wir wussten von der schweren Erkrankung. Herr Rühmkorf wird den Preis aber auf jeden Fall posthum erhalten.“
Peter Rühmkorf bei Rowohlt
Rezension Paradiesvogelschiß im poetenladen
Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor 
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| Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2008 an Anselm Kiefer |
News 308 05.06.2008 |
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Anselm Kiefer
Sunflowers (1996)
Guggenheim Bilbao
Die seit 1950 vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels vergebene Auszeichnung gehört zu den bedeutendsten in Deutschland. Mit dem Kulturpreis wird eine Persönlichkeit aus dem In- oder Ausland geehrt, die vor allem auf den Gebieten Literatur, Wissenschaft und Kunst zur Verwirklichung des Friedensgedankens beigetragen hat.
Der diesjährige Friedenspreis des Deutschen Buchhandels geht an den Künstler Anselm Kiefer. Der deutsche Maler und Bildhauer erhält die mit 25.000 Euro dotierte Auszeichnung am 19. Oktober während der Frankfurter Buchmesse in der Paulskirche.
Mit dem 1945 in Donaueschingen geborenen Kiefer ehre man „einen weltweit anerkannten Künstler, der seine Zeit mit der störenden moralischen Botschaft vom Ruinösen und Vergänglichen konfrontiert“, so der Stiftungsrat. Außerdem habe er „das Buch selbst, die Form des Buches, zu einem entscheidenden Ausdrucksträger gemacht. Gegen den Defätismus, der Buch und Lesen eine Zukunft abzusprechen wagt, erscheinen seine monumentalen Folianten aus Blei als Schutzschilde.“
Der in Paris lebende Anselm Kiefer ist Träger zahlreicher Auszeichnungen. So hat er unter anderem den Hans-Thoma-Preis, den Wolf-Preis für Kunst, den Goslarer Kaiserring und den Internationalen Preis der Jury der 47. Kunst-Biennale Venedig erhalten.
Im vergangenen Jahr erhielt der jüdische Historiker Saul Friedländer den Friedenspreis. In den Jahren zuvor waren der Soziologe Wolf Lepenies und der türkische Schriftsteller Orhan Pamuk ausgezeichnet worden. Zu den bisherigen Preisträgern gehören auch Albert Schweitzer (1951), Hermann Hesse (1955), Astrid Lindgren (1978), Siegfried Lenz (1988), Vaclav Havel (1989), Martin Walser (1999) und Jürgen Habermas (2002).
Friedenspreis des Deutschen Buchhandels
Kommentar 
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| PROSANOVA Lyrikpreis an Andre Rudolph |
News 307 28.05.2008 |
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Der PROSANOVA Lyrik-Wettbewerb wurde am letzten Tage des Festivals für junge Literatur entschieden. Preisträger des mit 1500 Euro dotierten Preises ist Andre Rudolph aus Leipzig.
Der PROSANOVA-Literaturwettbewerb 2008 suchte nach junger Lyrik. Über 400 Einsendungen hatten die Juroren Michael Lentz, Joachim Sartorius und Anja Utler gesichtet und sechs Lyrikerinnen und Lyriker zur öffentlichen Endrunde nach Hildesheim eingeladen: Harriet Grabow, Dagmara Kraus, Nadja Küchenmeister, Andre Rudolph, Sandra Trojan und Lino Wirag.
Ein gutes Zeichen mag sein, dass die Jury nicht einer Meinung war und durchaus diskutierte. Während der Preisträger Andre Rudolph die Stimmen von Anja Utler und Joachim Sartorius erhielt, votierte Michael Lentz für Dagmara Kraus.
Andre Rudolph wurde 1975 in Warschau als Sohn eines deutschen Vaters und einer polnischen Mutter geboren und wuchs in Leipzig auf. Er studierte Germanistik, Philosophie und Slawistik in Freiburg. 2006 promovierte er in Halle. Veröffentlichungen u.a. in Sinn und Form.
Andre Rudolph im Poetenladen
PROSANOVA 
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| Literaturpreis Prenzlauer Berg 2008 vergeben |
News 306 25.05.2008 |
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Zum achten Mal fand der Wettbewerb um den Prenzlauer Literaturpreis für Autoren bis 35 Jahre statt. Am Samstag, den 24. Mai, lasen die Finalisten vor einer Jury (Ricarda Junge, Andreas Rötzer, Salli Sallmann) ) um die drei Preise.
Die Gewinner sind:
1. Preis: Christian de Simoni mit Den Monsun abwarten, Woche zwei (500 EUR)
2. Preis: Katharina Bendixen mit Ein Konzept, das uns zusagt (250 EUR)
2. Preis: Anders Kamp mit Gezeiten (250 EUR)
3. Preis: Benjamin Lauterbach
Ziel des Preises ist es, literarische Talente zu entdecken, zu unterstützen und ihnen zu Buch-  Veröffentlichungen zu verhelfen. Das Bewerbungsverfahren beginnt meist im Herbst des Vorjahres. Nähere Informationen auf der Website:
Prenzlauer Berg Literaturpreis
News zum Literaturpreis 2007
News zum Literaturpreis 2006 
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| PROSANOVA – Festival für junge Literatur |
News 305 21.05.2008 |
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Mit über 30 Veranstaltungen will das PROSANOVA Festival mit dem Schwerpunkt „Poesie und Position“ der Literatur der jüngsten Autorengeneration nachspüren.
Drei Jahre nach dem ersten PROSANOVA-Festival gibt es vom 22. bis zum 25. Mai 2008 eine Neuauflage. Neben dem Fokus auf die Poetiken der jungen Autoren, lädt das Festival ein zu spartenübergreifenden Veranstaltungen und will so neue Wege der Literaturvermittlung beschreiten.
Es werden Lesungen und Live-Hörspiele, Konzerte, Performances und literarische Eigenproduktionen geboten. Bei der Veranstaltung Poesie und Position diskutieren unter anderen Jörg Albrecht, Ann Cotten, Daniela Danz, Thomas Pletzinger, Steffen Popp und Thomas von Steinaecker mit den Kritikern Caroline von Lowtzow, Ijoma Mangold und Stephan Porombka ihre Schreibansätze.
Neben Lesungen etablierter, junger Lyriker wie etwa Ulrike Almut Sandig, Christian Schloyer oder Ron Winkler, wurde eigens für das Festival auch ein Lyrikwettbewerb für junge Autoren ausgeschrieben, bei dem Harriet Grabow, Dagmara Kraus, Nadja Küchenmeister, Andre Rudolph, Sandra Trojan, und Lino Wirag um den Preis lesen werden.
Das Festival bietet außerdem szenische Lesungen und die Begegnung mit Musik. Der Abend wird von Musikern wie Marlen Pelny oder Chicks on Speed gestaltet. Im Rahmenprogramm kann man sich beispielsweise noch einem Vorlese Automaten, einer Hörspiellounge oder dem Fussballspiel zwischen dem DLL und den Studenten aus Hildesheim hingeben.
Zur Literaturvermittlung erscheinen auch Publikationen wie ein eigenes Festivaljournal, das ebenfalls über die Internetseite zugänglich sein wird. Eine andere Publikation ist das Werkstattbuch: „treffen – Poetiken der Gegenwart. Ein Werkstattbuch“.
PROSANOVA 
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| Lyrikpreis Meran an Martina Hefter |
News 304 12.05.2008 |
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Martina Hefter, Leipzig
© Pressefoto Meran
Den Lyrikpreis Meran der Südtiroler Landesregierung (8.000 Euro) erhält Martina Hefter. Martina Hefter wurde 1965 in Pfronten (Allgäu) geboren und lebt in Leipzig.
Der Alfred Gruber Preis der Stiftung Südtiroler Sparkasse (3.500 Euro) geht an Monika Rinck. Uljana Wolf wird mit dem Medienpreis des RAI-Senders Bozen (2.500 Euro) ausgezeichnet. Trägerin des ausschließlich in diesem Jahr vergebenen Preises der Jury (1.000 Euro) ist Nikola Richter.
(Meran) Die Jury schreibt zu den Preisträgern: Der Lyrikpreis Meran 2008 in Höhe von 8.000 Euro geht in diesem Jahr an eine Autorin, deren Gedichte überzeugen durch ihre poetische Vielschichtigkeit in der Verknüpfung von Naturbildern mit politischer Geschichte und Kindheitserinnerungen und die durch tänzerische Anmut ihrer Sprache verzaubern: Der Lyrikpreis Meran 2008 geht an Martina Hefter.
Der Alfred Gruber-Preis der Stiftung Südtiroler Sparkasse in Höhe von 3.500 Euro geht an eine Dichterin, die lingual hinterlistig und semantisch durchtrieben ein magisch leuchtendes Gelb umkreist und poetischen Zucker gewinnt - ein schwebender Hörfilm über Liebesverhältnisse, Gegenwärtigkeit und eine Hymne an die Polyvalenz poetischer Zwischenräume: Monika Rinck.
Der Medienpreis des RAI-Senders Bozen in Höhe von 2.500 Euro geht an eine Autorin mit einem Gedichtzyklus, der spielerisch und witzig den Interferenzen zwischen den Sprachen poetische Funken und zugleich kleine Geschichten und Liebesphänomenologien entlockt. Im strengen Rahmen eines Konzepts gelingen der Autorin wunderbar überraschende, musikalische, die Phantasie anregende Gedichte, die neues Licht sowohl auf das deutsche wie auf das englische Wortmaterial werfen: Der Medienpreis geht an Uljana Wolf.
Den in diesem Jahr spontan gestifteten Preis der Jury in Höhe von 1.000 Euro erhält eine Autorin, deren im Alltag verwurzelten Gedichte von der ersten Zeile an einen poetischen Raum eröffnen, in dem die Liebe, die Poesie, die Schlümpfe und jede Menge traumhafter Sequenzen zueinander finden: Nikola Richter.
Lyrikpreis Meran
Martina Hefter | Poetenladenlesung im Bowlingtreff
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| Elfriede Jelinek vollendet Internet-Roman |
News 303 10.05.2008 |
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Elfriede Jelinek
© GMU | G. Huengsberg
Die österreichische Schriftstellerin Elfriede Jelinek hat ihren aktuellsten Roman „Neid“ im Internet vollendet.
Die Literatur-Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek schrieb ihren neuen Roman Neid zwischen März 2007 und April 2008 ausschließlich für das Internet. Eine Buchveröffentlichung ist nicht vorgesehen. In Buchform wäre der Internet-Roman rund 900 Seiten stark.
Jelinek nennt ihr neues Werk im Untertitel Privatroman. Es ist ausschließlich die private Nutzung erlaubt. Alle Arten der Veröffentlichung sind verboten. „Sämtliche hier wiedergegebenen Texte sind urheberrechtlich geschützt und dürfen ohne ausdrückliche Erlaubnis in keiner Form wiedergegeben oder zitiert werden“, heißt es auf Jelineks Homepage.
Elfriede Jelinek behält sich jederzeit vor, Änderungen vorzunehmen, einzelne Passagen oder sogar ganze Kapitel nachträglich umzuschreiben. Ansonsten gilt: „Unvollständige oder fehlerhafte Sätze bitte (jeder für sich selbst) ergänzen bzw. korrigieren!“
Elfriede Jelinek
News 201 über Jeliniks Internet-Roman
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| Nikolaus-Lenau-Lyrikpreis für Nora Gomringer |
News 302 05.05.2008 |
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Nora Gomringer wurde für ihren Gedichtband „Sag doch mal was zur Nacht“ (Voland & Quist) von der Künstlergilde Esslingen mit dem Nikolaus-Lenau-Lyrikpreis ausgezeichnet. Der Preis wurde am Sonntag, den 4. Mai, in Esslingen überreicht.
Der Preis wurde aufgeteilt unter der Lyrikerin und Schulbuchautorin Fe Berg, geboren 1955 in Stuttgart, und der Bamberger Spoken-Word-Poetin und Lyrikerin Nora Gomringer.
Zur Preisvergabe heißt es: „Mit beiden Preisträgerinnen treffen zwei sehr unterschiedliche Stilrichtungen aufeinander. Auf der einen Seite steht die Lyrik von Frau Fe, die ihre Bilder und Inspirationen aus Natur, Landschaften und Kindheitserlebnissen und kleinen Geschichten zieht, auf der anderen Seite die auch experimentellen Kompositionen und der Poetry Slam von Frau Gomringer.“
Nora Gomringer gewann bereits den Hattinger Förderpreis für Literatur (2003), den Internationalen Lyrikpreis des IWC in Turin (2006), den Literaturpreis der Stadt Erlangen (2006) und den Bayrischer Kulturpreis (2007). Ihr neuer Gedichtband Klimaforschung erscheint im September bei Voland & Quist.
Nora Gomringer | Website 
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| Oskar-Pastior-Stiftung gegründet |
News 301 02.05.2008 |
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Eine neugegründete Oskar-Pastior-Stiftung will künftig einen Literaturpreis vergeben, der nach dem 2006 gestorbenen Schriftsteller benannt ist.
Der Stiftungsrat, der sich unter anderen zusammensetzt aus der Schriftstellerin Herta Müller, der früheren Kulturstaatsministerin Christina Weiss und Ernest Wichner, dem Leiter des Literaturhauses Berlin, wo die Stiftung ihren Satz hat, verkündete als primäres Ziel die Vergabe des Oskar-Pastior-Preises.
Der Oskar-Pastior-Preis ist mit 40.000 Euro dotiert und soll alle zwei Jahre vergeben werden. Ausgezeichnet werden Autoren, „deren Werk in der Tradition der Wiener Gruppe, des Bielefelder Colloquiums Neue Poesie und von Oulipo (der Werkstatt für potentielle Literatur) steht “.
Literaturhaus Berlin 
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| Würth-Literaturpreis 2008 an Katharina Bendixen |
News 300 28.04.2008 |
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Katharina Bendixen
Am Sonntag, den 27.4.2008, hat die Jury ihre Entscheidung über die Vergabe des Würth-Literaturpreises 2008 bekannt gegeben. Der mit insgesamt 7.500 Euro dotierte Preis wird an Katharina Bendixen aus Leipzig für ihren Text »Das Ansichtskartenafrika« (1. Preis, 5000 Euro) und Roswitha Schmit aus Tribuswinkel (Österreich) für ihren Text »Alpha« (2. Preis, 2500 Euro) vergeben.
Zur Begründung der Preisvergabe an Katharina Bendixen heißt es: Bendixens Text handelt von einer nach Afrika ausgewanderten Dorfbewohnerin, deren Eltern jedes Jahr zum Weihnachtsfest auf ihre Heimkehr hoffen. Die Jury würdigt die Arbeit in ihrer knappen Erzählweise als sprachlich außerordentlich gelungen. Bendixen gelinge es, den Ablauf der sich über einen langen Zeitraum erstreckenden Handlung auf engem Raum virtuos darzustellen. Gleichzeitig schildert die Autorin mit einem genauen Blick für die Details treffend das Leben in einer engen Dorfgesellschaft.
Das Thema der Ausschreibung stellte der Autor Feridun Zaimoglu während der Tübinger Poetik-Dozentur im November 2007 – es lautete: Ausgehen. Prämiert werden Prosa-Texte mit einer Länge von ca. 10.000 Zeichen, die überzeugend eigene sprachliche Wege gehen.
Von Katharina Bendixen, die Anfang 2008 die Anthologie Quietschblanke Tage, spiegelglatte Nächte herausgab, wird im Frühherbst 2008 ein Erzählband im Poetenladen (Verlag) erscheinen.
Katharina Bendixen im Poetenladen
Würth-Literaturpreis 
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| Welttag des Buches – Hier. Und überall |
News 299 23.04.2008 |
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Deutschlandweit feiern heute, den 23. April, Buchhandlungen, Verlage, Bibliotheken und Schulen am UNESCO-Welttag ein großes Lesefest. In über 1.500 Buchhandlungen finden Lesungen, Bücherparties, literarische Schnitzeljagden oder Märchenstunden statt. Die bundesweite Kampagne zum Weltbuchtag wird vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels und der Stiftung Lesen organisiert und von den Bildungs- und Kultusministerien der Länder und der Deutschen UNESCO-Kommission unterstützt.
Seit 1996 hat sich der Welttag des Buches als landesweites Lesefest in Deutschland etabliert. Der 23. April ist sowohl Todestag von Cervantes, als auch Geburts- und Todestag von Shakespeare. Die Veranstaltungen in den Schulen, Buchhandlungen und Bibliotheken richten sich vor allem an die Leseförderung.
Im Rahmen der Buch-Gutschein-Aktion der Stiftung Lesen und der Landesverbände des Börsenvereins können am Welttag rund 740.000 Schülerinnen und Schüler ihre Geschenkgutscheine in den 3.200 teilnehmenden Buchhandlungen einlösen. Das Welttag-Buch Ich schenk dir eine Geschichte steht unter dem Titel Reisen in fantastische Welten. Bekannte Kinder- und Jugendbuchautoren, darunter Isabel Abedi, Wolfgang Hohlbein und Dieter Winkler haben Geschichten eigens für das Buch verfasst. Es erscheint in einer Auflage von rund 1,2 Millionen Exemplaren und beinhaltet neben Geschichten auch ein Welttags-Quiz.
Um eigene Fantasy-Geschichten geht es beim Schreibwettbewerb Die magische Feder, den die Deutsche Bahn und die Deutsche Post für Schüler der 4. und 5. Klassen veranstalten.
Am Berliner Hauptbahnhof wird am 23. April ein DB-Vorlese-Tipi für Kinder aufwarten. Prominente Lesefans wie Cherno Jobatey, Ulrich Matthes und Brigitte Grothum werden die Kinder beim Vorlesen mit auf Fantasie-Reisen nehmen.
Neu in diesem Jahr ist die Aktion Lesereise, die von der Arbeitsgemeinschaft von Jugendbuchverlagen und dem Sortimenter-Ausschuss im Börsenverein initiiert wurde. Hierfür werden von den ca. 30 Mitgliedsverlagen rund 50 Autoren auf Lesereise geschickt.
UNESCO | Welttag des Buches 
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| Hermann-Lenz-Preis 2008 für Xaver Bayer |
News 298 19.04.2008 |
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Der von Hubert Burda gestiftete Hermann-Lenz-Preis für deutschsprachige Literatur wird am 26. Juli in Maxlrain bei Rosenheim an den österreichischen Schriftsteller Xaver Bayer überreicht. Der Preis ist mit 15.000 Euro dotiert und wird seit 1999 als Nachfolger des Petrarca-Preises vergeben.
Xaver Bayer, 1977 geboren, habe in seinen drei Büchern ein eigenwilliges und düsteres Bild seiner Generation zwischen Anpassung und Verweigerung gezeichnet. Besonders in seinem zuletzt erschienenen Roman „Weiter“, wären ihm Bilder der Verlorenheit und der Richtungslosigkeit gelungen, die das große erzählerische Talent dieses Einzelgängers erweisen, so die Begründung der Jury, die aus Michael Krüger, Peter Hamm, Peter Handke und Alfred Kolleritsch besteht.
Bayer, dessen neues Buch „Die durchsichtigen Hände“ im Juli bei Jung und Jung erscheinen wird, folgt somit bisherigen Preisträgern wie Joseph W. Janker, Franz Weinzettl, Jürgen Becker und Angela Krauß
Zusammen mit dem Hermann-Lenz-Preis wird der mit je 5.000 Euro dotierte Hubert-Burda-Preis für junge osteuropäische Lyrik vergeben. Preisträger sind in diesem Jahr:
Valžyna Mort (1981 in Minsk geboren), die bereits zwei Gedichtbände in den USA publiziert hat, Delimir Rešicki (1960 in Osijek geboren), einer der bekanntesten jüngeren Lyriker Kroatiens, und Tadeusz Dabrowski (1979 in Danzig geborenen), unter anderem Redakteur der Literaturzeitschrift „Topos“.
Xaver Bayer bei Jung und Jung
Hermann-Lenz-Preis 
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| Thomas-Mann-Preis für Daniel Kehlmann |
News 297 16.04.2008 |
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Der mit 10.000 Euro dotierte Thomas-Mann-Preis geht in diesem Jahr an den Schriftsteller Daniel Kehlmann.
In der Begründung der Jury heißt es: „Die Ehrung gilt dem scharfsinnigen Essayisten und klugen Geschichtenerzähler, dessen Romane und Novellen mit artistischer Verve und in leichtfüßiger Nachfolge Thomas Manns mit Humor, Ironie und tieferer Bedeutung ihre sehr ernsten Scherze treiben.“
Der Thomas-Mann-Preis, der 1975 anlässlich des 100. Geburtstags des Schriftstellers von der Hansestadt Lübeck gestiftet wurde, wird alle drei Jahre an Persönlichkeiten verliehen, „die sich durch ihr literarisches oder literaturwissenschaftliches Wirken ausgezeichnet haben im Geiste der Humanität, die das Werk von Thomas Mann prägte.“
Kehlmanns erster Roman Beerholms Vorstellung erschien 1997. Er hatte Poetikdozenturen in Mainz, Wiesbaden und Göttingen inne und wurde mit zahlreichen Preisen, darunter dem Candide-Preis, dem Preis der Konrad-Adenauer-Stiftung, dem Heimito-von-Doderer-Preis und dem Kleist-Preis 2006 ausgezeichnet. Sein Roman Die Vermessung der Welt, der bisher in vierzig Sprachen übersetzt wurde, wurde zu einem der erfolgreichsten deutschen Romane der Nachkriegszeit.
Bisherige Preisträger des Thomas-Mann-Preises waren unter anderen Uwe Johnson, Siegfried Lenz, Marcel, Günter Grass und zuletzt 2005 Walter Kempowski. Der Preis wird am 18. Oktober in Lübeck verliehen.
Daniel Kehlmann Homepage
Daniel Kehlmann | Rezension im poetenladen 
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| Münchner Literaturpreis für Tilman Spengler |
News 296 11.04.2008 |
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Seit 1999 wird der Münchner Literaturpreis alle drei Jahre im Wechsel mit dem Publizistikpreis der Stadt München und dem Übersetzerpreis der Stadt München vergeben.
Mit der Auszeichnung, mit der man „ein in Stil und Gehalt herausragendes literarisches Gesamtwerk“ würdigen will, wird Tilman Spenglers publizistisches und schriftstellerisches Schaffen mit 10 000 Euro gewürdigt. Spengler präge den intellektuellen Diskurs in Deutschland und belebe mit seiner kulturellen Vermittlungsarbeit den Münchner Literaturbetrieb, so die Jury.
Der 1947 geborene Spengler ist seit 1980 Mitherausgeber der Zeitschrift Kursbuch, die 1965 von Hans Magnus Enzensberger gegründet wurde und zu einem der wichtigsten Organe der APO wurde.
Zuletzt erschien von Tilman Spengler Mallorca. Von schwarzen Schweinen und Madonnen (2003). Neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit schrieb Spengler unter anderem Reden für den früheren Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) sowie Ex-Kulturstaatsminister Michael Naumann (SPD).
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| Hugo-Ball-Preis 2008 |
News 295 09.04.2008 |
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Max Goldt
Die Auszeichnung erinnert an den aus Pirmasens stammenden Hugo Ball (1886-1927) und wird seit 1990 alle drei Jahre vergeben.
Der mit 10000 Euro dotierte Hugo-Ball-Preis geht 2008 an den in Berlin lebenden Schriftsteller und Musiker Max Goldt. Bisherige Preisträger waren zum Beispiel Oskar Pastior, Patrick Roth und Feridun Zaimoglu.
Zusätzlich wird ein Förderpreis in Höhe von 3750 Euro vergeben, mit dem der Lyriker und Übersetzer Alexander Nitzberg ausgezeichnet wird. Von ihm erschien zuletzt Lyrik Baukasten. Wie man Gedichte macht. (DuMont 2006)
Die Verleihung der Preise findet am Sonntag, 14. September 2008, in der Festhalle Pirmasens statt.
Max Goldt Homepage
Alexander Nitzberg Homepage 
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| Kleist-Preis an Max Goldt |
News 294 07.04.2008 |
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Der Kleist-Preis des Jahres 2008 geht an den Schriftsteller und Musiker Max Gold. Diesjährige Vertrauensperson der Jury war Daniel Kehlmann.
Der 1958 in Göttingen geborene Goldt habe als Kolumnist der Zeitschrift Titanic, Essayist und Prosakünstler den deutschen Alltag bis „zur Kenntlichkeit entstellt“, hieß es zur Begründung.
Goldt lebt seit 1977 in Berlin. Als Schriftsteller wurde er mit Titeln bekannt wie Mein äußerst schwer erziehbarer schwuler Schwager aus der Schweiz (1984) oder Schließ einfach die Augen und stell dir vor, ich wäre Heinz Kluncker (1994). Zuletzt erschienen Vom Zauber des seitlich dran Vorbeigehens (2005) und QQ (2007).
Der mit 20.000 Euro dotierte Preis wird am 23. November in Berlin verliehen. Der Kleist-Preis war die wichtigste literarische Auszeichnung der Weimarer Republik. Nach Wiederbegründung des Preises 1985 zählen unter anderen Alexander Kluge, Thomas Brasch, Heiner Müller, Martin Mosebach und zuletzt Wilhelm Genazino zu den Preisträgern.
Heinrich von Kleist Gesellschaft 
Max Goldt Homepage 
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| Berliner Literaturpreis 2008 an Ulrich Peltzer |
News 293 28.03.2008 |
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Der mit 30000 Euro verbundene Berliner Literaturpreis der Stiftung Preußische Seehandlung wird 2008 an Ulrich Peltzer verliehen. Der Preis soll das bisherige Gesamtwerk Peltzers würdigen.
Ulrich Peltzer, der seit 1975 in Berlin lebt, hat seit 1987 fünf Romane veröffentlicht, für die er unter anderem bereits mit dem Anna-Seghers-Preis (1997) und dem Bremer Literaturpreis (2003) ausgezeichnet wurde. Zuletzt erschien von Peltzer 2007 Teil der Lösung bei Ammann.
Mit dem Berliner Literaturpreis werden Schriftsteller ausgezeichnet, die „mit ihrem literarischen Werk einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung der zeitgenössischen Literatur geleistet haben.“ Die Jury begründet ihre Entscheidung damit, dass sich Peltzer „mit einem schmalen Werk, das nur fünf Prosatexte in zwei Jahrzehnten umfasst, großes Ansehen erschrieben hat.“
Der Preis wird im April 2008 vom regierenden Bürgermeister Berlins, Klaus Wowereit, verliehen. Frühere Preisträger und Dozenten waren unter anderen Herta Müller, Durs Grünbein und Ilija Trojanow.
Rezension im poetenladen
Ulrich Peltzer bei Ammann 
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| Erostepost Literaturpreis an Amber Rusalka Reh |
News 292 20.03.2008 |
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Amber Rusalka Reh
Der von der gleichnamigen Salzburger Literaturgruppe vergebene Preis besteht seit 1989 und wird im Literaturhaus Salzburg vergeben.
Die diesjährigen Gewinner des erostepost Literaturpreises sind Amber Rusalka Reh aus Leipzig, die den mit 900 Euro dotierten ersten Platz belegt hat, und Stephan Waldscheidt aus Durmersheim, der mit 600 Euro für den zweiten Platz bedacht wird.
Das besondere am erostepost Preis ist, dass er zunächst nach Themen ausgelobt wurde, die aus dem Namen erostepost gebildet wurden: eros, rost, step, epos, post, euro, stop und pest. Seit 2003 wird der Name erostepost Buchstabe für Buchstabe durchgegangen und ein damit beginnendes Motto bestimmt, das ein Genre festlegt. Nach s – wie sindbad und die seefahrer im letzten Jahr ist man 2008 bei t – wie tanz der Vampire, Horrorgeschichten angelangt.
Die Gewinnertexte werden in der erostepost-Sondernummer zum Literaturpreis, die am 13. Mai 2008 erscheinen wird, vertreten sein. Andere Preisträger waren u.a. Katharina Bendixen und Ron Winkler.
erostepost 
Amber Rusalka Reh im Poetenladen
Kritik im Poetenladen | schnecken, laub, turbinen |
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