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Gerhard Zwerenz
Die Verteidigung Sachsens und warum Karl May die Indianer liebte

Sächsische Autobiographie in Fortsetzung | Folge 38

Dies ist eine sächsische Autobiographie als Fragment in 99 Fragmenten. Schon 1813 wollten die Sachsen mit Napoleon Europa schaffen. Heute blicken wir staunend nach China. Die Philosophen nennen das coincidentia oppositorum, d.h. Einheit der Widersprüche. So läßt sich's fast heldenhaft in Fragmenten leben.

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Terror im Systemvergleich

Gerhard Zwerenz | Terror im Systemvergleich
Gerhard Zwerenz
Terror im Systemvergleich
Als Klaus Rainer Röhl in Hamburg wegen konkret in Turbulenzen geriet, gründete er die Monatszeitschrift das da, für deren Novemberheft 1974 er die einführenden Sätze zu meinem Tatsachenbericht verfasste:
„Gerhard Zwerenz ist ein unbequemer Mann. Wie der Osten auf Oppositionelle seines Schlages reagierte, beschreibt er in seinem neuesten Buch Der Widerspruch (S. Fischer Verlag, Ffm.). Aber auch im Westen bekam der kompromisslose Sozialist bald Schwierigkeiten. Wegen seines Eintretens für studentische Demonstranten und Hausbesetzer ist er bei Frankfurts Regierenden Buhmann Nr. 1. Hier fügt Zwerenz dem Systemvergleich zwischen der BRD und der DDR eine neue Variante hinzu:“
Soviel von und zu Röhl, der inzwischen die Seiten wechselte und zu Ernst Nolte samt FAZ flüchtete. Mein damaliger Bericht bedarf keiner Korrektur und gilt heute so wie 1974:

Welcher Geist in den Köpfen führender Politiker herrscht, offenbart sich in gewissen Situationen, wenn politische Anforderungen Stress einbringen und die üblichen diplomatischen Verschleierungsformeln aufreißen. Man kann dann einen Blick ins ungetarnte Innere unserer Politiker werfen. Die Charaktere zeigen sich nackt.
In einer für den Kommunismus prekären Situation, nach der Niederwerfung des ungarischen Aufstandes im Herbst 1956, las ich in der Leipziger Volkszeitung folgendes:
„So haben sich Genossen Zwerenz und Loest im vergangenen Jahr weniger mit der Politik der Partei beschäftigt, um so mehr haben sie unter der Flagge des Kampfes gegen den Dogmatismus Auffassungen in die Partei getragen, die im wesentlichen mit denen der Konterrevolution und des ungarischen Petöfi-Kreises sowie der Harich-Gruppe übereinstimmen ... Genosse Zwerenz probierte in der Zeitschrift Sonntag seine schriftstellerische Begabung dahingehend aus, dass er noch mehr kritische Artikel gegen unsere Deutsche Demokratische Republik produzierte als es Julius Hay in Ungarn tat. Solche Leute nennen ihr Auftreten ›Entfaltung des wissenschaftlichen Meinungsstreites‹. Wir jedoch sagen: Konterrevolution hat absolut nichts mit Wissenschaft zu tun ... gegen Leute, die unter dem Deckmantel der Wissenschaft bei uns konterrevolutionäre Tätigkeit entfalten, gibt es nur eine Schlussfolgerung: Sie müssen eingesperrt werden. ...“
Das sind nun gewiss harte Worte, und ein so Bedrohter fühlt gemeinhin wenig Lust, sich wie angekündigt behandeln zu lassen. Immerhin lebte ich damals noch mehr als ein halbes Jahr in der DDR, unter Schwierigkeiten, doch in Freiheit. Erst im Spätsommer wurde der Weggang unvermeidlich.

Im Frühjahr 1974 kam es in Frankfurt zu ähnlichen Offenbarungen. Nachdem ich in einer Fernsehsendung die Frankfurter Polizei der Folterung und anderer Übergriffe beschuldigt hatte, setzte eine unvorstellbare Verleumdungs-Kampagne ein. Meine Freunde und ich organisierten daraufhin ein öffentliches Tribunal, auf dem die Opfer der Polizeimacht Gelegenheit erhielten, sich vor breitem Publikum zu äußern. Alle diese Vorgänge werden dokumentiert und vorgelegt.*
Worum es mir jetzt geht, ist die Reaktion der betroffenen Behörden.
Beim Vergleich, was 1956/57 von der Leipziger Parteiführung gegen mich geäußert worden ist und was jetzt 1974 der Frankfurter Polizeipräsident von sich gab, schneidet der kommunistische Osten weitaus besser ab. Doch gehen wir auf eine höhere Ebene; denn es liegen auch Publikationen des hessischen Innenministers Bielefeld und seines Pressesprechers Gerstemeier vor. Der Minister formulierte:
„Lieber Leser,
Hessens Polizei braucht sich weder getroffen noch betroffen oder gar verunsichert zu fühlen. Das sogenannte Tribunal von Frankfurt, das sich in der zweiten Märzwoche im dortigen Volksbildungsheim anmaßte, über die Verhaltensweise der Polizei bei ihrem Einsatz gegen politische Gewalttäter zu urteilen und zu richten, entlarvte sich selbst als das, was es war; eine Ansammlung anti-polizeilich programmierter verbaler Amokläufer.
Selbstgerechtigkeit und Voreingenommenheit, Wichtigtuerei und Aufgeblasenheit, übersteigertes Geltungsbedürfnis, Lüge und Verleumdung beherrschten die Politszene. Eine vor keiner noch so absurden Unterstellung zurückschreckende Agitation, ausgerichtet auf Verdammung der Polizei und Verdummung der Öffentlichkeit.
Man könnte das Ganze als Theaterdonner abtun, hätte hinter dieser Farce eines ›Tribunals‹ nicht die Zielsetzung gestanden, das Verhältnis Bürger-Polizei zu vergiften und die Funktionsfähigkelt unseres freiheitlichen Staates und seine Rechtsordnung in Frage zu stellen. Man verunglimpft die Polizei und meinte den Staat.
Wie in allen gesellschaftlichen Bereichen, so gibt es hier auch hier eine Grenze zwischen dem, was von der Polizei hingenommen werden kann und was nicht. Wie es die selbstverständliche Pflicht der Polizei ist, den Frieden auf den Straßen zu wahren und Gefahren von den Bürgern abzuwenden, so ist es die selbstverständliche Aufgabe der Gerichtsbarkeit, jene Zeitgenossen, die unsere Polizei durch tätlichen Widerstand, durch Schmähungen und Verleumdungen daran zu hindern suchen, zur Verantwortung zu ziehen. Für tätliche Angriffe oder Verleumdungen gegen die Polizei gibt es weder eine moralische noch rechtliche Legitimation.
In Sachen ›Tribunal‹ werden nicht die Akteure dieser Schau von Aufwiegelei das letzte Wort haben, sondern der Strafrichter.
Ihr
(Unterschrift)
Bielefeld“
* Die Dokumentation erschien inzwischen unter dem Titel
„ Zerstörung – Terror – Folter“ bei megapress, Frankfurt 1

Der Pressesprecher des Herrn Ministers ging noch weiter:
Das Tribunal oder der Kleine Herr in Krieg und Frieden

Gerhard Zwerenz | Casanova
Gerhard Zwerenz
Casanova
oder der Kleine Herr
in Krieg und Frieden
Roman
Scherz Verlag 1966
Es ist jedermanns Recht, sich als Individuum wichtig zu nehmen, sich mit einem Tugendtarif auszustatten oder sich als Moralist zu gebärden. Bedenklich ist es dagegen, wenn sich jemand zum Ankläger und Richter aufspielt, um in dieser Doppelfunktion über Recht und Unrecht anderer Menschen zu befinden. Genau das aber taten sie, die m südhessischen Raum lebende Literaten Gerhard Zwerenz und Jürgen Roth, als sie, assistiert von dem Ex-Jusovorsitzenden Karsten Voigt und dem Gewerkschaftsfunktionär Heinz Brandt, im Frankfurter Volksbildungsheim ihre Bühne für das von ihnen einberufene sogenannte Tribunal zimmerten und die dazu erforderlichen Akteure der Frankfurter Februarunruhen zum großen Hassgesang auf die Polizei zusammenführten. Was am Abend des 12. März 1974 unter der Schirmherschaft eines schweißfüßigen Intellekts an wurmstichigen Anschuldigungen und Verleumdungen gegen die Polizei ausgekübelt wurde, berechtigt zu der Feststellung, dass die berufliche Beschäftigung mit Literatur Ignoranz und Arroganz nicht ausschließt.
So gesehen brachte die nach den Prinzipien des absurden Theaters aufgezäumte Polizeibeschimpfung der Literaten und angeblichen Belastungszeugen nur diese Erkenntnis. Negatives Erleben, eigenes Versagen, Kindheitsenttäuschungen verdichteten sich hier im Frankfurter Volksbildungsheim zu einem revolutionären Imponiergehabe und endeten in einem Akt politisch-pubertärer Selbstbefriedigung.
Vielleicht hätte Herr Zwerenz besser aus seinem Buch „Der Kleine Herr in Krieg und Frieden“ vorgelesen, statt sich zum Gerichtsherrn von eigenen Gnaden zu produzieren und das Frankfurter Volksbildungsheim als Spielwiese für anti-polizeiliche Verbalorgien zu missbrauchen.
Karl-Heinz Gerstemeier“

Es fragt sich natürlich, ob man den sächsischen SED-Führer Fröhlich so einfach mit dem hessischen FDP-Innenminister Bielefeld vergleichen kann. Bielefeld spielt im BRD-Maßstab nicht annähernd die Rolle, wie sie Walter Ulbrichts Vertrauter, das Politbüro-Mitglied Fröhlich in der DDR spielte. Doch kann man von diesen Unterschieden wohl abstrahieren. Gemeinsam ist beiden Politikern die Entrüstung über einen Schriftsteller, gemeinsam die Drohgebärde.
Der Kommunist formuliert dabei sachlicher und direkt. Der Freidemokrat ungenauer, wolkiger, bösartiger. Beides entspricht den Machtverhältnissen. Fröhlich konnte das Einsperren zwar nicht unmittelbar anordnen, doch sucht er sich, was der Sinn seiner Erklärung nebenbei gewesen sein mag, im Politbüro gegen eine mäßigende Gruppe durchzusetzen. Die in der Presse formulierte Drohung sollte dann exekutive Gewalt erhalten. Anders Bielefeld, der angesichts der Gewaltenteilung nicht in irgendeiner Gruppe einfach das Einsperren des missliebigen Autors betreiben kann, aber ganz offensichtlich versucht, laufende Ermittlungsverfahren zu beeinflussen. Justiz und Gerichte sollen unter Druck gesetzt werden, was freilich nicht expressis verbis gesagt wird, deshalb die wolkige Ausdrucksweise.
Der kommunistische wie der freidemokratische Politiker enden mit der inhaltlich gleichen Drohgeste.
Der hessische Innenminister hat zusätzlich seinen Pressesprecher zur Hand, der die Katze aus dem Sack lässt und frei nach dem Wörterbuch des Unmenschen formuliert. Der schweißfüßige Intellekt kommt geradenwegs aus Goebbels' Völkischem Beobachter. Was assoziiert werden soll und wes Geistes Kind ist, wer so artikuliert, hat Heinz Brandt hinreichend verdeutlicht. In Denk- und Sprachstrukturen manifestiert sich faschistischer Ungeist. Wer so redet und schreibt, der schießt und foltert auch oder: lässt geschehen und deckt zu.
Gemeinsam ist beiden Reaktionen, der westlichen wie östlichen, die Unkenntnis des wirklichen Sachverhaltes. Was ich im Osten geschrieben hatte, wurde nicht verhandelt. Ob die Sache stimmte oder nicht, blieb unbeachtet. Ich sollte eingesperrt werden, weil ich etwas geschrieben hatte. Nicht anders im Westen. Die Drohgebärde erfolgte, weil ich den Schleier der Geheimhaltung zerrissen hatte. Es ging nicht um das, was ich angriff, sondern darum, dass ich angriff. Beide Male fühlte Macht sich beleidigt, weil ihre Ausübung als fragwürdig, unmenschlich und illegitim erscheinen muss, wenn man die Dinge nur beim richtigen Namen nennt. Die Herrschenden reagieren darauf aggressiv.
Wenn ich noch einmal zwischen Ost und West Vergleiche anstellen darf, so muss ich sagen, die Verlogenheit und kalte Bösartigkeit ist im Westen größer. Vergleichbar niederträchtig reagierten gewisse DDR-Schreiber erst, als ich die DDR verlassen hatte und schwere verständliche Enttäuschung durchschlug. In der öffentlichen Diskussion aber und solange ich im Lande lebte, blieb man offener, ehrlicher, genauer. Obwohl die politische Situation der damaligen DDR durchaus als prekärer zu bezeichnen ist, vergleicht man sie mit der gegenwärtigen in der BRD.
Es reichte, die Vergleiche weiterzuführen. Material ist genügend vorhanden. Die Ergebnisse legen den Schluss nahe, dass die politsch-soziologischen Unterschiede zwischen Ost und West nicht gar so groß sein können. Vielleicht muss man mehr phänomenologisch vorgehen oder struktural-anthropologisch. Allerdings ergeben sich auch gelinde Differenzen.

Als ich in Leipzig erstmals scharf in der Presse angegriffen wurde, schaltete sich der DDR-Kulturminister Johannes R. Becher mäßigend ein. Eine Diskussion im Kulturbund, die er ansetzte, sabotierte die Partei, indem sie mich entgegen Bechers ausdrücklichem Wunsch nicht einlud. Becher arrangierte daraufhin ein privates Treffen. Später, als Becher selbst unter Feuer stand und sich nicht mehr für Angegriffene verwenden konnte, suchten andere zu helfen. So schrieb der damalige Sekretär für Kultur im Zentralkomitee der SED, Paul Wandel, an den strafwütigen Paul Fröhlich:
„Genosse Fröhlich, in der Angelegenheit Zwerenz-Loest ist das Sekretariat der Meinung, dass keinerlei administrative Maßnahmen ergriffen werden sollen. Es kommt darauf an, die junge Intelligenz der Partei zu erhalten.“
Auch auf dem Höhepunkt der Kampagne wirkten führende Politiker mäßigend, ich wurde mehrmals in meiner ärmlichen Studentenbude im Osten Leipzigs aufgesucht, man hielt verschiedenartige Kontakte zu mir. Nie im Westen habe ich auch nur annähernd vergleichbare Bemühungen erlebt. Es wird gehetzt, inhaftiert, vor Gericht gestellt. Klirrende Feindschaft herrscht. In der DDR gab es zwischen den Opponenten immerhin noch Gespräche. Ulbricht bestellte Harich zu sich und redete beschwörend auf ihn ein, bevor er ihn verhaften ließ.
Ich bestreite durchaus die Rechtmäßigkeit eines Prinzips, das dem einzelnen Mann soviel Macht gibt und auf Gewaltenteilung verzichten zu können glaubt. Doch das steht hier nicht zur Debatte, vielmehr die Umgangsformen der Menschen untereinander. Sie ist heute bei uns auf den Nullpunkt gesunken.
Ich warte auf meine Gerichtsverhandlung, bei der ich hoffentlich endlich unser Material über polizeiliche Übergriffe und Misshandlungen wie Folterungen vorlegen kann. Dass nicht ein einziger Politiker sich bei mir erkundigte, was wir denn wirklich gesammelt hätten, dass es mich veranlasste in einen derart unerquicklichen und selbstredend gefährlichen Clinch mit den Ordnungsbehörden zu gehen, kann mich nicht mehr enttäuschen, nur bestätigen in der niederschmetternden Einsicht, dieser Staat sei dabei, ein kaltes, menschenfeindliches Monster zu werden, dem Humanität nur mehr eine Phrase ist.
Der hier dokumentierte Bericht ist identisch mit dem Abdruck 1974. Die angekündigte Gerichtsverhandlung fand nie statt. Erst artikulieren sich die Herren als beleidigte Majestäten mit Blut im Auge. Dann fallen sie aus allen Wolken. Das Ermittlungsverfahren gegen uns wurde mangels Masse eingestellt. Die namentlich genannten Protagonisten waren neben den „Literaten Gerhard Zwerenz und Jürgen Roth“ jener Juso-Vorsitzende Karsten Voigt, der inzwischen seit vielen Jahren als Koordinator der Bundesregierung für deutsch-amerikanische Zusammenarbeit zuständig ist, dazu der „Gewerkschaftsfunktionär Heinz Brandt“, nebenbei bemerkt damals leitender Redakteur der IG-Metallzeitung – wir waren also die bösen Buben, die „im Frankfurter Volksbildungsheim ihre Bühne für das von ihnen einberufene sogenannte Tribunal zimmerten.“ Unser Freund Heinz Brandt, verstorben 1986 in Frankfurt/Main, hatte als jüdischer Kommunist die Nazi-Zeit in Zuchthäusern sowie im KZ Auschwitz verbringen müssen, war 1961 aus West- nach Ost-Berlin entführt und dort in einem Geheimprozess zu 13 Jahren verurteilt worden. Kraft internationaler Solidarität und erheblicher Proteste kam er nach 4 Jahren frei.

Manfred Coppik (2. von links) und Gerhard Zwerenz (rechts im Bild)
Um diese Zeit wurde ich von der DDR gerade mal wieder per Haftbefehl gesucht. Soviel zum „schweißfüßigen Intellekt“ auf beiden Seiten des geteilten Landes. Trotz aller schlechten Erfahrungen mit den jeweiligen Obrigkeiten versucht es unsereiner immer wieder mit Geduld und Spucke. 1975, ein Jahr nach dem Frankfurter Tribunal, sitzen wir als Wahlkampfhilfe am Tisch dem Offenbacher SPD-Bundestagsabgeordneten Manfred Coppik gegenüber. Es lebe die gute alte Tante SPD? Heute zählt Coppik zur Linkspartei. So wird die Teilung überwindbar. Trotz aller Haftbefehle und Ermittlungsverfahren blieb ich als geborener Sachse immer mit mir vereint wie Karl May mit Old Shatterhand und Winnetou.

Am Montag, den 23. Juni 2008, erscheint das nächste Kapitel.

Gerhard Zwerenz   09.06.2008   Druckansicht  Zur Druckansicht - Schwarzweiß-Ansicht   Seite empfehlen  empfehlen

Gerhard Zwerenz
Serie
  1. Wie kommt die Pleiße nach Leipzig?
  2. Wird Sachsen bald chinesisch?
  3. Blick zurück und nach vorn
  4. Die große Sachsen-Koalition
  5. Von Milbradt zu Ernst Jünger
  6. Ein Rat von Wolfgang Neuss und aus Amerika
  7. Reise nach dem verlorenen Ich
  8. Mit Rasputin auf das Fest der Sinne
  9. Van der Lubbe und die Folgen
  10. Unser Schulfreund Karl May
  11. Hannah Arendt und die Obersturmbannführer
  12. Die Westflucht ostwärts
  13. Der Sänger, der nicht mehr singt
  14. Ich kenne nur
    Karl May und Hegel
  15. Mein Leben als Prophet
  16. Frühe Liebe mit Trauerflor
  17. Der Schatten Leo Bauers
  18. Von Unselds Gegner zu Holtzbrincks Bodyguard
  19. Karl May Petrus Enzensberger Walter Janka
  20. Aus dem Notizbuch eines Ungläubigen
  21. Tanz in die zweifache Existenz
  22. General Hammersteins Schweigen
  23. Die Pleiße war mein Mississippi
  24. Im Osten verzwergt und verhunzt?
  25. Uwe Johnson geheimdienstlich
  26. Was fürchtete Uwe Johnson
  27. Frühling Zoo Buchmesse
  28. Die goldenen Leipziger Jahre
  29. Das Poeten-Projekt
  30. Der Sachsenschlag und die Folgen
  31. Blick zurück auf Wohlgesinnte
  32. Sächsische Totenfeier für Fassbinder (I)
  33. Sächsische Totenfeier für Fassbinder (II)
  34. Brief mit Vorspann an Erich Loest
  35. Briefwechsel mit der Welt der Literatur
  36. Die offene Wunde der Welt der Literatur
  37. Leipzig – wir kommen
  38. Terror im Systemvergleich
  39. Rachegesang und Kafkas Prophetismus
  40. Die Nostalgie der 70er Jahre
  41. Pauliner Kirche und letzte Helden
  42. Das Kickers-Abenteuer
  43. Unser Feind, die Druckwelle
  44. Samisdat in postkulturellen Zeiten
  45. So trat ich meinen Liebesdienst an …
  46. Mein Ausstieg in den Himmel
  47. Schraubenzieher im Feuchtgebiet
  48. Der Fall Filip Müller
  49. Contra und pro Genossen
  50. Wie ich dem Politbüro die Todesstrafe verdarb
  51. Frankfurter Polzei-buchmesse 1968
  52. Die Kunst, weder Kain noch Abel zu sein
  53. Als Atheist in Fulda
  54. Parade der Wiedergänger
  55. Poetik – Ästhetik und des Kaisers Nacktarsch
  56. Zwischen Arthur Koestler und den Beatles
  57. Fragen an einen Totalitarismusforscher
  58. Meine fünf Lektionen
  59. Playmobilmachung von Harald Schmidt
  60. Freundliche Auskunft an Hauptpastor Goetze
  61. Denkfabrik am Pleißenstrand
  62. Rendezvous beim Kriegsjuristen
  63. Marx, Murx, Selbstmord (der Identität)
  64. Vom Aufsteiger zum Aussteiger? (I. Teil)
  65. Vom Aufsteiger zum Aussteiger? (II. Teil)
  66. Der Bunker ...
  67. Helmut auf allen Kanälen
  68. Leipzig anno 1956 und Berlin 2008
  69. Mit Konterrevolutionären und Trotzkisten auf dem Dritten Weg
  70. Die Sächsischen Freiheiten
  71. Zwischen Genossen und Werwölfen
  72. Zur Geschichte meiner Gedichte
  73. Poetenladen: 1 Gedicht aus 16 Gedichten
  74. Der Dritte Weg als Ausweg
  75. Unendliche Wende
  76. Drei Liebesgrüße für Marcel
  77. Wir lagen vor Monte Cassino
  78. Die zweifache Lust
  79. Hacks Haffner Ulbricht Tillich
  80. Mein Leben als Doppelagent
  81. Der Stolz, ein Ostdeutscher zu sein
  82. Vom Langen Marsch zum 3. Weg
  83. Die Differenz zwischen links und rechts
  84. Wo liegt Bad Gablenz?
  85. Quartier zwischen Helmut Schmidt und Walter Ulbricht
  86. Der 3. Weg eines Auslandssachsen
  87. Kriegsverrat, Friedensverrat und Friedenslethargie
  88. Am Anfang war das Gedicht
  89. Vom Buch ins Netz und zur Hölle?
  90. Epilog zum Welt-Ende oder DDR plus
  91. Im Hotel Folterhochschule
  92. Brief an Ernst Bloch im Himmel
  93. Kurze Erinnerung ans Bonner Glashaus
  94. Fritz Behrens und die trotzkistische Alternative
  95. 94/95 Doppelserie
  96. FAUST 3 – Franz Kafka vor Auerbachs Keller
  97. Rainer Werner Fassbinder ...
  98. Zähne zusammen­beißen ...
  99. Das Unvergessene im Blick
    1. Nachwort
Nachworte
  1. Nachwort
    siehe Folge 99
  2. Auf den Spuren des
    Günter Wallraff
  3. Online-Abenteuer mit Buch und Netz
  4. Rückschau und Vorschau aufs linke Leipzig
  5. Die Leipziger Denkschule
  6. Idylle mit Wutanfall
  7. Die digitalisierte Freiheit der Elite
  8. Der Krieg als Badekur?
  9. Wolfgang Neuss über Kurt Tucholsky
  10. Alter Sack antwortet jungem Sack
  11. Vor uns diverse Endkämpfe
  12. Verteidigung eines Gedichts gegen die Gladiatoren
  13. Parademarsch der Lemminge und Blochs Abwicklung
  14. Kampf der Deserteure
  15. Fritz Bauers unerwartete Rückkehr
  16. Der Trotz- und Hoffnungs-Pazifismus
  17. Als Fassbinder in die Oper gehen wollte
  18. Was zum Teufel sind Blochianer?
  19. Affentanz um die 11. Feuerbach-These
  20. Geschichten vom Geist als Stimmvieh
  21. Von Frankfurt übern Taunus ins Erzgebirge
  22. Trotz – Trotzalledem – Trotzki
  23. Der 3. Weg ist kein Mittelweg
  24. Matroschka –
    Die Mama in der Mama
  25. Goethe bei Anna Amalia und Herr Matussek im Krieg
  26. Der Aufgang des Abendlandes aus Auerbachs Keller
  27. Jan Robert Bloch –
    der Sohn, der aus der Kälte kam
  28. Das Buch, der Tod und der Widerspruch
  29. Pastor Gauck oder die Revanche für Stalingrad
  30. Bloch und Nietzsche werden gegauckt ...
  31. Hölle angebohrt. Teufel raus?
  32. Zwischen Heym + Gauck
  33. Von Marx über Bloch zu Prof. Dr. Holz
  34. Kafkas Welttheater in Auerbachs Keller
  35. Die Philosophenschlacht von Leipzig
  36. Dekonstruktion oder Das Ende der Ver­spä­tung ist das Ende
  37. Goethes Stuhl – ein Roman aus Saxanien
  38. Meine Weltbühne im poetenladen
  39. Von Blochs Trotz zu Sartres Ekel
  40. Die Internationale der Postmarxisten
  41. Dies hier war Deutschland
  42. Kopfsprünge von Land zu Land und Stadt zu Stadt
  43. Einiges Land oder wem die Rache gehört
  44. Schach statt Mühle oder Ernst Jünger spielen
  45. Macht ist ein Kriegszustand
  46. Dekonstruktion als Kriminalgeschichte I
  47. Damals, als ich als Boccaccio ging …
  48. Ein Traum von Aufklärung und Masturbation
  49. Auf der Suche nach der verschwundenen Republik
  50. Leipzig am Meer 2013
  51. Scheintote, Untote und Überlebende
  52. Die DDR musste nicht untergehen (1)
  53. Die DDR musste nicht untergehen (2)
  54. Ein Orden fürs Morden
  55. Welche Revolution darfs denn sein?
  56. Deutschland zwischen Apartheid und Nostalgie
  57. Nietzsche dekonstruierte Gott, Bloch den Genossen Stalin
  58. Ernst Jünger, der Feind und das Gelächter
  59. Von Renegaten, Trotzkisten und anderen Klassikern
  60. Die heimatlose Linke (I)
    Bloch-Oper für zwei u. mehr Stimmen
  61. Die heimatlose Linke (II)
    Ein Zwischenruf
  62. Die heimatlose Linke (III)
    Wer ist Opfer, wer Täter ...
  63. Die heimatlose Linke (IV)
    In der permanenten Revolte
  64. Wir gründen den Club der
    heimatlosen Linken
  65. Pekings große gegen Berlins kleine Mauer
  66. Links im Land der SS-Ober­sturm­bann­führer
  67. Zweifel an Horns Ende – SOKO Leipzig übernimmt?
  68. Leipzig. Kopfbahnhof
  69. Ordentlicher Dialog im Chaos
  70. Büchner und Nietzsche und wir
  71. Mit Brecht in Karthago ...
  72. Endspiel mit Luther & Biermann & Margot
  73. Die Suche nach dem anderen Marx
  74. Wer ermordete Luxemburg und Liebknecht und wer Trotzki?
  75. Vom Krieg unserer (eurer) Väter
  76. Wohin mit den späten Wellen der Nazi-Wahrheit?
  77. Der Feind ist in den Sachsengau eingedrungen
  78. Die Heldensöhne der Urkatastrophe
  79. Die Autobiographie zwischen
    Schein und Sein
  80. Auf der Suche nach der verlorenen Sprache
  81. Atlantis sendet online
  82. Zur Philosophie des Krieges
  83. Deutsche, wollt ihr ewig sterben?
  84. Der Prominentenstadl in der Krise
  85. Der Blick von unten nach oben
  86. Auf der Suche nach einer moralischen Existenz
  87. Vom Krieg gegen die Pazifisten
  88. Keine Lust aufs Rentnerdasein
  89. Von der Beschneidung bis zur
    begeh­baren Prostata
  90. Friede den Landesverrätern
    Augstein und Harich
  91. Klarstellung 1 – Der Konflikt um
    Marx und Bloch
  92. Bloch & die 56er-Opposition zwischen Philo­sophie und Verbrechen
  93. Der Kampf ums Buch
  94. Und trotzdem: Ex oriente lux
  95. Der Soldat: Held – Mörder – Heiliger – Deserteur?
  96. Der liebe Tod – Was können wir wissen?
  97. Lacht euren Herren ins Gesicht ...
  98. Die Blochianer kommen in Tanzschritten
  99. Von den Geheimlehren der Blochianer
Aufsatz