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Gerhard Zwerenz
Die Verteidigung Sachsens und warum Karl May die Indianer liebte

Sächsische Autobiographie in Fortsetzung | Folge 56

Dies ist eine sächsische Autobiographie als Fragment in 99 Fragmenten. Schon 1813 wollten die Sachsen mit Napoleon Europa schaffen. Heute blicken wir staunend nach China. Die Philosophen nennen das coincidentia oppositorum, d.h. Einheit der Widersprüche. So läßt sich's fast heldenhaft in Fragmenten leben.

56

Zwischen Arthur Koestler und den Beatles

Arthur Koestler und GZ müssen den Beatles weichen
1966 im Münchner Hotel Bayerischer Hof
In der Folge 49 dieser Serie wird mein Gespräch mit Arthur Koestler vom 21.6.1966 in München erwähnt. Das Bild von Stefan Moses, auf dem Koestler und ich zu sehen sind, gehört inzwischen zur Kulturgeschichte der Zensur, denn die FAZ schnitt mich später ab und ließ auch den Namen des Fotografen weg.
Arthur Koestler ist der Klassiker des Exkommunismus. Das Exemplar, das eine Gattung begründete. Mir war von Anfang an klar gewesen, spätere Exkommunisten wie ich müssten sich gerade von Koestler und seinen Analysen wie Kategorien distanzieren. Seine Größe hatte in der damals logischen Kehrtwendung gelegen, der abgesprungene oder ausgesonderte, vom Kommunisten zum Exkommunisten gewandelte Genosse wendete sich gegen den Stalinismus. Meine Generation dagegen musste für den aus Sachkenntnis resultierenden Ausgleich sorgen, sollte der Krieg zwischen Kommunisten und Exkommunisten nicht in den Weltuntergang führen.
Wir saßen im Hotel Bayerischer Hof am Swimmingpool. Die Sonne schien. Hier vom Dach des Hauses aus ging der Blick weit über die Stadt. Man war in die halbe Höhe der Türme gehoben. Föhn rückte die Alpen nahe. Ein Hotelmanager trat zu mir und verlangte mit wenig Aufwand an Höflichkeit, wir sollten den Raum verlassen. Ich vermutete ein Missverständnis und suchte den Fall diskret zu klären. Der Zerberus blieb hart: »Die Beatles sind angekommen und wollen nackert schwimmen. Kein anderer darf sich in diesem Raum hier aufhalten!«
In den Augen des Domestiken glomm die vollkommene Überzeugung von der Notwendigkeit seines Wunsches, der seiner gar nicht war, unser Abtreten aber verlangte wie Judith das Haupt des Holofernes. »Hier sitzt Arthur Koestler, ein in aller Welt berühmter Schriftsteller, wollen sie den wirklich so einfach rausschmeißen?« fragte ich, weniger von der Wirksamkeit meiner Argumente überzeugt als begierig, die Reaktion des Hotelangestellten gänzlich auszukosten, der dann auch folgerichtig erwiderte: »Was kümmert mich Ihr weltberühmter Schriftsteller, wenn die Beatles schwimmen wollen?«

Das Interview mit Koestler, nach meinen Notizen geschrieben und von ihm autorisiert, machte die Runde durch viele Zeitungen. Es gab eine kürzere und eine längere Fassung. Hier ist die kürzere:
Herr Koestler, welche Gesamtauflage erreichen Ihre Bücher?
Ich weiß nicht.
Ungefähr?
Ich schätze, zwischen anderthalb und drei Millionen.
Wieviele Bücher haben Sie bisher geschrieben?
Vierundzwanzig.
Sie beantworten solche Fragen äußerst ungern?
Sie merken es.
Es heißt, von Koestler ein Interview zu bekommen, ist schwieriger als eine Ehescheidung in Italien.
Ich hab' mich in Italien noch nicht scheiden lassen. Aber fragen Sie mich ruhig weiter. Davon geht die Welt nicht unter.
Ihr berühmtestes Buch ist die Sonnenfinsternis. Es brachte Ihnen Erfolg, Ruhm und viel Anfeindung in aller Welt ein, fortan galten Sie als Musterbeispiel des literarischen Kalten Krieges.
So sieht's vielleicht aus der deutschen Perspektive betrachtet aus. Denn hier kennt man meine früheren Bücher, etwa das Spanische Testament, das 1938 erschien, nicht.
Hier kennt man Sie hauptsächlich als den Verfasser der antistalinistischen Sonnenfinsternis. Der Roman erschien 1946 und war, bitte entschuldigen Sie, wenn ich etwas Süßholz raspele, die geniale Vorwegnahme dessen, was Chruschtschow 1956, zehn Jahre später also, auf dem 20. Parteitag der KPdSU in seinem Geheimreferat offenbarte. Wie kamen Sie zu dieser frühen Erkenntnis?
Das war nicht schwer. Überdies stand ich nicht allein. Orwell zum Beispiel wusste auch vieles vorweg und hat sogar den Aufstieg des kommunistischen China und seine Entzweiung mit den Sowjets signalisiert.
Da Sie George Orwell erwähnen – Sie waren mit ihm befreundet?
Man konnte mit ihm nicht befreundet sein, wenigstens solange man in seiner Nähe lebte. Seine geistige Redlichkeit und puritanische Strenge machten ihn schwierig. Die Freundschaft wuchs mit der räumlichen Entfernung, die zwischen ihm und seinen Freunden lag.
Sein Roman 1984 wird oft zusammen mit Ihrer Sonnenfinsternis genannt. Mit Recht, wie ich glaube. Aber 1984 definiert einen pessimistischen Aspekt der allgemeinen Weltentwicklung, während Ihre Sonnenfinsternis die Ver­finste­rung des Marxismus zum Stalinismus signalisierte.
So kann man es sehen.
Es heißt, Ihr Roman habe in West und Ost mehr Kommunisten zum Abfall bewogen als die gesamte antikommunistische Propaganda des Westens zusammengenommen.
Ein Kompliment ist das nicht gerade.
Sie sind gebürtiger Ungar, Herr Koestler?
Irgendjemand hat das genauer formuliert: geboren 1905 in Budapest als Sohn eines aus Russland eingewanderten jüdischen Kaufmanns und einer Öster­reicherin. In Wien die Schule besucht, Studium der Ingenieur­wissenschaften, der Philosophie und Literaturwissenschaft.
Sind Sie ein Abenteuerertyp?
Wie kommen Sie denn darauf?
1926 gingen Sie nach Palästina und siedelten in einem Kibbuz. Dann bereisten Sie den Mittleren Osten, schrieben Reiseberichte für den Ullstein-Verlag, nahmen als einziger Presseberichterstatter am Nordpolflug des Grafen Zeppelin teil, wurden Außenpolitiker der BZ am Mittag und Mitarbeiter der Vossischen Zeitung. Aber all das genügte Ihnen noch nicht.
Ich wurde auch noch Kommunist.
Das war Anfang der dreißiger Jahre?
1931 – genau gesagt. Für ein Jahr ging ich in die Sowjetunion. Das war – warten Sie – 1932/33.
Es gab damals Leute, die ein Besuch in der Sowjetunion zu abgefallenen Kommunisten und gar Antikommunisten machte.
Ich fiel – nein, sprang 1937 ab.
Warum 1937?
Unter dem Eindruck der Moskauer Säuberungsprozesse.
War das nicht ein bisschen spät?
Es war früh.
Aber viele Kommunisten sprangen noch viel früher ab.
Ein Leben verläuft nicht wie das andere.
Ich sagte es nur, weil mir scheint, dass es bei den ehemaligen Kommunisten eine heimliche oder auch unheimliche Hierarchie der gegenseitigen Ver­achtung gibt. Die jeweils früher Ab­gefal­lenen verachten die jeweils später Ab­gefallenen.
Möglich .
Sie selbst äußerten sich so.
Gewiss.
Als Alfred Kantorowicz der DDR den Rücken kehrte und Sie in London aufsuchte ...
Das war schlimm. Also wirklich, das war ganz schlimm.
Ich hab' mir die Sache von Kantorowicz erzählen lassen und vorhin auch Ihre Frau danach gefragt. Jetzt hätte ich's gern noch von Ihnen gewusst .
Das war schlimm. Nein, also wirklich schlimm.
Es gab einen Heidenkrach?
Also darüber kann ich jetzt nicht sprechen.
Mit Ernst Bloch sind Sie, nach seinem Weggang aus der DDR, auch in London zusammengetroffen?
Das war auch schlimm, wirklich ganz schlimm.
Wenn ich resümieren darf: wenn ein früher abgefallener Kommunist einem später abgefallenen begegnet, ist es immer schlimm, besonders wenn der früher abgefallene Arthur Koestler heißt.
Ich werde auch beschimpft. Sartre nennt mich einen Kalten Krieger und amerikanischen Agenten. Simone de Beauvoir nennt mich ähnlich, obwohl ...
Obwohl Simone de Beauvoir ihren Arthur Koestler besser kennen müsste?
Ach, diese alten Geschichten!
Rowohlt bringt die Beauvoir bei uns heraus. Stimmen die Bettszenen wenigstens?
Das sind doch alles ganz alte Geschichten …
Aber Sie waren doch zusammen, Sie und die Beauvoir?
So eine Frau muss eben alles in Romanform schreiben. Bald ist's Sartre, bald Algren, bald Koestler. Da geht jede Liebe durch die Schreibmaschine.
Warum schreiben Sie eigentlich keine Romane mehr?
Mein Interesse gilt dem Essay und noch mehr der Wissenschaft. Nehmen Sie mein letztes Buch – wie heißt es gleich in der deutschen Übersetzung? Ja, das in diesem Herbst im Scherz Verlag erscheint. Der göttliche Funke – den deutschen Titel zu nennen, fällt mir schwer. Englisch spricht sich das besser: The Act of Creation. In diesem Buch also versuchte ich dem Geheimnis des Schöpferischen nachzugehen. Was bringt uns zu den, wie es heißt, genialen Gedanken, Einfällen, Erkenntnissen?
Ist der Koestler, der hier über den Schöpfungsprozess in der Kunst nachdenkt, ein Mann, der bedauert, dass ihm selbst keine Romanschöpfung mehr gelingt?
Ich untersuche die Bedingungen des Schöpferischen nicht nur in der Kunst, sondern auch in der Wissenschaft. Und überhaupt, warum fragt man mich immer, weshalb ich keine Romane mehr schriebe. Ich habe ja noch zwei geschrieben nach der Sonnenfinsternis, aber das sind wohl wirklich keine Romane mehr. Die essayistische Ausdrucksform ist mir jetzt die geläufigste.
Das war nicht immer so ...
Mag sein. Aber es ist jetzt so. Und mich interessieren wissenschaftliche Probleme. Es ist mein größter Wunsch, von Wissenschaftlern akzeptiert zu werden.
Seit wann schweigen Sie zu politischen Fragen und warum?
Seit 1954 – weil ich das Gefühl hatte, ich habe alles gesagt und kann mich nur noch wiederholen.
Seit nunmehr zwölf Jahren also gibt's kein politisches Wort mehr von Arthur Koestler. Was das bedeutet, kann nur ermessen, wer weiß, was eine politische Äußerung Koestlers vorher wert gewesen war. Ich denke nur an Ihre sensationelle und hochwirksame Rede auf dem Kongress für kulturelle Freiheit in Berlin 1950, als Sie jene Intellektuellen, die zur Neutralität gegenüber dem Osten neigten »Halbjungfrauen der Demokratie« nannten. Über den Kommunismus sagten Sie damals: »Wir stehen hier einer Philosophie gegenüber, die den Tod des Geistes will…« lst das heute noch Ihre Meinung?
Wenn ich mich recht erinnere, sagte ich damals, es gebe Zeiten, da man in Bedingungssätzen rede – und es gebe Zeiten, in denen man nur ja und nein sagen könne. Damals musste man ja sagen zum Westen und nein zum Osten. Ich finde es noch heute schändlich von Thomas Mann, dass er zu jener Zeit nach Weimar ging und sich den Goethe-Preis geben ließ.
Schweigen Sie in politischen Fragen heute nicht auch deshalb, weil sich die Lage so verändert hat; weil, um mit Ihren Worten zu sprechen, eine Zeit gekommen ist, in der eher in Bedingungssätzen zu reden wäre?
Wenn Sie mich auf die Pose des Kalten Krieges festlegen wollen, sind Sie auf dem Holzweg.
Die deutsche Öffentlichkeit erwartete viel, wahrscheinlich zuviel von den Gesprächen zwischen SPD und SED. Billigen Sie solche Gespräche mit Kommunisten?
Sie erwarten, dass ich jetzt nein sage?
Es gäbe mindestens eine nette Schlagzeile. Und die CDU könnte sich tatsächlich einmal auf einen Schriftsteller berufen. Das wär' doch was!
Ich äußere mich nicht mehr zur Politik.
Aber Ihre private Meinung?
Die veränderte Weltkonstellation macht Gespräche möglich und manchmal vielleicht sogar notwendig. Die starre Ost-West-Front ist durch China aufgelockert, oder nehmen Sie die Bestrebungen Rumäniens.
Ihr jetziger Wohnsitz ist London, Herr Koestler. Schreiben Sie auch Ihre Bücher in englischer Sprache?
Seit 1940 ...
Und vorher?
Schrieb ich in deutsch.
Schon im Elternhaus?
Ich wuchs zweisprachig auf. Wir sprachen daheim ungarisch und deutsch. Wenn man das einmal gewöhnt ist, kann man leicht umschalten von einer Sprache zur anderen.
Ihre Frau verriet mir freundlicherweise, Sie schreiben ein Manuskript zuerst mit der Hand. Ihre Frau tippt es dann in die Maschine. Sie korrigieren und schreiben mehrmals neu, und erst die vierte Fassung ist die endgültige.
Was wären wir Autoren ohne unsere Frauen!
Arbeiten Sie zur Zeit an einem neuen Buch?
Ja.
Darf man darüber schon etwas erfahren?
Der Titel heißt Janus ...
Moment bitte – wenn der Titel Janus heißt – der frühere Koestler, der große, klassische Antikommunist hätte damit die beiden Gesichter der Welt gemeint: das westliche und das östliche ...?
Irrtum, mein Lieber, die Bedrohung hat sich verändert. Es geht nicht mehr um Ost-West, es geht um die Vernichtung der gesamten Menschheit, die plötzlich möglich geworden ist. Wir sind der unbegrenzten Zukunft nicht mehr sicher. Denken Sie nur an die vielen kleinen Diktatoren, von denen jeder bald ein Atombömbchen und sogar ein Wasserstoffbömbchen besitzen kann. Die Chance, dass wir dadurch in die Luft fliegen, ist groß. Dabei sind die Bomben noch nicht das Gefährlichste. Im Gegenteil. Die Regierungen dulden die Demonstrationen der Bombengegner und verheimlichen sorgsam, dass sie alle an anderen Waffen mit Giften, Strahlen, Bakterien arbeiten, die viel grässlicher und noch vernichtender wirken als die Bomben.
Sie sehen schwarz für die menschliche Zukunft? Sie sind darin pessimistisch, Herr Koestler?
Ich bin realistisch, Herr Zwerenz.
Bleibt die uralte Frage: Was kann man tun gegen die Bedrohung? Sie sprachen einmal von einer »neuen Demut«, die der Mensch sich erringen müsse. Ist das angesichts der Greuel in Vietnam und der Gefahr, dass wir alle jederzeit hineingezogen werden können und, allein durch unsere Duldung, schon mitschuldig sind – ist da das Warten auf eine neue Demut nicht etwas wenig?
Bleibt nur die uralte Antwort: Wir sind Aufklärer. Die neue Demut kann nur die Frucht der neuen Aufklärung sein.

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Arthur Koestler mit seiner Frau Cynthia, 1983
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Die Orwell betreffenden Fragen an Koestler gründeten auf meinem schon in Leipzig entstandenen Inter­esse wegen dessen Neigung zu Trotzki. Koestlers Sonnenfinsternis als so frühe wie authentische Roman­fassung des Stalinismus fand in Orwells Buch 1984 eine Fortführung, jedoch nicht Er­gän­zung. Im immer gespannten Ver­hältnis zwischen den beiden »Exen« und einer Distanz, die der liebe­vollen Hoch­achtung nicht entbehrte, sah ich, nein entdeckte ich für mich die Au­fforderung, gar Notwendig­keit, bisherige Beschrän­kungen in Politik und Kultur nicht mehr zu respek­tieren. An Koestler aber schätzte ich besonders seine eindringlichen War­nungen vor dem drohenden Ende der gesamten Mensch­heit als Folge der neuen Massen­vernich­tungs­waffen. Es ging fortan nicht mehr um Ost-West, denn »die Bedrohung hat sich verändert.« Als marxistischer Revolutionär lebte Koestler stets eine Periode vorweg, arbeitete insgeheim für die Partei, als das Bürgertum so antikommunistisch war wie anschließend das Nazi-Reich, brach mit der KP, als Stalin herrschte, erkannte die Gefahr des atomaren Untergangs, als West wie Ost ihre Nuklearwaffen hochrüsteten. Heute, ein Halbjahrhundert später, führen unsere Ideologen, Politiker und Militärs noch ihre kalten und heißen Kriege weiter. Der literarische Klassiker einer Wende vom Kommunisten zum Antikommunisten aber hatte schon in den fünfziger Jahren des vorigen Jahrhunderts die wahren neuen Risiken analysiert. Nutzte der Stalinismus seine Metasprache, setzte der Trotzkismus seine Metasprache entgegen, in der Orwell sich artikulierte, während Koestler die neue Bedrohung direkt benannte. Auf heute, das Jahresende 2008 bezogen bedeutet das: Obama als neuer US-Präsident drückt eine Hoffnung aus. Die Hessen-Wahlen zeigen den deutschen Rückstand.
Es gibt Gründe genug, daran zu zweifeln, dass der Mensch als hoch­gefährdete Tierart das 22. Jahr­hundert erreichen kann. Die Götter der Endzeit begannen ihr Endspiel als Tanz auf Massen­gräbern.

Als Jürgen Reents für unser Buch Weder Kain noch Abel (Folge 49: Contra und pro Genossen) Fragen stellte, ging ich in meinen Antworten immer nur bis an die Grenze, wo ich hätte sagen müssen: Es steht 99 gegen 1, ob die Menschheit das nächste Jahrhundert noch erleben wird. Warum scheute ich davor zurück? Wollte ich nicht als Schwarzseher, Pessimist, Misanthrop auftreten? Mich selbst aktiviert die Bedrohung. Auch 1% Hoffnung ist noch Hoffnung. In meinem Roman Der Bunker, erschienen 1983, reiste der Bonner Bundeskanzler am Schluss durch eine atomar zerstörte Welt. Es scheint, es war so einer wie Helmut Schmidt. Auf das Thema kommen wir noch zurück.

Das nächste Kapitel erscheint am Montag, den 17. November 2008.


Gerhard Zwerenz   10.11.2008    Druckansicht  Zur Druckansicht - Schwarzweiß-Ansicht    Seite empfehlen  Diese Seite weiterempfehlen
Gerhard Zwerenz
Serie
  1. Wie kommt die Pleiße nach Leipzig?
  2. Wird Sachsen bald chinesisch?
  3. Blick zurück und nach vorn
  4. Die große Sachsen-Koalition
  5. Von Milbradt zu Ernst Jünger
  6. Ein Rat von Wolfgang Neuss und aus Amerika
  7. Reise nach dem verlorenen Ich
  8. Mit Rasputin auf das Fest der Sinne
  9. Van der Lubbe und die Folgen
  10. Unser Schulfreund Karl May
  11. Hannah Arendt und die Obersturmbannführer
  12. Die Westflucht ostwärts
  13. Der Sänger, der nicht mehr singt
  14. Ich kenne nur
    Karl May und Hegel
  15. Mein Leben als Prophet
  16. Frühe Liebe mit Trauerflor
  17. Der Schatten Leo Bauers
  18. Von Unselds Gegner zu Holtzbrincks Bodyguard
  19. Karl May Petrus Enzensberger Walter Janka
  20. Aus dem Notizbuch eines Ungläubigen
  21. Tanz in die zweifache Existenz
  22. General Hammersteins Schweigen
  23. Die Pleiße war mein Mississippi
  24. Im Osten verzwergt und verhunzt?
  25. Uwe Johnson geheimdienstlich
  26. Was fürchtete Uwe Johnson
  27. Frühling Zoo Buchmesse
  28. Die goldenen Leipziger Jahre
  29. Das Poeten-Projekt
  30. Der Sachsenschlag und die Folgen
  31. Blick zurück auf Wohlgesinnte
  32. Sächsische Totenfeier für Fassbinder (I)
  33. Sächsische Totenfeier für Fassbinder (II)
  34. Brief mit Vorspann an Erich Loest
  35. Briefwechsel mit der Welt der Literatur
  36. Die offene Wunde der Welt der Literatur
  37. Leipzig – wir kommen
  38. Terror im Systemvergleich
  39. Rachegesang und Kafkas Prophetismus
  40. Die Nostalgie der 70er Jahre
  41. Pauliner Kirche und letzte Helden
  42. Das Kickers-Abenteuer
  43. Unser Feind, die Druckwelle
  44. Samisdat in postkulturellen Zeiten
  45. So trat ich meinen Liebesdienst an …
  46. Mein Ausstieg in den Himmel
  47. Schraubenzieher im Feuchtgebiet
  48. Der Fall Filip Müller
  49. Contra und pro Genossen
  50. Wie ich dem Politbüro die Todesstrafe verdarb
  51. Frankfurter Polzei-buchmesse 1968
  52. Die Kunst, weder Kain noch Abel zu sein
  53. Als Atheist in Fulda
  54. Parade der Wiedergänger
  55. Poetik – Ästhetik und des Kaisers Nacktarsch
  56. Zwischen Arthur Koestler und den Beatles
  57. Fragen an einen Totalitarismusforscher
  58. Meine fünf Lektionen
  59. Playmobilmachung von Harald Schmidt
  60. Freundliche Auskunft an Hauptpastor Goetze
  61. Denkfabrik am Pleißenstrand
  62. Rendezvous beim Kriegsjuristen
  63. Marx, Murx, Selbstmord (der Identität)
  64. Vom Aufsteiger zum Aussteiger? (I. Teil)
  65. Vom Aufsteiger zum Aussteiger? (II. Teil)
  66. Der Bunker ...
  67. Helmut auf allen Kanälen
  68. Leipzig anno 1956 und Berlin 2008
  69. Mit Konterrevolutionären und Trotzkisten auf dem Dritten Weg
  70. Die Sächsischen Freiheiten
  71. Zwischen Genossen und Werwölfen
  72. Zur Geschichte meiner Gedichte
  73. Poetenladen: 1 Gedicht aus 16 Gedichten
  74. Der Dritte Weg als Ausweg
  75. Unendliche Wende
  76. Drei Liebesgrüße für Marcel
  77. Wir lagen vor Monte Cassino
  78. Die zweifache Lust
  79. Hacks Haffner Ulbricht Tillich
  80. Mein Leben als Doppelagent
  81. Der Stolz, ein Ostdeutscher zu sein
  82. Vom Langen Marsch zum 3. Weg
  83. Die Differenz zwischen links und rechts
  84. Wo liegt Bad Gablenz?
  85. Quartier zwischen Helmut Schmidt und Walter Ulbricht
  86. Der 3. Weg eines Auslandssachsen
  87. Kriegsverrat, Friedensverrat und Friedenslethargie
  88. Am Anfang war das Gedicht
  89. Vom Buch ins Netz und zur Hölle?
  90. Epilog zum Welt-Ende oder DDR plus
  91. Im Hotel Folterhochschule
  92. Brief an Ernst Bloch im Himmel
  93. Kurze Erinnerung ans Bonner Glashaus
  94. Fritz Behrens und die trotzkistische Alternative
  95. 94/95 Doppelserie
  96. FAUST 3 – Franz Kafka vor Auerbachs Keller
  97. Rainer Werner Fassbinder ...
  98. Zähne zusammen­beißen ...
  99. Das Unvergessene im Blick
    1. Nachwort
Nachworte
  1. Nachwort
    siehe Folge 99
  2. Auf den Spuren des
    Günter Wallraff
  3. Online-Abenteuer mit Buch und Netz
  4. Rückschau und Vorschau aufs linke Leipzig
  5. Die Leipziger Denkschule
  6. Idylle mit Wutanfall
  7. Die digitalisierte Freiheit der Elite
  8. Der Krieg als Badekur?
  9. Wolfgang Neuss über Kurt Tucholsky
  10. Alter Sack antwortet jungem Sack
  11. Vor uns diverse Endkämpfe
  12. Verteidigung eines Gedichts gegen die Gladiatoren
  13. Parademarsch der Lemminge und Blochs Abwicklung
  14. Kampf der Deserteure
  15. Fritz Bauers unerwartete Rückkehr
  16. Der Trotz- und Hoffnungs-Pazifismus
  17. Als Fassbinder in die Oper gehen wollte
  18. Was zum Teufel sind Blochianer?
  19. Affentanz um die 11. Feuerbach-These
  20. Geschichten vom Geist als Stimmvieh
  21. Von Frankfurt übern Taunus ins Erzgebirge
  22. Trotz – Trotzalledem – Trotzki
  23. Der 3. Weg ist kein Mittelweg
  24. Matroschka –
    Die Mama in der Mama
  25. Goethe bei Anna Amalia und Herr Matussek im Krieg
  26. Der Aufgang des Abendlandes aus Auerbachs Keller
  27. Jan Robert Bloch –
    der Sohn, der aus der Kälte kam
  28. Das Buch, der Tod und der Widerspruch
  29. Pastor Gauck oder die Revanche für Stalingrad
  30. Bloch und Nietzsche werden gegauckt ...
  31. Hölle angebohrt. Teufel raus?
  32. Zwischen Heym + Gauck
  33. Von Marx über Bloch zu Prof. Dr. Holz
  34. Kafkas Welttheater in Auerbachs Keller
  35. Die Philosophenschlacht von Leipzig
  36. Dekonstruktion oder Das Ende der Ver­spä­tung ist das Ende
  37. Goethes Stuhl – ein Roman aus Saxanien
  38. Meine Weltbühne im poetenladen
  39. Von Blochs Trotz zu Sartres Ekel
  40. Die Internationale der Postmarxisten
  41. Dies hier war Deutschland
  42. Kopfsprünge von Land zu Land und Stadt zu Stadt
  43. Einiges Land oder wem die Rache gehört
  44. Schach statt Mühle oder Ernst Jünger spielen
  45. Macht ist ein Kriegszustand
  46. Dekonstruktion als Kriminalgeschichte I
  47. Damals, als ich als Boccaccio ging …
  48. Ein Traum von Aufklärung und Masturbation
  49. Auf der Suche nach der verschwundenen Republik
  50. Leipzig am Meer 2013
  51. Scheintote, Untote und Überlebende
  52. Die DDR musste nicht untergehen (1)
  53. Die DDR musste nicht untergehen (2)
  54. Ein Orden fürs Morden
  55. Welche Revolution darfs denn sein?
  56. Deutschland zwischen Apartheid und Nostalgie
  57. Nietzsche dekonstruierte Gott, Bloch den Genossen Stalin
  58. Ernst Jünger, der Feind und das Gelächter
  59. Von Renegaten, Trotzkisten und anderen Klassikern
  60. Die heimatlose Linke (I)
    Bloch-Oper für zwei u. mehr Stimmen
  61. Die heimatlose Linke (II)
    Ein Zwischenruf
  62. Die heimatlose Linke (III)
    Wer ist Opfer, wer Täter ...
  63. Die heimatlose Linke (IV)
    In der permanenten Revolte
  64. Wir gründen den Club der
    heimatlosen Linken
  65. Pekings große gegen Berlins kleine Mauer
  66. Links im Land der SS-Ober­sturm­bann­führer
  67. Zweifel an Horns Ende – SOKO Leipzig übernimmt?
  68. Leipzig. Kopfbahnhof
  69. Ordentlicher Dialog im Chaos
  70. Büchner und Nietzsche und wir
  71. Mit Brecht in Karthago ...
  72. Endspiel mit Luther & Biermann & Margot
  73. Die Suche nach dem anderen Marx
  74. Wer ermordete Luxemburg und Liebknecht und wer Trotzki?
  75. Vom Krieg unserer (eurer) Väter
  76. Wohin mit den späten Wellen der Nazi-Wahrheit?
  77. Der Feind ist in den Sachsengau eingedrungen
  78. Die Heldensöhne der Urkatastrophe
  79. Die Autobiographie zwischen
    Schein und Sein
  80. Auf der Suche nach der verlorenen Sprache
  81. Atlantis sendet online
  82. Zur Philosophie des Krieges
  83. Deutsche, wollt ihr ewig sterben?
  84. Der Prominentenstadl in der Krise
  85. Der Blick von unten nach oben
  86. Auf der Suche nach einer moralischen Existenz
  87. Vom Krieg gegen die Pazifisten
  88. Keine Lust aufs Rentnerdasein
  89. Von der Beschneidung bis zur
    begeh­baren Prostata
  90. Friede den Landesverrätern
    Augstein und Harich
  91. Klarstellung 1 – Der Konflikt um
    Marx und Bloch
  92. Bloch & die 56er-Opposition zwischen Philo­sophie und Verbrechen
  93. Der Kampf ums Buch
  94. Und trotzdem: Ex oriente lux
  95. Der Soldat: Held – Mörder – Heiliger – Deserteur?
  96. Der liebe Tod – Was können wir wissen?
  97. Lacht euren Herren ins Gesicht ...
  98. Die Blochianer kommen in Tanzschritten
  99. Von den Geheimlehren der Blochianer
Aufsatz