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Gerhard Zwerenz
Die Verteidigung Sachsens und warum Karl May die Indianer liebte

Sächsische Autobiographie in Fortsetzung | Folge 76

Dies ist eine sächsische Autobiographie als Fragment in 99 Fragmenten. Schon 1813 wollten die Sachsen mit Napoleon Europa schaffen. Heute blicken wir staunend nach China. Die Philosophen nennen das coincidentia oppositorum, d.h. Einheit der Widersprüche. So läßt sich's fast heldenhaft in Fragmenten leben.

76

Drei Liebesgrüße für Marcel

Marcel Reich-Ranicki: „Ich habe mich nie geirrt!“ (stern 2.7.2006)
Als Marcel Reich-Ranicki meine ersten drei in West­deutschland publizierten Bücher noch vor Erscheinen heftig verrissen hatte, was die ersten beiden Romane abtötete, dem dritten Buch aber nichts mehr anhaben konnte, so dass es zum Erfolg reifte, wurde mir von nicht ganz iden­tifi­zierbarer, wahr­scheinlich polnischer Seite Material gegen ihn angeboten. Da ich davon nur ungern Gebrauch gemacht hätte, die Gelegenheit aber nicht ganz ungenutzt ver­streichen lassen wollte, teilte ich dem liebens­würdigen Kritiker schriftlich mit, dass er mich künftig be­schwei­gen solle oder ich deckte seine polni­sche Geheim­dienstlerei auf. Das war nicht nett, aber Notwehr. Tat­sächlich wurde ich danach von ihm nicht mehr belästigt. Sein feiner Agentenjob kam dann erst in den neunziger Jahren nach der kommunis­tischen Götter­dämmerung ans Tages­licht. Am schlimmsten spielte ihm der Spiegel mit. Nach einigen Baga­tel­lisie­rungs­versuchen schlug das Magazin am 29. Januar 1994 ungebremst zu: „Reich-Ranicki wurde zwar ... Anfang 1950 aus der Kommunis­tischen Partei ausgeschlossen; aber er wurde am 22. Februar 1957, ein Jahr vor seinem Wechsel in die Bundes­republik, wieder Partei­mitglied ... Noch Mitte der fünfziger Jahre unter­hielt er ›weiterhin Kontakte zur Staats­sicherheit‹ und gab Auskünfte ›über literarische Kreise der BRD.‹“
In einer WDR-Talkshow verteidigte ich den öffentlich Angeklagten aus dreierlei Gründen: Die allgemein einsetzende Hatz auf Verdächtige mochte ich nicht mitmachen. Über Reichs Verhalten zu urteilen stand unbetroffenen Wessis nicht zu. Endlich der dritte Grund: Mir war bekannt geworden, dass Marcel Reich {noch ohne Ranicki) den Warschauer Aufstand 1944 in einem Keller­versteck überlebte, und diese Information traf mich ganz und gar persönlich, war ich doch in den ersten August­tagen 1944 einer Kampfgruppe zugeordnet worden, die nach Stuka-Bombenangriffen Straßen­züge und Häuser­komplexe einzunehmen hatte, was mich endgültig bewog, am 18. August von der Fahne zu gehen. Der Gedanke, in den Warschauer Trümmern auf den damaligen Marcel Reich zu treffen, machte mich von jetzt an unfähig zur Polemik gegen ihn. Selbst als ich in meiner Staats­sicher­heits­akte einen kuriosen mit M. R. unter­zeichneten Spitzel­bericht fand, der auch in Inhalt und Form auf Reich hindeutete, machte ich keinen Gebrauch davon. Ich erwähne das Papier hier und heute zum ersten Mal, weil inzwischen andere davon wissen. Rückgriffe auf solche Vergangen­heiten halte ich für illegitim, es sei denn, es geschieht in Romanen, doch vor dieser schweren, nein schwersten Kunstform scheuen die Vergangen­heits­bewältiger zurück wie Pferde vor unerwartet hohen Hinder­nissen.
Leo Tolstois Krieg und Frieden entstand ein Halbjahrhundert nach Napoleons Russlandkrieg, ein Halbjahrhundert nach Hitlers Russlandkrieg ist die Literatur postmodern, infantil und feige. Marcel Reich-Ranickis Fernsehstunde über Bücher ist mitsamt aller Faxen die legitime Rache eines Verfolgten, der, einst außer Landes getrieben, der Meute nun nach Herzenslust Saures gibt oder Zuckerwerk. .
Eines aber verüble ich dem tv-Charmeur bis ins übernächste Jahrtausend – in einem Gespräch zur Sache äußerte er 1971, Schriftsteller seien vor Geheimdiensten sicher, denn „was kann ein Schriftsteller schon Wichtiges wissen.“
Bei dieser Antwort blickte der Literaturherr so treuherzig drein, dass ihm geglaubt wurde und alle Leute mein Lachen als so unpassend empfanden, wie es nun wirklich nicht war.

Dieses Kurz-Porträt steht so in Krieg im Glashaus oder Der Bundestag als Windmühle – Autobiographische Aufzeichnungen vom Abgang der Bonner Republik, im Jahr 2000 erschienen in edition ost, Berlin und ist keines Zusatzes bedürftig.
Gerhard Zwerenz, Biographie eines guten Deutschen
Gerhard Zwerenz
Kurt Tucholsky
Biografie eines guten Deutschen
Goldmann Neuauflage 1988

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 MRR in der FAZ am 9.9.78
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Der zweite Liebesgruß ist etwas früher zu datieren und findet sich in Kurt Tucholsky – Biographie eines guten Deutschen - 1979 publiziert bei Bertels­mann. Seit gut zwei Jahr­zehnten lobt M-R-R den Autor Kurt Tucholsky in den höchsten Tönen. Was er zuvor über ihn von sich gab, ist dem Meister­kritiker gänzlich entfallen. Man kann das nachlesen in meinem Buch über Tucholsky: Ex cathedra, also von seinem literatur­päpst­lichen Stuhl aus, lässt Marcel Reich-Ranicki am 9.9.78 auf einer Doppel­seite der FAZ dem Autor Kurt Tucholsky die Red­selig­sprechung zuteil werden. Er rezensiert die neuen Editionen Briefe aus dem Schweigen sowie Die Q-Tagebücher und bringt dabei ganz die alten Vorwürfe gegen Tucholsky vor. Der habe in der Weimarer Republik die Demokratie bekämpft, „Politik war seine Sache nicht“, „er hatte keinen Sinn für die Realität der ummittelbaren Gegenwart“, war ein „Intellektuellenclown“, „avancierte … zu einer Art Symbol­figur der deutschen Intellek­tuellen – und für viele fataler­weise auch zu einem Vorbild.“
Die Redseligsprechung begründet der FAZ-Literaturteilchef mit der Tatsache, dass Tucholsky in den jetzt publizierten Tage­büchern „quatsche“. Der große Ent-Würdigungs­artikel für den Toten reduziert den politischen Publi­zisten ebenso („Tucholskys Prophe­zeiungen“ hätten sich „mit einer schon erstaun­lichen Regel­mäßigkeit allesamt als falsch erwiesen“) wie den Buch-Rezensenten („reagierte … auf die Literatur … seiner Zeit nicht analy­tisch, sondern vor­wiegend allergisch“).
Tucholsky als politisch sich fortwährend irrender, kranker Mann also, krank, als er Büchners und Kafkas Werke lobte, den faschis­toiden Arnolt Bronnen verriss? Diese Folgerungen verwundern nicht, engt man, wie Reich-Ranicki es tut, Tucholskys Produkti­vität allein auf die „Angst“ ein. Was kann man von einem derart ängstlichen Schrift­steller schon erwarten. Mitschuld am Untergang der Weimarer Republik zum Beispiel: „Gerade diese extreme Figur macht das Exemplarische augenscheinlich.“ Tucholsky demnach ein Extremist – im Zeitalter des Extremistener­lasses wahrlich eine äußerst geschmack­volle Formulierung. Doch M-R-R lastet dem KT noch mehr an: er habe „die politische Publizistik auf fatale Weise feuilletonisiert“. Wie soll man dann bloß nennen, was Reich-Ranicki treibt?
Von den sachlichen Fehlern in diesem unsachlichen Text gar nicht zu reden, oder doch, wenigstens in ein paar Exempeln: Da heißt es, Tucholsky habe den Goethe-Spruch auf seiner Grabplatte selbst ausgewählt. Was nicht zutrifft. Da erfährt der Leser, Tucho habe sich von Mary getrennt. Es war umgekehrt. Da wird „eine Hinwendung zum Katholizismus“ als dem „zentralen geistigen Ereignis seiner letzten Jahre“ konstatiert, belegt mit ein paar Zitaten, zu denen sich mindestens ebenso viele Gegenzitate anführen ließen.
Von den Fehlern zu den Fehlinterpretationen: Da wird Lisa Matthias an Giftigkeit noch übertroffen mit Behauptungen dieser Qualität: „Im Grunde waren ihm die ›Geschundenen‹, jene also, in deren Namen und in deren Sache er zu schreiben vorgab, fremd.“ Was eine elende Ehrabschneidung gerade bei diesem Autor ist. Beziehungsvoll setzt Reich-Ranicki die Geschundenen in Anführungsstriche. Konsequenterweise zitiert er aus einer 1941 (!) veröffent­lichten Literaturgeschichte von Josef Nadler: „Kein Volk dieser Erde ist jemals in seiner eigenen Sprache so geschmäht worden wie das deutsche Volk durch Tucholsky.“
Das stimmt zwar nicht, doch sollte M-R-R, von dem man weiß, dass er viel und gern liest, mal wieder bei Goethe nachblättern, der sagte: „Ich habe oft einen bitteren Schmerz empfunden bei dem Gedanken an das deutsche Volk, das so achtbar im einzelnen und so miserabel im ganzen ist. Eine Vergleichung des deutschen Volkes mit anderen Völkern erregt uns peinliche Gefühle, über welche ich auf jegliche Weise hinwegzukommen suche …“
Klassiker, was nun? Runter vom Olymp? Auf die Goethe-Doppelseite in der FAZ darf man gespannt sein. Der Essenz nach hat Tucholsky nie Kritischeres geschrieben über sein Vaterland … Ähnlich undif­ferenziert wie Tucholskys „Anti-Deutschtum“ wird auch wiedermal sein „Antisemitismus“ denunziert. Reich-Ranicki stützt sich dabei auf ein „Ver-Urteil“ von Gershom Scholem, der Tucholsky „einen der begabtesten und wider­wärtigsten Anti­semiten“ nannte, welche Ein­schätzung durch die ständige Wiederholung nicht zutreffender wird. Um Scholem einmal anders als immer nur in diesem Anti-Tucholsky-Zitat zu präsentieren, sei hier ein Kurz-Porträt wiedergegeben, das sich bei Robert Neumann in seinem Tagebuch Vielleicht das Heitere findet. Neumann sollte als Jude einigermaßen gefeit sein gegen anti­semitische Vorwürfe. Er schreibt: „Man könnte sich hier sehr verbreiten, wollte man anti­israelisch sein. Man will es nicht. Man widersteht der Lockung. Erinnere dich an diesen in all seiner brillanten Gescheitheit ein wenig größen­wahnsinnig wirkenden Eranos-Mystiker Gershom Scholem und seine sympathische, lebendige, leider judäofaschistische Frau, die für Augenblicke den Ehrgeiz zu haben schien, sich über sich selber lustig rnachend ein Jerusalemer Pendant der Nazisse Scholz-Klinck zu sein – unsere Tischrunde attackierend: ›Warum kritisiert ihr lsrael, statt hinzugehn und es besser zu machen? Warum kommen Sie nicht, Professor Goldstein?‹ Darauf dieser reizende Fünfundachtzig­jährige aus New York, ein weiser Mann: ›Warum ich nicht komme? Es ist mir bei euch nicht jüdisch genug.‹“
Soviel zum Tucholsky-Kritiker Scholem und seiner Frau. Da wir nun einmal bei den jüdischen Autoren Tucholsky und Scholem, Reich-Ranicki und Robert Neumann sind, sei hier der Vollständigkeit halber noch zitiert, was Neumann über Reich-Ranicki sagt: „Ich muss mich von meiner Antipathie gegenüber diesem Mann freimachen und das dämpfen … Dieser Ranicki hat über Bücher von mir selten Gutes gesagt und oft Schlechtes; zu Unrecht Schlechtes, doch glaubt man das immer. Derlei ärgert einen, wenn es erscheint … am übernächsten Tag fragt man sich: vielleicht hat der Mann recht …. Diese sympathische Überlegenheit gegenüber Kritikern bringt man nur auf … wenn man einen Kritiker für einen ohnedies von niemandem ernst genommenen Dummkopf hält.
Damit bin ich, diesen Ranicki betreffend, der Wahrheit schon um einen Schritt näher. Ich halte die von ihm verrissenen Arbeiten für gut; er und ich ziehen politisch (bis auf Einzelheiten, Kleinigkeiten) am seIben Strick; also wäre sein Verriss nur zu pardonieren, wenn ich ihn für einen Dummkopf hielte. Ich halte ihn aber für alles andere als einen Dummkopf… vielleicht entdecke ich doch noch und trotz allem, dass er ein Dummkopf ist? … Derart überprüft, erweist sich dieser Ranicki als ein Mann von flinker Intelligenz und als höchst beredt, aber wie soll man es sagen? Er wird jedem literarischen Thema auf eine zeigefingerwackelnde Manier sehr gerecht, ganz ohne Humor, aber doch so, dass man sich sagt: stimmt, stimmt, nur: wo lässt das aus, warum ist dieser Mann so ahnungslos bezüglich des Wirklichen, der oberen Hälfte, auf die es ankommt, wenn das von ihm bezüglich der unteren Hälfte Gesagte auf eine beredte Weise (gut, zugegeben, eine ledern beredte Weise) so überaus richtig ist? Ich ertappe mich bei dem Gedanken: vielleicht hat dieser Mann mit dem flinken Hirn einfach auf eine subtile Art seinen Beruf verfehlt? Wenn er nun nicht Litterateur geworden wäre – ja: was, am ehesten? Ein höchst tüchtiger, ja geradezu brillanter Floor Walker oder Abteilungsleiter in einem Warenhaus? Nicht die Textur von ›Texten‹ befingernd, sondern die Textur von Textilien? … Das hier geht über das Maß der für mich durch die Sache gegebenen Aggression hinaus. Warum? Vielleicht weil dieser Ranicki gleich mir ein Jude ist? ›Jüdischer Judenhass‹ – das will zu Ende gedacht sein.“

Wollte ich Reich-Ranicki für einen Roman-Entwurf so sehen, wie Simone de Beauvoir in ihrem fabulösen Buch einst Arthur Koestler schilderte – Marcel also als einen Mandarin nicht von Paris, sondern von FAZ-Frankfurt, setzte ich an den Anfang diese liebenswürdigen Zeilen aus Sklavensprache und Revolte, wo es im Kapitel Hassproduktionen heißt: Den Literaturpapst ernennt die Frankfurt-Mainer Oberbürgermeisterin dafür im Handumdrehen zu Goethe II. Gerührt kopiert Marcel den Olympier im TV-Licht zum Steinherzerweichen. Sein ganzes zweites Leben lang hatte M.R.R. die Böll, Grass, Walser kleingehackt und Tucholsky in der FAZ seitenlang beschimpft, all seine Liebe auf Wolfgang Koeppen richtend, der mit seinem Treibhaus längst den Tod in Rom gefunden und sich bis aufs letzte Komma leergeschrieben hatte. Unser Kritiker bejubelte seinen Mann, von dem nicht wie bei Walser-Böll-Grass neue Werke drohten, die er dann hätte niedermachen müssen, sich selbst auf die ersehnte Geistesheroenhöhe zu katapultieren.

Der Vorgang ist nichts Besonderes, sondern normal in vornehmen Kreisen vom Medien- bis zum Bestattungswesen, wo überall exklusiver Konkur­renz­druck herrscht. Wer Boss sein will, muss sich Platz schaffen. Reich-Ranickis Buch Mein Leben krönte dann auch 1999 bei seinem Erscheinen die literarische Ernte des Jahrgangs und schaffte es 2009 in Teilen verfilmt bis ins Fernsehen. In den Warschau-Kapiteln enthält das Buch sogar einen Hauch von Primo Levis Wann, wenn nicht jetzt? Hier nun noch eine kleine Kritik, die ich mir als alter Reich-Ranicki-Kenner erlauben darf. Er hätte sein Buch wie Levi Roman nennen sollen, es wäre ein Zeichen höchster Ehrlichkeit gewesen. Doch welcher Autobiograph will sich dazu schon durchringen.

Soeben meldet unser PEN-Zentrum, das vom 14. bis 17. Mai in Görlitz seine Jahrestagung abhalten will, schon vorher und in aller Eile solle dort am 22. April ein PEN-Vorkongress zum Thema „Flucht und Vertreibung - Das Gedächtnis der Literatur“ stattfinden, dabei gehe es „um die Rolle von Erika Steinbach.“ Gut so, denke ich. Dort könnte Marcel Reich-Ranicki über seine Vertreibungen und den jüdischen Aufstand 1943 in Warschau sprechen. Ich könnte mich über den nationalpolnischen Aufstand 1944 äußern und wie ich mit polnischer Hilfe von der Wehrmacht zur Roten Armee flüchtete. Grass erzählt vom verlorenen Danzig und warum er als Soldat der Waffen-SS mitten im Wald Hänschen klein sang. Hermann Kant berichtet, wie er in Warschau jahrelang aufbauen durfte, was deutsche Kameraden zerstört hatten, weshalb er nach seinem Aufenthalt im Gefangenenlager Genosse wurde und Romane schrieb. Erika Steinbach aber laden wir ein, uns zu erklären, warum ihr Papa, der Besatzungssoldat mit Familie das Land verlassen musste, das er im Krieg erobert hatte. Soweit meine Vorschläge. Der PEN jedoch will, so lese ich, einige junge Wissenschaftler der 2. oder 3. Flüchtlings- und Opfer­generation aufbieten, die uns das Thema „Flucht und Vertreibung“ erläutern sollen.
Anschließend wird der PEN geschlossen der SPD beitreten, wie Grass aus vormals Danzig predigt, und die Partei entschließt sich aus lauter Dankbarkeit, Erika Steinbach als deutsche Botschafterin nach Warschau zu entsenden.

Das nächste Kapitel erscheint am Montag, den 27.04.2009.

Gerhard Zwerenz   20.04.2009    Druckansicht  Zur Druckansicht - Schwarzweiß-Ansicht    Seite empfehlen  Diese Seite weiterempfehlen
Gerhard Zwerenz
Serie
  1. Wie kommt die Pleiße nach Leipzig?
  2. Wird Sachsen bald chinesisch?
  3. Blick zurück und nach vorn
  4. Die große Sachsen-Koalition
  5. Von Milbradt zu Ernst Jünger
  6. Ein Rat von Wolfgang Neuss und aus Amerika
  7. Reise nach dem verlorenen Ich
  8. Mit Rasputin auf das Fest der Sinne
  9. Van der Lubbe und die Folgen
  10. Unser Schulfreund Karl May
  11. Hannah Arendt und die Obersturmbannführer
  12. Die Westflucht ostwärts
  13. Der Sänger, der nicht mehr singt
  14. Ich kenne nur
    Karl May und Hegel
  15. Mein Leben als Prophet
  16. Frühe Liebe mit Trauerflor
  17. Der Schatten Leo Bauers
  18. Von Unselds Gegner zu Holtzbrincks Bodyguard
  19. Karl May Petrus Enzensberger Walter Janka
  20. Aus dem Notizbuch eines Ungläubigen
  21. Tanz in die zweifache Existenz
  22. General Hammersteins Schweigen
  23. Die Pleiße war mein Mississippi
  24. Im Osten verzwergt und verhunzt?
  25. Uwe Johnson geheimdienstlich
  26. Was fürchtete Uwe Johnson
  27. Frühling Zoo Buchmesse
  28. Die goldenen Leipziger Jahre
  29. Das Poeten-Projekt
  30. Der Sachsenschlag und die Folgen
  31. Blick zurück auf Wohlgesinnte
  32. Sächsische Totenfeier für Fassbinder (I)
  33. Sächsische Totenfeier für Fassbinder (II)
  34. Brief mit Vorspann an Erich Loest
  35. Briefwechsel mit der Welt der Literatur
  36. Die offene Wunde der Welt der Literatur
  37. Leipzig – wir kommen
  38. Terror im Systemvergleich
  39. Rachegesang und Kafkas Prophetismus
  40. Die Nostalgie der 70er Jahre
  41. Pauliner Kirche und letzte Helden
  42. Das Kickers-Abenteuer
  43. Unser Feind, die Druckwelle
  44. Samisdat in postkulturellen Zeiten
  45. So trat ich meinen Liebesdienst an …
  46. Mein Ausstieg in den Himmel
  47. Schraubenzieher im Feuchtgebiet
  48. Der Fall Filip Müller
  49. Contra und pro Genossen
  50. Wie ich dem Politbüro die Todesstrafe verdarb
  51. Frankfurter Polzei-buchmesse 1968
  52. Die Kunst, weder Kain noch Abel zu sein
  53. Als Atheist in Fulda
  54. Parade der Wiedergänger
  55. Poetik – Ästhetik und des Kaisers Nacktarsch
  56. Zwischen Arthur Koestler und den Beatles
  57. Fragen an einen Totalitarismusforscher
  58. Meine fünf Lektionen
  59. Playmobilmachung von Harald Schmidt
  60. Freundliche Auskunft an Hauptpastor Goetze
  61. Denkfabrik am Pleißenstrand
  62. Rendezvous beim Kriegsjuristen
  63. Marx, Murx, Selbstmord (der Identität)
  64. Vom Aufsteiger zum Aussteiger? (I. Teil)
  65. Vom Aufsteiger zum Aussteiger? (II. Teil)
  66. Der Bunker ...
  67. Helmut auf allen Kanälen
  68. Leipzig anno 1956 und Berlin 2008
  69. Mit Konterrevolutionären und Trotzkisten auf dem Dritten Weg
  70. Die Sächsischen Freiheiten
  71. Zwischen Genossen und Werwölfen
  72. Zur Geschichte meiner Gedichte
  73. Poetenladen: 1 Gedicht aus 16 Gedichten
  74. Der Dritte Weg als Ausweg
  75. Unendliche Wende
  76. Drei Liebesgrüße für Marcel
  77. Wir lagen vor Monte Cassino
  78. Die zweifache Lust
  79. Hacks Haffner Ulbricht Tillich
  80. Mein Leben als Doppelagent
  81. Der Stolz, ein Ostdeutscher zu sein
  82. Vom Langen Marsch zum 3. Weg
  83. Die Differenz zwischen links und rechts
  84. Wo liegt Bad Gablenz?
  85. Quartier zwischen Helmut Schmidt und Walter Ulbricht
  86. Der 3. Weg eines Auslandssachsen
  87. Kriegsverrat, Friedensverrat und Friedenslethargie
  88. Am Anfang war das Gedicht
  89. Vom Buch ins Netz und zur Hölle?
  90. Epilog zum Welt-Ende oder DDR plus
  91. Im Hotel Folterhochschule
  92. Brief an Ernst Bloch im Himmel
  93. Kurze Erinnerung ans Bonner Glashaus
  94. Fritz Behrens und die trotzkistische Alternative
  95. 94/95 Doppelserie
  96. FAUST 3 – Franz Kafka vor Auerbachs Keller
  97. Rainer Werner Fassbinder ...
  98. Zähne zusammen­beißen ...
  99. Das Unvergessene im Blick
    1. Nachwort
Nachworte
  1. Nachwort
    siehe Folge 99
  2. Auf den Spuren des
    Günter Wallraff
  3. Online-Abenteuer mit Buch und Netz
  4. Rückschau und Vorschau aufs linke Leipzig
  5. Die Leipziger Denkschule
  6. Idylle mit Wutanfall
  7. Die digitalisierte Freiheit der Elite
  8. Der Krieg als Badekur?
  9. Wolfgang Neuss über Kurt Tucholsky
  10. Alter Sack antwortet jungem Sack
  11. Vor uns diverse Endkämpfe
  12. Verteidigung eines Gedichts gegen die Gladiatoren
  13. Parademarsch der Lemminge und Blochs Abwicklung
  14. Kampf der Deserteure
  15. Fritz Bauers unerwartete Rückkehr
  16. Der Trotz- und Hoffnungs-Pazifismus
  17. Als Fassbinder in die Oper gehen wollte
  18. Was zum Teufel sind Blochianer?
  19. Affentanz um die 11. Feuerbach-These
  20. Geschichten vom Geist als Stimmvieh
  21. Von Frankfurt übern Taunus ins Erzgebirge
  22. Trotz – Trotzalledem – Trotzki
  23. Der 3. Weg ist kein Mittelweg
  24. Matroschka –
    Die Mama in der Mama
  25. Goethe bei Anna Amalia und Herr Matussek im Krieg
  26. Der Aufgang des Abendlandes aus Auerbachs Keller
  27. Jan Robert Bloch –
    der Sohn, der aus der Kälte kam
  28. Das Buch, der Tod und der Widerspruch
  29. Pastor Gauck oder die Revanche für Stalingrad
  30. Bloch und Nietzsche werden gegauckt ...
  31. Hölle angebohrt. Teufel raus?
  32. Zwischen Heym + Gauck
  33. Von Marx über Bloch zu Prof. Dr. Holz
  34. Kafkas Welttheater in Auerbachs Keller
  35. Die Philosophenschlacht von Leipzig
  36. Dekonstruktion oder Das Ende der Ver­spä­tung ist das Ende
  37. Goethes Stuhl – ein Roman aus Saxanien
  38. Meine Weltbühne im poetenladen
  39. Von Blochs Trotz zu Sartres Ekel
  40. Die Internationale der Postmarxisten
  41. Dies hier war Deutschland
  42. Kopfsprünge von Land zu Land und Stadt zu Stadt
  43. Einiges Land oder wem die Rache gehört
  44. Schach statt Mühle oder Ernst Jünger spielen
  45. Macht ist ein Kriegszustand
  46. Dekonstruktion als Kriminalgeschichte I
  47. Damals, als ich als Boccaccio ging …
  48. Ein Traum von Aufklärung und Masturbation
  49. Auf der Suche nach der verschwundenen Republik
  50. Leipzig am Meer 2013
  51. Scheintote, Untote und Überlebende
  52. Die DDR musste nicht untergehen (1)
  53. Die DDR musste nicht untergehen (2)
  54. Ein Orden fürs Morden
  55. Welche Revolution darfs denn sein?
  56. Deutschland zwischen Apartheid und Nostalgie
  57. Nietzsche dekonstruierte Gott, Bloch den Genossen Stalin
  58. Ernst Jünger, der Feind und das Gelächter
  59. Von Renegaten, Trotzkisten und anderen Klassikern
  60. Die heimatlose Linke (I)
    Bloch-Oper für zwei u. mehr Stimmen
  61. Die heimatlose Linke (II)
    Ein Zwischenruf
  62. Die heimatlose Linke (III)
    Wer ist Opfer, wer Täter ...
  63. Die heimatlose Linke (IV)
    In der permanenten Revolte
  64. Wir gründen den Club der
    heimatlosen Linken
  65. Pekings große gegen Berlins kleine Mauer
  66. Links im Land der SS-Ober­sturm­bann­führer
  67. Zweifel an Horns Ende – SOKO Leipzig übernimmt?
  68. Leipzig. Kopfbahnhof
  69. Ordentlicher Dialog im Chaos
  70. Büchner und Nietzsche und wir
  71. Mit Brecht in Karthago ...
  72. Endspiel mit Luther & Biermann & Margot
  73. Die Suche nach dem anderen Marx
  74. Wer ermordete Luxemburg und Liebknecht und wer Trotzki?
  75. Vom Krieg unserer (eurer) Väter
  76. Wohin mit den späten Wellen der Nazi-Wahrheit?
  77. Der Feind ist in den Sachsengau eingedrungen
  78. Die Heldensöhne der Urkatastrophe
  79. Die Autobiographie zwischen
    Schein und Sein
  80. Auf der Suche nach der verlorenen Sprache
  81. Atlantis sendet online
  82. Zur Philosophie des Krieges
  83. Deutsche, wollt ihr ewig sterben?
  84. Der Prominentenstadl in der Krise
  85. Der Blick von unten nach oben
  86. Auf der Suche nach einer moralischen Existenz
  87. Vom Krieg gegen die Pazifisten
  88. Keine Lust aufs Rentnerdasein
  89. Von der Beschneidung bis zur
    begeh­baren Prostata
  90. Friede den Landesverrätern
    Augstein und Harich
  91. Klarstellung 1 – Der Konflikt um
    Marx und Bloch
  92. Bloch & die 56er-Opposition zwischen Philo­sophie und Verbrechen
  93. Der Kampf ums Buch
  94. Und trotzdem: Ex oriente lux
  95. Der Soldat: Held – Mörder – Heiliger – Deserteur?
  96. Der liebe Tod – Was können wir wissen?
  97. Lacht euren Herren ins Gesicht ...
  98. Die Blochianer kommen in Tanzschritten
  99. Von den Geheimlehren der Blochianer
Aufsatz