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Gerhard Zwerenz
Die Verteidigung Sachsens und warum Karl May die Indianer liebte

Sächsische Autobiographie in Fortsetzung | 52. Nachwort

Dies ist eine sächsische Autobiographie als Fragment in 99 Fragmenten. Schon 1813 wollten die Sachsen mit Napoleon Europa schaffen. Heute blicken wir staunend nach China. Die Philosophen nennen das coincidentia oppositorum, d.h. Einheit der Widersprüche. So läßt sich's fast heldenhaft in Fragmenten leben.

  52. Nachwort

Die DDR musste nicht untergehen (1)


  Tucholskys
letzter Pass


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Sie ging unter, weil sie vor Kafkas Tür hocken blieb. Kafka nannte die Kurz­geschichte Vor dem Gesetz. Wir erin­nern uns: Ein Mann vom Lande will durch eine Tür gehen und wird vom Tür­steher gewarnt. Beeindruckt bleibt er davor sitzen, bis er seinen Geist aufgibt, falls er welchen hatte. Courage hatte er nicht. Doch zuviel Respekt vorm Türsteher. Wer aber ist das? Um diese Frage zu erör­tern, enga­gierten wir Kafka als Türsteher vor Auerbachs Keller. Unser Publikum kennt sich aus. Wer genauer wissen möchte, was es mit Kafkas Tür-Parabel auf sich hat, findet Auskunft in unserem Buch Sklavensprache und Revolte, Kapitel „Die Goldenen Leipziger Jahre“.

Muss Europa unter- oder in Deutsch­land aufgehen? Die jüngsten Talk-Runden legen das Dilemma nahe. Eine Über­nahme Europas durch Deutsch­land bedeutete den Anschluss europäischer Länder an Deutschland wie die DDR sich 1990 wohl oder übel der BRD anschloss, weil sie öko­nomisch nicht als autarker Staat weiter­existieren konnte. Als Unterschied bleibt, die Ost­deutschen mussten keine nationalen Wider­stände über­winden. Anders bei den tradi­tionel­len Ländern Euro­pas, denen der Anschluss als nach­geholte Erobe­rung er­scheinen dürfte. Wenn das aber so ist und weil die ursprüng­lich beabsichtigte Europäi­sie­rung miss­lungen ist, wenn über­dies in Kürze eintrifft, dass Spanien, Italien, endlich auch Frank­reich unter einen aufge­spannten Finanz-Schutz­schirm flüchten müssen, den schließ­lich niemand mehr aufzu­spannen in der Lage sein wird, so kann nur noch die Re­nationa­li­sierung Europas helfen, möglichst mit dem Aspekt eines klügeren und kleine­ren Versuchs von Europa-Konstruktion.
  Fragt sich, ob die musealen, wo nicht ver­rotteten Eliten des maroden Kontinents dazu noch in der Lage sein würden, von den schwer­ttragenden Christ-Schauspielern zwischen Rhein und Oder einmal abgesehen.
 


Tito einte das Land mit Druck und Energie für lange Jahre

Das fatal misslingende Euro-Expe­riment hat einen Vorgänger. In der von Tito mit eiser­ner Faust zu­sammen­gehaltenen Volks­republik Jugo­slawien staute sich in den reiche­ren nörd­lichen Provin­zen Kroa­tien und Slowe­nien Unmut wegen der ständi­gen Trans­fer­leis­tungen für die ärmeren Süd­regionen. Ein Zerfall, der zum Kriegs­fall eska­lierte, befreite den Norden von der Süd-Ver­pflich­tung. Wirt­schaft, Horatio!
  Die Rollen auf dem Balkan sind inzwischen anders verteilt. Griechenland am Euro-Tropf. In Bulgarien und Rumänien korrup­tionale Blütezeit. Serbien und Kroatien mit dem Zählen ihrer Toten beschäftigt. Slowenien zwischen­gelagert. Ungarn im Rechts­schwenk. Kosovo grenzer­weiternd albanien­süchtig wie einst die DDR chancenlos BRD-süchtig. Volle Fahrt in die Freiheit. Und wer bezahlts? Wenn das Berliner Deutschland sein Berliner Schloss wiedererrichten will, ist das Kaiser­reich nicht weit. Warum nur an fremden Monarchien schmarotzen. Wäre k.u.k.-Öster­reich die Rettung für den Balkan? Falls das, wie einst, Russland missfällt, ließe sich der 1. Weltkrieg in Neuauflage wieder­holen. Im Vergleich zum 2. Weltkrieg wäre der Rückschritt ein Fort­schritt. Und die USA könnten es nochmal mit Wilsons 14-Punkte-Friedens­plan versuchen, ohne von Europa dabei gestört zu werden.

Die Postmoderne führt per Konsequenz ins universelle Kolosseum, wo wohl­dotierte Gladiatoren ihre diversen Kämpfe auf Tod und Leben aufführen. Seitab in der Etappe sitzen schwatz­hafte Politiker, Generäle und Talkshowspieler, die rituell untereinander die Plätze tauschen, denn sie zählen zur selben maul­flinken Klasse der Megazwerge, wie wir Nietzsches misslungene Züchtung von Über­menschen klassi­fizieren. Inzwischen erklim­men unsere haupt­städtischen Talker die höhere Dimension von Endzeit-Parodien, wie sie der Kino­gänger aus dem Berliner Führer­haupt­quar­tier kennt, falls es sich tatsäch­lich so abspielte, wie die zarten Söhne der Helden­väter meinen. Es war aber wohl alles unvor­stell­bar dümmlicher.

Dem Ende der DDR folgte das Ende der SU. Moskaus Finale steht Pekings Anfang und Aufstieg entgegen. Washington ist bei den roten Kapital-Chinesen bis über die Hals­krause verschuldet, versucht es mit der alten Leier und reagiert ratlos bis zum Chaos. Es riecht nach 1914. Alle Welt spielt Sarajevo. Die Attentate sind vervielfacht. Nur Deutschland bleibt vorläufig verschont. Ihm genügt der Alarm­zustand, während Merkel die Kasse zählt. Wie weit wird der aufge­spannte Schirm noch reichen? Unser Vorschlag: Hoch und höher verschulden, Euro drucken und drucken, mit China verbünden, bis Peking statt des Dollars unseren Euro hortet und hortet. Zur klugen Global­politik gehört freilich eine weltläufige Elite. Von China lernen heißt siegen lernen? Die DDR ging voran. Hätte sie sich von Moskau ab- und Peking zuwenden sollen? Da sie es versäumte, sollte Merkel klüger re(a)gieren. Als ostdeut­scher Christin dürfte für sie der Weg zum Genossen Konfuzius nicht so weit sein wie für die west­deutschen Alt-Antikom­munisten.


Armee Wenk und ein IM Ingo S

Ja, Sie haben ganz recht, das sind meine Tages­notizen fürs Theater in Auerbachs Keller. Brecht wartet schon, er ist als toter Regis­seur zwar informiert, aber unwil­lig wegen der ewigen Wieder­holungen mit Krieg, Zwischen­zeit, Krieg, ich liefere ihm die fürs Bühnen­stück nötigen Details, er und Goethe machen draus Gedichte, Klassik plus Revo­lutions­roman­tik, gleich geraten sich Prof. H. H. Holzstoß und Peter Hacksbeil in die Haare, was ist Klassik, was Roman­tik, Kleist tritt da­zwischen, erschießt sich mit dem Terzerol und wird von den letzten 7 Genossen in der jungen Welt würdig end­bestattet. Jetzt tritt Genscher auf. Von der alten Front­berichts­erstat­tung blieb fürs Fernsehen ein schmuckes Foto des jungen Wehr­macht­soldaten, Genscher, der sagen­haften Armee Wenk zugehörig, von der Hitler sich Befreiung aus dem einge­schlos­senen Berlin erhoffte, was misslang, weil Genscher, zur FDP retirierend, Außenminister wurde, statt ins Krieger­grab zu sinken, ein helles Glückskind aus Halle an der Saale. Statt den Führer aus dem Bunker befreite er später DDR-Flücht­linge aus der Prager Botschaft für die Ausreise in den Westen. Nachdem die Leipziger Uni­versität infolge Ent­revolu­tionierung nicht mehr den Namen Karl Marx tragen darf, steht zur Debatte, soll sie nach Hans-Dietrich Genscher oder Erich Loest benannt werden. Das Volk hat die freie Wahl, die Revolution zu Ende zu bringen, falls es der Ver­fas­sungs­schutz erlaubt.

Im Nachwort 51 beschrieben wir mit dem Scheitern Blochs in Leipzig und dem Verschwin­den Fritz Bauers in Frankfurt/Main zwei exempla­rische Vorgänge, die das Abrücken der beiden deutschen Nach­kriegs­staaten von ursprünglichen Projek­tionen signa­lisieren.

Am kommenden 21. Dezember 2010 wird sich Kurt Tucholskys Tod zum 75. Mal jähren. In den Feuil­letons wird seiner mehr oder weniger treffend gedacht werden, meistens weniger. Ich blättere in meinem Buch Soldaten sind Mörder von 1988 nach und finde auf Seite 260 einen zeitgemäßen Anknüpfungs­punkt:




Ernst Note: Kann oder will der Professor nicht exakt lesen?

Im Buch folgte dann die Tucho-Satire samt Erklärung für besonders hirnverklemmte Rechts-Intelligenzler. Für das lange Zitat entschuldige ich mich nicht, obwohl sie's auch mit Erläuterung nicht kapieren. Am 7.3.2008 war in der FAZ ein Satz vom „alten Friede-den-Hütten-Käse Georg Büch­ners“.zu lesen. Dem Verfasser stinkt der hessische Schorsch tatsächlich wie Handkäs mit Musik. Den Mief und Muff in vielen miesen Frank­furter Politiker- und Journa­listen-Köpfen erfasste keiner so scharf wie Rainer Werner Fassbinder mit dem Titel Der Müll, die Stadt und der Tod. Die Formulierung ist aktualisierbar zu Der Müll, das Land und der Tod. Kurzfassung: Müll Europa Tod. Europa als vorläufige End­station von BRD plus DDR gleich Berliner Republik plus Euro gleich Null(en). In Blochs Metapher heißt das Schach statt Mühle – Mühle­spielen ist Skla­ven­sprache und verschwur­belte Arti­kulation, Schach als Dekon­struktion ist die Suche nach essen­tieller und exis­tentiel­ler Evidenz. Alles andere bleibt Stüm­perei, sagt Mephisto. Gleich eilt Genscher herbei, klopft Robin Szolkowy auf die Schulter und streicht Aljona Savchenko übers Blond­haar. Endlich ent­schul­digt er sich beim Chemnitzer Eis­kunst­lauf-Meis­ter­trainer Ingo Steuer für die un­faire, unge­rechte Behand­lung. So jung wie Sie als IM war ich als Soldat in Hitlers Armee Wenk, erklärt Genscher uner­wartet zivil­cou­ragiert. Das imponiert mir, weils Einsicht beweist.
Eiskunstläuferpaar: A. Savchenko/R. Szolkowy und Trainer Ingo Steuer


Zurück zu Tucholsky & Ossietzky. Am 21.12.2005 ist Tucholsky in der FAZ ein „besonders übles Exemplar“. Am 25.10.2009 meldet das Blatt:


Immerhin nahm die Zeitung von der Tucholsky-Preis-Ver­leihung an ihren leitenden Redak­teur Notiz. Als die Aus­zeichnung 2007 an Lothar Kusche und Otto Köhler ging, wollte man lieber nichts davon wissen. Drei unliebe Oppo­sitionelle auf einem Haufen über­schritten für eines der füh­renden deutschen Blätter die Grenzen des Erträg­lichen.


Gertrude Meyer: Gefährtin im Exil vor dem von Tucholsky gemieteten Haus in Schweden
 
Gerhard Zwerenz im Interview mit Gertrude Meyer

Der Historiker Kurt Pätzold, dessen Artikel ich gern lese, irrte sich, als er am 13. Dezem­ber 2010 in der jungen Welt schrieb, Tucholsky habe sich im schwe­dischen Exil Hindas „ein Anwe­sen gekauft“. Es war nur gemietet, was in­sofern nicht ganz un­wich­tig ist, als es mit den Ursachen von Tucholskys Freitod zu tun hat. Darüber schrieb ich am 24. Mai 1980 in der Frank­furter Rund­schau: „Was keiner der Bio­grafen mit­teilt, weil es keiner weiß, weil keiner nach­forschte: Tuchol­sky hinter­ließ außer Schulden eine Bar­schaft von ganzen 300 Schwe­den­kronen. Er wusste nicht, wie er hätte seine Schulden zurück­zahlen können, mit den 300 Kronen wäre er noch über Weih­nachten hinweg­gekom­men, aber er hätte schon die Januar­miete nicht mehr bezahlen können. Dieser Sati­riker über­lebte bis zu dem Tag, an dem er nicht mehr wusste, wie er weiterleben könnte. So einfach ist das und so hart und traurig, ein tödlicher Witz deutscher Lite­ratur­geschichte.“


Tucholsky-Artikel in der FR (1980)

Musste der Mann so sterben? Welch ein Ende. Welch Untergang mit stilvoll leerer Kasse. Typisch deutsch? Wir zählen ein Halb­dutzend Unter­gänge: Kaiser­reich 1918, Weimarer Republik 1933, Drittes Reich 1945, DDR 1989/90, BRD auch 1990, Berliner Republik …? Statt Käse wird der Euro zum (Stuttgarter) Bahnhof gerollt? Jedem Unter­gang ging die operative Entfer­nung des linken Flügels voraus. Tucholsky als Zeuge wofür? Vor jedem Untergang werden die guten kriti­schen Geister ausge­trieben, zum Schwei­gen gezwungen, umge­bracht. Aber die DDR – musste sie unter­gehen und warum? Es gibt tausend schlechte Gründe. Der Weltuntergang, vom Volksmund seit langem auf den 30. Mai terminiert, sieht keine Aus­nahmen vor. Tucholsky am 24. August 1935: „Der Kommunis­mus in Europa ist tot, und man darf sich bei Stalin bedanken.“ Vier Monate später war auch Tucholsky tot. Und Stalin verband sich 1939 mit Hitler, bevor er dessen Tod von 1945 besorgte. Die DDR? Sie war unser Versuch, daraus zu lernen. Sie musste nicht untergehen. Denke und fühle ich dem Ereignis nach, kommt mir eine Szene in den Sinn:





Gerhard Zwerenz
Gute Witwen weinen nicht
Kranichsteiner Literaturv. 2002
Das Buch bei Amazon  externer Link

Die Beerdigungsszene ist im Band Gute Witwen weinen nicht – Exil. Lieben. Tod. Die letzten Jahre Kurt Tucholskys zu finden, erschie­nen 2000 im Kranich­steiner Literaturverlag. Bei den zahl­rei­chen Le­sungen daraus weinten weder die Verle­gerin Kathrin Hampf noch der Verfasser. Wir trafen ein aufmerk­sam lauschendes Publikum, das betrof­fen unbe­kannte Details über das Sterben des Satirikers erfuhr und sich dennoch gern an den Kurt Tucholsky erinnerte, der uns immer wieder lachen ließ und lässt. 1933 aber schrieb er in einem Brief an den Freund Walter Hasenclever: „Ich brauche Ihnen nicht zu sagen, dass das, was wir einmal die deutsche Linke genannt haben, nicht mehr wieder­kommt. Und mit Recht nicht.“
  Dieses Fazit will widerlegt werden.

Gerhard Zwerenz    20.12.2010    Druckansicht  Zur Druckansicht - Schwarzweiß-Ansicht    Seite empfehlen  Diese Seite weiterempfehlen

 

 
Gerhard Zwerenz
Serie
  1. Wie kommt die Pleiße nach Leipzig?
  2. Wird Sachsen bald chinesisch?
  3. Blick zurück und nach vorn
  4. Die große Sachsen-Koalition
  5. Von Milbradt zu Ernst Jünger
  6. Ein Rat von Wolfgang Neuss und aus Amerika
  7. Reise nach dem verlorenen Ich
  8. Mit Rasputin auf das Fest der Sinne
  9. Van der Lubbe und die Folgen
  10. Unser Schulfreund Karl May
  11. Hannah Arendt und die Obersturmbannführer
  12. Die Westflucht ostwärts
  13. Der Sänger, der nicht mehr singt
  14. Ich kenne nur
    Karl May und Hegel
  15. Mein Leben als Prophet
  16. Frühe Liebe mit Trauerflor
  17. Der Schatten Leo Bauers
  18. Von Unselds Gegner zu Holtzbrincks Bodyguard
  19. Karl May Petrus Enzensberger Walter Janka
  20. Aus dem Notizbuch eines Ungläubigen
  21. Tanz in die zweifache Existenz
  22. General Hammersteins Schweigen
  23. Die Pleiße war mein Mississippi
  24. Im Osten verzwergt und verhunzt?
  25. Uwe Johnson geheimdienstlich
  26. Was fürchtete Uwe Johnson
  27. Frühling Zoo Buchmesse
  28. Die goldenen Leipziger Jahre
  29. Das Poeten-Projekt
  30. Der Sachsenschlag und die Folgen
  31. Blick zurück auf Wohlgesinnte
  32. Sächsische Totenfeier für Fassbinder (I)
  33. Sächsische Totenfeier für Fassbinder (II)
  34. Brief mit Vorspann an Erich Loest
  35. Briefwechsel mit der Welt der Literatur
  36. Die offene Wunde der Welt der Literatur
  37. Leipzig – wir kommen
  38. Terror im Systemvergleich
  39. Rachegesang und Kafkas Prophetismus
  40. Die Nostalgie der 70er Jahre
  41. Pauliner Kirche und letzte Helden
  42. Das Kickers-Abenteuer
  43. Unser Feind, die Druckwelle
  44. Samisdat in postkulturellen Zeiten
  45. So trat ich meinen Liebesdienst an …
  46. Mein Ausstieg in den Himmel
  47. Schraubenzieher im Feuchtgebiet
  48. Der Fall Filip Müller
  49. Contra und pro Genossen
  50. Wie ich dem Politbüro die Todesstrafe verdarb
  51. Frankfurter Polzei-buchmesse 1968
  52. Die Kunst, weder Kain noch Abel zu sein
  53. Als Atheist in Fulda
  54. Parade der Wiedergänger
  55. Poetik – Ästhetik und des Kaisers Nacktarsch
  56. Zwischen Arthur Koestler und den Beatles
  57. Fragen an einen Totalitarismusforscher
  58. Meine fünf Lektionen
  59. Playmobilmachung von Harald Schmidt
  60. Freundliche Auskunft an Hauptpastor Goetze
  61. Denkfabrik am Pleißenstrand
  62. Rendezvous beim Kriegsjuristen
  63. Marx, Murx, Selbstmord (der Identität)
  64. Vom Aufsteiger zum Aussteiger? (I. Teil)
  65. Vom Aufsteiger zum Aussteiger? (II. Teil)
  66. Der Bunker ...
  67. Helmut auf allen Kanälen
  68. Leipzig anno 1956 und Berlin 2008
  69. Mit Konterrevolutionären und Trotzkisten auf dem Dritten Weg
  70. Die Sächsischen Freiheiten
  71. Zwischen Genossen und Werwölfen
  72. Zur Geschichte meiner Gedichte
  73. Poetenladen: 1 Gedicht aus 16 Gedichten
  74. Der Dritte Weg als Ausweg
  75. Unendliche Wende
  76. Drei Liebesgrüße für Marcel
  77. Wir lagen vor Monte Cassino
  78. Die zweifache Lust
  79. Hacks Haffner Ulbricht Tillich
  80. Mein Leben als Doppelagent
  81. Der Stolz, ein Ostdeutscher zu sein
  82. Vom Langen Marsch zum 3. Weg
  83. Die Differenz zwischen links und rechts
  84. Wo liegt Bad Gablenz?
  85. Quartier zwischen Helmut Schmidt und Walter Ulbricht
  86. Der 3. Weg eines Auslandssachsen
  87. Kriegsverrat, Friedensverrat und Friedenslethargie
  88. Am Anfang war das Gedicht
  89. Vom Buch ins Netz und zur Hölle?
  90. Epilog zum Welt-Ende oder DDR plus
  91. Im Hotel Folterhochschule
  92. Brief an Ernst Bloch im Himmel
  93. Kurze Erinnerung ans Bonner Glashaus
  94. Fritz Behrens und die trotzkistische Alternative
  95. 94/95 Doppelserie
  96. FAUST 3 – Franz Kafka vor Auerbachs Keller
  97. Rainer Werner Fassbinder ...
  98. Zähne zusammen­beißen ...
  99. Das Unvergessene im Blick
    1. Nachwort
Nachworte
  1. Nachwort
    siehe Folge 99
  2. Auf den Spuren des
    Günter Wallraff
  3. Online-Abenteuer mit Buch und Netz
  4. Rückschau und Vorschau aufs linke Leipzig
  5. Die Leipziger Denkschule
  6. Idylle mit Wutanfall
  7. Die digitalisierte Freiheit der Elite
  8. Der Krieg als Badekur?
  9. Wolfgang Neuss über Kurt Tucholsky
  10. Alter Sack antwortet jungem Sack
  11. Vor uns diverse Endkämpfe
  12. Verteidigung eines Gedichts gegen die Gladiatoren
  13. Parademarsch der Lemminge und Blochs Abwicklung
  14. Kampf der Deserteure
  15. Fritz Bauers unerwartete Rückkehr
  16. Der Trotz- und Hoffnungs-Pazifismus
  17. Als Fassbinder in die Oper gehen wollte
  18. Was zum Teufel sind Blochianer?
  19. Affentanz um die 11. Feuerbach-These
  20. Geschichten vom Geist als Stimmvieh
  21. Von Frankfurt übern Taunus ins Erzgebirge
  22. Trotz – Trotzalledem – Trotzki
  23. Der 3. Weg ist kein Mittelweg
  24. Matroschka –
    Die Mama in der Mama
  25. Goethe bei Anna Amalia und Herr Matussek im Krieg
  26. Der Aufgang des Abendlandes aus Auerbachs Keller
  27. Jan Robert Bloch –
    der Sohn, der aus der Kälte kam
  28. Das Buch, der Tod und der Widerspruch
  29. Pastor Gauck oder die Revanche für Stalingrad
  30. Bloch und Nietzsche werden gegauckt ...
  31. Hölle angebohrt. Teufel raus?
  32. Zwischen Heym + Gauck
  33. Von Marx über Bloch zu Prof. Dr. Holz
  34. Kafkas Welttheater in Auerbachs Keller
  35. Die Philosophenschlacht von Leipzig
  36. Dekonstruktion oder Das Ende der Ver­spä­tung ist das Ende
  37. Goethes Stuhl – ein Roman aus Saxanien
  38. Meine Weltbühne im poetenladen
  39. Von Blochs Trotz zu Sartres Ekel
  40. Die Internationale der Postmarxisten
  41. Dies hier war Deutschland
  42. Kopfsprünge von Land zu Land und Stadt zu Stadt
  43. Einiges Land oder wem die Rache gehört
  44. Schach statt Mühle oder Ernst Jünger spielen
  45. Macht ist ein Kriegszustand
  46. Dekonstruktion als Kriminalgeschichte I
  47. Damals, als ich als Boccaccio ging …
  48. Ein Traum von Aufklärung und Masturbation
  49. Auf der Suche nach der verschwundenen Republik
  50. Leipzig am Meer 2013
  51. Scheintote, Untote und Überlebende
  52. Die DDR musste nicht untergehen (1)
  53. Die DDR musste nicht untergehen (2)
  54. Ein Orden fürs Morden
  55. Welche Revolution darfs denn sein?
  56. Deutschland zwischen Apartheid und Nostalgie
  57. Nietzsche dekonstruierte Gott, Bloch den Genossen Stalin
  58. Ernst Jünger, der Feind und das Gelächter
  59. Von Renegaten, Trotzkisten und anderen Klassikern
  60. Die heimatlose Linke (I)
    Bloch-Oper für zwei u. mehr Stimmen
  61. Die heimatlose Linke (II)
    Ein Zwischenruf
  62. Die heimatlose Linke (III)
    Wer ist Opfer, wer Täter ...
  63. Die heimatlose Linke (IV)
    In der permanenten Revolte
  64. Wir gründen den Club der
    heimatlosen Linken
  65. Pekings große gegen Berlins kleine Mauer
  66. Links im Land der SS-Ober­sturm­bann­führer
  67. Zweifel an Horns Ende – SOKO Leipzig übernimmt?
  68. Leipzig. Kopfbahnhof
  69. Ordentlicher Dialog im Chaos
  70. Büchner und Nietzsche und wir
  71. Mit Brecht in Karthago ...
  72. Endspiel mit Luther & Biermann & Margot
  73. Die Suche nach dem anderen Marx
  74. Wer ermordete Luxemburg und Liebknecht und wer Trotzki?
  75. Vom Krieg unserer (eurer) Väter
  76. Wohin mit den späten Wellen der Nazi-Wahrheit?
  77. Der Feind ist in den Sachsengau eingedrungen
  78. Die Heldensöhne der Urkatastrophe
  79. Die Autobiographie zwischen
    Schein und Sein
  80. Auf der Suche nach der verlorenen Sprache
  81. Atlantis sendet online
  82. Zur Philosophie des Krieges
  83. Deutsche, wollt ihr ewig sterben?
  84. Der Prominentenstadl in der Krise
  85. Der Blick von unten nach oben
  86. Auf der Suche nach einer moralischen Existenz
  87. Vom Krieg gegen die Pazifisten
  88. Keine Lust aufs Rentnerdasein
  89. Von der Beschneidung bis zur
    begeh­baren Prostata
  90. Friede den Landesverrätern
    Augstein und Harich
  91. Klarstellung 1 – Der Konflikt um
    Marx und Bloch
  92. Bloch & die 56er-Opposition zwischen Philo­sophie und Verbrechen
  93. Der Kampf ums Buch
  94. Und trotzdem: Ex oriente lux
  95. Der Soldat: Held – Mörder – Heiliger – Deserteur?
  96. Der liebe Tod – Was können wir wissen?
  97. Lacht euren Herren ins Gesicht ...
  98. Die Blochianer kommen in Tanzschritten
  99. Von den Geheimlehren der Blochianer
Aufsatz