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Gerhard Zwerenz
Die Verteidigung Sachsens und warum Karl May die Indianer liebte

Sächsische Autobiographie in Fortsetzung | 46. Nachwort

Dies ist eine sächsische Autobiographie als Fragment in 99 Fragmenten. Schon 1813 wollten die Sachsen mit Napoleon Europa schaffen. Heute blicken wir staunend nach China. Die Philosophen nennen das coincidentia oppositorum, d.h. Einheit der Widersprüche. So läßt sich's fast heldenhaft in Fragmenten leben.

  46. Nachwort

Dekonstruktion als Kriminalgeschichte I



  Schon im 1. Weltkrieg sagt
Karl Kraus den Unter­gang
der Mensch­heit voraus.




Die Dekonstruktion ist ein Geheimnis. Alle reden verschieden darüber. Keiner weiß alles. Das Rätsel zu enthüllen läuft auf eine Geheimoperation hinaus. Der Ausgang ist offen. Du stehst am Ende vor Kafkas Tür, auf der zu lesen ist: Vor dem Gesetz! Der Türwächter, eine beamtete Seele, halb Stasi – halb BND, warnt den Einlass begeh­renden Mann aus dem Volk: Gehst du durch diese Tür, wirst du vor der gleißenden Helle des dritten Raumes erblinden. Inzwischen wacht Kafka in Leipzig vorm Eingang zu Auerbachs Keller, wo Kollege Goethe seinen Faust aufführen lässt, der von Dr. Mephisto begleitet wird, um die Jungfrau Nietzsche zu verführen. Das ist ein Faschist, warnt Wolfgang Harich, in Bautzen gealtert, vordem wusste er's anders. Ab und zu schaut Karl Kraus vorbei, weil Brecht nach dem Faust die K- K-Tragödie Die letzten Tage der Mensch­heit inszenieren will. Unsere toten Dichter können das. Sie überleben, weil im Internet für alle Ewig­keiten aufbe­wahrt, während in den üblichen Talk­shows frühere und künf­tige Minister und Staats­sekretäre aus ihren neuesten Büchern vorlesen, bis das Volk sich entschließt, den Flohzirkus ganz abzuschaffen. Danach treten in unserem Christen­land nur noch fremd­gläubige Ausländer auf, und falls sie unsere Sprache, die dann zu den alten klassischen Sprachen gehören wird, aus­wendig gelernt haben sollten, können sie im www nach­lesen, was in den letzten Tagen der Deutschen wirklich geschah. Soviel zur Abschaf­fung der Deutschen, dem grausam-schönen Märchen.

Kannitverstan – Das Wort passt in der Ver­gangen­heit wie in un­se­rer Gegen­wart
J. P. Hebel (Ausschnitt)

Wie weit ist die Sprache, deren wir uns – werkzeughaft und instrumental – bedienen, von der Realität entfernt? Identität ist nicht erreichbar, Nicht-Identität eine Gefahr, per Tunnel­blick in die Kerkerzelle des abgeschotteten Ich zu geraten und in ego­zentrischer Borniert­heit zu verkommen. Man nennt das Familien- und National­geschichte.
  Sprache definiert verbal. Begriffe defi­nieren logisch. Stimmen Wort und Begriff sowie das gemeinte Objekt überein, erzielt das arti­kulierende Subjekt den optimal exakten Ausdruck. Was aber, wenn es statt des konkreten Objekts ums Allgemeine geht? Womit wir beim Uni­versalien­streit angelangt sind, dem zweiten Sündenfall der Unmensch­werdung.
  Der erste Sündenfall bestand in der Sprach-Herausbildung, die das Tier vom Menschen trennte, was ihn zum Feind aller Lebewesen, sich selbst ein­geschlos­sen, werden ließ. Gewehr, Kanone, Bombe, Rakete, Drohne, Atom­waffe sind mate­riali­sierte Sprach­werkzeuge. Der Tod heißt Kannitverstan (Johann Peter Hebel)

Als ich 1994 für die PDS in den Bonner Bundes­tag ging, wo ich es tat­sächlich vier Jahre lang aushielt, worauf ich heute noch ein wenig stolz bin, wollte mich die Frankfurter Rundschau, in der ich über Jahrzehnte hin Artikel veröffentlicht hatte, nicht mehr kennen. Von nun an war der Ofen aus. Das ehemals liberale, der SPD ergebene Blatt, gegen das wir viel einzu­wen­den hatten und dem wir dennoch nahe­standen, bot als größten Trost die zivil­couragierte Akti­vität der Leserbrief-Schreiber. Der jetzige FR-Vorständler Konstantin Neven Du Mont, als Erbe auch Mit­besitzer anderer Zeitungen, beschwert sich, wie eben zu erfahren ist, über die Medien­welt, die hohes Interesse am Nieder­gang der FR an den Tag lege. Er sollte das heutige Blatt mal mit dem früheren vergleichen, um zu erkennen, was damals den Erfolg eintrug. Überfliege ich dagegen die in der Mehrzahl hohl- und holz­köpfigen Leser­zuschriften in der FAZ, denke ich, sollen sie doch endlich eine offen konservative Partei gründen, damit sie wieder Raum und Plattform für Ihre Parolen haben. Der ehemaligen Frankfurter Rundschau sei eine roman­tische Träne gewidmet. Es könnte so scheinen als sei ich für die frühere FR vorein­genommen und der FAZ gegenüber unfreund­lich gestimmt. Das trifft zu. Gerechter­weise muss ich einräumen, der FAZ-Wetter­bericht ist nicht schlechter als anderswo und auf den Wirt­schafts­seiten finden sich als Folge der großen Krise relevante Analyseversuche, ganz selten Licht­blicke im Feuil­leton. Vor­herr­schend bleibt der Ökonomie-Faktor. Seit China mehr und mehr dominiert, bleibt das Land öfter unbeschimpft. Vielleicht unter­hält ein Heraus­geber Außen­handels­bezie­hungen.

Das Politbüro hustete und Scha­bowski bekam die Grippe
Günter Schabowski

In der weiland DDR verliefen die Abhängig­keiten direkter. Wenn das Polit­büro hustete, bekamen Chef­redakteure die Grippe. Was mein Verhältnis zur Presse betrifft, bin ich erfahrungs­trainiert. Im Fall Neues Deutschland wartete ich ab, bis es 1989 seine bisherigen Vor­gesetzten in die Wüste schickte, danach ließ sich eine Zeitlang ganz lustig im Nicht­mehr­partei­organ schreiben. Sollten der FAZ auch endlich die obersten Instan­zen abhanden kommen, kann das Blatt sich reha­bilitieren, indem es z.B. unsere so schöne vertrackte Sachsen-Serie abdruckt. Das sind bisher 99 Folgen und 46 Nachworte, dass die noch mehr werden können, sei höflich angedroht. Meine Bedingung: pro Tag eine FAZ-Seite – jede zum Honorar von 1000 Euro und kein redaktio­neller Kommentar dazu, sonst müssen wir das Blatt und seine Stahlhelmfraktion in Ewigkeit weiter dekon­struieren. Im Feuil­leton sollen übrigens anderhalb Liberale oder gar Linksverdächtige stecken, darüber regen sich Leser­brief­schreiber alle 3 bis 4 Monate fürchter­lich auf, weil sie die Revolution immer näher heranrücken sehen.

Michael Jäger: Für den Freitag immer auf Ent­deckungs­reise

Von Michael Jäger erschien im Freitag 2005/39 der Artikel Geborstene Fahrt: „Man könnte Ernst Bloch als einen Vordenker der Dekonstruktion begreifen“, heißt es da als „Einstimmung auf eine Tagung zu ›Erb­schaft dieser Zeit‹“. Jäger referiert über Blochs Montage-Begriff und Walter Benjamin und schließt mit den Worten: „Vielleicht ist die Geschichte der Philosophie mit Derrida noch nicht zuende.“
  Das mag so sein, falls nicht die ganze Welt des weißen Mannes bald endet. Begonnen aber hat die Geschichte nicht mit Derrida. Am Anfang standen vor tausend Jahren die Scholastiker und auf Nietzsche und Heidegger folgten Brecht, Benjamin, Bloch, Lukács gegen Heidegger. Das geschah anno 1927.

Die Pariser Dekon­strukti­visten nennen meist Nietzsche und Heidegger als Stamm­väter. In dieser Frage gab es, als 1927 Heideggers Sein und Zeit erschien, in Berlin einen Dissenz zwischen links und rechts, wobei Heidegger unverzüglich in die Reihen der Rechten eingeordnet wurde, dabei trat er ja erst 1933 in Hitlers Partei ein. Nietzsche gegenüber verhielt man sich unter­schiedlich. Lukács lehnte konsequent ab. Walter Benjamins Position bedürfte genauerer Analysen. Bloch erar­beitete sich eine Symbiose von Nietzsche und Marx, hielt sich damit jedoch zurück. Sklavensprache mit Artistik.
  Bei der Dekonstruktion des Marxismus, jedenfalls seiner sowje­tischen und franzö­sischen Prägung, verkannten die kritischen Pariser Philo­sophen, dass Marx selbst die vorherige Ökonomie und Kultur dekon­struiert hatte. Erst die Entstellung zum sowjetischen Marxismus entstellte die Lehre, die sich der Analyse und Kritik entzog und jeden Versuch bereits zum Straftatbestand erklärte.

In Leipzig wurde nach einem Bloch-Seminar diskutiert, was uns die alten katholischen Glaubens­fragen der Scholastik noch angingen. Bloch darauf sarkastisch: Der Universalienstreit ist zeitlos. Daran erinnerte ich mich später in Frankfurt, als ich für die FR und den Hessischen Rundfunk über die Pariser Dekonstruktivisten schrieb, die sich als vormalige Linksgläubige gegen die marxis­tischen Univer­salien wandten. Ihr Bruch mit dem Marxismus galt dessen Allgemein­heiten Proletariat, Diktatur, Klassenkampf. Die Gesell­schaft, Geschichte, Kultur sollte und musste so aktuell wie konkret neu erforscht und definiert werden.
  In unserer Leipziger Zeit war der Begriff Dekonstruktion unbekannt. Mir genügte es, im Sinne des eingreifenden Denkens einzelne eingreifende Worte einzuschmuggeln. Nicht zu deutlich, sonst ginge es schief. Blieb man aber hinter der Alarm-Linie, blieben auch Gegenmaßnahmen aus. Unbedingt wollte ich ein Trotzki-Signal setzen, damit begannen meine individuellen Komplikationen. War Trotzki der genuine Anti-Stalin, galt zugleich sein Satz, falls Hitler die Sowjetunion angreife, sei sie trotz Stalin zu verteidigen. Das bezog ich zeitgemäß modifiziert auf die DDR.
  Inzwischen geschieht der Endkampf um die Macht über den Erdball in Form von Religionskriegen, deren verbale Form sich in Medienschlachten ausdrückt.

Spiegel-Cover
Leutnant Augstein ging mit Hit­lers Staats­juristen Schmitt spa­zieren

Die Distanz zum öko­nomisch begrün­deten Welt­religions­krieg setzt auf die Differenz in der Bedeu­tung von Derridas Zentralkategorie. Um uns schauend müssen wir fatalerweise erkennen, seit der Vereinigung nahmen Fremdheit und Feindschaft zu. Sollen wir „Dif­ferenz“ also wie Carl Schmitt kultur­morphologisch mit Feind­schaft übersetzen? Wir haben uns entmauert, entgrenzt, ent­ideo­logi­siert. Nun wird entmenscht. Folgt aus der Diffe­renz in der Tat ledig­lich Feind­denken? Die Differenz lässt Freund­schaft wie Gegner­schaft zu. Sie kann das die Gegner Verbindende sein als intel­lektua­lisierte Gegnerschaft.
  Feinde differenzieren nicht. Sie bekriegen sich. Derridas Differenz ist als westliches Angebot keine Rückkehr zu Carl Schmitts Feind­denken. Allerdings unternahm selbst Rudolf Aug­stein ausge­dehnte Spazier­gänge mit Hitlers Staats­denker und ließ sich ab 1952 in Rechtsfragen von ihm beraten. Der Leutnant und sein Jurist.
  Die Schriftsteller stritten sich in den 80er und 90er Jahren stellvertretend für unter­schied­liche Inter­essen. Seit der Wende erscheinen die einen unbe­lohnt als Sieger, die anderen als gestrafte Besiegte. In Wirklich­keit sind wir alle Besiegte, gelingt es nicht, unsere Dif­ferenzen zu intel­lek­tuali­sieren, was post­kulturell nicht möglich ist, weil es den Kriegern die Herrschaft überlässt.

Bisher wurde übersehen, dass das Ende Blochs in Leipzig das endgültige Aus jener inter­natio­nalen Volks­front­politik bedeutet, die mit dem Pariser Schrift­steller-Kongress 1935 begann. Bloch war einer der intel­lektuel­len Grün­dungs­väter. Sein Buch Erbschaft dieser Zeit, 1935 in Zürich erschienen, enthält seine Volks­front­philosophie. Er lehnte die Diktatur des Prole­tariats als miss­lungen ab, hielt die 11. Feuerbach-These für mindes­tens unzu­reichend inter­pretiert, favo­risierte seit 1955 eine Gramsci-nahe kulturelle Hege­monie mit anti­dikta­torischen Akzenten, verwarf das Dogma vom wissen­schaftlichen Sozia­lismus und ent­wickelte seine eigene Existenz- und Sub­jekt­philosophie. Alle diese Abweichungen sind im Erb­schafts-Buch enthalten, das folge­richtig in der DDR nie erscheinen konnte.

Prof. Helmut Dahmer bringt Wal­ter Benjamin und Leo Trotzki in die junge Welt

Die vorstehenden Sätze sind meinem Essay Bloch in Leipzig oder die Front zwischen Stalin und Heidegger entnommen. Erstdruck in Das Krisenjahr 1956, Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen, Leipzig 2006. Seltsamer­weise oder bezeich­nender­weise stießen die aus Blochs Erbschafts-Buch gefilterten Provo­kationen auf keinerlei Widerhall. Am 16./17.Oktober 2010 bestückte Helmut Dahmer die junge Welt mit noch stärkeren Provokationen. Mit Walter Benjamin geht es gegen Stalins Komintern, Moskauer Schau­prozesse, Verleug­nung der Niederlage im Kampf gegen die Nazis, den Umschlag der Russischen Revo­lution in eine despo­tische Schreckens­herr­schaft. Enthalten sind auch diese Sätze: „Marx hat in der Vorstellung der klassen­losen Gesellschaft die Vor­stellung der messianischen Zeit säku­larisiert … Eben dies haben die Marx-Epigonen verdrängt …“ Die Marx-Epigonen schwei­gen verlegen weiter, doch in der jungen Welt wurde post­wendend zugestimmt: „Ja klar, Machtgeilheit ist die Wurzel von Patriarchat und Kapita­lismus … Insofern kann ich die neue Offenheit der jW gegenüber Bewe­gungen, die nicht nach den Heiligen Schriften (Marx & Lenin) leben, nur begrüßen.“ (Bettina Hamme­rschmidt, per E-Mail)
  Eine gewisse neue Offen­heit ist tat­sächlich von der jW bis zur FAZ fest­zustellen, auch wenn's den Verant­wort­lichen lausig schwer­fällt. Nach dem Bericht der Historiker­kommis­sion über das Aus­wärtige Amt sprach sogar Frank Schirr­macher Klartext in der FAZ und FAS: „Das AA war systematisch an der Juden­ver­nich­tung beteiligt. Die Karrieren der Diplo­maten gingen nach 1945 bruch­los weiter …“ Der weit oben posi­tio­nierte Publizist und sein Club sind entsetzt. Joschka Fischer, Ex-Sponti, Ex-Außen­minister feixt sich eins. Den Herr­schaf­ten ist furcht­bar neu, was sie zuvor aus selbst­ver­schuldeter Blind­heit nicht zur Kenntnis nehmen wollten, weil es nur von Linken mitgeteilt worden ist, denen aber glaubte man nicht und bezich­tigte sie kom­munis­tischer Propa­ganda. Wir wenden uns vom bür­ger­lichen blinden Ich ab und Ernst Bloch zu. In Der Impuls Nietzsche von 1913, abge­druckt in Durch die Wüste 1923, dann 1984 – spricht er exakt vom „suchenden Ich“, verwahrt sich gegen Zara­thustras Über­menschen samt Nietzsches end­loser Wieder­holung und wendet gegen die herrschende Wissen­schaft ein, sie „sei ohne Subjekt und ohne Traum.“ Aber es ist da auch zu lesen: „Darum leuchtet hier zuerst die Ahnung eines noch nicht bewuss­ten Wissens auf …“ Bloch nennt Nietzsche uner­sättlich und schöpferisch: „… hier gilt in der Tat, dass es nicht darauf ankommt, die Welt nur zu begreifen oder doch nur zu dem Ende, dass man sie danach verändere …“ Der nach­folgende Text trägt nicht zufällig die Überschrift: Die Landes­grenze des Nihilismus.

Nihilismus ist als Stichwort ein Schlüsselbegriff der Dekon­struktion, die Heidegger bei Nietzsche entdeckte. Friedrich, unser sächsischer Hammerphilosoph, erklärte seinen geliebten väterlichen Gott, diesen Hauspastor für tot und prügelte in der Folge meisterhaft auf unzählige Univer­salien ein, bis er am eigenen Nihi­lismus zu verzweifeln drohte und sich seinen diony­sischen Über­menschen erfand. Man kann diesen amorphen Ersatz­gott als intel­lek­tuel­les Format mit Übergröße verstehen oder als visionären Militär­stiefel. Die deutschen Ritter beider Welt­kriege, Typus Ernst Jünger, setzten den Helm auf, den Feind zwang man in die Rolle des Unter­menschen. Bloch attestierte Nietzsche die richtigen Fragen, doch die falschen Antworten. Man lese seinen Bloch auf diese andere Weise. Der Mensch in der Revolte des Albert Camus ist dafür eine Nummer zu klein, der Mensch in der Revolution der Marx und Lenin erwies sich als auf Dauer zu schwach. Das Proletariat wollte nicht. Das Prekariat weiß nicht. Das Bürgertum ist nur auf Besitz­stands­wah­rung fixiert. Und da kommt einer daher und wagt es mitten im Inferno das Hoffen zu lehren? Gerade signa­lisierte Orwells Roman 1984 das Ende der Revolution, da kehrt 1949 ein linker deutscher Jude aus dem US-Exil zurück und will ausge­rechnet von Leipzig aus den Kirchen Beine und Konkurrenz machen, indem er Hoffnung verkündet?
  Rückblick expressiv. Nach Chruschtschows Moskauer Anti-Stalinrede vom 25. Februar 1956 verzögerte Walter Ulbricht seine endgültige konträre Stellungnahme bis zum 28. November. An diesem Tag begann mit seinem Schreiben gegen Bloch die Kehrtwende. Sie wurde Teil der Kehrtwende, die 1990 zum Exitus der Sowjetunion und ihrer Kriegs­beute führte. Ein 3. Weg, wie China ihn riskierte, war ab 1956/57 verschlossen und infolge einer erstarrten Ideologie, die als Marxismus (Leninismus) firmierte, nicht möglich. Damit hatte Blochs Dekon­struktions­philosophie ihren Ort verloren. Die Herr­schaft war zur hierarchi­schen Diktatur entfremdet und endete als verun­glücktes (sozialistisches) Übermenschentum. Statt Marx erteilte Nietzsche das letzte Kommando: „Ihr sollt den Frieden lieben als Mittel zu neuen Kriegen.“ An die Stelle besiegter Ostkrieger treten erneut Westkrieger. Und Deutsch­land ist wieder dabei.
  Der Freitag macht sich. Am 9.7.2010 feierte die Psychoanalytikerin Hanna Gekle Blochs 125. Geburtstag: „Bereits mit seinem expres­sionis­tisch ungezähmten Frühwerk Geist der Utopie warf er jener politischen und geistigen Welt, die zum Ersten Weltkrieg geführt hat, den Fehde­handschuh hin. Es begründete seinen Ruf als Gründer der Utopie … Als Amoklauf zu Gott charakte­risierte Max Scheler diesen Entwurf einer neuen Metaphysik …“ Gut gebrüllt, Löwin aus Frankfurt/Main. Der Gottestod muss kein Menschentod sein. Nur Gekles Überschrift Denken als Hand­gemenge sei ein wenig korrigiert in Denken als Kopfgemenge.

Uns fehlt Blochs Wille zur rebel­lischen Welt­refor­mation unge­achtet der Gegner­schaft von Staat, Partei, Religion. Wir sind zu feige, den Denker zu entschlüsseln. Obwohl sein Werk greifbar ist, verun­kennt­lichen wir es, er war aber ein philosophischer und politischer Partisan mit dem Ziel uni­versel­ler sozialis­tischer Refor­mation. Davon durfte im Osten nicht gesprochen, das sollte und soll im Westen nicht realisiert werden. Deshalb wurde die Revolte von 1956 in Polen, Ungarn und der DDR dort verfolgt und im Westen ideo­logisch entschärft. Die 68er verdrängten die 56er, wie Augsteins paar Haftmonate die Todes­urteile von Ungarn und die erheblichen Zucht­haus­strafen in Berlin, Leipzig, Halle, Jena verdrängten. Aus der Zelle heraus beschuldigte Harich, um sich selbst zu entlasten, den Zukunfts­philo­sophen der Aufwiegelung und hatte recht. Blochs Aufwiegelei begann schon beim Schüler und endete nicht mit seinem Tode im Jahre 1977.
  Eingeschüchtert schwimmen heute alle mit im bürgerlichen Mainstream. Auch Blochs Schüler haben Schiss. Der oppo­sitionel­le Trotz ihres Meisters ist ihnen fremd, denn er verband stets Philosophie und Politik zur perma­nenten Aktion, während sie zaghaft und verspätet auf Papier herumtigern. Bloch war weder in Theorie noch Kultur und Praxis ein passiver Privatgelehrter oder braver sozial­demo­kratischer Wahlhelfer, zu dem ihn die Puppen­stube in Ludwigs­hafen degra­diert. Mit der notwendigen Radi­kalität betrachtet zeigt sich, Blochs permanente Kultur­revolution war die letzte Chance der DDR. In seiner Sprache gesagt: Die letzte objektiv-reale Möglichkeit. Danach ging der Staat an seiner falschen Philo­sophie samt Öko­nomie zugrunde. Schlimmer noch – der Anschluss der DDR an die BRD versperrt der neuen Berliner Republik eine autarke Alternative. Man klemmt zwischen USA und China fest, deren künftige Konflikte das deutsche und euro­päische Schicksal bestimmen. Es ist export­abhängig, also auf der schiefen Ebene.

Die Utopie von der ewi­gen Gül­tig­keit des Grund­gesetzes

Juristen im Dritten Reich zu Diensten – nach 1945 wieder auf Posten

Blochs Buch vom Geist der Utopie ist das philo­sophisch-poeto­logische Dekon­strukt des Ersten Welt­krieges und in Denken wie Sprache der absolute Gegenpol. Die deutsch-nationale Linie führt über Jünger-Schmitt-Heidegger zum Zweiten Weltkrieg und ist danach zum drit­ten Mal mobilisier­bar geworden. Bloch, die Stärken und Schwächen seiner expres­sionis­tischen Revolte erkennend, fügte ihr mit seinem Buch über und für Thomas Münzer die prag­ma­tisch-revo­lutionäre Kompo­nente hinzu. Beides ist im Passwort, endlich Schach statt Mühle zu spielen, enthalten. Es ging um Existenz­fragen. In der aktuellen Gesell­schaft der Eintags­flie­gen­kultur behilft man sich nur noch mit Pop-Figuren und Papp-Kameraden. Wer wollte schon einem G. W. Bush existentielle Ernst­haftigkeit zusprechen. Der Terror grinst heute post­kulturell. Bei den Fern­seh­spielen rangiert Mord in jedem zweiten Titel. Der Revol­ver ersetzt das Kruzifix. Die Anbetung des Heiligen läuft über den gekrümmten Zeige­finger. Stanislav Lecs Frage, was einer mit dem Kopf durch die Wand gehend in der Nach­barzelle anfangen wolle, wurde mir zum Lehrstück. Als Neunzehn­jähriger gelangte ich von der Wehrmacht zur Roten Armee, das heißt von der ersten in die zweite Zelle. Als Sieben­und­zwanzig­jähriger ging es von der DDR in die BRD, d.h. von der zweiten in die dritte Zelle. Und wieder herrscht Kriegs­gedröhn. Wo ist die Wand zur vierten Zelle? Mit dem Kopf durch die Wand wohin? Im Kopf eine Bot­schaft: die Mutter der Freiheit heißt Revolution. Die beiden deutschen Staaten begannen nach 1945 mit zwei Utopien. Im Westen das Grund­gesetz, im Osten die intel­lek­tuelle reflexions­fähige Revo­lution. Beides scheiterte an den reaktiven Machteliten. Die DDR gab auf. Die deutschen Soldaten stehen dort im Krieg, wo es das Grund­gesetz strikt untersagt. Die Nach­kommen werden viel aufzu­arbeiten haben, soweit es sie noch geben kann.

Beweisführung Ost: Im Nachwort 13 sind die 5 Akte der Anti-Bloch-Dramaturgie aufgeführt:

1. Der Startschuss fiel am 30. Januar 1957 in der Leipziger Kongresshalle
2. Die Anti-Bloch-Konferenz fand am 4./5. April ebenfalls in Leipzig statt. Überraschend schnell und noch im selben Jahr lag das Protokoll in Buchform vor: Ernst Blochs Revision des Marxismus, Untertitel: Kritische Aus­einander­setzung marxis­tischer Wissen­schaftler mit der Blochschen Philosophie (VEB Deutscher Verlag der Wissen­schaften, Berlin 1957)
3. Kulturkonferenz am 10./11. Oktober 57 in Leipzig Zur Vorbe­reitung der Kultur­konferenz des ZK der SED
4. 33. Plenum des ZK der SED in Berlin, genaueres Datum unbekannt, Teilberichte ab 20.Oktober 57 (Neues Deutschland)
5. Anti-Bloch-Tribunal am 12./13. Dezember 57 als Sitzung der Parteigruppe des Präsidialrates des Kulturbundes im "Gästehaus der Regierung" (Dieses 5-Punkte-Anti-Bloch-Programm wurde bisher ignoriert. Warum?)

So wurde schon 1957 das Ende der DDR von 1989/90 programmiert.

Beweisführung West:

Grundgesetz – Artikel 26 [Kein Angriffskrieg] (1) Handlungen, die geeignet sind und in der Absicht vorgenommen werden, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören, insbesondere die Führung eines Angriffs­krieges vorzu­bereiten, sind verfassungs­widrig. Sie sind unter Strafe zu stellen.“


Die Kriminalgeschichte der Dekonstruktion ist philosophie­geschichtlich belegbar. Ins Märchenhafte übersetzt lautet die verbale Botschaft: Der Kaiser ist nackt.
Gerhard Zwerenz    01.11.2010    Druckansicht  Zur Druckansicht - Schwarzweiß-Ansicht    Seite empfehlen  Diese Seite weiterempfehlen

 

 
Gerhard Zwerenz
Serie
  1. Wie kommt die Pleiße nach Leipzig?
  2. Wird Sachsen bald chinesisch?
  3. Blick zurück und nach vorn
  4. Die große Sachsen-Koalition
  5. Von Milbradt zu Ernst Jünger
  6. Ein Rat von Wolfgang Neuss und aus Amerika
  7. Reise nach dem verlorenen Ich
  8. Mit Rasputin auf das Fest der Sinne
  9. Van der Lubbe und die Folgen
  10. Unser Schulfreund Karl May
  11. Hannah Arendt und die Obersturmbannführer
  12. Die Westflucht ostwärts
  13. Der Sänger, der nicht mehr singt
  14. Ich kenne nur
    Karl May und Hegel
  15. Mein Leben als Prophet
  16. Frühe Liebe mit Trauerflor
  17. Der Schatten Leo Bauers
  18. Von Unselds Gegner zu Holtzbrincks Bodyguard
  19. Karl May Petrus Enzensberger Walter Janka
  20. Aus dem Notizbuch eines Ungläubigen
  21. Tanz in die zweifache Existenz
  22. General Hammersteins Schweigen
  23. Die Pleiße war mein Mississippi
  24. Im Osten verzwergt und verhunzt?
  25. Uwe Johnson geheimdienstlich
  26. Was fürchtete Uwe Johnson
  27. Frühling Zoo Buchmesse
  28. Die goldenen Leipziger Jahre
  29. Das Poeten-Projekt
  30. Der Sachsenschlag und die Folgen
  31. Blick zurück auf Wohlgesinnte
  32. Sächsische Totenfeier für Fassbinder (I)
  33. Sächsische Totenfeier für Fassbinder (II)
  34. Brief mit Vorspann an Erich Loest
  35. Briefwechsel mit der Welt der Literatur
  36. Die offene Wunde der Welt der Literatur
  37. Leipzig – wir kommen
  38. Terror im Systemvergleich
  39. Rachegesang und Kafkas Prophetismus
  40. Die Nostalgie der 70er Jahre
  41. Pauliner Kirche und letzte Helden
  42. Das Kickers-Abenteuer
  43. Unser Feind, die Druckwelle
  44. Samisdat in postkulturellen Zeiten
  45. So trat ich meinen Liebesdienst an …
  46. Mein Ausstieg in den Himmel
  47. Schraubenzieher im Feuchtgebiet
  48. Der Fall Filip Müller
  49. Contra und pro Genossen
  50. Wie ich dem Politbüro die Todesstrafe verdarb
  51. Frankfurter Polzei-buchmesse 1968
  52. Die Kunst, weder Kain noch Abel zu sein
  53. Als Atheist in Fulda
  54. Parade der Wiedergänger
  55. Poetik – Ästhetik und des Kaisers Nacktarsch
  56. Zwischen Arthur Koestler und den Beatles
  57. Fragen an einen Totalitarismusforscher
  58. Meine fünf Lektionen
  59. Playmobilmachung von Harald Schmidt
  60. Freundliche Auskunft an Hauptpastor Goetze
  61. Denkfabrik am Pleißenstrand
  62. Rendezvous beim Kriegsjuristen
  63. Marx, Murx, Selbstmord (der Identität)
  64. Vom Aufsteiger zum Aussteiger? (I. Teil)
  65. Vom Aufsteiger zum Aussteiger? (II. Teil)
  66. Der Bunker ...
  67. Helmut auf allen Kanälen
  68. Leipzig anno 1956 und Berlin 2008
  69. Mit Konterrevolutionären und Trotzkisten auf dem Dritten Weg
  70. Die Sächsischen Freiheiten
  71. Zwischen Genossen und Werwölfen
  72. Zur Geschichte meiner Gedichte
  73. Poetenladen: 1 Gedicht aus 16 Gedichten
  74. Der Dritte Weg als Ausweg
  75. Unendliche Wende
  76. Drei Liebesgrüße für Marcel
  77. Wir lagen vor Monte Cassino
  78. Die zweifache Lust
  79. Hacks Haffner Ulbricht Tillich
  80. Mein Leben als Doppelagent
  81. Der Stolz, ein Ostdeutscher zu sein
  82. Vom Langen Marsch zum 3. Weg
  83. Die Differenz zwischen links und rechts
  84. Wo liegt Bad Gablenz?
  85. Quartier zwischen Helmut Schmidt und Walter Ulbricht
  86. Der 3. Weg eines Auslandssachsen
  87. Kriegsverrat, Friedensverrat und Friedenslethargie
  88. Am Anfang war das Gedicht
  89. Vom Buch ins Netz und zur Hölle?
  90. Epilog zum Welt-Ende oder DDR plus
  91. Im Hotel Folterhochschule
  92. Brief an Ernst Bloch im Himmel
  93. Kurze Erinnerung ans Bonner Glashaus
  94. Fritz Behrens und die trotzkistische Alternative
  95. 94/95 Doppelserie
  96. FAUST 3 – Franz Kafka vor Auerbachs Keller
  97. Rainer Werner Fassbinder ...
  98. Zähne zusammen­beißen ...
  99. Das Unvergessene im Blick
    1. Nachwort
Nachworte
  1. Nachwort
    siehe Folge 99
  2. Auf den Spuren des
    Günter Wallraff
  3. Online-Abenteuer mit Buch und Netz
  4. Rückschau und Vorschau aufs linke Leipzig
  5. Die Leipziger Denkschule
  6. Idylle mit Wutanfall
  7. Die digitalisierte Freiheit der Elite
  8. Der Krieg als Badekur?
  9. Wolfgang Neuss über Kurt Tucholsky
  10. Alter Sack antwortet jungem Sack
  11. Vor uns diverse Endkämpfe
  12. Verteidigung eines Gedichts gegen die Gladiatoren
  13. Parademarsch der Lemminge und Blochs Abwicklung
  14. Kampf der Deserteure
  15. Fritz Bauers unerwartete Rückkehr
  16. Der Trotz- und Hoffnungs-Pazifismus
  17. Als Fassbinder in die Oper gehen wollte
  18. Was zum Teufel sind Blochianer?
  19. Affentanz um die 11. Feuerbach-These
  20. Geschichten vom Geist als Stimmvieh
  21. Von Frankfurt übern Taunus ins Erzgebirge
  22. Trotz – Trotzalledem – Trotzki
  23. Der 3. Weg ist kein Mittelweg
  24. Matroschka –
    Die Mama in der Mama
  25. Goethe bei Anna Amalia und Herr Matussek im Krieg
  26. Der Aufgang des Abendlandes aus Auerbachs Keller
  27. Jan Robert Bloch –
    der Sohn, der aus der Kälte kam
  28. Das Buch, der Tod und der Widerspruch
  29. Pastor Gauck oder die Revanche für Stalingrad
  30. Bloch und Nietzsche werden gegauckt ...
  31. Hölle angebohrt. Teufel raus?
  32. Zwischen Heym + Gauck
  33. Von Marx über Bloch zu Prof. Dr. Holz
  34. Kafkas Welttheater in Auerbachs Keller
  35. Die Philosophenschlacht von Leipzig
  36. Dekonstruktion oder Das Ende der Ver­spä­tung ist das Ende
  37. Goethes Stuhl – ein Roman aus Saxanien
  38. Meine Weltbühne im poetenladen
  39. Von Blochs Trotz zu Sartres Ekel
  40. Die Internationale der Postmarxisten
  41. Dies hier war Deutschland
  42. Kopfsprünge von Land zu Land und Stadt zu Stadt
  43. Einiges Land oder wem die Rache gehört
  44. Schach statt Mühle oder Ernst Jünger spielen
  45. Macht ist ein Kriegszustand
  46. Dekonstruktion als Kriminalgeschichte I
  47. Damals, als ich als Boccaccio ging …
  48. Ein Traum von Aufklärung und Masturbation
  49. Auf der Suche nach der verschwundenen Republik
  50. Leipzig am Meer 2013
  51. Scheintote, Untote und Überlebende
  52. Die DDR musste nicht untergehen (1)
  53. Die DDR musste nicht untergehen (2)
  54. Ein Orden fürs Morden
  55. Welche Revolution darfs denn sein?
  56. Deutschland zwischen Apartheid und Nostalgie
  57. Nietzsche dekonstruierte Gott, Bloch den Genossen Stalin
  58. Ernst Jünger, der Feind und das Gelächter
  59. Von Renegaten, Trotzkisten und anderen Klassikern
  60. Die heimatlose Linke (I)
    Bloch-Oper für zwei u. mehr Stimmen
  61. Die heimatlose Linke (II)
    Ein Zwischenruf
  62. Die heimatlose Linke (III)
    Wer ist Opfer, wer Täter ...
  63. Die heimatlose Linke (IV)
    In der permanenten Revolte
  64. Wir gründen den Club der
    heimatlosen Linken
  65. Pekings große gegen Berlins kleine Mauer
  66. Links im Land der SS-Ober­sturm­bann­führer
  67. Zweifel an Horns Ende – SOKO Leipzig übernimmt?
  68. Leipzig. Kopfbahnhof
  69. Ordentlicher Dialog im Chaos
  70. Büchner und Nietzsche und wir
  71. Mit Brecht in Karthago ...
  72. Endspiel mit Luther & Biermann & Margot
  73. Die Suche nach dem anderen Marx
  74. Wer ermordete Luxemburg und Liebknecht und wer Trotzki?
  75. Vom Krieg unserer (eurer) Väter
  76. Wohin mit den späten Wellen der Nazi-Wahrheit?
  77. Der Feind ist in den Sachsengau eingedrungen
  78. Die Heldensöhne der Urkatastrophe
  79. Die Autobiographie zwischen
    Schein und Sein
  80. Auf der Suche nach der verlorenen Sprache
  81. Atlantis sendet online
  82. Zur Philosophie des Krieges
  83. Deutsche, wollt ihr ewig sterben?
  84. Der Prominentenstadl in der Krise
  85. Der Blick von unten nach oben
  86. Auf der Suche nach einer moralischen Existenz
  87. Vom Krieg gegen die Pazifisten
  88. Keine Lust aufs Rentnerdasein
  89. Von der Beschneidung bis zur
    begeh­baren Prostata
  90. Friede den Landesverrätern
    Augstein und Harich
  91. Klarstellung 1 – Der Konflikt um
    Marx und Bloch
  92. Bloch & die 56er-Opposition zwischen Philo­sophie und Verbrechen
  93. Der Kampf ums Buch
  94. Und trotzdem: Ex oriente lux
  95. Der Soldat: Held – Mörder – Heiliger – Deserteur?
  96. Der liebe Tod – Was können wir wissen?
  97. Lacht euren Herren ins Gesicht ...
  98. Die Blochianer kommen in Tanzschritten
  99. Von den Geheimlehren der Blochianer
Aufsatz