poetenladen    poet    web

●  Sächsische AutobiographieEine Serie von
Gerhard Zwerenz

●  Lyrik-KonferenzDieter M. Gräf und
Alessandro De Francesco

●  UmkreisungenJan Kuhlbrodt und
Jürgen Brôcan (Hg.)

●  Stelen – lyrische GedenksteineHerausgegeben
von Hans Thill

●  Americana – Lyrik aus den USAHrsg. von Annette Kühn
& Christian Lux

●  ZeitschriftenleseMichael Braun und Michael Buselmeier

●  SitemapÜberblick über
alle Seiten

●  Buchladenpoetenladen Bücher
Magazin poet ordern

●  ForumForum

●  poetenladen et ceteraBeitrag in der Presse (wechselnd)

 

Ulrich Koch
Straßenrand

Es sehnt sich nach dem Guten, wer
das Schöne begehrt. Les ich bei
Platon. Auf Straßenlampen die Dämmerung
stakst hinweg über mich: Mit Stiefeln
steh ich im Schlaf, der am Abend
frisch gefallen war. Neben mir endet die Spur.
Und vermisse dich nicht, Heimatstadt,
alter Stich an der Wand einer leeren
Stube. Es wandert der Tag
um den Kirchturm herum, der unbewegt
nach oben zeigt. Bald ist es schon wieder
Abend. Eine Schwalbe fliegt noch
wie ein Schatten, den irdisches Licht
nach oben wirft, bevor sie zum Rand
ihres Namens aufbricht. Und stehe hier
am Straßenrand. Und sehne mich.
Und begehre. Oder umgekehrt.

Ulrich Koch    01.03.2007    Druckansicht  Zur Druckansicht - Schwarzweiß-Ansicht    Seite empfehlen  Diese Seite weiterempfehlen

 

 
Ulrich Koch
Lyrik
Auf mir, auf dir
Beiträge
Akrobat