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Ulrich Koch
Auf mir, auf dir

Es ist kaum noch Liebe in mir,
während ich dir deine Haare
hinter die Ohren lege, sie sind dir
ins Gesicht gefallen.

Die Früchte glänzen
und schmecken nach nichts mehr.

Und wir kommen rosig zur Welt,
als hätte man uns mit Schnee abgerieben,
als wären wir durch einen Fluß geschwommen.

Und immer kommen neue,
während wir uns gegenseitig frettieren
in den engen Gängen unsrer Wohnungen
und die Alten in den Neubauten rascheln
wie junges Vieh auf dem Stroh.

aus: Auf mir, auf dir. Residenz Verlag 1998

Ulrich Koch    13.12.2006    Druckansicht  Zur Druckansicht - Schwarzweiß-Ansicht    Seite empfehlen  Diese Seite weiterempfehlen

 

 
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