Katharina Bendixen

Foto: Juliane Henrich

Katharina Bendixen, geboren 1981 in Leipzig, Studium der Buchwissenschaft, lebt als Autorin und Journalistin in Leipzig..

Katharina Bendixen
Gern, wenn du willst
Erzählungen
poetenladen, Leipzig 2012
ca. 120 Seiten, 16.80 Euro
Gebundene Ausgabe
Das Buch im poetenladen-Shop

Katharina Bendixen
Der Whiskyflaschenbaum
Erzählungen
poetenladen, Leipzig 2009
ca. 140 Seiten, 15.80 Euro
Gebundene Ausgabe
Das Buch im poetenladen Verlag
Presse-Dossier zum Buch (PDF)

Katharina Bendixen (Hg.)
Quietschblanke Tage, spiegelglatte Nächte
Großstadtgeschichten
poetenladen, Leipzig 2008
160 Seiten, 12 Euro
Klappenbroschur
Zum Buch im Verlag
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geboren 1981 in Leipzig, Studium der Buchwissenschaft und Hispanistik, lebt als Autorin und Journalistin in Leipzig. Sie ist Redakteurin der Literaturzeitschrift poet.
Sie erhielt für ihre Texte eine Reihe von Auszeichnungen, u.a. Debütpreis des Poetenladen (2005), erostepost-Literaturpreis (2007), Würth-Literaturpreis 2008., Wiener Werkstattpreis (2009) sowie ein Stipendium der Kulturstiftung des Freistaats Sachsen (2009), das Aufenthaltsstipendium im Künstlerdorf Schöppingen (2010) und das Stipendium Schloss Solitude (2011/12).
Nach ihrem Debüt Der Whiskyflaschenbaum (poetenladen 2009) erschien 2012 ihr zweiter Erzählband Gern, wenn du willst. 2008 gab sie die Prosa-Anthologie Quietschblanke Tage, spiegelglatte Nächte heraus.
Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften und Anthologien, u.a. Am Erker, entwürfe, Lichtungen, Macondo.
Katharina Bendixen im Verlag 

Katharina Bendixen: Der Grashalm (Prosa)
Lesung bei 1LIVE, WDR Köln, 01.05.2009
Katharina Bendixen: Unser enges Haus (Prosa)
Lesung im Roten Horizont, Halle, 24.02.2008
Debütpreis des Poetenladens für Katharina Bendixen
Prosa: Nur Italien, nur eine Straße
Katharina Bendixen versteht sich auf die Kunst des Momenthaften und des narrativen Ausschnitts – „nur“ und „sonst nichts“ sind die Schlüsselwörter ihrer Methodik. Ohne verschwenderischen Gestus erzählt sie ihre Geschichte, in deren Mittelpunkt eine einzige Szene steht, die wiederum nicht mehr als eine staubige Straße bietet. Nur eine Straße. Aber in dieses „Nur“ holt Katharina Bendixen die Welt hinein. Eine brüchige Beziehung wird auf die Probe gestellt.
Die Ich-Erzählerin soll hier und jetzt inmitten der glühenden Hitze Italiens ihrem Freund den Beweis ihrer Liebe erbringen, indem sie, statt Tortillachips zu verspeisen und neben ihm im Auto zum nächsten Strand zu fahren, die kilometerlange Strecke allein zu Fuß zurück legt. Der Autorin gelingt es, das Ansinnen des Freundes, der offenkundig zwanghaft nach Bestätigung sucht, glaubhaft darzustellen. „Nein, du bist dir viel zu sicher“, sagt er und fährt im Auto allein voraus.
Und Katharina Bendixen beschreibt den Weg ihrer Protagonistin durch die glühende Hitze. Dabei holt sie szenisch geschickt Zurückliegendes herein, ohne den Text zu überladen. Immer wieder Momente einer komplizierten Beziehung. „Man könnte auch einfach ein Kind bekommen und zusammenziehen“, habe ich mal zu ihm gesagt, da hat er mich geküsst und gesagt, „könnte man. Aber will man nicht.“ Wenn der „Liebesbeweis“ erbracht ist, gehen Geschichte und Beziehung zu Ende.
Katharina Bendixens Sprache ist ohne Sentiment, zeitnah und atmosphärisch genau. Sie hat eine Geschichte geschrieben, die zeigt, dass man immer noch und immer wieder Geschichten schreiben kann. Selbst solche über die Liebe. Oder doch über die Liebe im Augenblick des Scheiterns.
Jury „Debütpreis online“ über Katharina Bendixens Prosa
September 2005
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