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Kornelia Koepsell
Karl Marx in Chemnitz

Man hat ihn in Chemnitz geköpft. Gegenüber
vom Eiscafé steht er mit Sockel.
Ein riesiger Kopf bei
Latte Macchiato und Küßchen links rechts.

Verkehr braust vorüber, doch leer sind die Augen.
Und unberührt auch von den Völkern.
Die Straße der Freundschaft,
zum Aufmarsch geschaffen, beachtet er nicht.

Man schnitt ihm den Körper weit oben am Hals ab,
er sollte nicht gehen, doch zeigt sein
Gesicht Richtung Westen,
als hätte man alles schon vorher gewußt.
Kornelia Koepsell    17.07.2010    Druckansicht  Zur Druckansicht - Schwarzweiß-Ansicht    Seite empfehlen  Diese Seite weiterempfehlen

 

 
Kornelia Koepsell
Lyrik