Norbert Lange
FERBENLAARE
Den U-Bahnkopf, gesetzt er schwenke auf die Fensterscheibe
ein- und wende aufmontierten Tunnelwänden zu den Blick;
dass, im transparenten Lösemittel von Daumenkino-Licht,
er richte seine Sinne ein – hier er werfe auf ein Grabtuch Augen,
gesenkt, er wende jedes achtel/millimeter „immer an der Wand lang“,
„immer an der Wand lang“, „landunter!“, „landunter!“ und wenden
auf Stellwandmalereien an uns; so wären alle Lehren gefärbt für ihn,
liessen bloss den Blick auf Innenräume starr betrachtet zu.
Glaubst du auch, ohne einen der die Regeln auf den Kopf anwendet
wär in etwa so, wie sich das Käuzchen Mühe gibt die Fahrt
„Tempo?“, „Bitte“ . . dann liesse sich der auf dem Plexiglas zeichen-
zerkratztem, symbolabgesoffenem Bild sein Hintergrund so leer in Augen aus.
Nee! Wieder einer, Schlump, der um sich werfen muss mit Asche;
ist als eine andere von Pompeji Form: Sprühfilmkopfdose.
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Norbert Lange
Lyrik
KUNSTKAMMER
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