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Norbert Lange
dritter gustav

der dritte gustav hat gerhard falkner gelesen. seitdem
wird ihm bei fischen anders, „ausser sie tragen
frauliche namen“ leuchten nachts
schuppen, ihr funkelndes geschmeide

das die richtung in der richtigen richtung. früher stand
der name auf allen waiblingern, hölderlins. doch der heutige
gustav ist jener: er gibt sich nicht mehr mit blättern zufrieden.
„drin steht dann, der dritte gustav ist in waiblinger
oder gerhard falkner geboren“, als junge hat er
zwei sätze die ihm die stiefmutter mitgab in der wiege
mit blossen händen erwürgt

bis die seme ihnen aus den augen quollen. später entbrennt
darüber ein historikerstreit. ich gehe an einem supermarkt vorbei.
selbst hier tragen alle packungen das konterfei gustavs.
kleine stumpen mit gustavs gesicht. jeden abend trinken wir daraus
und sprechen von rilke oder falkner.
Sein name war gustav.

 

Norbert Lange   2013    Druckansicht  Zur Druckansicht - Schwarzweiß-Ansicht    Seite empfehlen  Diese Seite weiterempfehlen

 

 
Norbert Lange
Lyrik