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Essay
Essays, Aufsätze, Reflexionen, Statements
Essay: Seite 1 | 2
Dichtung & Cowboy
 
Norbert Lange     11.12.2008
DICHTUNG und COWBOYDichtung & Cowboy

Revolverheld

Der traditionelle Cowboy trägt Stetson. Seine Füsse stecken in robusten Stiefeln aus Rindsleder. Damit die Stiefel unter die Hosenbeine passen – das Schuhwerk soll staubfrei bleiben –, dürfen die Hosen nicht zu eng geschnitten sein, boot cut.

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Schiller lacht, oder vom Wunsch, Indianer zu werden
 
Daniela Dröscher     05.11.2008
Friedrich Schiller Schiller lacht, oder vom Wunsch, Indianer zu werden

Schuld an diesem leidigen Versuch ist eine photographische Arbeit der Künstlerin Stefka Ammon. Am linken Rand des Bildes ist Winnetou abgebildet, am rechten Old Shatterhand. Zwischen ihnen, ganz klein, die Künstlerin, die belustigt und beschämt aussieht. Neben dem Bild steht die echte Stefka; der Silberblick von Pierre Brice scheint ihr unangenehm.

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Über Nancy Morejón
 
I. Phaf-Rheinberger     07.05.2008
Nancy Morejon Über Nancy Morejón

Nancy Morejón wurde 1944 in Havanna geboren. Seit den 60er Jahren hat sie regelmäßig Gedichte und Essays veröffentlicht. Heute widmet sie sich auch zunehmend der Bildenden Kunst. Sie zeichnet und ist als Kuratorin von Ausstellungen tätig.

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Aggregate der Poesie
 
Bertram Reinecke     11.04.2008
Jahrbuch der Lyrik Aggregate der Poesie
Das Jahrbuch der Lyrik 2008 in Hinblick auf einige Positionen von Versgeschichte und Schreibpraxis

Dies ist ein Essay über das neue Jahrbuch der Lyrik. Und ist es auch wieder nicht. Es ist eher ein Versuch, mir mit Hilfe des Jahrbuchs ein paar Fragen vorzulegen, deren zumindest vorläufige Beantwortung sich für mich als dringlich erwiesen hat. Das sind einerseits schlichte technische Fragen, wie sie sich vor allem bei der Arbeit an Centos aufwerfen.

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Hermetisch offen (Hg. vonn Ron Winkler)
 
Christian Teissl     02.04.2008
Hermetisch offen Kleines Sammelsurium: Statt einer Poetik (III)

Ein sonniger Wintertag. Soeben nach Hause gekommen, treffe ich ein kürzlich begonnenes, vielleicht etwas vorschnell abgebrochenes Gedicht an –: mein jüngstes Fragment. In einem schattigen Winkel meines Wohn- und Arbeitszimmers kümmert es vor sich hin.

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Vollendung einer Kathedrale
 
Gisela Trahms     15.11.2007
Marcel ProustVor 80 Jahren erschien Prousts Die wiedergefundene Zeit

Achtzig Jahre, ein Menschenalter. Welche Bücher überleben diese Spanne? Nicht viele, wie es scheint, und doch genug, um ein Menschenleben mit ihrer Lektüre hinzubringen. Leicht verzagt schauen wir von 2007 aus zurück auf die Wortgebirge des frühen 20. Jahrhunderts, auf Ulysses, Das Schloss, Der Zauberberg, Auf der Suche nach der verlorenen Zeit, um nur einige zu nennen.

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Aus meinem Kalenderleben
 
Michael Braun     03.11.2007
Georg Friedrich DaumerDrei große Vergessene:
John Höxter, Georg Friedrich Daumer, Richard Leising

Dichter denken manchmal kalendarisch. „Kalender“, lateinisch „Calen­da­rium“, sind ursprünglich Verzeichnisse; Verzeichnisse der „calendae“, der jeweils ersten, auszurufenden Tage eines Monats, an denen die Schulden zu bezahlen sind. Wer Kalender oder auch Kalendergedichte herstellt oder zusammenstellt, glaubt an die zyklische Wiederkehr oder zumindest an die periodische, regelmäßige Strukturierung von Zeit. Und er archiviert und kommentiert das Zeitvergehen, die Vergänglichkeit.

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Lektionen im Größenwahn
Essay
Werner Rohner     05.09.2007

Was man wissen sollte, bevor man schreiben lernt

Gott spielen

Wichtig ist, alles, was man nicht selbst geschrieben hat, scheiße zu finden. Das ist nicht immer einfach, vor allem in jungen Jahren schart man gern ein paar Götter um sich; doch wozu Götter, wenn man das Leben hat. Aber auch heute noch, wenn es sich nicht vermeiden lässt und ich ein Buch lese (dazu später mehr), trifft es mich manchmal wie – trifft es mich, so verdammt gut ist es.

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Im Verborgenen ein Feuer
Essay
Gisela Trahms     09.07.2007
Umberto SabaZum 50. Todestag von Umberto Saba

Umberto Saba, der Lyriker: so einfach. Vokabular der Alltagssprache, leicht zu deutende Bilder, schlichte Formen. Umgeben von den Bücherstapeln seines Antiquariats, verbrachte er nahezu sein ganzes Leben in Triest, seiner Geburtsstadt. Verheiratet war er, hatte eine Tochter...

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Knallt die Bestie endlich ab
Essay
Lino Wirag    21.06.2007
mdr wettbewerb Bachmann-Wettbewerb Literarischer März

Vom Verschwinden der Satire im Literaturbetrieb

»Es ist schwierig, keine Satire zu schreiben.« Juvenal

Gibt es sie noch – Literatur und Satire ... literarische Satire? In Bibliothek oder Buchhandel wird man auf ein bedenklich buntes Regal im Eingangsbereich verwiesen, wo sich Geschenke für Einfallslose und Bücher-zum-Merchandising stapeln. Dort vegetiert die Satire mit dem Humor zur »Humor/Satire« verschmolzen.

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Ein Gedicht lässt sich nicht verkaufen
Rede
Volker Sielaff     08.06.2007
Volker SielaffDankrede zum Lessing-Förderpreis

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde,

ein Dichter soll keine Reden halten. Ich täte also gut daran, es bei diesem einen Satz bewenden zu lassen und, nicht ohne einen Dank an jene, die mir mit diesem Preis wohlwollen, das Podium sogleich wieder zu räumen. Ich bin nicht sicher, ob Takt und Feierlichkeit den richtigen Ort für Gedichte abgeben, eher doch nicht, denn die Schöpfer von Gedichten sind seit je Individualisten, ja, das Gedicht verweigert sich den Konventionen, es ist von Beginn an das absolut Andere, das, mit Joseph Brodsky, „nicht vorgegeben, vorgetäuscht, imitiert werden kann“.

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Echte Autoren und falsche Hasen
Essay
Simone Unger    23.01.2007
mdr wettbewerbBachmann-WettbewerbALiterarischer März

Ein Versuch über subversive Elemente im Literaturbetrieb

Pünktliches Schreiben

Der Weg zum Erfolg beginnt mit Disziplin. Mit Mäßigung, Ordnung und vor allem Pünktlichkeit. Egal ob Manager, Sportler oder Autor. Zehn Seiten à maximal 60 Zeilen, unveröffentlicht, einzureichen bis zum 31. Januar für den MDR-Literaturpreis, zum 16. Februar für den Bachmannpreis und zum 30. April für ein Werkstipendium des Deutschen Literaturfonds. Wer als Autor Erfolg haben will, der muss sich Terminen beugen und seinen Text den Ansprüchen derer anpassen, die ihn fördern.

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Psychoanalyse und Literatur – eine Betrachtung
Essay
André Hille    23.08.2006
Sigmund FreudArthur SchnitzlerAlfred Döblin

Psychoanalyse und Literatur
Eine Betrachtung

Goethe schmiss als Kleinkind mit größtem Vergnügen Geschirr aus dem Fenster. Das sei seine einzige Erinnerung an die früheste Zeit der Kindheit, heißt es in 'Dichtung und Wahrheit'. 1917 nimmt sich Sigmund Freud (1856 – 1939) dieser kleinen Episode in einem Essay an.

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Bertolt Brecht  –  Heute vor fünfzig Jahren
Essay
Marius Hulpe    14.08.2006
Bertolt Brecht 1Brecht-GrabsteinBert Brecht 2

Heute vor fünfzig Jahren
oder: Eine kleine Reminiszenz an eine verlorene Hoffnung

Heute vor fünfzig Jahren, es war Ferienzeit, verstarb Eugen Bertolt Brecht, von seinen Freunden liebevoll Bert genannt, 58-jährig in Ost-Berlin. Unweit der Gräber Hegels und Fichtes hatte er selbst den Platz erwählt, an dem er seine letzte Ruhe finden wollte.

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Günter Bruno Fuchs
Essay  |  Annäherung an das Unsagbare  |  Erata 2006
Axel Helbig     21.07.2006
Axel Helbig | Annäherung an das UnsagbareSchwarzes Konfetti eines Eulenspiegel
Günter Bruno Fuchs (1928 – 1977)

Günter Bruno Fuchs, jener „dicke Mann“, dessen Bauch von den Kindern „der große Berg Bimbula“ genannt wird, jener, dem es gegeben ist, nach dem Genuß von „zehn Litern Himmelsbier“ das Kreuzberger Viertel Berlins fliegend zu verlassen, ist ein direkter Nachfahre Till Eulenspiegels. Er kommt uns mit Märchen daher und Kinderträumen, mit Steckbriefen und Gelöbnissen, mit „Mahnmalen für Irre und Mahnworten für Generäle“.

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Ingeborg Bachmann
Essay | aus: Ingeborg Bachmann lesen | Panorama
Stefanie Golisch     17.06.2006
Stefanie Golisch | Ingeborg Bachmann lesenIngeborg Bachmann lesen

Unsere Zeit – ein Gemeinplatz – zeichnet sich durch Schnelllebigkeit aus. Die Paradigmenwechsel, die heute ein Jahrzehnt von dem folgenden scharf zu scheiden scheinen, vollzogen sich einmal im Rhythmus von Jahrhunderten – und so kann es geschehen, daß ein Schriftsteller ebenso rasch hochgelobt wie vergessen wird. Sein Werk hat sich dann ein wenig zu sehr dem Zeitgeist gebeugt: Schon nach zehn Jahren ist möglicherweise kaum etwas übrig von ihm, das die Gegenwart noch zu betreffen vermöchte.

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Verschiedene Verluste
Aufsatz | aus: Ossietzky 2006
Ingrid Zwerenz     2006
Günther Weisenborn | 1902-1969Ernst Toller | 1983-1939Rainer Werner Fassbinder | 1945-1982

Verschiedene Verluste

Immer wieder gerät das Zentrum gegen Vertreibung ins Zentrum der Auseinandersetzung. Internationale Irritationen werden dabei von der eifrigsten Propagandistin leichtfertig in Kauf genommen – Stein(bach) des Anstoßes hat eine Idee vorm Kopf und will sie realisieren, koste es, was es wolle. Da ist es notwendig, sich eine besondere Gruppe Vertriebener ins Gedächtnis zu rufen.

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