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Michael Spyra
es stürmt
(für daniela danz) windig sind wir. auf den dächern flattert die pappe. von den dächern hagelt es ziegel, prasseln die steine. von den sternen keine spur. nur umzingelt vom laub, den ninjasternen, wirbelnde klingen, rauchen wir hastig, was uns der wind an den kippen lässt, ehe wir flüchten. aus den flaschen heult es und mit kräftigen schlucken drücken wir die stimmen der geister zügig nach unten. tüten zappeln, wie im giraffennacken das fell, wie, an den laternen sich hangelnde, handverknotete jacken, aufgeblähte luftballons. der schein dieser leuchten steht im fluss, wie je eine kerze. jetzt brechen die ersten äste ins dunkel. schnell einen toast auf den sturm, darf ich bitten. auch dein stoßgebet ist willkommen freund luther. schon rasen über uns wolken, das fell eines mächtigen untiers, gebürstet, gegen den strich, durch die gebogenen wipfel, woge um woge. weiter, denn jetzt sind wir treiber und jagen taub durch die wälder, weil uns das tosen des sturms in den ohren, ein meer in den muscheln kreist. und als es den ersten ins wolkenfell reist, halten wir ihn, auf den boden gezwungen, zurück. ein heiteres spiel, denn vor den orkanböen hatte der unwetterdienst uns gewarnt. schon morgen wird wieder alles beim alten sein, wissen wir, werden wir uns, wie martin sich damals, dann wünschen geflogen zu sein, uns mitgerissen haben zu lassen, vom himmel verschluckt und ihm auch entgegen gewachsen zu sein, wenn es still ist wie gestern.
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