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Thilo Krause
Hinterland

[...] nichts in den Taschen, keine großen Gesten,
jegliche Rhetorik muß unterbleiben.

Tomas Tranströmer, „Aufrecht“



Im Winter sind in den Bäumen
die Nester zu sehen.

Wenn Wärme dampft innen
sehe ich, was ich selbst bin.

Ein Nest Rippen, ein Herz
an dem ich brüte. Wie lange?

Lange.

+

Die Nacht trägt das Schweigen im Maul
bringt es von einem Nest ins andere.

Ich bin durch die Zähne der Sprache gerutscht
ringle mich ein, versuche zu schlafen
unter einem riesigen Himmel.

+

Aber die Worte, die ich liebe
lassen sich sagen mit der Stimme des Bettlers
mit der Stimme von einem
der über kahler Erde die Hand aufhält
und wartet.
Thilo Krause   31.05.2011    Druckansicht  Zur Druckansicht - Schwarzweiß-Ansicht    Seite empfehlen  Diese Seite weiterempfehlen

 

 
Thilo Krause
Lyrik