poetenladen    poet    web

●  Sächsische AutobiographieEine Serie von
Gerhard Zwerenz

●  Lyrik-KonferenzDieter M. Gräf und
Alessandro De Francesco

●  UmkreisungenJan Kuhlbrodt und
Jürgen Brôcan (Hg.)

●  Stelen – lyrische GedenksteineHerausgegeben
von Hans Thill

●  Americana – Lyrik aus den USAHrsg. von Annette Kühn
& Christian Lux

●  ZeitschriftenleseMichael Braun und Michael Buselmeier

●  SitemapÜberblick über
alle Seiten

●  Buchladenpoetenladen Bücher
Magazin poet ordern

●  ForumForum

●  poetenladen et ceteraBeitrag in der Presse (wechselnd)

 

Thilo Krause

Dinge müsste ich finden
Verschmortes, Karossen, das Skelett eines Kaninchens
mit ein wenig Flaum noch
im Gras verfangen, doch nichts in Sicht
an diesem hohen Morgen.
Die Dörfer stehen in ihren Ställen aus Wald
dampfen zwischen den Feldern.
Ich spüre ihren Atem zwischen den Schultern.
Der Sommer haftet an nichts
als der Schar Spatzen, wie Spreu
in die Luft geworfen
und niedergesunken
in die nächste Furche.
Kohlborn, verkrauteter Winkel
wo in den Wagenspuren die Gummis liegen
schimmernde Fragezeichen.
Was will ich singen hier? Der Farn
legt sich mir um die Beine
öffnet sich, schließt sich
rauschend, warm
und das ist alles
genug.

Aus: Und das ist alles genug. poetenladen Verlag 2012

Thilo Krause   2012    Druckansicht  Zur Druckansicht - Schwarzweiß-Ansicht    Seite empfehlen  Diese Seite weiterempfehlen

 

 
Thilo Krause
Lyrik