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meterstäbe

dein ungeteiltes brot gibst du mir und
ich greife nach deinen sternen
dafür nimmst du mir den raum und
die luft zum atmen

da
bist du
und ich
bin tätlich geworden
wenn du meine sterne zertrittst
mit dem was du sagst
wenn du sitzt
vor mir bist wie ein
mann redet mit bier
und
wenn du mir nachjagst in den unterschrank der ausgeschlossenen dinge meiner oma die noch die aussteuer selbst behäkelt hat. weisses bettlaken. für das erste mal
das hat sie sich bestimmt gemerkt
für immer
fürchte ich wenn du das bier ansetzt zum mund und die männerhände
mit dem verstand wie ein meterstab und alles immer einzueins umsetzen

die ungesäuerten tage meiner liebe sind
vorüber
die bettwäsche trage ich faltig im bett das steht mir zu gesicht
in den knitterfugen unserer verbrachten nächte weil ich
allein war ohne irgendeinen mann der mich verstand
auch du nicht
das hast du doch verstanden
und deine hände waren anfangs so unbeweglich und wenig geschmeidig
so sehr auch dein anteil an mir war

Sandra Fritz         Print

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