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Jan Faktor

Gespräch mit Jan Kuhlbrodt für den poetenladen
Ich muss einfach weiter lernen
  Gespräch
Jan Faktor

© Susanne Schleyer | autorenarchiv

  Jan Faktor gehörte 2010 zu den Fina­listen beim Preis der Leipziger Buch­mes­se. Jan Kuhlbrodt sprach mit dem Autor über des­sen neuen Roman, über die Prenz­lauer-Berg-Szene und Jan Faktors lite­rarische Anfän­ge in Prag.

Das Gespräch ist abgedruckt in poet nr. 8.
 


Jan Faktor, 1951 in Prag geboren, arbei­tete unter anderem als Programmierer, ehe er 1978 nach Ostberlin übersiedelte. Bis 1989 war er überwiegend in der alter­nativen Literatur­szene engagiert. Seine experi­mentel­len Texte aus dieser Zeit erschienen 1989 in einem Band beim Aufbau Verlag. 2005 erhielt er den Alfred-Döblin-Preis für den Roman »Schornstein«, der bei Kiepen­heuer & Witsch herauskam. Im Frühjahr 2010 erscheint ebendort sein Roman »Georgs Sorgen um die Vergangenheit oder Im Reich des heiligen Hoden­sack-Bimbams von Prag«. Das Buch, für das er intensiv recher­chierte, bringt es auf sechs­hundert Seiten, dennoch ist es, so der Autor, »knapp und sparsam« geschrieben.

Jan Kuhlbrodt: Sony Professional?

Jan Faktor: Nach der Wende hatte ich ein gut dotiertes Stipendium, und da konnte ich mir das leisten. Wenn man damals saubere Aufnahmen machen wollte, gab es zu Sony Professional sowieso keine Alternative. Ich mag die alten guten Kassetten immer noch.

J. Kuhlbrodt: Hast du mit dem Schreiben begonnen, nachdem du in die DDR gekommen bist?

J. Faktor: Ich habe viel früher angefangen, mit 18 oder 19. Anfang der 70er Jahre, jedenfalls bald nach dem Einmarsch von 1968. Mit der Okkupation hatte das erst einmal aber wenig zu tun.

J. Kuhlbrodt: Wie alt warst du, als die Panzer kamen?

Jan Faktor | Georgs Sorgen
Jan Faktor
Georgs Sorgen um die Vergangen­heit ...
Roman
Kiepenheuer & Witsch 2010

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J. Faktor: Siebzehn. Leute, die damals zum Beispiel dreizehn waren – ein bekannter Historiker fällt mir ein – sind genau auf diese kleine Differenz unglaublich neidisch. Die Dreizehn­jährigen haben diesen Einbruch von Gewalt nicht wirklich bewusst erlebt. Sie haben kaum Erinnerungen an die Politisierung während der Frühlings- und Sommer­monate. Und ich habe positive Erin­nerungen sogar an die Tage im August – unter der Überschrift »Den Einmarsch haben wir gewonnen«. Die Russen hielten alle Brücken besetzt, auf dem Altstädter Ring standen im Kreis Flug­abwehr­kanonen – alles vollkommen sinnlos, weil auch unsere Polizei und die Staatssicherheit sich im Wider­stand befanden. Die Medien sowieso. Ich war außerdem verliebt. Das Schlimmste war die Zeit danach, viel tiefer hat mich also der mora­lische und kulturelle Zerfall der siebziger Jahre geprägt. Die überall präsente Verlogenheit hat bald auch die Sprache verändert – von innen, bis in die Intonation. Die Leute benahmen sich unter dem Anpassungsdruck teilweise unerträglich. Ich bin 1971 erst einmal in die Hohe Tatra gegangen.

J. Kuhlbrodt: Was hast du in der Slowakei gemacht?

J. Faktor: In erster Linie war ich Hochgebirgsträger.

J. Kuhlbrodt: Sherpa?

J. Faktor: Die Schutzhütten in den Hochlagen wurden nicht mit Hubschraubern versorgt, wir haben Lebensmittel, Konserven, Brennholz, Baumaterial usw. auf dem Rücken geschleppt. Mein Leiter hieß Belo Kapolka und war – das war eine echte Überraschung – gleichzeitig ein Schriftsteller. Und kein Anfänger wie ich, in der Slowakei war er bekannt. Ich habe auf der Hütte alles Mögliche machen müssen – tagelang in ­großen Töpfen Tee gekocht, sauber gemacht, habe dort kochen gelernt. Die Hütte gehörte zum Interhotel, also war ich gleichzeitig Interhotelkoch. Wir haben meistens aber nur Konserven aufgewärmt.
  Nach zwei Jahren bin ich zurück nach Prag und habe als Fernstudent noch zu Ende studiert. Reguläres Studium kam für mich aus politischen Gründen nicht mehr in Frage. Als ich 1978 zu meiner Frau nach Ostberlin zog, war ich froh, aus Prag weg zu sein. Die DDR bedeutete für mich (bitte nicht lachen) eine Art Befreiung. Es war nicht mein Land, hatte nicht diesen frischen Bruch hinter sich – so gesehen war es angenehm anders. Und Ostberlin war unbe­schreiblich hässlich, der Sozialismus konnte hier im Grunde wenig vortäuschen. Mir hat das entsprochen, ich mag hässliche Dinge. Graue, morbide Unter­gangs­stimmung, Material­wunden, Zerfall, Spuren des Krieges – in Berlin in voller Pracht und an jeder Ecke sichtbar. Prag war immer noch viel zu schön. Und dort sah ich dauernd nur das, was nicht mehr da war – was in der Regel verboten, geschlossen oder vergewaltigt worden war. Die Jahre vor dem Einmarsch, also die sechziger, waren dagegen unglaublich lebendig. Inter­national bekannt sind bis heute die Filme, noch wichtiger waren für mich damals eher die experimentellen kleinen Theater. Meine Idole waren natürlich auch die vielen Liedermacher.

J. Kuhlbrodt: Als diese Kultur zerfiel, hast du angefangen zu schreiben.

J. Faktor: Von Anfang an waren das ziemlich erregte Ausbrüche. Kurze Sachen, Songs, ich habe lange Jahre auch Gitarre gespielt. Eine Zeitlang habe ich natürlich versucht, richtige Erzählungen zu schreiben. Eine wurde sogar publiziert. In den gleichgeschalteten Zeitschriften saßen damals teilweise noch Leute von früher, die meine Mutter kannte. Meine Kurzgeschichte hieß »3000 Brötchen« und war politisch nicht weiter verfänglich – es ging um meine Arbeit als Brötchenausfahrer. Später habe ich aber nie wieder daran gedacht, in Prag zu publizieren. Und das wäre dann sowieso nicht mehr gegangen, weil ich mich beim Schreiben sehr politisiert habe. Diese Anfänge waren jedenfalls eher »prosaisch« – auch wenn ich meine Sätze damals meistens einzeln auf die Zeilen setzte, einfach untereinander und ohne Punkte.

J. Kuhlbrodt: … auf Tschechisch.

J. Faktor: Selbstverständlich. Ich konnte damals – dank Privatunterricht – sowieso besser Englisch als Deutsch. Wenn ich etwas Verbotenes, nicht Greifbares lesen wollte, habe ich es auf Englisch gelesen – Solschenizyn, Kerouac, Fleming (also James Bond), Le Carré. Weil bei uns zu Hause allerdings auch deutsch gesprochen wurde, hab ich das Deutsche im Ohr gehabt, konnte es passiv ein bisschen verstehen. Deutsch begann ich systematisch aber erst relativ spät im Gymnasium zu lernen – kam dann logischerweise schnell voran, kannte dauernd Vokabeln, die »wir noch gar nicht hatten«. Fließend sprechen konnte ich aber noch lange nicht.

J. Kuhlbrodt: Die englischen Bücher waren zugänglich?

J. Faktor: Unter der Hand. Kaufen konnte man sie nicht, mit der Post schicken auch nicht. Aber die Bücher waren irgendwie da – dann kamen noch die abgetippten Samizdatbücher und die geschmuggelten Bücher der tschechischen Exilverlage hinzu.
  Mein Deutsch hat sich erst schlagartig verbessert, als ich in Ost­berlin ankam. Ich habe aber erst weiter Tschechisch geschrieben, punktuell auch angefangen, einiges ins Deutsche zu übersetzen. Das war aber mühsam und sowieso nur mit Hilfe meiner Frau möglich. Als ich einmal probiert habe, einige Einfälle direkt Deutsch loszuwerden, endete das mit einem Debakel. Ich wollte nachträglich tschechische Fassungen der kurzen Versuche herstellen und stellte fest, wie schwammig und ungenau ich im Deutschen herumgepfuscht hatte.
  Die Sprache habe ich in den Ostberliner Anfangsjahren auch dank einiger Lehrbücher und Wörterbücher lieben gelernt. Einiges fügte sich ganz gut zusammen – ich wollte unbedingt experimentieren und gerade in diesen Büchern steckte unglaublich viel Material dazu. Und im Tschechischen wären viele lexikalische Spiele gar nicht möglich gewesen. Bald gehörte das zu meiner Hauptarbeit: Wörterbücher auszuschlachten, be­stehende banale Texte zu zerhacken. In Prag hatte ich als Programmierer jahrelang gelernt, ähnlich detailbesessen zu arbeiten.
  Eine Zeitlang habe ich noch den Ehrgeiz gehabt, alle übersetzbaren Texte in beiden Sprachen parat zu haben. Da ich aber ein viel zu gründlicher Mensch bin, war das keine so tolle Idee. Wenn mir beim Übersetzen zusätzlich etwas einfiel, bin ich vom Original abgewichen – anschließend musste aber noch das tschechische Original geändert werden. Als Autor durfte ich das. Im Tschechischen fielen mir dann natürlich die nächsten Verbesserungen ein. Das bedeutete, dass ich dauernd alles neu tippen musste. Immerhin hatte ich auf dem Schreibtisch zwei Schreibmaschinen stehen und brauchte nur um den Tisch herumzugehen. Irgendwann wurde es mir zuviel.

J. Kuhlbrodt: Wann sind Georgs Versuche … erschienen?

J. Faktor: Der Band kam 1989 heraus. Weil ich aber die ganzen 80er Jahre nicht publiziert habe, sind alle Texte viel älter – von 1981 bis 83. Das war aber in Ordnung, auch von heute aus bin ich froh darüber. Der Sozialismus hat mich generell davor bewahrt, zu viele unreife Anfangspeinlichkeiten in die Welt zu setzen.

J. Kuhlbrodt: Man hat das Gefühl, dass du in diesen Texten die deutsche Sprache auslotest.

J. Faktor: Ich musste einfach weiterlernen und habe mich über vieles ganz naiv gewundert. Was mir besonders fremd war, hat mich dann auch besonderes interessiert – die deutschen Komposita beispielsweise, die männlichen und sächlichen Genitivendungen und vieles mehr. Bei der Entdeckung der vielen Möglichkeiten der Sprache spielte natürlich Ernst Jandl eine große Rolle. Ich hab nach und nach auch einiges an Lektüre nachgeholt – die Dadaisten und die Russen in guten Übersetzungen, Chlebnikow und so weiter. Das deutsche DADA kam bei den Tschechen nie gut an, und ich kannte einiges gar nicht. Was für mich in Ostberlin außerdem wichtig war, war die Resonanz bei den Lesungen. Von Prag war ich praktisch abgeschnitten, und die Tradition, Lesungen zu organisieren, gab es zu meiner Zeit nicht. Aus politischen Gründen wäre das in Prag sowieso schwierig gewesen. Es hört sich vielleicht absurd an, die DDR bedeutete für mich viel mehr Freiheit. In meinen Ostberliner Kreisen hing das natürlich auch mit den Spitzeln zusammen, die in Spitzenpositionen platziert waren. Ich hatte aber auch wirklich begabte Leute um mich herum, von denen ich viel lernen konnte.

J. Kuhlbrodt: Du sprichst von der Prenzlauer Berg Szene.

J. Faktor: Es gab dort unterschiedliche Freundeskreise, die Lesungen veranstaltet haben, in manchen wurde gleichzeitig auch politisch gearbeitet. Meine erste Lesung hatte ich beispielsweise in der Wohnung von Gerd und Ulrike Poppe. In die teilweise konspirativen politischen Kreise war ich dank Annette, meiner Frau, gleich von Anfang an gekommen – kannte diese Leute (also auch Poppes) viel länger als die Literaten. Mit Marxismus oder Eurokommunismus wollte ich trotzdem nichts zu tun haben – und manche meiner politisch engagierten Texte von früher fand ich inzwischen banal und absolut wertlos. Zwischen diesen gegensätzlichen Kreisen gab es natürlich Rivalität, und auch Misstrauen. Ich musste mich dann nicht lange entscheiden. Ich fühlte mich bei den Leuten, die sich bei Ekkehard Maaß trafen, eindeutig viel besser. Den Laden hat dann leider Sascha Anderson komplett übernommen.
  Was dort damals unterschwellig ablief, war mir absolut nicht klar, bei der Auswahl der Freunde hatte ich zum Glück intuitiv ganz gut funktioniert: Mir war es nicht möglich, mich mit den unnahbaren Spitzeln anzufreunden. Anderson und Schedlinski blickten einem nie direkt in die Augen, sahen entweder nach unten oder durch einen Schleier. Ich verlange und erwarte bei Freundschaften aber wesentlich mehr Nähe. So konnte ich nach der Wende nicht so grundsätzlich enttäuscht werden. Die Leute, die wirklich Freunde waren, wie Papenfuß, Döring oder Opitz, waren natürlich nicht bei der Stasi.

J. Kuhlbrodt: In den Neunzigern kam das Reclam-Buch MachtSpiele heraus. Es enthält auch Andersons Berichte, einiges konnte man im Originaltext nachlesen: Faktor ist ein netter Kerl.

J. Faktor: Es ist schon verrückt, wie der Pseudorebell Anderson funktioniert hat.

J. Kuhlbrodt: Die, sagen wir, Prenzlauer-Berg-Jahre sind trotzdem eine recht produktive Zeit gewesen.

J. Faktor: Ich bin auch dank der vielen Anre­gungen und Verbrei­tungs­mög­lich­keiten dazu über­gegangen, nur Deutsch zu schreiben. Eine Zeitlang habe ich noch die tschechischen Versionen der Texte in Prag herumgezeigt und gemerkt, wie ich mich entfremdet habe. Ich war apolitisch, spielerisch, abstrakt. Ich hatte »kein Thema«, meine Erlebnisse aus der Hohen Tatra kamen in den Texten nicht vor. Und über die Verhältnisse in der DDR erfuhr man aus ihnen überhaupt nichts. Etliche Leute waren entsetzt, wie abgehoben die Texte waren. Aber ausgerechnet darauf war ich stolz. Das war so ein bisschen wie mit der DADA-Rezeption zwischen den Kriegen. Ich passte schon von der Haltung her überhaupt nicht in die Prager Landschaft. Das war ein zusätzlicher Grund dafür, warum ich endgültig aufgehört habe, Tschechisch zu schreiben. Aber ich hatte weiterhin guten Kontakt zu einigen Kritikern, auch zu experimentellen Dichtern wie Josef Hiršal. Josef Hiršal war im übrigen auch ein wunderbarer Nachdichter aus dem Deutschen, hatte beispielsweise Morgenstern und Jandl übersetzt, gemeinsam mit Frau Grögerová war er außerdem Mitglied des Bielefelder Colloquiums Neue Poesie.

J. Kuhlbrodt: Es gibt im Tschechischen aber doch auch eine komische und surrealistische Tradition.

J. Faktor: Sicher. Und um gerecht zu sein: Ich hatte in Prag nicht nur Ablehnung erlebt. Sergej Machonin hat beispielsweise eine Auswahl meiner Texte im Samizdat veröffentlicht. Machonin war mein erster wichtiger Mentor. Aber diese Leute, zu denen ich guten Kontakt hatte, waren alle älter, gehörten der Generation meiner Mutter an. Die jün­geren Leute kannte ich dagegen kaum. Und manche waren – was das Formale betrifft – noch konservativer als die alten Avantgardisten. Ich hatte mich dem Prager Milieu außerdem auch politisch entfremdet.

J. Kuhlbrodt: Und hier in der DDR mehr oder weniger gleich integriert?

J. Faktor: So kann man das auch nicht sagen. Ohne persönliche Kontakte wäre ich in die Literatenkreise nicht ohne weiteres reingekommen. Mich hat bei einer Lesung auf dem Grundstück von Poppes Ekkehard Maaß angesprochen und zu seiner Lesung eingeladen – und diese Gruppenlesung war für meinen Einstieg ziemlich entscheidend. Ich war plötzlich dabei, habe die nächsten Termine mitbekommen, meine Texte kamen einigermaßen gut an – obwohl sie der unglückselige Vorleser Anderson überhaupt nicht gut gelesen hat. Bei dieser Gelegenheit hat Helga Paris das bekannte Gruppenfoto gemacht. Ich habe mich dort vorerst eher still verhalten, habe beobachtet und versucht, meine Schüchternheit abzulegen. Andere überschäumende Typen wie Peter Brasch haben sich natürlich ganz anders benommen. Es wurde relativ viel gesoffen, da konnte ich sowieso nicht mitmachen. Mein Vater war Alkoholiker, außerdem vertrage ich Alkohol nur begrenzt. Mit der Zeit fühlte ich mich dort aber – auch mit wenig Alkohol – immer freier, habe mich mit einigen Leuten schnell angefreundet. Noch zum Kernpunkt deiner Frage, zur »Integration«: mit der Alltags-DDR hatte ich auf diese Weise immer weniger zu tun.

J. Kuhlbrodt: Wovon hast du gelebt, in der Zeit

J. Faktor: Ich habe als Schlosser gearbeitet – in einer kleinen privaten Schlosserei in Johannisthal. Gedacht war das als eine kurze Überbrückung. Ich war aber gern dort, es war sowieso mein alter Traum, ein richtiges Handwerk zu lernen. In der Wendezeit war ich in der Werkstatt schließlich der dienstälteste Schlosser. Ich war nie sehr schnell, schweißen konnte ich aber wirklich gut. Und es war schon wichtig, dass ich offiziell ein Arbeitsverhältnis hatte.

J. Kuhlbrodt: Aber du hast nicht die DDR-Staatsbürgerschaft bekommen.

J. Faktor: Ich wollte sie gar nicht. Ich lebte doch in einem Bruderland, nicht wahr?

J. Kuhlbrodt: Und hast du wegen deiner Aktivitäten keine Probleme bekommen?

J. Faktor: Ich wurde einmal oder zweimal von der Polizei vorgeladen – in die Abteilung für Ausländer. Man hat mir gedroht, dass man mich ohne Angabe von Gründen ausweisen könnte. Ich hab mir das entsprechende Gesetz besorgt – es stimmte tatsächlich. Dass ich verheiratet war, wäre dabei kein Schutz gewesen. De facto war ich aber geschützt, wir hatten Kinder. Die eine Vorladung war etwas kurios. Der Polizist war verlegen und war ganz vorsichtig – er riet mir, selbst zu überlegen, welche Personen ich vielleicht lieber meiden sollte. Er wollte aber keine Namen nennen. Natürlich steckte dahinter die Stasi. Dann hat man mir noch einen echten Provokateur nach Hause geschickt. Mit massiveren Drohungen wurde ich aber nie konfrontiert.

J. Kuhlbrodt: Und Identitätsprobleme hast du nicht gehabt in der Zeit?

J. Faktor: Ich hatte hier meine Familie – und zu Prag hatte ich immer noch eine starke Beziehung. Probleme hatte ich mit dieser Zweihäusigkeit überhaupt keine. Meine Frau hatte aus der ersten Ehe eine Tochter, die ich von klein auf mit aufgezogen habe. Ich war hier wirklich zu Hause. Und ich war froh, dass Prag gleichzeitig weit genug war, dass meine Mutter nicht um die Ecke wohnte. So kam sie immer mal für zwei, drei Tage, das hat mir in der Regel gereicht. In Prag zu leben wäre schon aus diesem Grund eine Katastrophe gewesen. Ich hatte also absolut keinen Grund, warum ich irgendwie „zerrissen“ sein sollte. Außerdem kehrte ich im Grunde zum Sprach- und Kulturkreis meiner Vorfahren, die Muttersprache meiner Mutter war deutsch, meine Großmutter Schornstein sprach Tschechisch mit Fehlern und starkem Akzent. Sie kannte noch Karl Krauss persönlich, war mit der Baronin Nádherný, seiner Geliebten, befreundet. Und ich habe hier in eine Schriftstellerfamilie geheiratet, wurde sozusagen wieder eingedeutscht.

J. Kuhlbrodt: Eigentlich der klassische Prager Fall?

J. Faktor: Bei den Prager Juden war das früher der Fall. Von diesem Kulturkreis waren allerdings nur noch Reste übrig geblieben. Und das Deutsche war nach dem Krieg so verpönt, dass man auf der Straße möglichst nur tschechisch sprach. Meine Großmutter hatte den Namen Schornstein 1946 abgelegt, meine Mutter auch. Aus der Gemeinde sind alle ausgetreten, auch meine Tante. Und nicht nur aus ideologischen Gründen.
  Ich bin mit Prag nach wie vor unglaublich verbunden, und wenn ich dort bin, bin ich in einer Art Ausnahmezustand. Ich bewege mich aber gleichzeitig wie ein Tourist, der die subtileren gesellschaftlichen Vorgänge, politische Konstellationen usw. nicht kennt. Und die Sprache hat sich rasant entwickelt. Mein Tschechisch stammt aus den 70er Jahren. Zum Glück spreche ich tschechisch immer noch fließend. Mit einem »typischen Prager Fall« hat das aber wenig zu tun.

J. Kuhlbrodt: Für mich und meine Freunde war Prag ja in den Achtzigern eine Art Sehnsuchtsort. Wir sind oft hingefahren von Chemnitz aus.

J. Faktor: Als Tourist bekommt man vieles nicht mit. Nach den Säu­berungen der 70er Jahre war das Land voller Angst. Hunderttausende hatten aus politischen Gründen die Arbeit verloren. Die Karrieristen, ängstliche Leute und eben auch solche, die wegen ihrer Familien still­hielten, haben sich angepasst. Die Desillusionierung der Durchschnitts­tschechen – aber auch ihr Zynismus – hatten dabei ganz andere Dimensionen angenommen als es in der DDR der Fall war. Auch die Repressionen gegen unabhängige Kunst waren in der CSSR brutal, nicht nur gegen politisch aktive Leute. Es gab unbeschreibliche Schmutzkampagnen in den Medien – die hätte man sich in der DDR schon aus Rücksicht auf die Westpresse nicht leisten können. Als ich noch in Prag war, habe ich aufgehört, Zeitungen zu lesen, Bücher zu kaufen, und nachdem die letzten kleinen Theater eingegangen waren, war auch das zu Ende. Die neuen Filme – auch die von Jirí Menzel – waren bodenlos verlogen, für mich schon wegen ihrer Harmlosigkeit kaum zu ertragen. Von unseren bekannten Schriftstellern hat sich zum Glück fast niemand angepasst, bis auf zwei – der eine davon war leider ausgerechnet Hrabal. Zu Hause haben wir österreichischen Rundfunk und tschechische Exilsender gehört. Aus dem offiziellen Prag hatte ich mich im Grunde schon lange vor meinem Weggang verabschiedet.

J. Kuhlbrodt: Also war Ostberlin für dich eine Art innersozialistisches Exil.

J. Faktor: Ja. In Prag durfte ich das aber nicht zu laut sagen, für die Tschechen wäre meine DDR-Begeisterung schwer zu begreifen gewesen. Sie haben die DDR als ein durch die offizielle Ideologie verseuchtes Land gesehen – und dabei den spezifischen Einfluss der westdeutschen Linken übersehen. Vieles hat man einfach nicht gewußt. Die Tschechen, die nach Westdeutschland ausgereist waren, gucken auf Leute wie mich bis heute herab. In die ideologische DDR-Hölle sind logischerweise nur Idioten gegangen.

J. Kuhlbrodt: Leicht zu begreifen ist es allerdings wirklich nicht. Auch aus Sicht der Ostdeutschen Provinz. Wenn man zum Beispiel auch Chemnitz oder Magdeburg kam.

J. Faktor: Im Grunde konnte man in Prag noch weniger wissen, was in Ostberlin los war. Nichts über die Literaturszene, nichts über die unangepaßten Maler oder Performer oder über die Punks. Ich habe die allgegenwärtige Punkmusik nicht gemocht, die Wucht des Protestes war aber unglaublich – auch die Ratlosigkeit und Wut der Polizei war groß. Und die Punkkonzerte waren ausgesprochen wild. Die Punks haben bei einem Konzert in einer Pankower Kirche von der Kanzlei gekotzt – trotzdem blieb alles friedlich, es gab auch Lesungen, dann wurde sauber gemacht. Provokationen hatten mich immer angezogen, da konnten wir Literaten nicht ganz mithalten. Die Polizei hielt sich in Ostberlin auch bei größeren Veranstaltungen auffällig zurück, die Stasi hatte eben ihre Spitzel dabei.

J. Kuhlbrodt: Kann man sagen, dass du in den Achtzigern in der deutschen Sprache endgültig angekommen bist – in den Neunzigern daran aber wieder etwas verändern wolltest?

J. Faktor: Ich habe immer wieder etwas Neues gesucht, wollte mich auf keinen Fall wiederholen. Und wenn sich unmittelbar nichts Neues anbot, musste ich mir etwas Neues ans Land ziehen. Aber irgendwann waren die Ideen und das Material zum Experimentieren ausgeschöpft. Ich war seit 1989 Mitglied des Bielefelder Colloquiums, wo ich die wichtigen Leute wie Jandl, Rühm, Heissenbüttel, Pastior, Mon und andere erlebt habe und gehört habe. Das Niveau war hoch, es gab dort aber auch viel Unzufriedenheit wegen der ungenügenden Anerkennung dieser Literatur. Auch das Beste läuft sich notgedrungen tot, wenn man keine radikalen Schnitte mehr macht. Der unerreichbare Ernst Jandl ist beispielsweise nie stehen geblieben. Ich habe zwischendurch auch Pausen eingelegt, in denen ich höchstens versucht habe, theoretisch zu arbeiten und einiges für mich zu klären.
  Irgendwann hatte ich den Wunsch – und den nötigen Ehrgeiz dazu -, auch Prosa zu schreiben. Natürlich keine konventionelle, möglichst doch eine abgehobenere Art. Damals war in meinen Kreisen – also im Prenzlauer Berg – sowieso sehr viel Arroganz da. Prosa galt als minderwertig, jedenfalls nicht zeitgemäß. Dahinter stand natürlich auch das irrige Gefühl, dass man – handwerklich gesehen – gute Prosa mit links hätte schreiben können, wenn man es nur wollte. Als gelegentlicher Prosaleser dachte ich das auch. Bei meinen experimentellen Prosaversuchen bin ich noch nicht ganz gescheitert, gröbste Einbrüche kamen erst später. Einige Anläufe habe ich aufgegeben, mein erster beendeter (handlungsloser) Roman wurde dann logischerweise nie publiziert – zum Glück, muss ich sagen. Dieses un­glück­selige Stück Prosa hieß Epiker an Georgs Seite beim Stauen des Gesprächsflusses. Ich wollte darin detailliert nur reale Erlebnisse und Begegnungen beschreiben, Dinge zu erfinden empfand ich immer noch als unanständig. Der Text ist wegen seiner hypertrophierten Detailbesessenheit leider unlesbar. Zum Teil wollte ich die Leser mir Spitzfindigkeiten sowieso eher gezielt quälen. Kein Verlag wollte das Buch drucken. Für mich brachte der Text eine Reihe harter Lernerlebnisse, Schulungen am lebendigen Leib sozusagen. Teilweise gab es einige gute Lesungen, ich erlebte mit diesem Manuskript aber auch einige meiner peinlichsten Auftritte. Danach war ich gezwungen, darüber nachzudenken, wie es mit mir und dem Schreiben weitergehen soll. An sich war diese Art Prosa sowieso alles andere als innovativ. Es lief letzten Endes darauf hinaus, mich auf das stinknormale Erzählen von Geschichten einzulassen. Ich sperrte mich dagegen aber immer noch.

J. Kuhlbrodt: Schornstein wird alles andere als linear erzählt, ist eher kaleidoskopartig gebaut.

J. Faktor: Die Struktur ist natürlich gelockert, bei den vielen detaillierten Schilderungen ist der Text aber auch ganz konventionell – und dazu stehe ich auch. Ohne jegliche Absicht habe ich aber gleichzeitig gegen den Strom und einige Konventionen angeschrieben, denke ich. Das Buch wurde erst einmal von über zwanzig Verlagen abgelehnt – mit zum Teil ziemlich harten Begründungen. Nur Kiepenheuer & Witsch hielt sich mit der Ablehnung der gekürzten neuen Fassung noch zurück. Im Frühjahr 2005 hatte ich schließlich den Döblinpreis bekommen.
  In den Augen meiner ehemaligen Freunde, war ich – eine Zeitlang jedenfalls – so etwas wie ein Verräter, einer, der sich dem Buchmarkt angepasst hat. Vor etwa zehn Jahren habe ich einen Essay für TEXT + KRITIK über diese Haltung geschrieben – der Text heißt »Warum aus uns nicht geworden ist«. Wir waren vor 1989 alle grundsätzlich gewöhnt, um jeden Preis unangepasst zu arbeiten, gegen etwas anzuschreiben. Und man leitete daraus gleichzeitig auch das Recht ab, Erwartungen der Leute enttäuschen zu dürfen, diese Naivlinge sogar attackieren zu können. Dafür wurde man sogar – als begabter Sprachakrobat eben – noch bewundert. Auch wenn damals auch viel Unreife dabei war – eine Zeitlang war es einigermaßen legitim.

J. Kuhlbrodt: Es gab also eine Art Konvention der Unkonventionellen?

J. Faktor: Das, was ich in den 70er Jahren geschrieben habe, war teilweise ausge­sprochen politisch, jedenfalls steckte darin viel Wut und einige klar definierbare Anklagen. Anfang der 80er habe ich zum Glück begriffen, wie sinnlos es ist, Ansichten zu transportieren, die allgemein bekannt sind – ich habe das schon ange­sprochen. Das war genau zu der Zeit, als ich in der apolitischen Ostberliner Szene angekommen bin. Eine glückliche Koinzidenz. Mir wurde klar: Um konsequent zu sein, würde ich bei dem eigentlichen Material – also bei der Sprache – bleiben müssen. Natürlich war es auch viel auf­regender, als sich auf die senile Ebene der DDR-Ideo­logie zu begeben. Und gleichzeitig sollten die Texte so radikal sein, dass sie nicht publizieren werden konnten.
  Einen Aus­rutscher gab es nur 1984. Richard Pietraß hatte mich überredet, Texte für die Reihe „Auswahl“ (beim Verlag Neues Leben – klingt das alles nicht ganz fruchtbar?) einzureichen. Wenn man es geschafft hat, zweimal dabei zu sein, hatte man irgendwann die theoretische Aussicht auf ein eigenes Buch. Zum Glück kam 1985 die Anthologie »Berührung ist nur eine Randerscheinung« bei Kiepenheuer & Witsch heraus, ich war dabei – und auf diese Weise wieder raus aus dem Spiel. Als das Aufbau-Buch in der Reihe »außer der reihe« 1989 herauskam, passierte das ohne jegliche Ein­mischung oder Eingriffe.
  Erst viel später habe ich erfahren – beiläufig bei einer Podiums­diskussion –, dass die besagte Reihe nicht von Elmar Faber, dem Verlags­leiter, initiiert wurde, um neue jüngere Leute für den Verlag zu gewinnen. Er hat einfach im Parteiauftrag gehandelt. Also sind wir alle – auch Papenfuß, Döring usw. – im Parteiauftrag erschienen. An den Texten, die ich Anfang der achtziger Jahre ohne jeglichen Anpassungsdruck geschrieben habe, ändert das aber nichts. Das gilt für die anderen genannten natürlich auch.

J. Kuhlbrodt: Parallel dazu sind also Texte für spätere Bücher ent­standen?

J. Faktor: Ja. In der Zeit waren schon viele Texte des nächsten Buches (Henry's Jupitergestik …) geschrieben. Die Mottos, die in dem Aufbau-Buch vorn stehen, sind im Grunde Henrys Sprüche. Ganz hinten findet sich noch eine Erzählung aus meiner Prager Zeit. So ist das erste Buch gewisser­maßen eingerahmt. Hinten steht das Alte, vorn schon die Vorschau auf das nächste Buch. Dann kam zum Glück die Wende.

J. Kuhlbrodt: Aber diese Texte sind dann schon auch politischer.

J. Faktor: Na Ja. Ich war vor allem kulturpolitisch sauer. Auf einer Seite sauer auf den letztendlichen künstlerischen Leerlauf in der Szene – ich habe mich mit einigen Leuten angelegt, schon 1987 einen Angriff ge­schrieben. Nach den Stasi-Ent­hüllungen kam natürlich noch mehr Wut hinzu. Andererseits ging mir aber auch die dick aufgetragene Groß­kotzerei in manchen avant­gardistischen Theater­stücken auf den Wecker, noch zu Ostzeiten. Pausenlos diese Lautstärke – als ob man den Leuten Emotionen am effektivsten mit gut überlegter Gewalt ein­hämmern könnte. Wobei wir wieder bei der Frage sind, wieviel Engagement, wieviel Ideentransport die Kunst überhaupt vertragen kann.

J. Kuhlbrodt: Nach Jupitergestik kam die Pause, der Wechsel in die Prosa?

J. Faktor: Es kamen noch die Körpertexte und Die Leute trinken zuviel … Alles bei Janus press. Aber das war schon die Zeit, wo ich krampfhaft nach neuen Experimentierfeldern gesucht habe. Was mir noch einigermaßen gelungen ist, sind die Gespräche mit der Feuerwehr. Das sind leicht bearbeitete, aber authentische Gespräche – Dialoge in Notfallsituationen. Leute, die in Not die Feuerwehr anrufen, reden ausgesprochen wirr. Tunnelblick, Panik und unfreiwillige Komik – das alles in schräger Diskrepanz zu den ruhig nach­fragenden Profis von der Feuerwehr. Ich habe mich parallel auch mit den schon erwähnten Prosa-Anläufen gequält, Stipendien bekommen und lächerlich lange an meinen Sätzen gefeilt. Für eine ernsthafte Prosa reichte das alles noch nicht.

J. Kuhlbrodt: Zum Thema wurde schließlich deine eigene Geschichte.

J. Faktor: Ja, auch in meinem neuen Buch. Im Vergleich zu Schornstein ist der neue Roman der viel größere Wurf – eine auch zeitlich groß­angelegte Entwicklungs- und Familiengeschichte. Das Buch hat über sechshundert Seiten, es ist aber trotzdem knapp und sparsam geschrieben. Viel Material eben – Kindheit, Jugend, eine geheimgehaltene Liebesgeschichte, viel nackte Haut – gleichzeitig spielt dort aber auch Politik eine große Rolle. Ich habe dafür jahrelang recherchiert und auch viel Wissen über die tschechische Geschichte nachgeholt. Denn Politik gehörte zu meiner Kindheit genauso wie Erotik, alles war bei uns zu Hause hautnah präsent. Meine Mutter war Journalistin, in der Auslandsabteilung war sie mit Politik täglich beschäftigt, brachte den Spiegel regelmäßig nach Hause. Und war eine wunder­schöne Frau – mit den dazu­gehörigen Verehrern. Sie hat mich nicht nur politisch geschult, hat mich – in aller Unschuld, versteht sich – auch auf das sexuelle Leben vorbe­reiten wollen. Die kommunis­tische Generation meiner Mutter wird in dem Buch aber trotz­dem nicht geschont.

J. Kuhlbrodt: Was mir bei Schornstein aufgefallen ist: Es ist ein menschen­freund­liches Buch. Die philan­thropische Geste ist sehr be­ruhigend.

J. Faktor: Das ist beim Neuen nicht anders. Es ist stellenweise – was meinen Stasi­vater betrifft – relativ gnadenlos, das eigentliche Ekel­paket meiner Kindheit, mein Onkel, wird aber letzten Endes mit Würde und Verständnis behandelt. Und auch so in den Tod verabschiedet.

J. Kuhlbrodt: Lieber Jan Faktor, vielen Dank für das Gespräch. Und wir freuen uns auf das neue Buch.
     Erschienen in poet 8
poet nr. 8
literaturmagazin
poetenladen, Leipzig 2010
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Wie erleben Schriftsteller anderer Länder die deutsche Sprache und Literatur? Gibt es den kosmopolitischen Autor oder wird angesichts einer alles nivellierenden Globa­lisie­rung das Regionale in der Literatur wichtiger? Der poet (Ausgabe 8) hat Autoren zum Thema Sprache und Heimat befragt: Ilija Trojanow, María Cecilia Barbetta, Luo Lingyuan, Jan Faktor, You-Il Kang.

Jan Kuhlbrodt   03.03.2010    Druckansicht  Zur Druckansicht - Schwarzweiß-Ansicht    Seite empfehlen  Diese Seite weiterempfehlen

 

 
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