poetenladen    poet    web

●  Sächsische AutobiographieEine Serie von
Gerhard Zwerenz

●  Lyrik-KonferenzDieter M. Gräf und
Alessandro De Francesco

●  UmkreisungenJan Kuhlbrodt und
Jürgen Brôcan (Hg.)

●  Stelen – lyrische GedenksteineHerausgegeben
von Hans Thill

●  Americana – Lyrik aus den USAHrsg. von Annette Kühn
& Christian Lux

●  ZeitschriftenleseMichael Braun und Michael Buselmeier

●  SitemapÜberblick über
alle Seiten

●  Buchladenpoetenladen Bücher
Magazin poet ordern

●  ForumForum

●  poetenladen et ceteraBeitrag in der Presse (wechselnd)

 

Christian Rosenau
Heimatmen

im Heimatmen der Felder
Flurmarken, Weg und Wort.

wie der Staubzungen auf-
stiebendes Vokabular
sich senkt ins Gedächtnis –

vergessene Dörfer flackern nachts,
ein Stock, ein Hut, ein Schlafanzug
und Mutter aß vom Vater

– sein Schweigen
war die Lücke stets,
der Hohlraum im Satz
von der Her- und Abkunft.

und unter alten Apfelbäumen
lag im Herbst mein kleiner Kopf,
ganz verschrumpelt
  übersät mit Fliegen.

aus seinem Kerngehäuse
brach das Lied.
Christian Rosenau   2014    Druckansicht  Zur Druckansicht - Schwarzweiß-Ansicht   

 

 
Christian Rosenau
Lyrik