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Sarah Rehm
heimat

der tag hat tausend glocken die nicht
klingen sie werden lichter nachts
im tal wie diesem glitzert der süden
mir zu über den sächsischen Bosporus
fast nie komme ich hinüber nach Asien
zu fahren finde ich kein geld mehr
ich kenne die motoren, ein radio im ohr
und die laternenstrasse die den fluss
verbindet, die nacht löscht seine ufer
die stadt hat grußworte für mich unhörbar
wie es einer dichterin gebührt, viele
strecken auch hier nicht die hand aus
bei mir negiere ich laut ost und west
ich kenne meine Pappenheimer, das ist
nicht weit von meiner kindheit, dort
fährt der zug durch, nie habe ich gemocht
das land nur die erde, fiel hin als
der kopf voll war, krallte die hände hinein
deshalb verstehe ich
die elbe, umtönt von glocken
die nicht klingen und nachts denke ich
alles schwarze in der ferne:
verlorenes ufer
Sarah Rehm   2013    Druckansicht  Zur Druckansicht - Schwarzweiß-Ansicht    Seite empfehlen  Diese Seite weiterempfehlen

 

 
Sarah Rehm
Lyrik