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Sarah Rehm
ohne krieg

(in Würdigung des Gedichts
„DIE STÄDTE, DIE DA BLÜHN, sie mögen weiter
bedeutsam tun mit Namen und mit Schall. (...)“
von Ossip Mandelstam)


wir sind wesen die sich ändern im flug
nicht nur wohin, auch das kleid –
schillernd und schmutzig
als monster nehmen wir städte ein
und weinen neugeboren um schlaf
ich weiß alles ermattet doch blüht jetzt
und ich erkenne dich nicht wie du warst
weder fern noch nah ist klar genug meine angst

die fremde stadt unter mir sitze ich, zaudere
wen ich als nächstes fressen probieren kann
dass ich werde wie ihr, du und andere fremde
ich will dass die stadt mich umarmt
alt wie sie ist und viel mehr weiss, die edle
schmeckt noch zu gold geronnenes blut

sie lebt auf den pflastern der strassen, erinnert
den pestgeruch der gassen und seufzt
beim gedanken an endlichen frühling und dann
wiegt sie mich, nimmt mich treue an der hand
die stadt, sie tut nicht bedeutsam, sie weiss
ich verwandle mich wenn mich etwas zwingt
wenn du tapferer uns auch wieder
in schutt legst: ich klettere zur sonne
Sarah Rehm   2013    Druckansicht  Zur Druckansicht - Schwarzweiß-Ansicht    Seite empfehlen  Diese Seite weiterempfehlen

 

 
Sarah Rehm
Lyrik