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Sarah Rehm
drachengeburt

der mensch der aus dem ozean gekrochen ist und zu ihm will
fürchtet sich vor den unbegangenen wegen, die lärmenden
sind kein trost, die blühenden pfade, die einsamen stacheln
die hinter steinen hervor humpelnden ziegen, die an den eingeweiden
zerrende hitze kein versprechen in der nähe des meeres
kein gewinn die kämpfe zu ihm zu gelangen, in der gleißenden höhe
vor dem ziel tut sich ein canyon auf, ein kosmos aus fels, irrtum und stein

am horizont des im geist unbegehbaren weges eine hand voll ozean
und seien es kinderstimmen windgetragen und nußschalen wellengewogen
schreckt sie zurück vor der kühlen hälfte des seins, kauert sich hin
für die bösen gerüchte, stemmt den brennenden körper, ein rumoren im ohr
gegen die strampelnde zeit und sie atmet salzige angst in den tiefen
aus träumen und kriegen, zu erinnern das schützende meer vor unserem beginn
sie gewinnt: die phantasie eines strandes
Sarah Rehm   2013    Druckansicht  Zur Druckansicht - Schwarzweiß-Ansicht    Seite empfehlen  Diese Seite weiterempfehlen

 

 
Sarah Rehm
Lyrik