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Michael Augustin
Jedesmal immer wenn


Immer wenn der Dichter
was schreiben will,
streift er sich ein neues Ich über.

Immer wenn die Sonne scheint
oder der Mond,
scheint es nur so.

Immer wenn der Mörder
einen um die Ecke gebracht hat,
kratzt er die Kurve.

Immer wenn die Feuerwehr
das brennende Haus erreicht,
steht dort alles in Flammen.

Immer wenn der Dichter
über das Leben schreibt,
muss er auf das Leben verzichten.

Immer wenn das erste Tor fällt,
steht es eins zu null
und null zu eins.

Immer wenn man die Zukunft
in den Mund nimmt,
schmeckt sie bereits nach Vergangenheit.

Immer wenn eine Sachertorte
aufgetragen wird,
lauert schon die Widersachertorte.

Immer wenn alles zu Ende ist,
fängt alles an.

Aus:Nur die Urne schwimmt. Edition Temmen 2007/2010

Michael Augustin  2012    Druckansicht  Zur Druckansicht - Schwarzweiß-Ansicht    Seite empfehlen  Diese Seite weiterempfehlen

 

 
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