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Lothar Quinkenstein
der weg von Sambor nach Drohobycz

nur der Randal solcher Stille
(Jerzy Ficowski)

die glühend leeren straßen von Paris
die dichter die er treffen wollte
saßen in ihren sommerhäusern
besprachen die letzte neuerscheinung

ein wintermorgen
seit tagen nichts geschrieben
hefte korrigiert stattdessen
und nun ein wintermorgen
in dem eine geschichte dämmert
also setzt er sich ans pult erzählt
ein märchen vom herrn bleistift

an der wand des kinderzimmers
der umriss einer kutsche –
die vögel die schneiderpuppen
die feuerwehrmänner die julinacht –
nicht ein krümchen in unseren ideen
das nicht aus der mythologie


mein stammelndes lesen
mein stammelndes wünschen es müsse
satz für satz der Messias fortsetzen den weg
von Sambor nach Drohobycz
Lothar Quinkenstein   08.2.2012    Druckansicht  Zur Druckansicht - Schwarzweiß-Ansicht    Seite empfehlen  Diese Seite weiterempfehlen

 

 
Lothar Quinkenstein
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