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Levin Westermann
unbekannt verzogen maschinenzeit; aus den ästen tropft das erste licht des morgens und der wind bringt neue namen für drei dinge, die wir einstmals anders nannten. der stumme winkel den zwei wände bilden, wenn sie sich in deinem rücken treffen, um ein schweigen zu beschliessen, wenn du dich leidlich windest, zwischen wiederkommen und verharren. die stimmen, die dich endlos teilen, um sich allmählich einzunisten, ein konzentriertes zittern vor dem beben tief im schlund. türen fallen von den kacheln und verschliessen orte, welche nun im dunkeln liegen oder aber, hell erleuchtet, unsichtbar auf antwort warten. grüne augen oder blaue augen beim morgendlichen häuten auf rezept. es riecht nach putz und all der zeit im teppich, riecht nach seife, riecht nach kaffee und nach dreck. vom balkon siehst du das meer, abzüglich der fluchtbewegung in die tiefe; vom balkon hörst du den sand, zuzüglich des glockenschlags um zwölf. mit spuren auf dem torso und steinen in den taschen, all die dinge, die du fasst, bis sie dich schliesslich fassen, viel haben, abzüglich des seins und du legst noch eine decke um die schultern, denn plötzlich ist dir kalt im mund. * es ist ein schleichender prozess; der herzschlag hält dich wach und wahrscheinlich ist es gras, das hörbar wächst vor deinem fenster. die angst vor den maschinen, ihrem brummen – electricity! – und das gefühl sich aufzulösen, zu zerfasern, wie ein altes hemd oder ein teppich, in einer nacht mit schwerer grammatur. bewegung, schwarz auf weiss, und ein lächeln, wie ein sonnenfleck, verhältnismässig kalt; und auch der hagelschauer ist ein teil, klopft wütend an die welt an deiner statt. * der schimmelpilz als zwiebelmuster und unter den schuhen knirscht keramik. ein halber spiegel über einem loch mit armatur und die wanne, bis zum rand gefüllt mit schutt und damals. wortlos quittierst du den verlust einer dekade und lautlos krabbeln silberfische, sterben zellen, fällt licht durch fenster auf verlebte tage und überall, ungebunden: staub. **
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