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Lea Schneider

entschalung, nach und nach: kleine knotige ideen tropfen
aus den ohren, verstecken sich in der hauswand. z.b. der
versuch, das geschlecht von wolkentieren zu erraten: im
entscheidenden moment drehen sie sich weg, jedes mal
muss man neu anfangen, in einer hautfalte oberhalb des
linken ellenbogens oder am frühen abend, wenn ameisen
kommen und über den fehlenden anschlusspunkt krabbeln.
von da aus verschiebt sich der horizont landeinwärts
auf einen stuhl, auf den man sich stellen muss, um noch
dran zu kommen. umkehrschluss. luftdicht verputzte
fugen. erst später stellt sich heraus, dass man da einfach
rauswachsen kann. und draußen, in den ästen, rosten die
haare deiner großeltern, werden ihre leben nacheinander
begehbar wie ein freilichtmuseum: eine suchlandschaft,
in der man stundenlang nach der fehlenden figur schaut.

Lea Schneider   2013    Druckansicht  Zur Druckansicht - Schwarzweiß-Ansicht    Seite empfehlen  Diese Seite weiterempfehlen

 

 
Lea Schneider
Lyrik