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Lea Schneider

die dächer von weiter oben umgesiedelte wolken:
kleine tiere, die langsam in den abend kriechen
und einfrieren. lichtflüchter. sie teilen das recht
aller dinge zu schweigen. wenn es nacht wird
klettert die straßenbahn in ihren bau und schläft.
schonhaltung. erst am montag kommt wieder
ein mann, der sammelt milchzähne und zahlt gut.
manchmal nippt er an übriggebliebenen zweifeln,
die niemand weitervermieten mag, und erzählt
von fressspuren im holz, druckgebieten hinter
der autobahn, dem immer gleichen albtraum,
jemand habe ihn verkehrt herum eingepflanzt;
seine äste spürten die bewegung von vögeln
in der erde, ihren aufbruch nach weiter oben.

Lea Schneider   2013    Druckansicht  Zur Druckansicht - Schwarzweiß-Ansicht    Seite empfehlen  Diese Seite weiterempfehlen

 

 
Lea Schneider
Lyrik