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Lea Schneider

schon klar, es war ein fehler, da einfach so rein zu gehen:
die andern sind längst weg. hinter dir, wo der eingang war,
sitzt noch was, das schnurrt und riecht ein bisschen faulig.
du denkst an gründlich zerliebte pullis, findest aber die tür
nicht mehr. wo kommt man an, wenn man nicht hin will?
hektisches klopfen: draußen bauen sie schon ab. vielleicht,
denkst du, sollte man sich langsam fragen, ob das schnurrige
ding essbar ist. trial and error, denkst du, und man kann so
schön verlieren, warum kriegst du das eigentlich nie hin?
hinter dir stapelt sich der abwasch vom letzten sommer,
durchgerostete pläne im haarsieb, und vor dir stellen sich
fragen auf schuhschränke, in denen du vermuten kannst.
mach das mal. von draußen ist nämlich nichts mehr zu
hören, und das ding, zunehmend ratlos, würde dich gern
fragend anschauen, ist aber nicht sicher, ob es augen hat.

Lea Schneider   2013    Druckansicht  Zur Druckansicht - Schwarzweiß-Ansicht    Seite empfehlen  Diese Seite weiterempfehlen

 

 
Lea Schneider
Lyrik