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Julia Trompeter
Flattermann
   Das Gras ziert die Ränder
der Stadt, nickt zu allem, was wir
machen, mechanisch bewegt vom
verständigen Wind. Du sprichst von
deinen mäandernden Lieben, den
kaputten, den heiligen, denen
aus Büchern und jenen von
rostenden Kegelbahnen
in einem nördlichen Landstrich.
   Es ist ein Idyll, sag ich und zeige
mit dem Finger in die Landschaft
unseres Vertrauens, die mit großen
Augen auf sich selber sieht.
   Lyrik, sag ich, sollte n u r so sein:
ein Gefasel von Romanzen,
die Beschreibung von etwas
mit anderen Worten, die sich
in der Kombination zueinander
verändern und dadurch
   Lesbar werden und lebbar, und du
bist jetzt bei der Frau deines Lebens
angelangt, während du
von Helene erzählst,
die schöner ist als ein Mythos
und jenen Mädchen, die du sonst
am Morgen an die Wand drückst,
in nichts gleicht, weil
sie einmalig ist und so zart,
dass sie sicher vorher in die
   Ritze deines Bettes rutscht,
dessen Weißheit
den Streifen ähnelt der Straße,
auf der wir wandern, ohne
von einem Auto belästigt zu sein,
denn es ist Sommer und die
Menschen im Süden
oder noch weiter weg.
   Wer will schon hier sein, frage ich
ratlos, mehr so zum Wind hin,
wenn man in Troja sein könnte,
oder aufm Standesamt
Julia Trompeter    11.04.2012    Druckansicht  Zur Druckansicht - Schwarzweiß-Ansicht    Seite empfehlen  Diese Seite weiterempfehlen

 

 
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Lyrik