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Frank Norten
PARADIESVÖGEL, GEHÄNGTER UND WIND
Immer kommen die Paradiesvögel
ungebeten,
krallen sich ins Fleisch
Kopfunter, ein Bein angewinkelt,
der Gehängte
Aber sein Samenstrang hält

Allmählich erkenne ich die Bilder hinter
den Schleiern
Berühre Deine Steine vom letzten Mal
unter dem warmen Sand -
hier, wo der Wind alles
belanglos macht

Statt zu trinken, hätte ich die Vögel
gewähren lassen müssen
(wie – im Übermass –
Dich)
Mit meinen weissen Katzen laufen ja auch
keine Übereinkünfte

Sie war kein Kind mehr
Sprach von Mozart und Froschmännern
Arbeitet unfroh
an der Domestizierung
der Welt
Aber Gratiswunden bluten auch

Mein Elektriker ist vorbestraft
Wegen Totschlags
Er wird heute (wenn alles klappt) im Haus
die Phasen abgleichen
Wirklich,
ein guter Mann
Frank Norten   08.10.2008    Druckansicht  Zur Druckansicht - Schwarzweiß-Ansicht    Seite empfehlen  Diese Seite weiterempfehlen
Frank Norten
Lyrik