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Daniele Pantano
Straßen, die in deinem Namen enden

 

Eine Stadt wird sich nicht an deinen Namen erinnern, bis du ihn in den Straßen findest.

Aber die Jugend exhumiert ihre Namen wie Seiten
Aus einem verbannten Text gerissen: eine Kladde Flecken.

Wir dürfen dieser Stadt nicht erlauben, uns zu ignorieren.

Wir pissen unsere Namen an die Wände der Kathedralen.
Beobachten, wie die Buchstaben durch die Geschichte tropfen.

Wenn die Nacht ihre Wunden befällt, ist niemand ein Fremder.

Unter dem schweren Gewölbe verbrennen wir
Unsere Karten. Verstreuen die Asche für die Verlorenen.

Alles ist wirklich; nichts kann gestohlen werden.

Unsere beinlosen Stimmen zerreißen eine unbekannte Zeile.
Ein zwischen ausgeschlurften Türen zerbrochener Ast.

Bist du verletzt? Komm her und sieh's dir genau an.

Klettere auf die höchsten Mauern. Setz dich. Trink noch eine
Flasche. Wirf sie weg. Sieh zu, wie sie fällt. Schrei bei ihrem Aufprall.

Aus dem Englischen übersetzt von Jürgen Brôcan

Daniele Pantano    07.07.2009      Druckansicht  Zur Druckansicht - Schwarzweiß-Ansicht     Seite empfehlen  empfehlen
 

Daniele Pantano
Lyrik