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Silvio Pfeuffer

das ich, das er und das sie – es sind pogrome, sagtest du dir
und brachst ab mittendrin, an einer stelle, an der das verb ›brauchen‹
für dich und andere nicht wirklich von nutzen war
und glaubtest naiverweise, an der soliden bildung des wassers teilzuhaben
gott nur einmal ins haar zu fassen, der, wie du zugeben musst
das wissen des wassers nicht sonderlich schätzt
und seitdem verrutschen die pronomen unter deinem pinzettengriff
glucksen wie stimmen bei einer gerissenen milz
und das erzeugt die angst, das langsame entmischen des groben vom feinen
es ist, wie als wenn man herausgefunden hat, was distanz ist
hoffnungslos überlegen und von unterlegenheit blau
in jeder hinsicht interim, so dass du annehmen musst
dem wasser konkurrenz zu machen, aber die wasser sind, wie gesagt
nur die offen getragenen hemden gottes
von denen er jeden tag ein neues anzieht

 

Silvio Pfeuffer  25.04.2008   Druckansicht  Zur Druckansicht - Schwarzweiß-Ansicht   Seite empfehlen Diese Seite weiterempfehlen

Silvio Pfeuffer
Lyrik