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Myriam Keil
wechselnde wohnsitze

die nacht an die fische verfüttert
sagst du wir haben uns auseinandergeliebt
an den bahnsteigen die schwellen gezählt
bis keiner mehr das wetter verstand
so fandest du statt: ein geruch aus frisch
gemähtem gras und sauren brombeerpilzen
auf fingerkuppen ausbalanciert
nackte zehen unterm baumhaus
und keine angst vor dem letzten ersten mal
die manipulierten weichen führten zu häusern
mit doppelverglasten fenstern
sie waren immer zu eng dahinter kam stets
das schmale schweigen wenn der tag
aufs barometer drückte und manchmal
ein kühles licht aus einem u-bahn-schacht

Myriam Keil   22.09.2008    Druckansicht  Zur Druckansicht - Schwarzweiß-Ansicht    Seite empfehlen  Diese Seite weiterempfehlen
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Lyrik