poetenladen    poet    web

●  Sächsische AutobiographieEine Serie von
Gerhard Zwerenz

●  Lyrik-KonferenzDieter M. Gräf und
Alessandro De Francesco

●  UmkreisungenJan Kuhlbrodt und
Jürgen Brôcan (Hg.)

●  Stelen – lyrische GedenksteineHerausgegeben
von Hans Thill

●  Americana – Lyrik aus den USAHrsg. von Annette Kühn
& Christian Lux

●  ZeitschriftenleseMichael Braun und Michael Buselmeier

●  SitemapÜberblick über
alle Seiten

●  Buchladenpoetenladen Bücher
Magazin poet ordern

●  ForumForum

●  poetenladen et ceteraBeitrag in der Presse (wechselnd)

 

Philipp Günzel
eine nichtdadaistische farbe

1
purpurrot purpurrot purpurrot
purpurrot purpurrot purpurrot
purpurrot purpurrot purpurrot

  (1. trakl paintball ggf. fortsetzen)

rot ja purpur, nicht rot pur sondern ein ruppiges tor
sich nur demjenigen auftut, wer aus der gestelligkeit
der passanten heraus ihre haustiere anzuschwärzen weiß

jetzt torpedier dir den PARROT, tierische schulter du
von hynten vvie phon vorne, la vie
so durchlavieren, lautheit (wir grinsten nie fanfare)
aber schoßwaffengebrauch
du bist wie kimmen mit dem korne kein
krümmen vor der krone


2
war ein tunnel im tier und ich riet
zu unrat, tarnung, vernünft
igen sitten, ins gefieder übersetzt nymphensittich
die rindertalgflügel
  (2. festgekrallt anranzt pflog bit)
  finten durch den rotor

vorher plumeau, du steh bei dir schmiere, beiläufig
heraus komplementäre ich dich, grün das
umarm ich, mich raum greift, ums ich arm

  mittel gegen pauper? – bälle aus medizin –
  an dieser stelle den herz-schMERZ-reim verteidigen –

auch an geschmack, zwiebacklichtige g
stalten, die mit einem rundgang durch ihre libido
die eigene vyahrnehmung der 5tadt xu hinterfraBen suohen
1ass sie sagen, sie wissen nicht wie mir mut kn¡rrrscht

aber wenn ich (ich)bedarf
zu ader lasse, kaisers neue kleider
vom nahen als auf häuft der klasse neue kader


3
wir ihr sie euch / welch irr sinn meuchelt
und der blick mal
wieder blickt auf raut
wie als wenn wer irgendwo was vor litfaßsäule, infofresse
ich zu läuten die immer nochs auge wand phallustieren
ätzstoffteron er sich ans lit fasste
  (3. flitterglansz plakat font gerb-)

als kind presste ich blumen und kräuter
und zerrte in bücher, was rübe nicht ausschneidebögen mitschnitte
solch strauß an verbindungen, das ist jawohl
bräutigam liebt monogam, wer wege zur kohärenz nicht versperrt
der lässt auch ich esse 2. person singular antworten
denn kohärenz, mein lieber, meint wiederkäuen von inhalt

  ich muss neue färben finden
Philipp Günzel   2014    Druckansicht  Zur Druckansicht - Schwarzweiß-Ansicht    Seite empfehlen  Diese Seite weiterempfehlen

 

 
Philipp Günzel
Lyrik