Sediment
An die Schläfen der Stadt drücken
die Randbezirke einen Kranz
von Gestrüpp ein Pochen im Kopf
eilen zwischen den Schnellstraßen
die Schlafgänger zur Ruh fliehen
die Gedanken
An Babylon:
die Löwen laufen den Orthostat entlang
zum großen Tor
immer geradlinig
ist der Verlust und einer
nach dem anderen
Aus der Papiermühle spült
der Rest Geschichte
in die Stirnhöhlen des Flusses
die Kalander glätten und glätten
das aufgebrachte Wasser
Ein Moment fürs Album nichts
weiter inmitten des Lichts
das durch das Mauerwerk fällt
wie von Kreide umrissen
die Spuren zerlegter
Maschinen auf dem öligen Boden
Erschöpft gleitet der Blankaal
in eine Schaufel des Turbinenrades
bleiben will man
aber der Fluß will weiter
durch die Straßen der Stadt
gräbt er sein neues Bett
Wer Arbeit hat schöpft mit hohlen
Händen Schlaf ins Gesicht
fliehen will man aber
der azurne Korridor ist ausweglos
die sandgelben Löwen erraten jeden
Gedanken
Dem die Geschicke gleich sind
dem Abendrot
folgt endlich die ebene Nacht
Daniela Danz

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