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Gerhard Zwerenz

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Jürgen Brôcan (Hg.)

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David Krause | Wolken

Gedichtkommentar von Michael Buselmeier (Dezember 2016 | Folge 72)

Schwemmgut

Ich bin mir ziemlich sicher: Orte sind das Wichtigste beim Schreiben. Dazu ist ein Ort nötig, den man gut kennt und den man wiedergeben kann mit all seinen Bewohnern, Menschen wie Tieren, seinen Farben, Geräuschen und Gerüchen, erst recht dann, wenn er uner­reich­bar geworden oder gar nicht mehr vorhanden ist.

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Jürgen Nendza | An manchen Tagen
Gedichtkommentar von Michael Braun (November 2016 | Folge 71)

 
 
 

Stelen | Herausgegeben von Hans Thill

David Antin
(New York 1932 – La Jolla / Cal. 2016)

»wenn robert lowell ein dichter ist dann will ich kein dichter sein wenn robert frost ein dichter war dann will ich kein dichter sein wenn sokrates ein dichter war dann könnte ich es mir überlegen«

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Ilse Aichinger
(Wien 1921 – Wien 2016)
 
 
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  Der poetenladen im Haus für Poesie
Mittwoch, 30.11.2016 um 19 Uhr, Knaackstr. 97, Berlin
»Zu Gast sind neben Verleger Andreas Heidtmann die deutsch-sorbische Dichterin Róža Domašcyna und der Dichter Thomas Böhme. Jan Kuhlbrodt spricht mit ihnen über die Geschichte und die Bedeutung des Verlags. Róža Domašcyna liest aus ihrem Band Die dörfer unter wasser sind in deinem kopf beredt (poetenladen 2016), und Thomas Böhme aus Abdruck im Niemandswo (poetenladen 2016).«  |  Zur Veranstaltung  externer Link
 
 
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Que Du Luu | Im Jahr des Affe
Rezension von Ralf Willms

Zu den Hauptleistungen des Buches „Im Jahr des Affen“ gehört, dass – bei allen graduellen und fundamentalen Unterschieden – sehr genau und weitgehend ein Gefühl dafür entwickelt werden kann, mittels Einsicht und Erkenntnis, womit das Leben eines „Flüchtlings“ – ein Un-Wort, wie Ulrich Siebgeber feststellte, wofür schon das Suffix „ling“ sorgt – befasst ist.

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  Zeitschriftenlese
November 2016 | Michael Buselmeier

Literatur und Kritik, Trompete, Merkur, Sinn und Form,
Es gibt Schriftsteller, die ihre Texte an Orten spielen lassen, die sie nicht oder fast nicht kennen und deren lebendige Atmosphäre sie nicht interessiert. Vor Jahren habe ich einen prominenten Autor durch Heidelberg geführt, der seinen hier spielenden Roman, Szenen und Dialoge nahezu fertig hatte und von mir nur die geeigneten Orte, Plätze und Villen gezeigt bekommen wollte, um sie nachträglich einzubauen.

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Zeitschriftenlese
Oktober 2016 | Michael Braun
 
 
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Peter Richter | Dresden revisited
Rezension von Dietmar Jacobsen

Aus Liebe zu einer Ungeliebten
Peter Richter nimmt in Dresden revisited seine Leser mit in eine Stadt, die er vor einem Vierteljahrhundert verlassen, aber nie aus Augen und Sinn verloren hat

Dresden, die stolze Residenzstadt an der Elbe. Von Canaletto und Caspar David Friedrich gemalt. Von Erich Kästner, Heinz Czechowski, Durs Grünbein und Volker Braun bedichtet. Von Uwe Tellkamp und Ingo Schulze in jüngster Zeit zum Schauplatz großer Romane gemacht. Aber auch seit gut zwei Jahren die „umstrittenste Stadt im Lande“, wie Peter Richter, der 1973 dort geboren wurde, in seinem aktuellen Buch, Dresden revisited, schreibt.

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  Elke Erbs poetics  |  Folge 37

Ruth Wolf-Rehfeldt (geb. 1932)

Mühsam
        wachsen
                werdende Strukturen

Ein Spruch wird das werden,
aber er übertrifft die Leistung eines Spruchs  ...

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  Verse, verborgen
Zum 95. Geburtstag von Ilse Aichinger
* 1. November 1921


Ein Essay von Susanne Stephan

Verschwinden, Verstummen, Sich-Verlieren: Ilse Aichinger konnte es nicht schrecken, es sind Konstanten in ihrem Denken und Schreiben. Das Verschwinden, die „Verborgenheit“, sei ein sehr früher Wunsch von ihr gewesen, schreibt sie im Jahr 2000, fast achtzigjährig, in einer der Beiträge für ihre Zeitungskolumne „Journal des Verschwindens“, das in den Band Film und Verhängnis (2001) eingegangen ist.

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  Jürgen Ploog
»Die Literatur schottet sich ab«


poet-Gespräch mit Martina Weber (Literatur & Fortschritt)

Jürgen Ploog: Das Leseverhalten ist auf dem Stand der Zeit vor 1900 stehen geblieben. Zu Beginn des 20. Jahr­hun­derts war die lite­ra­rische Avant­garde (Expres­sionis­mus, Dada­ismus, Sur­realismus) in alle Richtungen marschiert. Alles ist wieder einge­ebnet worden. Es geht im Lite­ratur­betrieb immer noch um die klas­sisch er­zählte Geschichte mit Anfang, Aus­führung und Ende. ...

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Gespräch aus poet 21

 
 
  poet Leseparty 2016
Freitag, 28. Oktober 2016 | galerie KUB (Kantstr. 18, Leipzig)

Das Erscheinen des 21. poeten nimmt der poetenladen zum Anlass einer literarisch span­nenden Darbietung aus Lesung, Autorendialog und Life-Musik
.
Unter den Lesenden sind Katharina Bendixen mit ihrem Romandebüt, Sascha Macht, mit dem der poet über das aktuelle Thema Fortschritt sprach, Theresa Pleitner mit Prosa und Andra Schwarz, Open-Mike-Preisträgerin, mit Gedichten. Besonders freuen wir uns auf Karolina Trybala, die mit funkelnder Stimme den Abend vom Tango bis zum Chanson bereichert. Der Eintritt ist frei.

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Galerie KUB
 
 
  Jo Lendle
»Zuständig für Überraschungen ist die Literaturn«


poet-Gespräch mit Kathrin Bach (Literatur & Fortschritt)

Jo Lendle: Der Literatur geht es in Wahrheit ja gar nicht um Betrieb, Digitalisierung, VG Wort, Multichannel und so weiter. Der Grund, warum wir alle hier sind, ist doch eigentlich dieser Moment, wenn du anfängst zu lesen und auf einmal merkst, hoppla, das ist besonders, hier passiert gerade etwas, für das ich keine Erklärung habe ...


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  poet nr. 21 | Gesprächsthema: Literatur & Fortschritt

Das Gesprächsthema Literatur und Fortschritt der 21. poet-Ausgabe ist weit gespannt: vom Fortschrittsgedanken, der sich auf literarische Verfahren bezieht, bis zu Themen, die sich aus technischen Innovationen oder veränderten Lebensbedingungen ergeben. Sehen die Autorinnen und Autoren einen produktiven Mythos im Fortschritt?
  Eröffnet wird der poet mit Erzählungen und zwei aktuellen Texten aus Afrika. Auch in der Lyrik geht es international weiter mit Beiträgen aus Venezuela und den USA. Für einen vertiefenden poetischen Einblick sorgen Kommentare zu ausgewählten Gedichten.


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zzz
  David Vann | Aquarium
Von Dietmar Jacobsen

Ende einer Kindheit
In seinem neuen Roman Aquarium erzählt David Vann zum ersten Mal eine Geschichte, die gut ausgeht - auch wenn er sich dazu mächtig verrenken muss

Die zwölfjährige Caitlin Thompson geht jeden Tag nach Schulschluss in Seattles Aquarium. Nach Hause – Caitlin wohnt mit ihrer alleinstehenden Mutter Sheri in einem Vorort der Stadt im Nordwesten der USA – ist es weit, und so nutzt das Mädchen die Zeit, bis die im Containerhafen arbeitende Mutter sie endlich abholen kommt, um in die fantastische Welt von Wesen einzudringen, die mit ihrer bunten Vielgestaltigkeit eine Art Gegenpol zu der von Caitlin Tag für Tag erlebten Tristesse darstellen.

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  Ilma Rakusa
Listen, Litaneien, Loops – Zwischen poetischer Anrufung und Inventur
Münchner Reden zur Poesie – Lyrik Kabinett

Der poetenladen stellt die 16. Münchner Rede zur Poesie vor, gehalten von Ilma Rakusa. Die Rede ist als Audio­version im poeten­laden abrufbar und als gedruckte Version über das Lyrik Kabinett erhältlich. Alle 16 Münch­ner Reden sind im poetenladen nachzuhören. .

Eingeleitet wird der Beitrag im poetenladen von Walter Fabian Schmid: »In ihrer Rede widmet sich Ilma Rakusa der beschwö­renden Macht der Litanei und den hete­rogenen Möglichkeiten von Listen. Mit einer persön­lichen An­nähe­rung erzählt sie von der Faszi­nation, die von diesen Formen aus­gehen. ...«

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Essay
  Independence oder Europas widerspenstige Dichter
Essay von Antonín Dick

„Ich starrte auf das Schiff. Es lag ein Stück vom Qual entfernt, grell beleuchtet, im Tejo. Obschon ich schon seit einer Woche in Lissabon war, hatte ich mich noch immer nicht an das sorglose Licht dieser Stadt gewöhnt. In den Ländern, aus denen ich kam, lagen die Städte nachts schwarz da wie Kohlengruben, und eine Laterne in der Dunkelheit war gefährlicher als die Pest im Mittelalter. Ich kam aus dem Europa des zwanzigsten Jahrhunderts.“

 

Diese Sätze aus dem Jahre 1940 stammen von einem Emigranten, der sich auf der Flucht vor den Deutschen, den Nazis, befand, von dem Romancier Erich Maria Remarque.

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  Jürgen Nendza im Gespräch mit Michael Braun
Ein geheimer Sender, der weiterschabt in unserem Ohr

Ein Gespräch mit dem Lyriker Jürgen Nendza. Über Günter Eich, die Vokabel „und“ und über Gedichte zwischen „Haut und Serpentine“


„Wo die Beleuchtung beginnt, / bleibe ich unsichtbar. / Aus Briefen kannst Du mich nicht lesen, / und in Gedichten verstecke ich mich.“ Der sich da in Gedich­ten ver­steckt, ist der Lyri­ker Günter Eich, der 1907 gebo­ren wurde und 1972 gestor­ben ist. ... Über Gün­ter Eich spreche ich mit dem Lyriker Jürgen Nendza, dessen Poesie auf­schluss­reiche Be­züge zum Werk von Günter Eich auf­weist.

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  Ioana Orleanu | Limesland
Rezension von Dietmar Jacobsen

Jenseits der Diktatur
In ihrer Erzählung Limesland wirft Ioana Orleanu einen desillusionierten Blick auf das Ru­mänien nach Ceauçescu und dem geschei­terten sozia­listischen Experiment

George Voinea ist ermordet worden. Die rechte Hand des nach der Wende in Rumänien kometen­haft auf­gestie­genen Medien­moguls und Finanz­mag­naten Horatiu Ploaie lebt nicht mehr. Eigent­lich war der Mann schon seit geraumer Zeit von der Bildfläche ver­schwunden. Ein geplatzter Invest­ment­fonds, dem die Er­sparnisse von Hundert­tau­sen­den zum Opfer fielen, hatte ihn, bevor ein Gericht ihn endgültig ver­urteilen konnte, zur Flucht ins Ausland ge­zwungen.

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Lyrikmark am 11.06.2016 | Berlin
ab 15 Uhr, Hanseatenweg 10, Akademie der Künste

Es stellen aus: Aphaia Verlag, Antiquariat Ballon + Wurm, außer.dem, BELLA triste, Bruete­rich Press, Bücherbunker Berlin, edition AZUR, Edition Rugerup, Elfenbein Verlag, Gutleut-Verlag, Hanser Verlag + Hanser Berlin, hochroth Verlag, Horlemann Verlag und die Edition Voss, kookbooks, Literarische Buchhandlung Der Zauberberg, Luchterhand Literaturverlag, luxbooks, Matthias Wagner Antiquariat, parasitenpresse, Park – Zeitschrift für neue Literatur, Poesiealbum / Märkischer Verlag, poetenladen Verlag, Propeller Verlag, randnummer, Reinecke & Voß, roughbooks, Saint George's Bookshop, Sinn und Form, STILL, Suhrkamp und Insel Verlag, Ugly Duckling Presse, Verlag C. H. Beck, Verlag Das Wunderhorn, Verlag Hans Schiler, Verlag Peter Engstler, Verlagshaus Berlin

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Saša Stanišić | Fallensteller
Rezension von Dietmar Jacobsen

Unwirsche Hirsche, Lesezirkel aus Lübeck und eine syrische Surrealistin
In den zwölf Texten seines ersten Erzählbandes knüpft Saša Stanišić nahtlos an die Erfolge seiner bisherigen zwei Romane an

Für seinen letzten Roman, Vor dem Fest, erhielt Saša Stanišić 2014 den Preis der Leip­ziger Buchmesse. Die Jury beschei­nigte dem 1978 in Bosnien-Herze­gowina geborenen und seit 1992 in Deutschland lebenden Autor damals, „ein Dorf aus Sprache“ erfunden zu haben, „ein Kaleidoskop, einen Kosmos aus vielen Stimmen, Klangfarben, Jargons, die Welt in nuce, magisch zusammen­gehalten von einem kollektiven Erzähler“.

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  Andra Schwarz – Lyrik

Andra Schwarz wurde 1982 in der Oberlausitz geboren und lebt heute in Leipzig.

Sie erhielt 2015 den Lyrikpreis beim 23. open mike in Berlin und studiert seit Oktober 2013 am Deutschen Literaturinstitut Leipzig.

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  Clemens Setz im Gespräch | Literatur & Wettbewerb

»Man wird in gewisser Weise dazu erzogen,
den Betrieb als Wettbewerb zu sehen«


Das Gespräch führte Carolin Callies für poet nr. 20

»Ich glaube gar nicht, dass Preise tatsächlich einem Autor eine gesell­schaft­liche Bedeu­tung verleihen. Ob etwas gesell­schaft­lich bedeu­tungs­voll ist, entscheidet ja die Gesell­schaft und nicht eine Jury von fünf oder sechs Leuten.«   |   weiterlesen ...

 
 
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Vendela Vida | Des Tauchers leere Kleider
Rezension von Carola Gruber

Fremder Pass, fremdes Ich
Vendela Vidas Roman Des Tauchers leere Kleider erzählt von
einer rasanten Selbstflucht und -suche

Eine US-Amerikanerin kommt in Casablanca an und wird im Hotel bestohlen: Noch bevor sie ihr Zimmer erreicht, ist sie ihren Rucksack mitsamt Pass, Laptop und Reiseführer los. Der Dieb ist auf einer Videoaufzeichnung des Hotels zu sehen, und nach kurzen Ermittlungen erhält die Frau von der Polizei einen Rucksack „zurück“ – allerdings nicht ihren eigenen. Ausgestattet mit fremdem Pass und fremder Kreditkarte nimmt sie eine neue Identität an.

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Ewart Reder | Reise zum Anfang der Erde
Rezension von Gerrit Pithan


Überall hin folgt man dieser Sprache

Ewart Reders neues Buch, sein zweiter Roman, hat Züge einer Utopie, wenn es auch nur in einer nahen Zukunft spielt. Es geht um eine Selbst­hilfe­kommune mit dem Namen Zusammen=Arbeit, in der die Menschen gegen eine Welt des zügel­losen, globalen Kapita­lismus unter chine­sischer Vorherr­schaft kämpfen. Die Kommune setzt sich für den Erhalt der Wälder Schleswig-Holsteins ein, die von der komplet­ten Abholzung bedroht sind.

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zzz
  Jürgen Brôcan | Holzäpfel · Schädelflüchter
Von Susanne Stephan

Die poetischen Feldforschungen des Jürgen Brôcan

Jürgen Brôcan ist ein renommierter Lyriker, ein gefragter und preis­gekrönter Übersetzer und Neu-Übersetzer – so übertrug er für Hanser in den letzten Jahren die Grasblätter von Walt Whitman sowie Der Schar­lachrote Buchstabe von Natha­niel Hawthorne –, er ist Heraus­geber der Lite­ratur­zeitschrift offenes feld und neuerdings auch Verleger der edition offenes feld ...

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Matthias Kehle: Die letzte Nacht

Rezension von Hans-Dieter Fronz

Der verschluckte Fußball

Das Buch ist die Einlösung eines Versprechens. Als er wieder einmal die Gräber von Angehörigen auf dem Friedhof in Ettlingen bei Karlsruhe besuchte, fragte sich der Lyriker und Erzähler Matthias Kehle, was er über die Verstorbenen eigentlich wisse – was von ihrem Leben geblieben sei. Außer materiellen Hinterlassenschaften wenig bis nichts, wurde ihm dabei deutlich. Ein guter Grund für den heiligen Vorsatz, ihre Geschichte(n) zu erzählen.

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tt
  Lydia Haider | Kongregation
Rezension von Christian Lorenz Müller
Sprach-Apokalypse im Gebirge
Lydia Haiders wüster Debütroman

Und es begab sich aber zu der Zeit, irgendwo auf einem Dorf in Öster­reich, umgeben von ödem Gelände, dass Gott sieben jener Jungen strafte, die sich gegen das Alt­her­ge­brachte er­hoben hatten mit lästerlichen Reden, losen Sitten und einer Ver­achtung des Kreuzes und der Kirche, die es bis dahin nicht ge­geben hatte in diesem Land­strich.  ...

 

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sg
  Gerhard Zwerenz   † 13.07.2015

Wir trauern um Gerhard Zwerenz, der heute morgen, am 13. Juli 2015, im Alter von 90 Jahren nach längerer Krank­heit verstarb. Als Schrift­steller, als kritischer Vordenken, als Pazifist und Bundestags­abgeord­neter hat er die kultu­relle und lite­rarische Land­schaft dieser Republik(en) mitgeprägt. Lang­jährige Freund­schaf­ten zu Erich Loest oder Rainer Werner Fassbinder sowie seine Nähe zu Ernst Bloch während seiner Leip­ziger Jahre prägten ihn und sein Denken und machten ihn zu einem streibaren, unbeugsamen Intel­lektuellen.

Andreas Heidtmann

Im poetenladen veröffentlichte Gerhard Zwerenz von 2009 bis 2015 seine politsche Auto­biographie: Die Verteidigung Sachsens und warum Karl May die Indianer liebte. Es existieren mehr als 250 Folgen, was etwa 3500 Buchseiten entspricht. Wir danken auch seiner Frau Ingrid Zwerenz, die über all die Jahre mit uns die Serie betreute und uns zahl­reiche Materialien zutrug.

 
 
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  Luftfracht: griechisch-deutscher Lyriktransfer
Jan Kuhlbrodt und Jorgos Kartakis (Hrsg.)

Manolis Anagnostakis (1925–2005) wurde in Thes­saloniki gebo­ren, studierte Me­dizin in Wien und ar­beitete als Facharzt für Radio­logie in Thes­sa­loniki. 1978 zog er nach Athen. Auf­grund seiner politi­schen Aktivi­täten in der griechi­schen Stu­denten­bewe­gung wurde er von 1948 bis 1951 in­haftiert und im Jahr 1949 durch eine provi­sori­sches Gericht zum Tode ver­urteilt. ...

26 Nikos Erinakis  | 27 Tassos Livaditis  | 28 Antonis Fostieris  | 29 Manolis Anagnostakis

 
 
Pitangas
      
  Pitangas
Neue Serie – Literatur aus Angola
Herausgegeben von Ineke Phaf-Rheinberger | Einleitung
Roderick Nehone (9)

Roderick Nehone wurde 1965 in Luanda geboren und ging zum Studium nach Las Villas in Kuba, wo er anfing zu schreiben. ... Sein letztes Buch O Catador de bufunfa (Hinter der Kohle her, 2011) ist eine Satire über die allent­halben um sich greifende Büro­kra­tie ...

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256 S. | 9.80 € | Herbst 2016

 

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Windei in der Wasserhose des Eisheiligen
Gedichte
Reihe Neue Lyrik, Bd. 8
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»Kito Lorenc erzählt die sor­bische Ge­schichte in seinen Ge­dichten, wo das spe­zielle Geschichts­wissen über­gegangen ist in etwas Univer­selles, die Ahnung.«
Peter Handke

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