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  Uwe Claus


Höfgen, Ankunft Herbst

Die Staubwedel der Windräder wirbeln
Vogelschwärme auf. Wind wiehert
über Koppeln. Spinnen kommen ins Visier,
die Zielscheibe fein gesponnen. Ich hole Luft,

schwarzer Kaffee wirft seinen Schatten
auf meine Zunge bis zum Gaumen hin. Kastanien
und Eichen schießen scharf, das Wild liegt
den Bäumen zu Füßen. Der Kreuzmensch

sonnt sich im Glanz der Mulde. Talwärts zieht der Fluss
die Schlaufe immer enger, schnürt den Hals
bei Hochwasser dann. Baumeln Engel an unsichtbaren Fäden,

bläst Zugwind den Wellenkamm. In höchsten Tönen
lobt man die Ruhe vor Ort – untermalt von Bässen
tuckernder Traktoren

Aus: Garten Eden im Kopf, ERIC VAN DER WAL Bergen (Holland) 2010

Uwe Claus   Oktober 2012    Druckansicht  Zur Druckansicht - Schwarzweiß-Ansicht    Seite empfehlen  Diese Seite weiterempfehlen

 

 
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Lyrik