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Tom Schulz
Vergänglichkeit der Schönheit

der ferneren Nacht, in der Mond
Bälle aufsteigen, während die lebende
Blässe langsam übergeht

in die der toten, Dependancen
aus Vogelrufen & Telepathie, so dass
auf der Haut nichts als Werden

die Körperstellen, die porösen
Partien straffen noch einmal den
Gedankenbogen, zum Ausflug bereit

in eine florierende Wüste, hast du
den Sonnenschirm dabei? es brennt
von oben, ein Loch in die Epidermis

mit der Vergänglichkeitsschleuder
fangen wir Insekten, mit der Zunge
kreisen wir um den Abschiedsmund

ach an diesem Tropf bleiben wir
der Tropfen, beileibe nicht jene
Vollmondabfüllung, so waren

wir einander unstille Gewässer
im Geiste, ausgestattet mit den
Implantaten, das Herz

ein innerer Prozessor, der die
flimmernde Leinwand in Brand
setzt, in den Versackungen

liegen wir wach, und so weiter
Klee wächst, im Schlingern
kleinzelliger Wucherungen

Tom Schulz    09.02.2010    Druckansicht  Zur Druckansicht - Schwarzweiß-Ansicht    Seite empfehlen  Diese Seite weiterempfehlen
Tom Schulz
Lyrik