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Tom Bresemann
Was folgt  
    ist eine Bewegung,
die sich vollzieht. Das Straßenende,
Sonne, Rauchflaggen. Die Wände
verkachelt, zugekörpert.

Eine Bewegung, die sich vollzieht,
der Herumstehende verfallen,
es ist Öffentlichkeit. In der Bewegung
der Beobachtungsvorgang, im Linsenformat.

Darin ich, als freier Mensch, eingereiht.
Eine ganze Reihe freier Menschen
als in Bewegung, derselben,
die zu vollziehen sich anhebt.

Endgültiger Durchbruch,
Eventaktivität. Identityshirts,
StylerInnen, unbeirrbare
Verhaltenstableaus.

So lang es hell ist dreht hier niemand frei.
Dann findet das Kaffeekränzchen
im Hinterhof der Mercedes Glasanstalt statt.
Das vollzieht dann eine Bewegung.

Fort und fort. Nebenmänner geraten
plötzlich ans Licht, noch ganz
rauchweich, sagen etwas
in meinen Namen, frei hinein.

Ich weiß nicht, was ich davon halten soll,
dass hier niemand, genau wie ich,
also niemand genau wie ich,
nicht irgendetwas sein will.

Ich perfektioniere
die sich vollziehende
Bewegung in Gedanken
nach.

 

Tom Bresemann  21.05.2009   Druckansicht  Zur Druckansicht - Schwarzweiß-Ansicht   Seite empfehlen Diese Seite weiterempfehlen

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Lyrik