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Tal Nitzán

כך

 

הֶחָתוּל שֶׁבּוֹרֵחַ בְּקֶשֶׁת מֻשְׁלֶמֶת

מֵעַל לַגָּדֵר, הַיְּלָדִים, צּוֹחֲקִים מֵעֵבֶר לַקִּיר,

לֹא יֵדְעוּ אֵיךְ עָט הַצַּעַר

כְּמוֹ קוֹל שֶׁקוֹנֵן בְּלִי הֶרֶף

וּלְפֶתָע נִשְׁמָע,

אֵיזוֹ סַבְלָנוּת גִּבּוֹרָה הָיְתָה

לַמּוֹרֶה הַשַּׁבְרִירִי לִפְסַנְתֵּר, אֵיךְ

כְּשֶׁהַשְּׁאָר נִשְׁמְטוּ אֶחָד-אֶחָד

בְּהַשְׁפָּלַת מַבָּט, נִשְׁאַרְתִּי אַחֲרוֹנָה

בִּגְלַל הַמּוּזִיקָה, אוֹ הַשַּׁבְרִירוּת,

הַיָּדַיִם עוֹד לוֹפְתוֹת אֶת הַסֵּפֶר

כְּשֶׁהָעֵינַיִם נֶעֱצָמוֹת,

כָּךְ צָרִיךְ לִשְׁמֹר עַל הָאַהֲבָה

כִּי כְּמוֹ כּוֹכָב הִיא אוֹסֶפֶת אוֹתָנוּ בַּלֵּילוֹת

גַּם אַחֲרֵי מוֹתָהּ.

  

So

Die Katze, die in vollkommenem Bogen
über den Zaun entspringt, die Kinder, im Gelächter hinter der Wand,
wissen nicht, wie die Betrübnis losstürzte
gleich einer Stimme, die unaufhörlich klagt,
und plötzlich erhört wird,
welch heldenhafte Geduld der
zierliche Klavierlehrer besaß, wie,
als der Rest, einer nach dem andern, gesenkten Blickes
wegging, ich als letzte wegen der Musik,
oder der Zierlichkeit zurückblieb,
die Hände umklammern noch das Buch
als die Augen sich schließen,
so muss man über die Liebe wachen
denn wie ein Stern sammelt sie uns ein in den Nächten
selbst nach ihrem Tode noch.

Übersetzung: Gundula Schiffer
(Aus: Dieselbe Wolke zweimal anschauen / 2012)

Tal Nitzán  16.01.2013    Seite empfehlen  Diese Seite weiterempfehlen

 

 
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Lyrik