poetenladen    poet    web

●  Sächsische AutobiographieEine Serie von
Gerhard Zwerenz

●  Lyrik-KonferenzDieter M. Gräf und
Alessandro De Francesco

●  UmkreisungenJan Kuhlbrodt und
Jürgen Brôcan (Hg.)

●  Stelen – lyrische GedenksteineHerausgegeben
von Hans Thill

●  Americana – Lyrik aus den USAHrsg. von Annette Kühn
& Christian Lux

●  ZeitschriftenleseMichael Braun und Michael Buselmeier

●  SitemapÜberblick über
alle Seiten

●  Buchladenpoetenladen Bücher
Magazin poet ordern

●  ForumForum

●  poetenladen et ceteraBeitrag in der Presse (wechselnd)

 

Sylvia Geist
Nocturne

Ich will das jetzt ablegen.
Wie Leute eines Wandervolks
schliefen, einen Stein in den Nacken
geschmiegt und Termitenmusik
im Traum, so will ich das ablegen.

Fahrkarten, Post, Gekritzel vom Tag,
als ich, Farnsamen im Schuh, betete,
nicht mehr wahr, das Geschenk, das ich
immer mal umtauschen wollte, Bücher,
Geschirre, die Sandrosensammlung.

Null Uhr, es geht hinaus, es klingt
nach Blindenstöcken, voll Birken,
Kohle, Forellen die Luft, der Asphalt
gibt den Mittag aus, glitzert zurück.
Ich habe schwarze Hände fürs Gras.

Aus: Vor dem Wetter. Luftschacht. Wien 2009

Sylvia Geist    25.02.2009    Druckansicht  Zur Druckansicht - Schwarzweiß-Ansicht    Seite empfehlen  Diese Seite weiterempfehlen

 

 
Sylvia Geist
Lyrik
  1. Hundskurve
  2. Im Orbit des Saturn
  3. Porta morgana
  4. Ich in Aberland
  5. Plaza de Major
  6. Hölle und Halde