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Róža Domašcyna
Ich streute mir brot aufs salz

kramte den spaten aus schätzte die mitte
zerteilte mich

machte ein ende
dem aussitzen des schweigsamen vaters
auf dem rain auf der schwelle stand ich
doppelt auf und davon als ich ankam

zerstreut erhob sich der vater
hängte den wehen blick an den nagel
gerade ging er
auf dem streifen des verbliebenen jahres
kam er zu sich

und die mutter führte mich endlich
von der schwelle ins zimmer zog sie

allein gelassen floh einzig
mein verbliebener schatten
schreiend über die tenne davon

(aus „stimmfaden“, Verlag Das Wunderhorn, 2006)

Róža Domašcyna  08.01.2013    Druckansicht  Zur Druckansicht - Schwarzweiß-Ansicht    Seite empfehlen  Diese Seite weiterempfehlen

 

 

 
Róža Domašcyna
Lyrik