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Rolf Persch

später gabs regen, der wusch mich


sehr früh am morgen, frisch wehte stark wind,
meer? weit und breit war dort keines zu sehen,
es roch doch nach meer, da, wo ich her ging!

ich weiß nicht was soll ich bedeuten
die kühe liegen breit
auf der feuchten kühlen wiese im grund
und ich bin überzeugt
sie finden linderung

wo ich sie nicht fände
nicht finden könnte
dort liegend
bei solch einer witterung

wäre es möglich
ich idealisiere
mal eben im vorübergehen
die lage der kühe?

das knirschen sagte, zu spät, geschehen!
meine unachtsamkeit tat mir leid. ihr ergebnis?
ein wanderstiefel hatte, aus dem blick geraten,
eine schnecke mitsamt gehäuse zertreten.

weitere tote, klein, nein, kleinstlebewesen,
während stunden meines streifens durch wald und flur,
das war nicht zu umgehen, hat es gegeben.
später gabs regen, der wusch mich.

 

Rolf Persch  04.07.2009   Druckansicht  Zur Druckansicht - Schwarzweiß-Ansicht   Seite empfehlen Diese Seite weiterempfehlen

Rolf Persch
Lyrik