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einziehen

endlich ein neues gedicht, justiziabel
und aufgebrüht, in schlafkammern durch
gewalkt, endlich ein neues zimmer, kalt
und ehrlich, verrauschte heizungsrippen

und mattes licht. die interessanten dialoge
kommen aus dem apothekerschrank
in den geräten flüstern stimmen: an dingen
kleben affekte, weltklemme und luftschutz.

die bestellung ist erledigt, fehlen die geigen
für das zuckerstangengefühl, die erde
im orchester, funksignale verloschener
satelliten, fehlen die verweise. einsamkeit

ist ein möbelwagen, der sich verfahren hat
zu später stunde lernen sich die nachbarn
kennen, architekten kommen und architekten
gehen, was bleibt ist waffengewalt.

René Hamann        15.06.2006

René Hamann Prosa Lyrik