der rote akt
karierte ränder, während die klimaanlage
noch surrt: pfählen eines moments, den man
selten erwischt. es scheinen archivaufnahmen
auf, in einem wackeligen gedicht konnte man
erkennen, was absicht war. striche
durchflattern das bild, gesichter bieten sich an.
der ton kommt versetzt, pendelt sich ein, wird
synchron. die sirenen, die jetzt von außen nahen
loten tiefe.
hier trat die kugel ein: ein scheibenschnitt.
wie üblich zerberstende gläser – doch das rot
blieb rot.
René Hamann 15.06.2006
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René Hamann
Prosa
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