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Rainer Stolz
Positionierung

Da ist man noch gar nicht angelangt, schon
kommen andere an – und sind einfach da,
man fragt sich noch, ob man da sein will,
wo man ist, doch Menschenskind!, man ist nicht mehr
wirklich da, wo man nie wirklich war, da
hätt man einmal sein können, wie man meint
und wie man ist, in Wahrheit, doch man war
ja bloß im Zweifel, immerhin, da war man
dann nicht allein mit sich, da war ja einer
immer da, war zwar woanders, als der andere
ihn haben wollte, aber doch so nah, um noch
im Weg zu stehn, herrje!, im Zweifelsfall
ist es nun einmal der Zweifler, der bleibt,
auf der Strecke der anderen, und dem
nichts andres übrig bleibt, als zuzusehn dabei,
wie er virtuos vergeigt – was leidvoll wär, schlüge
sein Herz nicht im Takt der Musik des Vergeigens.

Rainer Stolz    12.10.2006    Druckansicht  Zur Druckansicht - Schwarzweiß-Ansicht    Seite empfehlen  Diese Seite weiterempfehlen

 

 
Rainer Stolz
Lyrik