ABSCHIED & den
unvermeidlichen Apfel annehmen
den Klang vergessen
von Matsch unter nackten Füßen
die Summe errechnen
der gefallenen Sternschnuppen
die Tiefenschärfe messen
der unter die Haut gehenden Fragen:
die schwerelosen Wege verlassen
und ausziehen nach eigenen Wunden
GESTUTZTE MÜHLE, flügellahm:
die hinfälligen
Reste von Mehl
Staub bedeckt
das schweigsame Mahl
Werk. Tage Nächte
& 1 Erinnern nur
ächzt
im hundertjährigen
Traum das Arbeitsholz.
Der Prinz bleibt aus.
HERBSTLICHE SCHATTENSAMMLUNG. Im Zwischen-
gang das Rot der Zypressen.
Kühler riefen die Zikaden
ihrem Sommer nach &
unter unseren Füßen
fröstelte der Tau.
Oben
am Turmhelm Zeitgold
stach tief
in die aufziehende Nacht.
STRAND
gut: Er(inner!) & du wie
berauschte
die Muschel das Meer. Im zärtlichen Ohr
1 Möwenweiß &
dies Sehnen von flüsternden Händen
DEZEMBER, DAMALS
Klirrende Kälte: Aug
in Auge Ferne
war dir ins Gesicht geschrieben.
Sprachlos fiel mir die Tür ins Wort &
Das Fenster rahmte deinen zurück
gelassenen Blick.
Damals im Dezember
ließen die Wolken ihre Köpfe hängen
ein Flugzeug zog einen Strich unter den Himmel
Schnee von gestern lag in der Luft & unser Jahr
bereitete sich auf seinen Wechsel vor.
LAUTWAHRnehmungen: die explodierenden Vor
Würfe
Zerschellendes Porzellan der Türen
Knall:1 Klage Laut
loses Herzverschatten &
die geschlagene
Stunde
DER LETZTE SCHNEE des Jahres
schmückt das friedliche Wort
& aus jedem Wunsch
blüht Stille