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Mirko Wenig
Ostseebad Lubmin

Wir haben den Stein, den ungeschliffenen,
zurück ins Meer geworfen. „Hoffnung“
steht auf einem Boot, in roter Farbe,
ein Puppenspieler spielt ohne Publikum
am Strand. Und wieder

Staumeldungen, irgendwo im Radio,
das Ausbleiben der Wellen. Ein Kind
fragt, ob Plankton Tiere seien
oder Pflanzen.

Der Puppenspieler packt seine Sachen
und geht. Was bleibt, ist die Behauptung,
das alles im Meer anfing: das Leben, so
sagst du, vielleicht auch die Liebe. Und
irgendwo da draußen liegt ein Stein,
ungeschliffen ins Meer geworfen,
bis ihn der nächste findet und
zurück schleudert.

 

Mirko Wenig  29.05.2009    Druckansicht  Zur Druckansicht - Schwarzweiß-Ansicht    Seite empfehlen  Diese Seite weiterempfehlen
Mirko Wenig
Lyrik