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Max Sessner
Dinge

Wenn wir die Dinge nicht lieben
suchen sie uns heim eines
Tages fallen sie aus ihrer Welt

in die unsere und es haftet ein
Geruch an ihnen den wir nicht
kennen der vor langer Zeit

verlorene Stoffhund einäugig
und mit nur noch drei Beinen saß
eines Morgens neben unserem

Bett er sprach zu dir mit meiner
Stimme wie fremd wir uns plötzlich
waren die Morgensonne warf

meinen Kopf als Schatten an die
Wand und er glich einem Kaffeebecher
den du liebtest und den ich

einst im Zorn zu Boden schmiss
in hundert Scherben zerbrochen
machte er sich auf den Weg

an diesem Tag sah ich sie überall
zurück gekommen nahmen sie
von uns Besitz Puppen nackt

und ohne Kopf winkten
uns zu und Spielzeuguhren zeigten
Spielzeugzeit ich fuhr auf

einem Fahrrad von dir fort
das halb von Rost und halb von
Traurigkeit zerfressen war

Aus: Warum gerade heute. Literaturverlag Droschl 2012

Max Sessner   26.2.2012    Seite empfehlen  Diese Seite weiterempfehlen

 

 
Max Sessner
Lyrik